Carpodrome auf chinesisch

  • von Alexander Dittrich
  • 15. Januar 2010 um 10:07
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Shanghai ist wohl eine der lebhaftesten, engsten und hektischsten Städte auf dieser Welt. Ein  Tag dort ist wie ein ganzer urlaub in einem ganz, ganz fernen Land. Voller Eile und scheinbar innerer Unruhe getrieben, laufen die Chinesen, und davon gibt es in Shanghai bekanntlich eine Menge, umher. Abseits von Pudong, dem Teil mit der Skyline die New York Konkurrenz macht, liegt der ältere Teil der Stadt. Die so genannte Altstadt. Sie ist eng, schmutzig und voll. Doch mitten in diesem Moloch liegt ein kleiner Park. Voll mit Bambus, grün und voller Stille.


Der Eingang zum Teich – zum Shanghai Carpodrome

Und als ich so durch diesen Park schlenderte sah ich zum ersten Mal das Shanghaier Carpodrome! Bestehend aus drei winzigen Becken von jeweils ca. 3m² und einer Tiefe von durchschnittlichen 30cm. Der Fischbestand kann, ohne zu lügen, als sehr gut betitelt werden.


Reichhaltiger Fischbestand!



Nicht die bekannte Tuppengröße, eher das Modell Nordsee mit dem kleine Kinder buddeln gehen.

Auch ein Tackle Dealer ist vor Ort. Er führt allerdings eher die einheimischen Marken. Man erhält bei ihm Leihruten, Köder und kleine Eimer.

Mit den Leihruten – etwa 2m lang – gehen dann die Chinesen auf die Jagd. Gefangen werden kleine Goldfische die sogar vor den Kaulbarschen im Havelkanal davon schwimmen würden. Diese dürfen auch – dem chinesischen Staat sei dank – lebend gehältert werden in dem vorher erwähnten Eimern. Die Fangverwertung ist mir nicht ganz klar, ich denke aber sie werden für das heimatliche Aquarium benutzt.


Angeln ist hier keinesfalls Männersache

Die Angelweise besteht aus kontrollierten absinken lassen und abheben des Köders, um die völlig gesättigten Fische doch zum Anhieb verleiten zu können.


Das ganze war ein wirklich amüsanter Anblick

Schöne grüße aus China, Alex

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