Offener Brief an die Delegierten der Jahreshauptversammlung des DAFV e.V.

  • von Stefan Posselt
  • 21. November 2013 um 14:58
  • 14

Werte Delegierte,

Sie werden sich kommendes Wochenende zur Jahreshauptversammlung des DAFV e.V. treffen, der ersten seit der erfolgten Verschmelzung zwischen VDSF und DAV zum neuen einheitlichen Verband für alle Angelfischer in Deutschland. Wie nicht anders zu erwarten waren die ersten Monate turbulent und alles andere als einfach und von der versprochenen einheitlichen Vertretung für alle Angler Deutschlands sind wir noch weit entfernt. Als Teilnehmer an der Hauptversammlung, dem höchsten Gremium dieses Verbandes, werden Sie mit darüber entscheiden, wie es mit der Interessenvertretung der deutschen Anglerschaft weitergeht.

Die meisten von Ihnen arbeiten ehrenamtlich für ihren Landes- oder Regionalverband, sie investieren ihre Freizeit und setzen sich in verschiedensten Bereichen für die Organisation der Verbände, der Arbeit an den Gewässern, die Vertretung der Interessen der Angler, Jugendarbeit, Sport und vieles andere ein. Dafür vielen Dank! Bitte erlauben Sie mir dennoch einen Hinweis darauf, warum gerade Sie an der kommenden Hauptversammlung teilnehmen. Sie erhielten das Mandat von ihrem Verband zur Vertretung der Interessen der ihrem Verband angeschlossenen Mitglieder. Das sind Angler aller Coleur: Spinnangler, Gelegenheitsangler, Stippfischer, Fliegenfischer, Karpfenangler,…, jeder mit seinen eigenen und teilweise widersprüchlichen Interessen, aber dennoch alle „verfallen“ derselben Passion, dem Fang von Fischen in verschiedensten Gewässern. Als Angler erwarten wir von Ihnen, unseren gewählten Vertretern, dass Sie die Interessen der Angler vertreten.

Wir leben in Deutschland in einem Umfeld beständiger Bestrebungen von Einschränkungen bei der Ausübung des Angelns, weitgehend begründet durch den Tierschutz. Der einleitende Passus: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“ wird gern dafür benutzt, im vorauseilenden Gehorsam Einschränkungen für das Angeln zu begründen. Wer im Angeln einen Widerspruch zum Tierschutzgesetz sieht, der erkennt damit an, dass Angeln keinen vernünftigen Grund darstellt, aber ist dem so? Was ist am Angeln unvernünftiger als sich auf den Rücken von Pferden zu setzen und diese um die Wette laufen zu lassen oder über Hindernisse springen zu lassen? Ist es vernünftig Hunden ein Band um den Hals zu legen, eine Leine daran zu befestigen und ihn in seinem natürlichen Umfeld in der Bewegungsfreiheit einzuengen? Was ist vernünftig daran, eine Katze für ihr Leben lang in einer Wohnung einzusperren und sie ihrem natürlichen Lebensraum zu entziehen? Ist es nicht vielmehr vernünftig, jungen Menschen den Zugang zur Natur zu ermöglichen, über den Fang und die Verwertung von Fischen den Respekt vor anderen Lebewesen zu lehren? Was ist daran unvernünftig, wenn ein Angler sich bewusst dafür entscheidet, welchen Fisch er verwertet und andere gefangene Fische wieder in den Lebensraum entlässt. Oder ist es vernünftiger in den Supermarkt zu gehen um Fisch zu kaufen, bei dem man stillschweigend akzeptiert, dass „Beifänge“ in Größenordnungen vernichtet werden? Ist es nicht tierschutzgerechter wenn eine Familie in einen Angelpark fährt, um sich dort den Fisch für das Wochenendmahl selbst zu fangen, ihn waidgerecht zu töten und zu verwerten als denselben Fisch aus der Massenproduktion zu kaufen, wo der Fisch, wenn er Glück hat, über Stunden qualvoll ersticken darf, oder bei lebendigem Leib ausgeweidet und filetiert wird? Können nicht wir als Angler viel zielgerichteter Hegemaßnahmen zur Kontrolle oder Entnahme einzelner Fischarten leisten als jegliche Netz- oder Stromfischerei? Sorgen wir nicht durch zahllose Arbeitsstunden für ein Stückchen intakter Umwelt, welche auch anderen Menschen zu Gute kommt?

