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IAM 2010 - Der erste DurchgangDonnerstagabend wurden die Sektoren verlost, so dass jeder das zum Sektor passende Futter mischen und seine Strategie noch einmal überschlafen konnte. Im offiziellen Training am Donnerstag wurde insgesamt sehr ordentlich gefangen und auch die kritischen Bereiche direkt am Parkplatz (Sektor Grebenstein) bis zum Stahlwerk (Sektor Browning) brachten auf allen Plätzen Fische. Das Wetter zeigte sich mit wenig Wind und wolkenlosem Himmel mal wieder von seiner besten Seite und dementsprechend positiv gingen die Teilnehmer ans Werk. Besonders im Grebenstein Sektor musste man vermuten, dass die Angst zu wenig Futter und Köder einzubringen doch wohl größer war als die Gefahr die nun einmal nicht so zahlreichen und dazu noch schwierig zu beangelnden Fische gleich am Anfang zu übersättigen.
Im letzten Jahr setzte sich insbesondere beim Nachfüttern die Taktik durch, große Mückenlarven mit schwerer Erde oder einem Erde/Futtergemisch punktgenau zu cuppen und die Brassen so auf einem Punkt zu konzentrieren. Eine gute Taktik, die aber auch dazu führte, dass einige Teams nun ausschließlich mit großen Mückenlarven ans Wasser kamen. Das waren dann 3 Liter große Mückenlarven für zwei IAM-Durchgänge und Kosten weit im dreistelligen Bereich nur für diesen Köder. Diese Materialschlacht wurde vom Veranstalter reglementiert, so dass nur noch max. 0,5 Liter große Mückenlarven pro Durchgang erlaubt waren.
Den zweiten Grebestein Halbsektor konnte Hennie Kruidener vom Team ABU EVEVZET mit 1.354 Gramm für sich entscheiden und nur noch Thorsten Jenke vom Team Verpa NL lag mit dem 2. Platz und 1.018 Gramm über der Kilomarke. Der schwächste Sektor mit einigen Nullfängern und einigen Goldfischen. So fing Heiko Schmidt vom Team Stipp-Profi auf Platz 22 ein gutes Rotauge mit 362 Gramm, welches ihm gleich Rang 6 im Sektor bescherte. Als alles ausweglos schien, kam der entscheidende Rat aus dem Betreuerstab. So weit raus wie es geht war die Devise und gleichzeitig auch der letzte Versuch doch noch einen Fisch zu fangen. Das Glück des Tüchtigen war ihm dabei hold und wie wichtig oder auch goldig dieser Fisch noch sein sollte zeigte sich dann am Ende.
Einen besseren Start erwischten die Angler im Browning Sektor gegenüber dem Stahlwerk. Hier wurden vom Anpfiff weg mit der Kopfrute kleine Rotaugen von 50 bis 80 Gramm gefangen. Kleine Fische, aber es war ja noch viel Zeit die Plätze aufzubauen. Wer in der ersten halben Stunde 15 bis 20 kleine Fische fing war top, denn danach wurde es schon sehr zäh und spätestens nach einer Stunde waren alle Teilnehmer mit der Bolorute draußen. Wer regelmäßig kleine Futterbälle mit wenigen Ködern sauber schoss und mit kleinen Ködern genau in der Spur fischte, konnte noch einige Fische dazu fangen, doch es war sehr schwer. Die letzten zwei Stunden ging kaum noch etwas, so dass ein entnervter Feruccio Gabba erstmal ein Würstchen essen ging, um anschließend die Bolospur von seinem Obermann Michael Schlögl aufzunehmen und noch einige Fische zu fangen, die ihm immerhin auf Platz 11 brachten. Gewonnen wurde der Halbsektor von Martin Zetzloff auf Platz 6 mit 1.412 Gramm vor Carl Vissen vom Team Ulimate von Platz 19 mit 1.031 Gramm.
Es folgte der Sektor FTMAX hinter der blauen Brücke, wo die Fänge auch gleich etwas besser wurden (sofern mit der Bolorute geangelt wurde) und es auch die erste Zuschauertraube gab. Der vierfache Weltmeister hatte in den vergangenen Jahren nichts an seiner Popularität eingebüßt und die meistgestellte Frage an der Strecke war, wo Bob Nudd sitzt. Platz 12 war es und es dauerte eine Weile bis der Betreuerstab um Uli Prehn den Meister überzeugt hatte die Bolorute zu nehmen. Bob fing zwar regelmäßig seine Rotaugen, doch draußen waren mehr und größere. Nachdem zwei Schiffe genau auf der Höhe seines Angeplatzes kreuzten blieb auch er von einer längeren Beißpause nicht verschont und mit Platz 12 und 3.516 Gramm schlug er sich für seinen ersten Durchgang an diesem für ihn neuen Gewässer sehr beachtlich.
