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Interview mit dem Einzelsieger der Browning CT Daniel Wolfsfeld(Team Shimano CM Lockstoffe)ct-Redaktion: Hallo Daniel, wie kommst du überhaupt als Luxemburger International ins Shimano CM Team? Daniel: Die Leute um Claus passten vom Typ her schon immer recht gut zu den Interessen, die ich mit dem Angeln verbinde. Das sind in der Hauptsache Kameradschaft und verrückt genug zu sein, auch weite Wege für hochkarätige Fischen zurückzulegen. Wir angeln schon seit vielen Jahren, hauptsächlich im Winter, an einigen schönen saarländischen Gewässern zusammen und das hat bis jetzt immer Spaß gemacht. Jeder versucht auch hier zu gewinnen, aber Sprüche klopfen und lachen ist uns da mindestens genau so wichtig! So lassen wir jedes Jahr die Saison ausklingen und das wollen wir auch weiterhin so fortführen. Wir wohnen zwar in verschiedenen Ländern, aber unsere Wohnorte liegen nur geschätzte 80 Kilometer auseinander. Auch das spielt unseren gemeinsamen Interessen in die Karten. ct-Redaktion: Herzlichen Glückwunsch zu Deinem diesjährigen Einzelerfolg. Die Strecke am RMD Kanal war ja nicht gerade mit vielen Fischen gesegnet, wie hast du es geschafft, doch noch eine Linie in die Sache zu bringen? Daniel: Vielen Dank. Zunächst ein Mal sind wir mit dem ganzen Team schon am frühen Donnerstag zum Frühstück in unser Hotel bei Berching angereist. Danach ging es sofort ans Wasser. Hier und am darauf folgenden Tag konnten wir schon die eine oder andere Gegebenheit in unser Kalkül mit einfließen lassen. Claus fischte an beiden Tagen bei Sonnenschein mindestens jeweils 1,5 Stunden auf zwei Bahnen mit der Matchrute und konnte nicht einen einzigen Fisch fangen! Das war also keine wirkliche Option. Wie man Rotaugen und Ukels mit der Kopf- bzw Speedfischrute fangen mußte, war also der wichtigste Teil der Mission BCT 2011. ct-Redaktion: Was hast du getan um diese Fischarten regelmäßig zu fangen? Daniel: Wir bemerkten, daß gerade die Ukis im Nahbereich bis zur 13 Meter Entfernung, bedingt durch das klare Wasser, sehr ängstlich auf Schatten jeglicher Art reagierten. So war ein verkürztes Angeln im Oberflächenbereich also nicht möglich!
Mit 4 bis 5 Meterruten und der entsprechenden Schnur kam das Ganze eher hin. Aber auch so konnte man immer nur ein paar von den Silberlingen fangen, dann waren sie wieder weg. 1mal Pinkies werfen und 3mal übernasses Futter einzubringen brachte hier das beste Ergebnis. Die Nerven zu behalten bis wieder Fische einliefen war sehr wichtig! Der zweite Weg war mit einer 2 Gramm Pose in Grundnähe die größeren Fische dieser Art zu fangen. Mit regelmäßigem cuppen aktiven Futters war man da auf der sichersten Seite. Wolkenfutter in diesem Bereich brachte keinen Erfolg. So gewann ich meinen ersten Durchgang. ct-Redaktion: Im zweiten Durchgang konntest du sogar aus der Mitte heraus, in Deinem Endsektor E, die Kopfplätze schlagen. Was hast du dort veranstaltet, denn hier konntest du Rotaugen fangen. Daniel: Tja, zuerstmal hatte ich mich am Abend zuvor mit einigen Caipirinhas in einer naheliegenden Cocktail Bar gedopt. Ganz ehrlich, ich musste in mich gehen als ich meinen Sektor hörte. Wußte ich doch gleich – hier kannst du mit Ukeleis niemals gewinnen – das wollte ich aber zumindest versuchen. Morgens wurde es dann schließlich Gewissheit, dass ich mitten in E saß! Beim Angeln selbst, merkte ich dann aber recht schnell, dass durch regelmäßige Gaben von Pinkies, Maden und Castern, in einem Erde Futtergemisch, gezielt mit dem Pole Cup gesetzt, eine recht positive Reaktion bei den Rotaugen zu verzeichnen war. Einige Ukis, aber auch schöne Rotaugen, brachten mir so letztendlich doch den eigentlich nicht geglaubten zweiten Sektorensieg. ![]() Frerk Petersen und Daniel Wolsfeld bei der Siegerehrung Daniel, glaubst du das dein Erfolg mit Futter oder mehr mit Taktik zu tun hatte?
Daniel: Wir benutzten alle eine Mischung aus 3 Teilen Black Hammer mit einem Anteil Rotaugen Spezial von CM. Dazu war ein Erdanteil – ECO River Cup mit Terre de Somme natur- von ca. 30% sehr vielversprechend. Um noch mehr Aktivität zu erzeugen mischten wir zusätzlich Eicake und gerösteten Hanf mit unter. So entstand zumindest für diese Verhältnisse die perfekte Mischung! Aber natürlich musste man mit Fingerspitzengefühl und dem nötigen Gespür für die „Platzsituation“ zu Werke gehen. Ich glaube, das wie und wann man fütterte, war mindestens genauso wichtig, als irgend welche Futtergeheimnisse. Letztendlich macht der Angler den Unterschied, das Futter muß nur die Fische an den Platz stellen. Also, um die Frage zu beantworten, es war meiner Meinung nach, eine Kombination aus Futter und taktischem Gespür. Daniel Wolsfeld mit den Siegertrophäen ct-Redaktion: Wann kommst du zur nächsten größeren Veranstaltung nach Deutschland?
Daniel: Im Herbst haben wir mit dem CM Team ein volles Programm. ![]() Daniel im Kreis der drei erfolgreichsten Angler der diesjährigen BCT
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