Wir brauchen uns unseres Hobbys nicht zu schämen und können uns selbstbewusst der Öffentlichkeit präsentieren. Mit der Fusion zum gesamtdeutschen Anglerverband ist bei vielen Anglern die Hoffnung verbunden, dass die Vertretung der Anglerschaft gestärkt wird und wir uns als starker Partner aktiven Naturschutzes in Ausübung unseres Hobbys positionieren können. Der DAV e.V. hat in den letzten 20 Jahren bereits bewiesen, dass es möglich ist Landesfischereigesetzgebung positiv zu beeinflussen und Regelungen zu ermöglichen, die sowohl dem Tierschutz als auch den anglerischen Interessen gerecht werden. Gemeinsam kann der neue Verband noch viel mehr, besonders auf Bundesebene, erreichen.

Leider erreichen die angelnde Öffentlichkeit viele beunruhigende Nachrichten über den Beginn der Arbeit des neuen Verbandes, die eine gute Interessenvertretung in Frage stellen. Ungereimtheiten bei den Finanzen, persönliche Machtinteressen, widersprüchliche Aussagen besonders der Präsidentin. Wie kann eine Präsidentin sich nach den jahrelangen, schwierigen Fusionsverhandlungen mit einem gemeinsamen Ergebnis zur Gestaltung des neuen Verbandes, sich jetzt auf 25 Jahre alte Beschlüsse eines Vorgängerverbandes berufen um ihre persönlichen Interessen zum Ausdruck zu bringen?  Die Transparenz im finanziellen lässt viel zu wünschen übrig, über Defizite wird geredet, Verschwendung von Beitragsgeldern? Was ist da dran? Bitte prüfen Sie die Zahlen, die Ihnen vorgelegt werden, haben Sie bitte auch einen Blick auf die angegliederte GmbH und die internen Belege zwischen Verband und GmbH. Lassen Sie es nicht zu, dass einzelne Personen aus egal welchen persönlichen Gründen, ihre jahrelange ehrenamtliche Arbeit und damit die Zukunft unseres Hobbys zerstören! Dem Vernehmen nach sollen wieder, wie in den 1980er Jahren, die Stippangler als erste „geopfert“ werden. Sind ja nur die paar Stippangler, werden einige von Ihnen sagen, aber was kommt danach? Der Wolf Happach-Kasan hat seinen Schafspelz abgelegt und was passiert, wenn der Hunger wiederkommt? Die Karpfenangler, die Angelparks, das Kutterangeln? Auf der Hauptversammlung soll über einen Misstrauensantrag gegen Frau Happach-Kasan abgestimmt werden, bitte befragen Sie ihr Gewissen und sorgen Sie für eine angemessene Vertretung der Anglerschaft durch Angler! Der Weg wird bestimmt nicht einfach und es wird noch lange dauern, bis die Verbände wirklich zusammenwachsen und ihr Potential entfalten, aber es gibt viele Menschen im Verband, die sich wirklich für eine sichere Angelzukunft einbringen können und wollen. Geben Sie ihnen eine Chance und stoppen Sie die Profilierungssucht einiger weniger!

Stefan Posselt

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14 Kommentare
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  • 1stern
    aus Schwarzheide
    und nun?
