Futtertipp von Marco Beck für den Silokanal

  • von Marco Beck
  • 26. September 2007 um 14:52
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Marco Beck am Silokanal


Mit dem Anglertreff für Einzelangler Ende September wurde der Startschuss für die nun folgenden Angeln am Silokanal gegeben. Viele sehnen die großen Rotaugen herbei, doch noch ist es nicht soweit, denn bei herbstlichen Temperaturen um die 15° Celsius dominiert noch ein Mischbestand aus kleineren Rotaugen, Güstern und vielen halbstarken Brassen von 300 bis 800 Gramm. Marco Beck stellt sein Futter für diese Verhältnisse vor und sobald es vermehrt auf die größeren Rotaugen geht, kann das Futter einfach und schnell angepasst werden.
Bei dem hervorragenden Fischbestand im Silokanal gilt es vor allem die größeren Exemplare anzusprechen und es wird ein Futter benötigt, das schwer ist, gut bindet und viele grobe Partikel in die Futterspur bringt. Marcos Wahl fällt dabei auf die nachfolgenden Sorten, die er kurz vorstellt.


Die einzelnen Sorten


2 kg Sensas Super Riviere Brassen ist ein schweres, gut bindendes Brassenfutter für die Strömung. Dieser Klassiker für Brassen enthält viele Partikel und dient als Grundsubstanz für den Futtermix.

1 kg Sensas Gialla ist für den Aufbau der Futterspur. Es ist stark bindend und enthält sehr viele grobe Partikel, die die Rotaugen und Güstern in die Futterspur ziehen. Ein sehr gutes Karauschenfutter, dass sich aber auch in unseren Gewässern bei Brasse, Rotauge und Güster bewährt hat.

1 kg Johannisbrotmehl ist sehr süß und ein optimaler Zusatz für Brassen von 300 bis 800 Gramm. Es hat einen starken Eigengeruch, der die Brassen anspricht und es ist somit eine optimale Beimischung für Gewässer mit einem hohen Brassenaufkommen


Der trockene Futtermix


2 kg Argile Humide Jaune dienen als Beschwerung und sorgen dafür, dass der Futtermix schnell in die Freßzone der Fische gelangt. Es öffnet sich schnell und sorgt dafür, dass die Futter- und Lebendpartikel nach und nach freigegeben werden und in die Futterspur gelangen.
Argile Humide ist ein feuchter Lehm, der entweder in das gesiebte, angefeuchtete Futter gegeben wird oder als übernässter Brei in das noch trockene Futter kommt. Im ersteren Fall sollten Futter und feuchter Lehm gut durchgemischt und dann noch einmal gesiebt werden. Einfacher ist es jedoch den Lehm mit Hilfe von Wasser zu einem Brei zu verflüssigen und dann mit dem Brei das Futter anzufeuchten. Für alle, die sich unsicher sind, erklärt Marco auf seiner DVD Elbangeln ganz genau wie es geht.


Das angefeuchtete Futter


Die gesamte Mischung wird also sehr hell bzw. gelb gehalten, denn ein heller Futterplatz schreckt kleinere Fische ab, da die Gefahr die Aufmerksamkeit der Raubfische auf sich zu ziehen zu groß ist.
Als Köder dienen ausschließlich Caster und geschnittene Würmer, also die klassischen Köder für große Fische und viele Brassen. Maden und Pinkies locken dagegen zu viele kleine Fische auf den Platz und können zudem die zahlreichen Barsche aktivieren, die regelrecht zur Plage werden können. Am Anfang sollten 7 bis 8 apfelsinengroße Futterkugeln mit viel Castern und einigen Würmern gefüttert werden und danach empfiehlt es sich nach Möglichkeit bei jedem zweiten Trieb eine kleine Futterkugel zu werfen. Sofern die Brassen den Futterplatz gefunden haben, sollte der Anteil an geschnittenen Würmern erhöht werden. Vorher empfiehlt es sich wegen der Barsche mit den Würmern eher vorsichtig zu agieren und am Haken der Größe 16 bis 12 sollte es auch erstmal mit 2 bis 3 Castern versucht werden.


Viele Partikel, die später eine Spur bilden


Nach dem Einwerfen der Anfangfütterung öffnet sich das Futter und bildet eine verführerische Spur aus Futterpartikeln und Ködern. Das Futter zieht eine leichte Wolke und spricht damit gerade die Brassen umso mehr an. Es eignet sich übrigens sowohl für die Kopf- als auch für die Bolorute, denn gerade mit der Bolorute kann die Futterspur optimal abgesucht werden.


Das Futter bildet eine verführerische Wolke und gibt die Partikel frei


In der späteren und kälteren Jahreszeit

Wenn die Großen Rotaugen die Hauptfische im Silokanal bilden, tauscht Marco das Gialla gegen die Sorte Gros Gardons von Sensas aus. Gros Gardons ist ebenfalls ein Klassiker und zieht mit seinem schokoladigen Geruch die großen Rotaugen geradezu magnetisch an.

Noch ein Tipp von Marco

Gerade bei vielen und auch größeren Fischen ist es wichtig, dass der Gummizug optimal eingestellt ist und die Spitzen entsprechend gekürzt wurden. Gerade beim Anglertreff gingen wieder viele Brassen verloren, weil der Gummizug bei zu langen Spitzen nicht optimal arbeitete.
Zudem war es so, dass weniger Erde im Futter vorteilhaft war, da sich die Futterspur sonst nicht bildete und die Futterballen zu kompakt lagen und auch die Köder nicht in die Futterspur gelangten. Gerade zu klebende Erde oder Lehm sind hier kontraproduktiv.


Marco am Silokanal mit der Bolorute




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