Sensas - Geheimnisse des Futters - Hanf - Dezember 2014

  • von Marc-Andre Baudusch
  • 12. Dezember 2014 um 08:00
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Marc-Andre Baudusch Team Sensas MC Pom

Marc-Andre Baudusch

Steckbrief:
Team Sensas MC Pom
Passion: Feederfischen
Geb. 1974 in Berlin

Von Hanf ist die Rede

Das Hanf eine betörende Wirkung hat, wissen alle, die nicht nur Hanf zum Fischen verwenden. Heute allerdings wollen wir uns nur den gequollenen Hanfkörnern beim Angeln widmen und mal über Futter und die Wirkung der öligen Saat berichten.

Zuerst einmal die Frage: Warum fressen Fische Hanfkörner, die in der Regel auf den Feldern wachsen?

Es gibt viele Theorien. Eine besagt, dass Fische von Natur aus neugierig sind und durch probieren kennenlernen, ob die Nahrung passend ist. Weitere besagen, dass das gequollene Hanfkorn einer im Wasser lebenden Schneckenart ähnelt, welche Rotaugen gerne fressen. Oder aber auch, dass es ein Rauschmittel ist, welches die Fische lange am Angelplatz hält. Solange wir die Sprache der Fische nicht können, wird immer wieder eine Diskussion eintreten warum, wieso usw.

Hanf im Futter hat unterschiedliche Wirkungen. Als Mehl geröstet gibt es Aktivität und vermindert die Bindung, wo hingegen Hanfmehl grün gemahlen, ungeröstet dem Futter eine gute beachtliche Bindung verleiht. Das Korn ist zwar ölig und hat viel Energie, vermindert aber auch die Bindung womit wir bei unserem Thema "Feedern auf Rotaugen" angekommen sind.

Im Spätherbst, wenn das Wasser durch den Regen schneller und durch die ersten Nachtfröste kälter wird, beginnt eine Fischwanderung in der Havel. Große Schwärme an Rotaugen versammeln sich in der Verengung bei Caputh und fressen sich vor dem Winter nochmal richtig satt. Es ist unvorstellbar was für einen Fischreichtum die Havel hat.

Wir als Angler sind bekannt, dass wir gerne Fische fangen und wo angeln wir dann am liebsten? Na klar doch, keine Frage. Nun zum Futter und dem Futterkorb. Es wird euch wahrscheinlich unverständlich vorkommen aber es ist dort keine Seltenheit, dass mit dem ersten Auswurf auch gleich der erste Biss erfolgt. Dabei ist es dann auch wichtig den richtigen Futtermix zu benutzen, d.h. das Futter sollte innerhalb von 20 Sekunden den Korb verlassen, weil der nächste Fisch schon angebissen hat.

Mein Mix für solche Situationen ist:

  • 2KG  EXPLOSIV ETANG oder GARDON = fein, aktiv, wenig Bindung
  • 500 gr. Oberflächenerde braun = trennt das Futter noch schneller, ist nicht fressbar, gibt eine Wolke und auch Gewicht so dass ich einen leichteren Futterkorb verwenden kann (ggf. so leicht das wenn das Futter ausgewaschen ist der Korb langsam rollt um die Futterspuhr abzusuchen).
  • 20 gr Sweetix = süß ist immer gut.
  • 350 gr Super Hanf aus der Dose = gut abtopfen lassen um die Konsistenz des Futters nicht zu zerstören (mind. 30min.)
  • 20 gr Pulveradditiv Torro (Mondial F.) = Achtung sehr intensiv und sehr gut in der kalten Jahreszeit.
Sensas Super Hanf aus der Dose 

Kleine Futterkörbe mit 20-30gr sind je nach Wasserstand ausreichend, um schnell zu angeln. Bei einer Distanz von 35-40 Metern nutze ich eine monofile Schnur von Sensas, die "Feedertech Competition" in 0,225 welche mir durch ihre geringe Dehnung sehr gut gefällt. Die neue Rutenserie ENGLAND "CAST" ist nicht so preisintensiv aber genial um jeden Fisch sicher zu landen und in 10 und 11 FT für mich optimal zum schnellen Angeln. Eine Heavy Feeder ist für diese Fischerei nicht geeignet, weil zu viele Fische im Drill mit einem 16-18er Haken verloren gehen.

Die neue Rutenserie ENGLAND CAST Nur kleine Futterkörbe kommen zum Einsatz

Ganz wichtig ist auch die Rutenspitze knapp über dem Wasser zu fischen, weil dort oft Enten gefüttert werden und die braucht keiner in der Schnur. Die Montage ist simpel, 50 cm Vorfach mit einem 3410er Haken und dann 75cm Fluorocarbon mit der Hauptschnur geknotet und im unteren Bereich 15cm vor dem Miniwirbel ein Achtknoten der den Stopper und Wirbel mit Einhänger abstoppt.

Wichtig, die Rutenspitze knapp über dem Wasser zu fischen


Warum Fluorocarbon? Die Eigenschaften sind es welche mich überzeugen. Fast unsichtbar für den Fisch, sehr abriebfest (Caputh hat einen scharfkantigen Gewässergrund mit Muscheln und Kies) und dazu sehr steifes Material, bei dem es nur sehr selten zu Verhedderungen kommt.

Sensas Competition Monofilament 75cm Fluorcarbon

Nun, was für einen Spaß es macht Fisch auf Fisch zu fangen ist in Deutschland nicht mehr selbstverständlich aber hier ist dir Angelwelt noch in Ordnung und ich freue mich schon auf das nächste Jahr wenn es heißt "Feedern in Caputh".

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