Futtertipp Januar/Februar 2013

  • von Tobias Klein
  • 01. Februar 2013 um 00:09
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Es ist bitterkalt. Meine Glieder zittern wie Espenlaub. Doch ich kann mich eigentlich nicht beschweren, denn hat mich jemand gezwungen, am heutigen Tag mit deutlichen Minusgraden meiner Angel-Leidenschaft mit der Feederrute nachzugehen? Nein! Ich konnte es trotz heftigen Schneefall einfach nicht sein lassen, heute mein anglerisches Glück an einem nahe gelegenen Altarm der Donau zu versuchen. Sie mögen sich nun fragen, warum ich von Glück spreche. Ganz einfach: Glück gehört für den Friedfischangler in der kalten Jahreszeit einfach dazu, wenngleich man seine Chancen auf einen “glücklichen” Angeltag mit entsprechender Futterauswahl deutlich verbessern kann.

Denn gerade im Winter steht und fällt der Fangerfolg bereits mit der Auswahl des Futters. Helles, nahrhaftes und womöglich vollkommen passives Futter im Korb würde unsere Fangaussichten wohl zu Nichte machen. Viel erfolgversprechender sind jetzt Mischungen, die dem Gewässergrund angepasst sind, um die scheuen Fische nicht zu vergraulen. Weiterhin sollte unser Futter mit Sämereien wie Hanf veredelt werden und durch eine aktive Zusammenstellung mit aufsteigenden Partikeln die Fische schnell auf den Angelplatz locken.

Futtermix Amino-Flash
Eine fängige Mischung für schwierige Wintertage

Was sich kompliziert anhört, können Sie unter dem Strich allerdings auf ein einfaches, wenngleich umso zuverlässigeres Grundrezept reduzieren:
  • 1 kg FTMax Amino Flash “Black Competition” – feines Futter mit geringem Nährwert, das sich blitzschnell aus dem Futterkorb löst
  • 100 Gramm La Sirene “X21″ – verleiht dem Futter einen ganz eigenen, aber besonders für Winterbrassen unwiderstehlichen Geschmack
  • eine Handvoll gerösteten Hanf – verleiht der Mischung nicht nur Aktivität, sondern auch eine verführerische Hanfnote

Auch bei Eis und Schnee lassen sich noch Fische überlisten

Gerade im Winter, wenn die Bisse der Flossenträger nicht unbedingt als “vehement” betitelt werden können, greife ich neben dem auf die Jahreszeit ausgelegten Bedingungen auch auf besonders feine Spitzen zurück. Heute vertraue ich einer Spliced-Carbon-Feederspitze in 0,75 oz an meiner Next Generation Medium Feeder (FTMax/Tubertini) zurück. Diese feine Spitze zeigt mir selbst den vorsichtigsten Zupfer eines Fisches mehr als deutlich an. Aber Achtung, auch beim Feedern können die Spitzenringe einfrieren. Sie wären beileibe nicht der erste, der eine teure Spitze aus Unachtsamkeit durch das eingefrorene Eis zerstört. Leider spreche ich da aus Erfahrung.
Kommen dennoch die Anbisse nur ganz zaghaft, bringt eine Prise “Bait Booster – Rotauge” im Futterkorb oft Leben auf den Angelplatz. Und keine Sorge, auch Winter-Brassen lieben diesen Gewürzcocktail, der eigentlich dicke Rotaugen besonders gut anspricht.

Winter-Brassen
Ein volles Netz trotz widriger Bedingungen

Ich hoffe auch Sie geben meiner Mischung einmal eine Chance und erleben wie ich einen unvergesslichen winterlichen Angeltag…
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