    Das dieses Dokument zurückgezogen wurde, ändert nichts an den grundsätzlich anzugehenden von mir schon genannten Themen. Allein die Vorlage zeigt, dass hier jemand seinen Aufgabenbereich nicht richtig verstanden hat. Den Schutz, das Ansehen und das Wohlergehen meiner beitragszahlenden Anglerschaft zu gewährleisten, zu erhalten und auszubauen. Wer weiterführende Angeln nicht unterstützt, hat ein grundsätzliches Problem mit dem Fang von Fischen. Der Aktenordner mit dem Dokument wurde geschreddert, die Datei gelöscht, Kopien verbrannt und das Thema ein für alle mal beendet? Oder wird es zum passenden Zeitpunkt erneut vorgelegt?!. Hat jemand schon einmal darüber nachgedacht, Angeln als Religion einzustufen? Grundgesetz Artikel 4 (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet. Das trifft aus meiner Sicht vollumfänglich zu. Weiter möchte ich an dieser Stelle auf ein weiteres Thema hinweisen. Wie kann es sein, dass Leute die im Inn- und Ausland als Mannschafts- oder Einzelangler den Deutschen Anglerverband und Deutschland vertreten und somit die gesamte deutsche Anglerschaft, dafür auch nur einen Cent aus der eigenen Tasche bezahlen?!. Die Angelart spielt überhaupt keine Rolle. Weil warscheinlich ein grundsätzliches Problem mit dem Fang von Fischen im eigenen Verein vorliegt. Und wer dies nicht reinen Gewissens unterstützen kann, wird niemals seine zahlenden Mitglieder mit der notwendigen Einstellung ünterstützen können.
  • Tyson
    aus Trebnitz
    Kurze Grüsse aus Saarbrücken, die Hauptversammlung ging gestern 19.15 Uhr zu Ende. Bereits am Donnerstag in der Verbandsausschusssitzung wurde der Brief zurückgezogen. Für die Stippangler werden alle geplanten Veranstaltungen in 2014 stattfinden, dies nur als Kurzinfo. Ein schönes Wochenende euch allen, Bernd Klotz
  • CC808
    aus Berlin
    Hallo liebe Leute! Wie ist es z.b. mit der Gründung eines Vereins "Pro Fishing", welcher die Aufgabe hätte Lobbyarbeit für das Angeln zu betreiben (z.B. in der Öffentlichkeit, bei der Politik, im In- und Ausland), Forschung und Veröffentlichungen "pro Angeln" zu Fördern, und auch Rechtschutz gegen Übergriffe "unfreundlich" dem Angeln gesinnter Organisationen, bietet! So Wie mal die Medien auf die Realitäten hinweißt und das Bild der Angler wieder gerade rückt! Eine Finanzierungsmöglichkeit ist z. B. das jeder Angler und ähnlich gesinnte dort für z.B. 20 € im Jahr Fördermitglied werden kann, hiervon werden dann verpflichtend 50% der Einnahmen für Lobbyarbeit verwandt, die anderen 50% für einen Justiziar (welcher die Angler und das Angeln verteidigt!) und Werbung ausgegeben. Des Weiteren hätte jedes Mitglied Anspruch auf Rechtsbeistand, bzw. juristische Beratung, (wenn die Angelegenheit nicht absichtlich provoziert wurde!) Bei juristischen Angriffen von "den Anderen"! Es könnten sich z. B. hier auch die Angelgeräteindustrie und andere Vereine / Interessierte wirtschaftlich beteiligen (Spendenquittung???)! Allerdings müsste die Mittelverwendung immer öffentlich einsehbar sein, und ein eindeutig "Pro Angeln" eingestelltes Gremium über die Mittelverwendung entscheiden. Hierfür Brauchen wir aber zumindest gut ausgebildete Laien, wenn nicht sogar Fachleute, um "den Anderen" qualifiziert Paroli bieten zu können! Gruß aus Berlin und schönen Abend noch!
