Interview mit Uli Prehn

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  • 14. Juni 2005 um 22:11
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Wenn es dann aber, obwohl viel investiert wurde, trotzdem nur zu einem der hinteren Plätze reicht, ist die Enttäuschung natürlich dementsprechend. Wir haben mit Uli Prehn vom Browning Team Schleswig Holstein gesprochen und erfahren, warum es trotz intensiver Vorbereitung nur der drittletzte Platz beim Anglertreff 2005 wurde.

Uli Prehn

CT:

Uli, ihr hattet die ganze Woche trainiert und zuvor noch am Tubertini-Cup teilgenommen. Mal ehrlich, da ist der 15. Platz beim Anglertreff doch wohl mehr als enttäuschend?

Uli:

Dieses sehen wir natürlich genauso. Allerdings muss man anmerken, dass die Bedingungen beim Tubertini – Cup und auch beim Training in der Woche doch deutlich anders waren, als beim Anglertreff selbst. Wir hatten vom Tubertini – Cup und auch aus dem Training heraus die Erkenntnis gewonnen, dass das Angeln über große Fische und reichlich Köder entschieden wird. Eine Einschätzung zu der wohl auch Mosella gekommen war.


CT:

Ein 9. Platz war euer bestes Ergebnis in den Einzelsektoren. Sind die anderen Mannschaften zu stark für euch?

Uli:

Bei diesen Ergebnissen muss man es so sehen. Allerdings sehe ich dieses auch im Zusammenhang mit unserer Fehleinschätzung im Bezug auf die Fänge und auf das deutlich schwächere Coaching. Da haben wir noch reichlich Nachholbedarf und Verbesserungsmöglichkeiten.
An diesem Punkt wird aber gemeinsam mit der Browning – Familie gearbeitet. Weiterhin werden wir unsere Teilnahme an überregionalen Fischen verstärken, da wir erkennen mussten, wie dünn die Luft auf diesem Niveau ist. Wir erhoffen uns durch diese Maßnahme eine bessere Einstellung auf das deutlich stärkere Niveau bei solchen Veranstaltungen.

CT:

Was habt ihr im Training herausgefunden und wie war eure Taktik?

Siehe zum Teil die Antworten unter Punkt 1. Das Futter war auf große Fische ausgerichtet mit hoher Bindung um einen möglichst großen Lebendköderanteil aufnehmen zu können, um damit die Fische am Platz zu halten. Taktik sollte sein erst mal alle Fische mitzunehmen um dann nach einiger Zeit auf Brassen zu angeln. Die Brassen sollten die Entscheidung bringen.

CT:

Was waren im Nachhinein eure größten Fehler und habt ihr nach dem ersten Tag noch eine Umstellung vorgenommen?

Uli:

Die oben erwähnte Fehleinschätzung der Fischmenge und damit auch die Wahl der Futterfarbe, die auf größere Fische ausgerichtet war. Weiterhin die zu schwache Betreuung, aber da kann man ja niemanden einen Vorwurf machen bei 400 km Entfernung von uns.

Am zweiten Tag sind wir defensiver an die Sache rangegangen, hatten aber damit gerechnet, dass der Fisch besser laufen würde. Das Futter wurde abgedunkelt und vom Geruch mehr auf Rotaugen gestellt.

CT:

Den Blick nach vorne gerichtet. Welche Chancen rechnet ihr euch für den Einzelanglertreff an der Saale in Üichteritz aus?

Uli:

Da das Browning Team Sachsen dort den Landesanglertreff gefischt hat, erhoffen wir uns von dort genaue Informationen und wollen versuchen das untere Ende der Ergebnisliste zu verlassen. Allerdings soll die Saale dort nach unseren Informationen sehr launisch und platzabhängig sein, so dass man dort wohl auch ein wenig Glück benötigt.

Uli, vielen dank für die offenen Worte und viel Glück bei euren nächsten Fischen.

Uli Prehn und Henric Plaß


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