Futtertipp August 2006

  • von Marco Beck
  • 01. August 2006 um 01:00
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Futtertipp August 2006

Es gibt nicht wenige Angeln, die mit Gewichten unter einem Kilogramm entschieden werden und es gibt nicht wenige Gewässer, an denen im Uferbereich immer einige Barsche zu fangen sind. Gerade im August sucht die Fischbrut im Kraut und Schilf des Uferbereichs Schutz und die Barsche patrouillieren das Ufer hoch und runter. Dabei geht es weniger um Exemplare jenseits der 300 Gramm, sondern eher um die kleinen Stachelritter von 20 bis 50 Gramm. Wer davon 30 Barsche mit einem Durchschnittsgewicht von 30 Gramm fangen kann, der hat das erste Kilo schon fast erreicht.

Barsche reagieren insbesondere auf Lebendköder, Geruch und eine schöne Futterwolke. Das Futter, welches wir dafür anmischen ist denkbar einfach.



1 Beutel Sensas Perches

Das spezielle Barschfutter von Sensas ist reich an Fischmehl und hat einen starken Eigengeruch, der zumindest für Barsche sehr attraktiv wirkt. Das Futter sollte separat angefeuchtet und gesiebt werden, so dass es sich gut zu Futterbällen mittlerer Klebkraft formen lässt

1 Beutel Sensas Terre de Somme hell

Terre des Somme ist eine sehr feine und leichte Erde, die eine unwiderstehliche Wolke im Wasser bildet. Der Inhalt einer Tüte sollte gesiebt und ggf. ein wenig nachgefeuchtet werden.

Das Futter und die Erde können nun zusammengefügt werden. Ordentlich durchmischen, bestenfalls mit einem Quirl, ggf. vorsichtig mit der Sprühflasche ein bisschen nachfeuchten bis eine ausreichende Klebkraft erreicht ist und fertig ist das Barschfutter.



Sehr wichtig sind dazu die Köder. Kleine Mückenlarven, sehr klein geschnittene Würmer und zerdrückte Caster machen das Futter für die Barsche unwiderstehlich. Dabei gilt, dass weniger Köder hier mehr sind und die Barsche länger bei Laune halten. Wenige Mückenlarven sorgen für die notwendige Bewegung, wobei die sehr klein geschnittenen Würmer und zerdrückten Caster eher zur Verstärkung des Geruchs dienen.

Gefüttert werden am Anfang zwei Bällchen in der Größe eines Hühnereis und je nach Beißverhalten sollte regelmäßig mit kleinen Kügelchen, die mit drei Fingern geformt werden, nachgefüttert werden. Als Köder dienen eine einzelne Mückenlarve am nicht zu kleinen Haken (Größe 18 – 22) oder auch ein kleines Würmchen, wenn doch einige größere Barsche am Futterplatz stehen.

Bevorzugte Stellen liegen direkt hinter Krautfeldern oder auch beim Übergang von der Steinpackung zum Kanal- oder Flussbett. Wird auf der Steinpackung oder an abfallendem Ufer gefischt, so ist sauberes Loten oberstes Gebot, so dass ein Plateau gefunden wird und die Futterkugeln nicht zwischen den Steinen verschwinden oder in tieferes Wasser rollen.



Meist sind die Barsche gierig, so dass die Pose nicht zu fein gewählt werden muss. 0,40 bis 1,00 Gramm bei bis zu 2,50 Meter Wassertiefe sind sicherlich angemessen, wobei sich schlanke Schwimmer schneller stellen und die Bisse besser anzeigen. Die Bebleiung ist kompakt und zum Haken mit immer kleineren Schroten aufgebaut. Ein kurzes Vorfach von 7 bis 10 cm Länge rundet die Montage ab.



Barsche reagieren sehr stark auf Bewegung. Nachdem sich die Pose gestellt hat, kann der Köder schon nach einigen Sekunden durch seitliches ziehen oder auch auf- und absenken der Pose bewegt werden und der Barsch somit zum Anbiss gereizt werden. Manchmal ist jedoch auch die ruhige Präsentation im Vorteil, so dass die optimale Präsentation des Köders erst herausgefunden werden muss. Bei schwierigen Verhältnissen, bei denen eine optimale Präsentation verlangt wird und es darum geht einige wenige Barsche herauszukitzeln, empfiehlt es sich verkürzt mit der Kopfrute auf die Barsche zu angeln und auch mit dem Polecup zu füttern. Sind viele Barsche am Platz, ist man mit der kurzen Rute sicherlich um einiges schneller.

Natürlich interessieren sich unter Umständen nicht nur Barsche für das Futter und die Köder. Kleinere Weißfische mischen sich meist unter den Fang und sorgen dafür, dass auch ein Netz voller kleiner Fische, meist ein gutes Ergebnis bringt.

Marco Beck

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