  • rotaugenkönig
    aus Schwalmtal
    Ja, da sind wir wieder bei der Diskussion der 80er. Ich war in beiden Verbänden und eigentlich war ich immer der Meinung, dass die Angler mit einer Sprache für das Angeln und die Angler sprechen sollten . Bei unserer Mitgliederstärke könnten wir auch entsprechendes entgegenkommen von der Politik einfordern. Ich möchte mal wissen, wie viele Arbeitstunden pro Jahr von uns Anglern in die Natur, Gewässerpflege und den gesamtenTierschutz investiert werden. Aber alles was unter der Wasserlinie ist sieht man nicht. Es ist nicht unsere "Führungsriege" die die Vorarbeiten in der Natur z.B. für das Lachsprogramm oder andere Projekte vor Ort leisten. Aber sie stellen sich dann hin und lassen sich mit den Politikern fotografieren. Natürlich brauchen wir alle auch Lobbyarbeit. Aber dann sollte auch mit unserer allen Unterstützung die "Führungsriege" einen Arsch in der Hose haben um für unser tolles Hobby in einem intakten Umfeld zu kämpfen. Im Moment kann ich keinem Jugendlichen empfehlen, das Angeln zu seinem Hobby zu machen. Sollen die sich aus Unwissenheit von ihren Kumpels als Tierquäler beschimpfen lassen? Statt dessen sitzen sie lieber den ganzen Tag von dem Computer und daddeln sich zu oder treffen sich zum Komasaufen o.ä. Die Verbände gehen gegenüber der Politik immer einen Schritt zurück und wir haben weniger Rechte . Wir sollten uns alle nicht in die Ecke drängen lassen und unser tolles, naturnahes Hobby gegen alle verteidigen. Wenn es das aktive Angeln und auch Wettkämpfe die den sozialen Kontakt untereinander fördern nicht mehr gibt, brauchen wir auch keine Funktionäre mehr. Also bitte, kämpfen wir gemeinsam und gehen nach vorne und nicht zurück. Petri Heil Karl-Peter
  • 1stern
    aus Schwarzheide
    jetzt werde ich besorgt
    In einem seoben geführten Telefonat habe ich erfahren, dass der Referent für Öffentlichkeitsarbeit einer Anglerzeitschrift nichts von diesem schönen Schreiben weiß. Die Telefone, also die Dinger auf denen immer diese "Filme" und "Bilder" gezeigt werden, müssen heiß laufen. Ich kann nur Hoffen, dass dieser genannte Misstrauensantrag durch mindestens einen Volljuristen im Vertrags-, Vereins- und Versammlungsrecht eingereicht wird. Weil,! ohne werdet Ihr direkt auf die Schlachtbank geführt oder dürft wie besudelte Pudel abziehen. Weiter hoffe ich, dass alle Absprachen mit den Vereins- und Verbandsdeligierten abgestimmt sind und hier eine absolute Mehrheit dahinter steht. Ich hoffe das alle langsam erkennen, dass der Bohrer zur Einschränkung der in der Verfassung verankerten Grundrechte schon ein ziemlich großes Loch hergestellt hat. Hier geht es nicht mehr nur um weiterführende Angeln, sondern das Angeln im Ganzen. Niemand würde es wagen gegen einen Konzern in dieser Weise anzugreifen. Da gibt es eine Unterlassungsklage und wer das noch immer nicht verstanden hat, wird solange juristisch betreut, bis er nicht mehr kann. Bei Anglern geht das. "ach da kann ich ja nichts machen" "ach dann isses halt so" Ehrenamt zur Durchsetzung von Rechten, mit allem Respekt, dass reicht dafür nicht. Das hat früher auf der Ostseite gereicht, als es noch eine Mauer gab. Niemand erwartet von einem Freeware-Programm , dass es alle Funtionen hat . Wie soll jemand der den ganzen Tag gearbeitet hat oder sich im Ruhestand befindet, die nötige Kraft und Antrieb finden und vor allem die notwendigen Kenntnisse die heutzutage erforderlich sind, mitbringen. Im Selbststudium? Ich glaube kaum. Wenn ich Recht bekommen will, brauche ich die besten Anwälte oder eine eigene Rechtsabteilung. Die ganze Angelegenheit gehört auch in den Petitionsausschuss des Bundestages z.Hd. Frau Aigner (verfasst durch Volljuristen mit exellenter einfacher Darstellung der Fakten, Natur, Arbeitsplätze, Verfassung, Jugend, Wähler usw.). Wie ein Verein ausgetrocknet wird, hat die letzte Bundestagswahl gezeigt. Die Mitglieder finanzieren den Verein und nicht der Vorstand die Mitglieder! Ohne Einigkeit der Mitglieder wird das aber nichts. Wer würde zu Mitgliederaufmärschen vor Gebäuden derer kommen, die das Angeln einengen wollen? Umgekehrt kein Problem, diese Leute sind so von Ihrer Sache überzeugt, dass Grenzen geltenden Rechts aufgrund des penetranten Verhaltens zur Schlichtung verschoben werden. Ein Zusammenschluss von Naturschützern und Anglern funktioniert nicht, auch wenn beide überschneidene Themen haben. Die Beweggründe können aber unterschiedlich sein.