Auf dem vorletzten Platz im zweiten Halbsektor des Sektors FTMAX ließ Benni Hoffmann vom Team Kingdom of Sports nichts anbrennen und fing von Anfang an seine Fische. Im Wechsel gute Rotaugen und Brassen konnte er im Minutentakt einnetzen. Am Ende stand dann auch mit 29.745 Gramm das höchste Einzelgewicht des IAM 2010 auf seiner Wiegekarte. Hier waren also wieder die für den Silokanal typischen Gewichte zu fangen und auch zwei seiner Mitstreiter kamen noch über die 20 Kilogramm Marke. Jörg Schwarze vom Team Garbolino auf dem Endplatz Nr. 23 mit 23.471 Gramm und Björn Bauersfeld auf Platz 16 vom Team Grebenstein mit 22.410 Gramm folgten ihm. Während auf den kleinen Nummern im zweiten Halbsektor noch mit der Bolorute geangelt werden musste, so war am Ende der Strecke doch die Kopfrute klar im Vorteil. Wer hier große Mückenlarven fütterte, der konnte sich wie in den Vorjahren die Brassen auf den Platz stellen und festnageln. Allerdings war es nicht ratsam zu schwer und zu weit aufliegend zu fischen. Änlich wie bei der Angelei mit der Bolorute wurden die Köder besser im leicht verzögerten Trieb an normalen Flussposen von 6 bis 10 Gramm Tragkraft genommen.
Ähnlich war es auf der gegenüberliegenden Seite im Sektor Kingdom of Sports. In der Mitte ging nur etwas mit der Bolorute und auf den hohen Nummern kamen auch die hohen Gewichte mit der Kopfrute. Carsten Röschl machte im zweiten Halbsektor auf dem Endplatz den Sack mit 25.624 Gramm zu, Zweiter wurde Arjan Klop aus dem niederländischen Nationalteam mit 23.667 Gramm von Platz 20 und den dritten Platz sicherte sich mit einer starken Leistung aus der Mitte (Platz 15) Andreas Heidemüller vom Stipp-Profi Team mit 20.387 Gramm. Um im zweiten Halbsektor vorne mitzumischen musste man auf den hohen Nummern sitzen, denn dort waren viel mehr Brassen auf der Kopfrutenspur während auf den kleinen Nummern und auch im ersten Halbsektor mit der Bolorute auf Rotaugen geangelt werden musste und die waren im mittleren Bereich nicht sehr zahlreich. Marco Beck saß somit auf Platz 4 im zweiten Halbsektor ziemlich hoffnungslos und Platzziffer 20 mit 5.799 Gramm war die logische Konsequenz aus diesem Bereich.
Im ersten Teilsektor des Sektors Kingdom of Sports nutzte Fernand Schmidt vom Team CM Lockstoffe seinen Platz 3 nahe dem Außenplatz und gewann den Sektor mit 12.171 Gramm und damit fast dem doppelten Gewicht gegenüber dem zweitplatzierten Dirk Alker vom Team German Master, der auf Platz 24 saß und 6.420 Gramm zur Waage brachte. An diesem Gewicht konnte man sehen, dass an diesem Tag und in diesem Sektor auch ein glückliches Los für eine gute Platzierung her musste, denn Platz 24 war nicht weit weg vom zweiten Halbsektor, wo bekanntlich ein Gewicht um die 6 Kilogramm eine Platzziffer 20 bedeutete. Es dominierte die Bolorute und da war es nicht verwunderlich, dass auch Bolospezi Thomas Pruchnowski vom Team Kingdom of Sports mit 5.195 Gramm und dem dritten Platz ganz vorne mitfischte. Während er in der Trainingswoche beim Bericht für das Magazin Fisch und Fang noch ohne Grundkontakt blieb, als er die Wassertemperatur des Silokanals testete, so konnte er nach dem ersten Durchgang trocken einpacken.
Was ging im neuen Sektor, wurde der Sektor ABU-EVEZET den Erwartungen gerecht? Im Training wurde hier gut gefangen und viele Teilnehmer wünschten sich in diesen Sektor zu losen, denn er schien bei einem sehr guten Fischbestand gleichmäßig zu sein. Mit der 13 Meter Rute kam man hier allerdings auf keinen Fall über die Steinpackung und bereits die Trainingsdurchgänge zeigten, dass in diesem Sektor die Bolorute erste Wahl war. Sogar auf den Endplätzen musste mit der Bolorute geangelt werden bzw. es durfte mit der Bolorute geangelt werden, denn über die Woche hatten viele Angler die Lust an der Angelei mit der Bologneserute entdeckt. Eigentlich kein Wunder, gibt es doch mittlerweile von vielen Herstellern leichte, schnelle und dabei trotzdem kräftige Boloruten, mit denen es einfach Spass macht zu angeln und die nun endlich auch einmal ausführlich zum Einsatz kamen. Früher noch beringte Stipprute, Rollenrute oder auch Wurfstippe genannt schwappte irgendwann der Begriff der Bologneserute aus Italien herüber und wenn diese Ruten und Techniken denn möglicherweise aus Italien kommen sollten, so musste doch eigentlich auch einer der teilnehmenden Italiener ganz vorne zu finden sein. Und so war es dann auch. Roberto Mazzasette, für Geers angelnder Italiener aus Hamburg fing im ersten Halbsektor des Sektors ABU-EVEZET auf Platz 5 mit 10.126 Gramm das höchste Gewicht gefolgt von Günter Horler (DAV Herren) mit 9.746 Gramm und Marco vom Team Italien mit 8.901 Gramm.
Der zweite Halbsektor brachte noch mehr Fische zur Waage, hier mussten es schon über 15 Kilogramm sein, um unter die ersten drei Plätze zu kommen. Alles ging über die Bolorute und am Ende hatte Simon Achammer vom Team Browning mit 16.566 Gramm die Nase vorne vor Timar Szabolcs vom Team Timar aus Ungarn mit 16.003 Gramm und Enrico Pankow von den ct-Friends mit 15.164 Gramm. weiter zu Teil 3 zurück zu Teil 1 Video vom IAM 2010 Video mit Bob Nudd
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