Borchis Wurmkiste Teil 7

  • von Michael Borchers
  • 30. Juni 2006 um 00:00
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Borchis Wurmkiste Teil 7 - Das nächste Problem

Die ersten Verluste sind verdaut, jetzt heißt es Maßnahmen zu ergreifen, die das Wohlbefinden der Würmer fördern, denn die Bewohner der Wurmkiste sollen sich ja langsam der Fortpflanzung widmen. Mehr…

Mehr Erfahrung = mehr Misserfolge

Nachdem ich am ersten Tag eine kleine Wurmflucht mit tödlichem Ende hinnehmen musste, hoffte ich, dass meine Schritte:

  • Mehr Nahrung
  • Mehr Feuchtigkeit
  • Weniger Licht

greifen und die Würmer die Kiste als neues Zuhause annehmen würden. Jeweils Abends nach der Arbeit begutachtete ich die Würmer für die nächsten zwei Tage, die Ausflüge schienen eingedämmt zu sein, es waren keine weiteren Würmer auf dem Betonboden des Kellers oder am Deckelrand der Kiste zu sehen. Na also.

Ich war guter Dinge, dass die Würmer die Box annehmen würden, bis ich in einen Kurzurlaub über ein langes Wochenende fuhr. Am Ende des Wochenendes führte einer meiner ersten Wege zu meiner Box. Mit Hilfe der schwachen Taschenlampe leuchtete ich in die Kiste. Von oben sah soweit alles OK aus, um mir ein genaueres Bild zu verschaffen nahm ich die Zeitung, welche die Erde der Kiste fast komplett abdeckt zur Seite und sah folgendes:


Schimmel

Die feuchte Erde war mit Schimmelsporen überzogen...... Schnell schaute ich, ob die Würmer in Mitleidenschaft gezogen wurden, dem war aber glücklicherweise nicht so. In den Vorbereitungen für dieses Projekt, hatte ich herausbekommen, dass Würmer verfaulendes organisches Material in Humus umwandeln, eindringend wurde aber davor gewarnt, das Schimmel für Würmer sehr schädlich ist.

Ich machte mir also Gedanken, wo ich einen Fehler begangen hatte, letztendlich bin ich zu folgendem Entschluss gekommen:

Ich habe die Erde zu stark angefeuchtet. Die angefeuchtete Zeitung schloss die Erde annähernd luftdicht ab und beschleunigte so den Prozess der Fäulnis.

Ich beschloss fürs erste auf die Abdeckung durch Zeitungspapier zu verzichten und die Testphase mit der Abdeckung in die Phase zu verschieben in der ich die Wurmkiste besser „im Griff“ haben würde. Die Erhöhung der Feuchtigkeit sollte fürs erste genügen, sofern die Erde wieder austrocknet, würde ich sie wieder mit einem Zerstäuber besprühen.

Die faulende, verschimmelte Erde habe ich entfernt und durch frische Erde ersetzt welche ich, vorsichtig angefeuchtet und mit Nahrung (Kaffeesatz und Zeitung) zersetzt haben.


die Kiste nach der Schimmeloperation

Es bleibt spannend und nicht gerade einfach. Erfahrungen müssen gesammelt werden und der bisherige Verlauf ist leider kein Selbstläufer. Bisher mit ich mehr damit beschäftigt, die Würmer am leben zu halten, als bereits von einer Vermehrung sprechen zu können. Die Saison ist im vollen Gange, doch gerade im Herbst kommen noch einige schöne Angeln und bis dahin hoffe ich, die Wurmkiste in den Griff zu bekommen.

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