  • stasi
    aus Bremerhaven
    Ehrenwort und Handschlag, Ein Mann ein Wort eine Frau ein Wörterbuch!!! Vielleicht hat ja Steffen und Stefan und auch andere DAVler die Reibungshitze beim über der Tisch ziehen als Nestwärme des VDSF's empfunden. Hallo Wiesse, so gesehen hast du recht mit Handschlag un Ehrenwort, auch mit dem Angelparadies das kommt sehr gut hin. Hier zählt bloß nicht mehr der Handschlag und die Ehre sondern nur noch die Posten und Sessel worin sie kleben. Bei allen Diskusionen über den Sinn des Angelns sollte man nicht vergessen wieviele Existenzen daran hängen. wenn man uns nur noch als Kochtopfangler oder Tuniergewichtewerfer dulden will, gehen ganze Neu entstandene Industriezweige und Händler den Bach runter. Wie lange wollen wir uns das Eigendlich noch gefallen lassen? Man hat immer über die DDR hergezogen, das da alles von der Geburt bis zum Sarg Reklementiert war, was ist das jetzt??? Diktatur oder Demokratie??? Hoffendlich kommen unsere Jungs als WM - Gewinner aus Südafrika zurück, denn es könnte die letzte Große Veranstaltung gewesen sein woran Deutschland teilgenommen hat. Haben wir Angler keine Ehre im Laib und lassen uns weiterhin alles gefallen? Zurück Rudern wird wohl aus Juristischen Gründen nicht möglich sein, aber auch wenns teuer wird kann man doch sicher einen Neuen Anglerfreundlichen Verband ins Leben rufen der unsere und nur unsere Interesse National und International vertritt. Steffen und Stefan und den vielen Ehrenamtlichen ehrlichen Verantwortlichen des DAV sollte man keinen Vorwurf machen, sie haben wirklich an die Sache geglaubt. Jetzt sind wir der dunklen Seite der Macht ausgeliefert.
  • wiesse
    aus Döbeln
    Hallo Polemann, das liegt vielleicht auch daran, das Steffan und Steffen aus dem Osten kommen. Da war früher unter den Leuten ein Handschlag und ein Ehrenwort noch was wert !!! Der Rest kam erst nach 90. Es gibt allerdings auch hier viele Zeitgenossen, die ganz schnell "dazugelernt" haben. Ich fand (eigentlich immer noch) den Gedanken eines vereinten Anglerdeutschland auch gut, ein bisschen in der Hoffnung, dass der Westen auch mal was vom Osten übernimmt. Ich denke da z.B. an die Gewässerfonds, wo man nicht nur in den 2 Vereinstümpeln angeln kann. In dieser Beziehung war die DDR ein wahres Anglerparadies... .
