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Strömungsfeedern im Tidegewässer mit Andree Lukas Teil 2Beim letzten Mal haben wir die Bedingungen und eingesetztes Material behandelt, so dass wir uns heute auf Futter und Taktik für das Fischen in schneller Strömung konzentrieren wollen. Feeder Profis sitzen oft mit drei und mehr Ruten am Gewässer und können so ihre Köderpräsentation variieren und anpassen.Welche Montagen in der Strömung zu welchem Zweck eingesetzt werden und welcher Korb zur Situation am Gewässer passt, wird in diesem Teil unseres Praxisberichts mit Feederprofi Andree Lukas thematisiert. Futter Bei der Futterzusammenstellung achtet Andree darauf, dass der verwendete Mix viele Lebendköder aufnehmen kann, um den Nahrungsaufnahmetrieb der Fische zu befriedigen. Dazu benötigt er ein gut bindendes Futter, das trotzdem nicht zu lange im Korb bleibt, sich am Grund löst, die Lebendköder freigibt und eine Futterfahne in der Strömung produziert. Durch das Angeln mit dem Futterkorb wird bei jedem Einwerfen, was am Anfang mindestens alle 2 Minuten erfolgen sollte, Futter und Lebendköder zielgenau auf dem Angelplatz eingebracht. Die Kontinuität dieser Methode ist ein enormer Vorteil und resultiert häufig in den hohen Fanggewichten, welche mit der Feederrute erzielt werden. Andrees Mischung: Die verwendeten Futtersorten
2 Teile Select Feeder Medium
1 Teil Mosella Favourite Brassen ½ Dose Neon Braun 1 Beutel Mosella Mystery Mix zum Nachwürzen Das Favourite Brassen sorgt für die nötige Bindung, welche über die Zugabe von mehr oder weniger Flüssigkeit gesteuert werden kann. Wegen der enthaltenen Gewürzkomponenten, die auch den Mystery Mix ausmachen, erbringt es zusätzliche Lockwirkung und hebt durch die enthaltenen fetten Mehle den Nährwert des Futters. Futteranteile vor dem vermengen(oben:Select Feeder/unten:Favourite Brassen) Basierend
auf dem bekannten Feederfutter M7, sorgt der Anteil des Select
Feeder Mediums dafür, dass das Futter schnell aus dem Korb kommt und
die Lebendköder freisetzt. Außerdem enthält es einige Partikel, welche
die großen Fische anlocken. Beide Futtersorten sind für mittel bis
stark strömende Gewässer gut geeignet und somit der gegebenen Situation
optimal angepasst.Struktur des Futters Zum
Anfang werden dem Futter viele Maden zugesetzt um die Fische zu
aktivieren. Wenn diese sich am Platz eingefunden haben, will Andree sie
mit dem Zusatz von Castern am Platz halten. Auf den Einsatz von Würmern
im Futter verzichtet er an diesem Abschnitt, da diese hauptsächlich
Aale und die unbeliebten Wollhandkrabben anlocken würden. Deshalb
sollten sie nur als Hakenköder eingesetzt werden.Angefeuchtetes Futter im Korb Für das Fischen im Fluss können 3 verschiedene Montagen eingesetzt werden: Der Allrounder - Der Seitenarm Die Seitenarm Montage kann sowohl im Still-, als auch im Fließwasser eingesetzt werden. Durch den Seitenarm spürt der Fisch beim Anbiss nicht direkt das Korbgewicht, sondern kann den Köder ungestört aufnehmen, was den Anbiss in der Rutenspritze signalisiert. Seitenarmmontage Für Vorsichtige - Die Schlaufenmontage Beißen die Fische sehr vorsichtig und hat man es mit vielen Fehlbissen zu tun, sollte man auf die Schlaufenmontage zurückgreifen. Insbesondere kann man hierbei durch unterschiedliche Schlaufengrößen bestimmen, wie schnell der Fisch den Widerstand des Korbes spürt. Gerade in besonders heiklen Situationen hat es sich bewährt eine große Schlaufe mit einem langen Vorfach zu kombinieren. Eine Schlaufenmontage Für Massenfänge/Wenn die Fische am Platz sind - Die SelbsthakmontageBei der Selbsthakmontage wird der Futterkorb zwischen 4 Stopperknoten (2 auf jeder Seite) und jeweils 1 Stopperperle auf der Schlagschnur/Hauptschnur fixiert. Die Stopperknoten werden mit 0,25er monofiler Schnur, wie beim Matchfischen gebunden und die Enden vor dem Angeln auf der gewünschten Position festgezogen und gekürzt. Wichtig ist, dass beim Angeln mit der Selbsthakmontage kein Anhieb gesetzt werden brauch, denn wenn der Anbiss sich in der Rutenspitze zeigt, hat sich der Fisch am Korbgewicht schon selbst gehakt. Ein einfaches Anheben der Rute reicht um Kontakt zum Fisch aufzunehmen und die Schnur auf Spannung zu bringen. Beißen die Fische vorsichtig ist die Montage kontraproduktiv, da der Fisch früh Widerstand spürt. Im anderen Fall jedoch, lassen sich mit dieser Montage wahre Massenfänge zu Stande bringen. Ein weiterer Vorteil ist, dass, je nach Beißverhalten, die Selbsthakmontage in kürzester Zeit in das Prinzip der Schlaufe umgewandelt werden kann, in dem die Stopperknoten weiter auseinander gezogen werden. Außerdem kann der Korb in größerer Entfernung vom Schlaufenknoten auf der Schnur fixiert und so ein längeres Vorfach imitiert werden. Selbsthakmontake (die Stopperknoten wurden vor Beginn gekürzt und ganz an die linke Perle verschoben) Neben den unterschiedlichen Montagen setzt Andree unterschiedliche Korbformen für unterschiedliche Situationen ein. Dabei variiert er neben den Formen auch die Korbgröße, Maschenweite und natürlich das Bleigewicht. Korbvariationen
Da bei solch großer Varationsmöglichkeit auch viele Körbe mit an das Gewässer gebracht werden müssen, lohnt es sich diese in einer spezielle Tasche zu transportieren, welche gleichzeitig eine Ordnung der Körbe zulässt. Körbe nach Gewicht sortiert Die
Anfangsfütterung nimmt Andree mit jeweils 8 Körben pro Futterplatz und
hohem Madenanteil vor. Dann montiert er das 80 cm lange Vorfach, an dem
eine Mosella TXR3 Haken in der Größe 14 gebunden ist und dieser wird
mit 3 Maden bestückt. Jetzt beginnt das warten auf den ersten Biss, was
allerdings keinesfalls statisch passiert. Alle 2 min wird neues Futter
eingebracht und auch die Präsentation variiert! Was Andree genau für
Tricks anwedet, um an den Fisch zu kommen erfahrt ihr im dritten Teil
unseres Praxisberichts "Feederangeln in der Strömung". Bis dahin Viel Spaß beim Ausprobieren der Futtermischung wünschen: Andree Lukas und Jan-Hendrik Käbler Bilder einiger Futterkörbe wurden uns freundlicherweise von Michael Schlögl zur Verfügung gestellt! Die oberen 3 abgebildeten Arten sind über seine Webseite zu beziehen. www.michaelschloegl.de
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