Futtertipp August 2005

  • von Roland Wittwer
  • 01. August 2005 um 13:06
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Futtertipp August 2005


Im Vorfeld des Anglertreffs 2005 für Mannschaften am Sacrow-Paretzer-Kanal war es nicht gerade einfach einen Experten-Tipp eines Teilnehmers dieses Angelns zu bekommen. Unser Bremer Redakteur Roland Wittwer ist unserem Wunsch nachgekommen und stellt diesen Monat ein für diese Jahreszeit sehr erfolgreiches Futter für den S-P-K vor.

Roland kann man trotz der räumlichen Distanz zu den uneingeschränkten Kennern des S-P-K zählen. Er fischt dort seit über sieben Jahren meist erfolgreich und hat dort in Vorbereitung auf die Einzelanglertreffs der vergangenen Jahre diverse Futtersorten getestet.

Das für diesen Monat vorgestellte Futter ist eine gute Wahl, wenn die Strömung des S-P-K etwas schneller ist (4 – 8 Gramm) und der Fischbestand überwiegend aus kleineren Fischen (Rotaugen und Güstern von 60 bis 150 Gramm) besteht, Brassenschwärme (Brassen bis 1200 Gramm) jedoch im Kanal umherziehen und auf sich auf den meisten Angelplätzen immer mal wieder einfinden.
Ein Bestandteil der Mischung ist ein spezieller Lehm der Marke Colmic mit der viel versprechenden Bezeichnung Terra Ventilata. In den tieferen, bis zu 4 Metern tiefen Bereichen sollte dem Futter 30 % dieses Lehms zugeführt werden, in den flacheren, bis 3 Meter tiefen Breichen,
reichen bei o. a. Strömung 10 – 15 %.


Die Grundmischung erfolgt aus den folgenden Zutaten und sollte für ein dreistündiges Angeln verdoppelt werden.

1 kg Antiche Pasture River Competition

1 kg Antiche Pasture Black Bream

1 kg Antiche Pasture Super Carp Vanille

100 ml Antiche Pasture Flavoury Spray Vanille

0,5 kg Colmic Terra Ventilata

Zuerst widmen wir uns jedoch dem Lehm. Dieser ist absolut trocken und weist eine kleine Körnung auf. Vorbereitet wird er unter Hinzugabe von wenig Wasser nach Gefühl. Der Lehm lässt sich wirklich sehr leicht anfeuchten und man bekommt schnell das Gefühl für die richtige Konsistenz.



Lehm trocken
Lehm feucht

Diese hat er, wenn sich daraus mit einer Hand Kugeln formen lassen die gut kleben, jedoch nicht an der Hand kleben bleiben. Bestenfalls wird der Lehm nach dem Anfeuchten immer gesiebt. Der Lehm dient später ausschließlich der Beschwerung. Er verändert jedoch nicht die Bindung des Futters, sondern passt hervorragend zum nun folgenden, schnell löslichen Futter.

Am S-P-K muss dass Futter schnell zum Grund kommen und sich dort schnell auflösen. Die Fische reagieren dort sehr stark auf Futter und das Geräusch des Einwerfens. Mit den Einzelfuttersorten erhält man in Kombination nun ein grobes, schnell lösendes Futter, welches die kleineren Fische anzieht und die größeren Exemplare auch eine längere Zeit auf dem Futterplatz halten kann.

Antiche Pasture River Competition ist ein mittelgrobes Futter, welches in dieser Mischung die Bindefunktion der Einzelfuttersorten übernimmt. 20 % Maisgluten und 30 % Bisquit sorgen für ausreichende Klebkraft.

Antiche Pasture Black Bream ist eigentlich ein Futter für die kältere Jahreszeit. Dank seiner feinen Struktur, seinem herb-süßem Aroma und der dunklen Farbe, passt es allerdings ganz hervorragend zu den anderen Bausteinen.

Antiche Pasture Super Carp Vanille ist ein sehr grobes Futter mit einem Anteil an gelbem, grobem Brotmehl, Sojamehl, gelbem Pastoncino und einem hohen Anteil an natürlicher Vanille. Es spricht vor allem die größeren Fische an.

Als Lockstoff empfiehlt Roland passend dazu das Flavoury Spray Vanille von Antiche Pasture, welches dem zum Anfeuchten genutzten Wasser hinzugefügt wird.


Die 3 Futtersorten

Wir erhalten nun ein ziemlich grobes Futter mit einem angenehmen Duft nach Vanille. Italienisches Futter ist eigentlich bekannt dafür, ziemlich grobe Bestandteile aufzuweisen und deswegen teilweise nicht so beliebt. Im Umkehrschluss ist es jedoch einfacher aus einem groben Futter ein feines zu machen, als umgekehrt. Wer also sein Futter lieber etwas feiner möchte, der sollte es sieben und die groben Bestandteile nachträglich feiner mahlen.

Angefeuchtet wird das Futter mit ca. 1,5 Liter Wasser. Danach sollte es gesiebt und ggf. zweimal nachgefeuchtet werden, da die groben Bestandteile doch einiges an Wasser aufsaugen.


Dem fertigen Futter wird nun der feuchte Lehm zugesetzt. Lehm und Futter sollten nun gut vermengt und dann nochmals gesiebt werden.


Wir erhalten nun feste, schwere Kugeln, die sehr viele Köder aufnehmen können.


Am Anfang reicht es, wenn 8 bis 10 apfelsinengroße Kugeln gefüttert werden. Wichtig ist regelmäßiges Nachfüttern mit einem hohen Köderanteil.

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