  • poleman
    Hallo Angler, es kommt hier nicht darauf an, zu posten...wie gut wir Angler doch sind und was man tun muss. Dieses wissen wir alle, nur dafür ist unser Verband zuständig, dieses in die Öffentlichkeit zu tragen und das sollte für den Verband selbstverständlich sein. Man muss hier ganz klar feststellen, dass die Befürworter der Fusion, wie auch Stefan Posselt, Steffen Quinger ganz klar falsch lagen!! Und das der DAV seine Arbeit nicht gemacht hat. Wenn man sich von seinem Dachverband (DAFV)m so über den Tisch zioehen lässt, dann ist das einfach nur traurig. Schaut euch im Forum mal die Postings von Quinger und Posselt zur Fusion an, alle waren sie dafür, alles wird toll----und jetzt so ein Brief. Sorry absolut lächerlich. MfG
  • Roger Lickfeldt
    aus Südlohn
    Angler sind auch nur Menschen, denen ihr Hobby sehr am Herzen liegt. Egal ob Stippangler, Karpfenangler, Raubfischangler oder Fliegenfischer usw. möchte jeder von ihnen seine Leidenschaft das Angeln in der Natur ausüben. Leider werden immer mehr Verbote, Richtlinien und andere Regeln von unseren DAFV oder früheren Verbänden ausgegeben an dem der Gesetzgeber Maßgeblich beteiligt ist. Wir die Angler selbst die fast alle in Vereinen organisiert sind werden nicht mehr gefragt, sondern nur noch mit den Entscheidungen konfrontiert, die dann eingehalten werden sollen. Viele Angler fühlen sich Diskriminiert, gerade hier steckt die meiste Arbeit drin die fast alle Angler in Vereinen betrifft durch Ehrenamtliche Arbeit gutes an der Natur zu tun oder den Jugendlichen und Kindern ein gutes Vorbild zu sein und um ihnen das Angeln auf Fische und der Natur näher zu bringen. Statt dessen wird unser Hobby immer mehr eingegrenzt und Angler als Mörder beschimpft, (siehe die Hetz-Jagt von PETA), aber für die Angler viel zu wenig unternommen weil man vielleicht keinen Arsch in der Hose hat. Auch wir Angler haben Mitglieder, Familie und Freunde die unser Hobby unterstutzen und damit sicher mehr als eine Stimme in der Öffentlichkeit haben die aber nicht genutzt wird. Hier geht es ganz allein um die Belange der Angler und jeder der nicht im Stande ist dafür 100% einzustehen sollte sich Überlegen ob er nicht seinen Platz frei macht für die Angler die für unser Hobby kämpfen und keine Angst haben den Mund richtig aufzumachen. Stefan dein Bericht ist Super und ich hoffe das manche im Präsidium vielleicht mal zu den alten Wurzeln zurück kehren wo Angler noch Angler waren und nicht nur Worte sondern endlich Taten folgen lassen. Sonst geht uns Anglern bald das Licht aus.
  • thomas123
    aus Rastede
    Hallo, wenn ich das alles so lese, dann platzt mir der Arsch!!! Hat die Frau Happach-Kasan eigentlich schon mal in ihrem Leben eine Angel gesehen, oder ist es vielleicht doch eine heimliche gesandte von Peta? Ich angel sehr viel in Holland und Irland und wenn ich den Leuten erzähle, was hier abgeht, dann schütteln die nur mit dem Kopf!!! Warum müssen wir unser schönes Angelleben immer nur mit Füssen treten und es nicht mal richtig genießen? Wenn man so viele Jahre ehrenamtlich arbeitet und dann doch immer welche auf die Fresse kriegt, dann gute Nacht Marie!!!
  • thomas123
    aus Rastede
    Hallo, wenn ich das alles so lese, dann platzt mir der Arsch!!! Hat die Frau Happach-Kasan eigentlich schon mal in ihrem Leben eine Angel gesehen, oder ist es vielleicht doch eine heimliche gesandte von Peta? Ich angel sehr viel in Holland und Irland und wenn ich den Leuten erzähle, was hier abgeht, dann schütteln die nur mit dem Kopf!!! Warum müssen wir unser schönes Angelleben immer nur mit Füssen treten und es nicht mal richtig genießen? Wenn man so viele Jahre ehrenamtlich arbeitet und dann doch immer welche auf die Fresse kriegt, dann gute Nacht Marie!!!
