Borchis Wurmkiste startet

  • von Michael Borchers
  • 13. März 2006 um 10:12
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Borchis Wurmkiste

Bei vielen großen Fischen in unseren Breitengraden sieht man ohne einen Köder, mit dem wir alle einmal angefangen haben, verdammt schlecht aus. Wir sprechen hier von dem Köder mit dem viele von uns ihre erste Korkpose zu Wasser gelassen und damit Ihren ersten Barsch, Aal oder auch Brassen gefangen haben. Was früher gut war, kann heute nicht so schlecht sein, und tatsächlich, dort wo es gilt viele und große Fische zu fangen, ist der Wurm auch heute ein Köder auf dem man nicht verzichten sollte.

Viele von uns kennen die Angeln im Frühjahr am Sacrow-Paretzer-Kanal oder auch im Herbst am Skalker Stausee in Cheb, wo Würmer in großen Mengen gefragt sind. Will man hier die Fische auf seinem Angelplatz halten, so verlangen die Fische nach Würmern, und davon reichlich. An einem Wochenende am Sacrow-Paretzer-Kanal werden schon mal 1,5 kg oder mehr an Würmern verangelt, in Cheb sind teilweise noch größere Mengen notwendig.


Diese Masse an Würmer spüren wir beim Kauf natürlich einerseits im Geldbeutel, andererseits sind manchmal gerade dann Würmer schwierig zu bekommen, wenn man sie am Wasser unbedingt braucht. Die Suche in geeigneten Böden oder im Komposthaufen ist sehr zeitaufwendig und auch nicht immer von Erfolg gekrönt. Viele Angler suchen daher nach einem Weg, der es ermöglicht die Würmer möglichst zentral, und ohne zu großen Aufwand, zuverlässig aufzubewahren und möglichst dabei noch zu vermehren.

Zusammen mit dem Autor Michael Borchers werden wir in dieser Berichtserie eine Wurmzucht mit ihren Tücken und Erfolgen von der Entstehung, kontinuierlich in loser Reihenfolge bis zum Ende des Jahres verfolgen. Am Anfang werden wir auf die unterschiedlichen Wurmarten und deren Biologie eingehen, sowie das natürliche Vorkommen der Würmer behandeln. Wir berichten wissenswertes über die Vermehrung, Ernährung und die Ansprüche der Würmer an ihre Umgebung.

Nach dieser kurzen Einweisung in die „Wurmkunde“ werden wir die Herstellung eines geeigneten Behälters für die Unterbringung der Würmer begleiten. Hier werden wir einerseits eine Platz sparende, mobile Lösung vorstellen, dazu kommt dann eine zweite Möglichkeit, die auch die Zucht in größerem Umfang erlaubt. Sobald die Würmer ihre neue Unterkunft bezogen haben, werden wir die Wurmkiste und ihre Bewohner in kontinuierlichen Abständen besuchen und ihr Wohlbefinden, den Nahrungsbedarf und die Fortpflanzungserfolge dokumentieren.

Michael Borchers wird unterschiedliche Strategien in der Wurmzucht ausprobieren, gerne nimmt er auch Tipps von unseren Lesern auf um diese in die Serie einzubringen. Sein Ziel wird sein, mit seinem im Winter geschaffen Wurmvorrat im Angeljahr 2006 immer frische und lebendige Würmer in ausreichender Menge zu haben und die Zukäufe möglichst gering zu halten.
Wir sind gespannt, inwieweit ihm dieses Vorhaben gelingt und werden das Leben in der Wurmkiste zeitnah begleiten.

Fortsetzung folgt... 

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