Angeln auf Barben nach italienisch deutschem Rezept

  • von Vincenzo Natale
  • 07. August 2007 um 16:50
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Diesmal geht es mit Vincenzo Natale vom Team Mosella Germany zum Barbenangeln. Es dreht sich um eine Methode, die die Italiener erfolgreich anwenden und die Vincenzo für die deutschen Gewässer weiterentwickelt hat, da die Gewässer bei uns meist meistens schneller strömen und eine andere Bodenbeschaffenheit aufweisen. Eine Methode, die sehr gut am Rhein und Main funktioniert, die aber auch an allen anderen fliessenden Gewässern mit einem Barbenbestand gute Erfolge bringen sollte.


Vincenzo mit einem guten Beifangbrassen


Das Futter, die weiteren Zutaten

Ich verwende auf Barben im Rhein oder auch  Barben, Nasen und Döbel in anderen Gewässern ausschließlich Barbe Spezial. Meine Zutaten für einen Angeltag sehen dabei wie folgt aus.


Die Zutaten auf einen Blick


4 Kg Team Mosella Barbe Spezial

300 Gr. Parmesankäse (das erhöht die Lockwirkung auf Barben)

 

500 gr. Gekochter Hanf (man kann dies auch fertig kaufen)

2 L. Maden + Kieselsteine (die Menge der Kieselsteine richtet sich nach der Fließgeschwindigkeit)


Kies, Madenkleber und Maden


Barbe Spezial ist ein Futter, das von mir entwickelt wurde und welches ich der Firma Mosella als Rezeptur zu Verfügung gestellt habe. Es handelt sich um ein Futter auf Käsebasis, grobkörnig mit bunten Futterpartikeln und es hat eine sehr gute Bindung.


Team Mosella Barbe Spezial


Futtertechnik

Ich gehe so vor, dass das Futter wie gewohnt angefeuchtet wird. Allerdings koche ich einen Tag davor ca. 500 gr. Hanf, wobei ich zum Kochen mehr Wasser als notwendig nehme, da ich das Wasser später zum Futter anfeuchten verwende. Beim Kochen lösen sich die Hanffette und diese Fette hinterlassen später eine aromatische Spur, welche alle Weißfische anlockt.  Einen Teil des Wassers muss zusammen mit dem Hanf aufgehoben werden, da die Körner feucht bleiben müssen. Sie trocknen sonst aus und würden wegschwimmen und das wollen wir natürlich vermeiden.
Das Besondere daran ist, dass ich keine Lebendköder im Futter verwende. Ich forme einzig das Futter zu festgedrückten Bällen (bei sehr schnell fließenden Wasser auch frikadellenförmig).
Ohne Lebendköder wird das Futter länger brauchen, um sich aufzulösen und wenn das Futter auch mal weggespült ist, bleiben immer noch genügend Hanfkörner liegen, um die Fische am Platz zu halten.
Angeln auf Barbe ohne Maden ist allerdings wie eine Suppe ohne Salz. Deswegen verwende ich die von mir vorher geklebte Maden mit Kies.


Geklebte Maden mit Kies


Diese werden zu festgedrückten Bällen geformt und mit dem Pole - Cup am Futterplatz abgeladen. Wer auf Caster schwört kann, welche ins Futter tun.


Die geklebten Maden werden mit dem Pole - Cup punktgenau gefüttert


Dort, wo das tunken nicht erlaubt ist verwende ich einen platten Schwimmer (Marke: Eigenbau).


Die Hauptschnur sollte mindestens 0,18 mm betragen, das Vorfach ist bestenfalls ein Flurcarbon von 0,16 mm. An das Vorfach wird ein stabiler Haken der Größe 12 – 14 gebunden, wobei sich die Vorfachlänge nach der Fließgeschwindigkeit richtet und natürlich, wie die Fische es an diesem Tag haben möchten. Ein gute eingestelltes Hohlelastik ist die Garantie, dass die Rute hält und der Fisch sicherer gelandet werden kann. Welcher Angler diese Methode ausprobieren möchte, dem kann ich nur wünschen, dass die Rute heil bleibt, denn Anbisse sind garantiert, allerdings nicht die Fischlandung.


Vincenzo mit einer sehr schönen Barbe


Euer

Vincenzo Natale


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