  • 1stern
    aus Schwarzheide
    offener Brief
    Hallo Stefan, gerade gestern hatte ich Steffen diese Mail gesendet. Die genauen Zusammenhänge sind mir leider unbekannt , aber mir reicht es jetzt wirklich. Der berühmte Tropfen ist übergelaufen. Aus meiner Sicht vertritt der Vorstand dieser jetzigen Vereinigung nicht mehr die Bedürfnisse Ihrer angelnden Mitglieder. Damit meine ich nicht nur meine Interessen im Stippfischen, sondern auch die anderen Angelarten außer Casting. Ich könnte mir die folgende Vorgehensweise vorstellen. 1. Misstrauensantrag gegen den Vorstand 1.1 Prüfung der Vertragsbedingungen zur Rückabwicklung, dringende Prüfung der Pachtverträge 2. Mitgliederentscheid über die zukünftige Ausrichtung eines gesamtdeutschen oder getrennten Anglervereins (vielleicht sollte man sich mit den Jagdverbänden zusammenschließen) 3. nach der Neuwahl von Vorständen, die auch die Interessen Ihrer zahlenden Mitglieder vertreten, muss das ramponierte Ansehen von Anglern in der Öffentlichkeit wieder hergestellt werden (wie konnte es dazu kommen, dass man sich mit dem zurücksetzen von Fischen unter Umständen strafbar macht, früher gab es dafür Anerkennung, in anderen europäischen Ländern sind Spitzenangler Volkshelden) Da muss sich jeder an die eigene Nase fassen und wenn es auch nur Untätigkeit war. 4. Ausgliederung von Mitgliedern die dem Ansehen von Anglern Schaden zuführen (Schmerzdebatte, Umweltbewußtsein am Angelplatz) Nur mal so am Rand. Wie viele seltene Insekten, oder Insekten im allgemeinen werden jeden Tag mit dem Auto getötet? Wird deshalb das Auto abgeschafft? Gibt es einen vernünftigen Grund (Tierschutzgesetz) mit dem Auto zu fahren? Erleiden Pflanzen Schmerzen wenn man sie abschneidet? Solange man nicht Beweisen kann, dass Pflanzen keine Schmerzen empfinden, muss man davon ausgehen und sie so behandeln. Bei Fischen gibt es diese Debatte. 5. Lockerung der Aufnahmebedingungen Hier meine ich die sofortige Abschaffung von Fischereischeinen und dessen Erwerb . Alles was den Nachwuchs stören könnte. Eine Grundausbildung muss aber sein. Die Hürden in Deutschland eine Fisch zu fangen sind unerträglich. Damit lässt sich heute niemand mehr vom Smartphone in die Natur holen. Spatestens hier werden die Behörden wach und unterstützen diesen Sport, sonst droht ein Einnahmeverlust. 6. Beauftragung von Leuten die sich rechtlich mit denen Auseinandersetzen, die das Angeln einschränken wollen Damit diese mit Ihrem eigenem Dasein beschäftigt werden. (das die Industrie hier nicht massiv aggiert wundert mich, aber mit der fast vollständigen Produktion in China, oder noch billiger lässt sich schwer eine Arbeitsplatzdebatte führen (außer Im - und Export sowie Verkauf) 7. Das Ehrenamt verdient riesengroßen Respekt und Anerkennung. Ich denke jedoch, hier sind ab einer gewissen Position hauptberuflich angestellte Mitarbeiter mit entsprechendem juristischem Abschluss einzustellen. Da gehört auch Lobbyarbeit dazu. Angler sind eine zahlenmäßig ungemein große Gruppe, lassen sich aber in mittlerweile in unerträglicher Weise durch Minderheiten translalieren. Wenn hier nicht sofort gegengesteuert wird, werden die Einschränkungen immer weiter ansteigen . I. Die Grundrechte Artikel 2 (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt. Für mich ist das Maß voll. Wie kann ich mich mit meiner begrenzten Zeit einbringen? Ingolf Stern
  • KlauBa
    aus Büttelborn
    offener Brief
    Hallo Stefan In meinen Augen eine hervorragende Darstellung der Problematik !!! Vielen Dank für die Zeit die du für diesen Brief geopfert hast. Ich hoffe er bekommt die Beachtung, die er verdient hat un d die wohl auch nötig ist. Dank & Gruß Klaus Barthel
  • breamer
    Hallo Stefan, sei mir nicht böse aber genau das was jetzt mit dem DAFV passiert, habe ich dir bei der Messe in einem persönlichem Gespräch vorhergesagt. Natürlich habe ich gehofft, dass es anders kommt---leider habe ich aber Recht behalten.... Du warst noch bei der Messe völlig anderer Meinung. Wer hat diesen Brief bekommenm, wird er bei der DAFV Sitzung vorgelesen? Weil, sonst bringt er wohl leider eher nichts. Grüße Frank