Futtertipp Oktober 2005

  • von Lutz Weissig
  • 01. Oktober 2005 um 01:00
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Futtertipp Oktober 2005


Ein wenig hat es gedauert, bis wir Lutz Weissig so weit hatten, dass er uns sein Futter für den Silokanal verraten hat. Ab Oktober ziehen insbesondere große Rotaugen in den Silokanal, doch es ist auch möglich, dass noch viele Güstern im Kanal sind und man auch stellenweise sehr gute Brassen fangen kann. Und da Lutz meist zu den erfolgreichen Anglern am Silokanal zählt, muss er für diese Jahreszeit ein Futter haben, dass diesen speziellen Anforderungen gerecht wird.
Ende September hat Lutz Weissig wieder seinen Sektor beim Bollmann Pokal gewonnen und neben vielen weiteren Erfolgen am Silokanal ist er dort beim Anglertreff für Einzelangler 2004 Zweiter geworden.

Der Silokanal ist in der kalten Jahreszeit bekannt für sein großen Rotaugen und hohe Fanggewichte bei den dortigen Angeln. Im Oktober kann es jedoch sein, dass sich noch zusätzlich zu den Rotaugen viele Güstern und stellenweise auch größere Brassen im Kanal befinden und man somit ein Futter braucht, welches alle Fischarten anspricht. Generell benötigt man im Silokanal ein schweres, gut bindendes Futter, welches schnell zum Grund kommt und trotz Schifffahrt und Strömung am Platz liegen bleibt. Lutz vertraut dabei auf die folgenden Sorten von Sensas.


Die Futtersorten in der Übersicht

2 kg 3000 Carpe Fine mouture

3000 Carpe Fine mouture ist ein stark bindendes und sehr proteinhaltiges Futter, dass durch seine Klebkraft sehr viele Köder aufnehmen kann. Es sättigt die kleineren Fische schnell und sorgt dafür, dass die größeren Exemplare länger am Platz bleiben. Die fein gemahlene Version hat einen hohen TTX-Mais Anteil, der eine milchige Wolke bildet und ein süß fruchtiges Aroma. Jeder Friedfisch hat in seinen ersten Lebenswochen Pollenspuren gefressen und spricht dadurch auf süß und fruchtig an.


Das trockene Futter...

...zusammen gemischt.

2 kg 3000 Gros Gardons

3000 Gros Gardons ist ein Klassiker über den man eigentlich nicht viel sagen muss. Ursprünglich für große Rotaugen entwickelt, hat es sich europaweit mittlerweile als das Brassenfutter schlechthin etabliert. Trotzdem hat es eine magische Lockwirkung auf große Rotaugen, wie wir sie im Silokanal in den kalten Monaten vorfinden. Es hat eine neutrale Bindung, viele grobe Partikel und ein süßes Aroma.

1 kg PV 1 rouge

PV 1 ist ein Proteinträger mit einer starken Bindung. Im Herbst nehmen die Fische noch einmal Proteine zu sich, um den Winter zu überstehen. Um dem gesamten Futter etwas Farbe zu geben, bevorzugt Lutz das rote PV 1, welches eine leichte rötliche Wolke erzeugt und das Futter insgesamt etwas abdunkelt.

0,4 kg Super Hanf geröstet fett

Der geröstete Super Hanf von Sensas hat ein unwiderstehliches Aroma und ist ein absolutes Muss für die dicken Rotaugen im Silokanal. Eine halbe Tüte reicht jedoch, da das Futter nicht zu sehr auf Rotaugen abgestimmt werden soll und Lutz sich somit die Option auf die anderen Fischarten offen lässt.

1 Flasche Aromix Gardons

Insgesamt geht der Trend derzeit zu Flüssigaromen. Aromix Gardons ist ein auf zuckerbasis hergestellter Duftstoff, der ebenfalls proteinhaltig ist und zu dem Wasser, mit welchem das Futter angefeuchtet werden soll, zugegeben wird. Der Duftstoff haftet sehr gut auf den Futterpartikeln und sorgt dafür, dass diese durch die Klebkraft besser in Bodennähe bleiben. Das ist angesichts der Schifffahrt im Silokanal besonders wichtig. Aromix Gardons hat ein sehr angenehmes Aroma und kann auch zur Aromatisierung der Maden verwendet werden. Einfach die Maden 24 Stunden in einer gut verschlossenen Dose in einigen Kappen Aromix laufen lassen.


Angefeuchtet sieht man sehr gut die rötliche Färbung

Beschwerung

Bei sehr starkem Schiffsverkehr oder stärkerer Strömung kann dem Futter schwere Erde oder Kies hinzugefügt werden. Erde hat den Vorteil, dass diese flüssige Duftstoffe sehr gut aufnimmt und somit einen schönen gleichmäßigen Duft verteilt.

Das vorgestellte Futter ist also ein Allround Mix, der Rotaugen, Güstern und Brassen anspricht. Insbesondere das 3000 Carpe nimmt viel Wasser auf und dementsprechend muss das Futter sowohl mehrmals nachgefeuchtet als auch gesiebt werden bis es fühlbar schwer ist und genug Bindung hat. Als Köder kommen dementsprechend für Rotaugen vornehmlich Caster, für Güstern Maden und Würmer für die Brassen in Betracht. Je nach Fischart ist es entscheidend, wie stark die Futterbälle gedrückt werden. Von leicht für Rotaugen, mittel für Güstern und sehr stark gedrückt für Brassen sollten die Futterbälle von der Beschaffenheit sein. Am Anfang empfiehlt es sich 10 bis 12 apfelsinengroße Futterbälle mit einem hohen Casteranteil, einigen Maden und wenig geschnittenen Würmern zu werfen und dann nach den ersten Fischen oder auch im Verlauf des Angelns entsprechend mit Ködern und Futter zu reagieren



Mit dem Futter hat man auf jeden Fall erstmal eine sehr gute Basis. Festzustellen, welche Fische am häufigsten vorkommen und wie darauf mit den entsprechenden Ködern und dem Einsatz des Futters reagiert werden muss, bleibt wie immer jedem selbst überlassen. Schließlich fischt Lutz Weissig dort und auch sonst nicht nur so erfolgreich, weil er ein sehr gutes Futter hat, auf welches er sich absolut verlassen kann, sondern weil er generell ein sehr guter Angler ist und sich auf unterschiedliche Situationen sehr gut einstellen kann.


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