Futtertipp Juni 2006

  • von Michael Zammataro
  • 01. Juni 2006 um 00:00
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Futtertipp Juni 2006


Das Futter des Monats Juni wird vor allem die Feederangler erfreuen. Michael Zammataro stellt diesen Monat sein Futter für die Zeit nach der Laichzeit vor. Ein Brassenfutter, welches er im nachfolgenden Bericht an einem schlammigen Altarm sehr erfolgreich gefischt hat und welches natürlich auch in ähnlichen Stillwassern erfolgreich sein sollte. Mehr…

Geangelt wird an einem toten Rheinarm in der Nähe von Wesel, um dabei auch gleich einige tolle Fotos für das Futter des Monats Juni 2006 zu schießen.


Zusammenstellung der Futter-und Aromatüten

Dieses Gewässer hat eine Durchschnittstiefe von ca. 2,50 Meter und einen schlammigen Boden. Außer einer leichten Unterströmung durch den Wind haben wir es hier mit einem absolut ruhigen Gewässer zu tun. Endlich haben die Brassen auch hier abgelaicht und sind wieder so richtig auf Nahrungssuche. Das ist genau die richtige Jahreszeit um ein gelbes und proteinhaltiges Feederfutter einzusetzen, denn die Brassen müssen sich nach dem Laichprozess erst mal wieder stärken und zu Kräften kommen. In diesem Gewässer stehen die Brassen in ca. 40 Meter Entfernung und das ist genau die richtige Distanz für die Angelei mit der leichten Feederrute.

Mit Sicherheit ist der Feederexperte Michael Zammataro also genau der richtige Mann, um uns ein Fütterchen aus seinem Programm für diese Situation zusammenzustellen.

Die Zusammensetzung des Feederfutters:


Zwieback Volumen
 

T3 Birdfood
 

Feederfutter

1000 g Zammataro`s Feederfutter

250 g Zammataro`s Zwieback Volumen

200 g Zammataro`s T-3 Birdfood

70 g Zammataro`s Vanille 500 Lockstoff


Vanille 500
 

Spritzaromen wenn die Bisse nachlassen

Die Basis dieser Rezeptur besteht aus dem bewährten Feederfutter aus dem Hause des Meisters. Der Volumen-Zwieback wird speziell in Stillgewässern eingesetzt und lockert die Mischung wunderbar auf, so dass der Futterkorb sich auf dem schlammigen Grund sofort entleert und einen hellen Teppich auf dem Boden bildet.

Aufgrund der großen und hungrigen Brassenbestände wird der T-3 Birdfood mit eingearbeitet. Er erhöht den Protein- und Eigehalt des Futters und hält bedingt durch die groben und auf dem Grund aufquellenden Flocken die Brassen lange auf dem Futterplatz.

Vanille 500 ist ein recht milder Lockstoff , der gerne an unbelasteten Gewässern eingesetzt wird und gut mit den Futtersorten harmoniert.


Einzelfuttermehle

Feuchtes gesiebtes Futter

Das richtige Anfeuchten ist sehr wichtig für die heutige Mischung. Nachdem alle trockenen Bestandteile gründlich miteinander vermengt werden, wird das Futter mit 0,55 L Wasser vorgefeuchtet. Es sollte kräftig gerührt werden, so dass sich die Feuchtigkeit gut verteilt. Anschließend wird das Futter durch ein mittleres Sieb gedrückt. Nach ca.15 min wird dann noch mal mit 0,2 L Wasser nachgefeuchtet und zum zweiten Mal gesiebt. Auf diese Art erhält das Futter eine wunderbar lockere Konsistenz und ist für das Feedern im Stillwasser bestens geeignet.

Sollte die Wassertiefe etwas tiefer sein oder möchte man den Lebendköderanteil erhöhen, dann kann bei dieser Mischung ganz einfach der Feuchtigkeitsgrad ein wenig erhöht werden. Bedingt durch die geniale Konsistenz kommt das Futter auch dann noch gut aus dem Korb heraus und verfehlt seine Wirkung nicht.


Die Anfangsfütterung an diesem Gewässer bestand aus 4 grobmaschigen Edelstahlkörben mit einigen Maden und Castern.

In dieser 3-stündigen Session hatte Michael ca.1/8 L Caster und die Hälfte an Maden verbraucht. Das genügte völlig um die Brassen in Beißlaune zu halten.

Im Gegenteil: Der Versuch den Lebendköderanteil zu erhöhen brachte eine 15-minütige Beißpause, die erst nach einigen Spritzern von Vanille 500 flüssig auf den Futterkorb wieder beendet werden konnte.

Michael hatte in dieser Zeit 16 Brassen mit einem Gewicht zwischen 1,2 kg und 1,6 kg gefangen. Die ersten Anbisse kamen nach ca. 20 Minuten und die Brassen bissen mit Ausnahme einer kleinen Pause im 10 Minuten - Takt weiter. Wenn ein Fisch den Köder aufnahm zog er die Feederspitze sehr heftig durch und er hatte kaum einen Fehlbiss.

Beim Hakenlösen einiger großer Fische quoll das gelbe Futter aus Maul und Waidloch, die Brassen hatten sich so richtig mit dem Futter voll gefressen.


Michael mit den ersten Brassen

Bericht und Bilder
Michael Zammataro

www.zammataro.de

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