Winterfischen am Teltowkanal

  • von ct Redaktion
  • 18. Januar 2008 um 13:20
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Lustig kann es auch im Winter sein. Eine kleine Verabredung für das nächste Wochenende sprach sich wie ein Lauffeuer herum und auf einmal waren es 17 Tandems, die sich am 13. Januar am Teltowkanal im Süden von Berlin trafen. Dabei wurde auch gleich mal die Grillsaison eröffnet und der Glühwein schmeckte noch immer. Einige bekannte Gesichter aus den champions-teams waren mit Mathias Scholz aus der Jugend, Diana Ellmer, Alex Schulz und Steffi Bloch von den Damen sowie Andreas Dalcke, Lutz Weissig, René Bredereck, Stefan Posselt und Henric Plass aus der Herrenriege auch zugegen


Lutz Weissig vom champions-team der Herren - wie immer in entspannter Sitzhaltung

Gefischt wurde im Tandem, wobei sich zwei Anglerinnen oder Angler eine Kiepe teilten. Ein Tandempartner fischte, der andere hatte Pause und konnte sich Tipps bei den erfolgreichen Nachbarn holen oder einfach nur die so beliebten Fachgespräche mit anderen "Ersatzanglern" führen. Die Angelzeit wurde auf 4 Stunden festgesetzt und die Angelart war auf die long-long Methode reduziert. Ein angenehmer Nebenaspekt insbesondere für die, die gerade nicht aktiv waren, war, dass Ralf Herdlitschke sich um das leibliche Wohl der Anglerinnen und Angler kümmerte. Glühwein, Bier, alkoholfreie Getränke, Würstchen, Grillfleisch und Kuchen sorgten bei den Teilnehmern und den zahlreichen Zuschauern für beste Laune. Zusammen mit dem herrlichen Wetter (8° C und Sonnenschein) entwickelte sich schnell eine lockere Atmosphäre, in der viele gelacht und gescherzt wurde.

Alexandra Schulz
Alexandra Schulz vom champions-team der Damen

Kommen wir nun aber noch ein bisschen zum Fischen. Der Teltowkanal ist auf dem beangelten Stück circa 30 Meter breit, 3 Meter tief und die Angler sitzen direkt an der Spundwand. Die Strömung des Kanals schwankte an diesem Tag schleusenbedingt zwischen einer 1 bis 4 Gramm Strömung. Bei fast allen Teilnehmern sah man Rutenlängen von 5 - 8 Meter im Einsatz. Montagen zwischen minimal 1 Gramm für die 4 Meter Rute bis zu 8 Gramm für die 8 Meter Rute sollten die Rotaugen an den Haken bringen. Da die Teilnehmer mit einem schwierigen Beissverhalten rechneten, wurden hauptsächlich sensible und genau austarierte Posenmodelle eingesetzt. Beim Futter sah man ausnahmslos dunkle, nährstoffarme Futtersorten im Einsatz. Bedingt durch die doch relativ hohe Strömung wurde das Futter eher nass angerührt und Erde zum Beschweren zugesetzt. Auf der Köderpalette waren die üblichen Verdächtigen zu sehen. Neben Pinkis, Maden und Castern sah man auch bei vielen Anglern Hanf in den Köderboxen.

das Duo Flam/Reichenbach
Das Duo Flam/Reichenbach beim Teamwork

Zu Beginn des Fischens setzten die Angler 4 - 8 kleine Futterbälle auf die Spuren, wobei hauptsächlich die 5 Meter Spur sowie die 7 Meter Spur befüttert wurden. Würden die Fische beim Fischen weiter nach draußen ziehen, so hatte man die Option mit der 6 Meter bzw. der 8 Meter Rute den Fischen zu folgen. Nach der Anfütterungsphase passierte jedoch erstmal nicht viel.


Heimvorteil für die "Schöneberger"

Die ersten Minuten vergingen vollkommen typisch für ein Fischen im Winter, ohne das ein Fisch auf der Strecke zu sehen war. Nach circa 15 Minuten konnten dann die ersten Fischen an dem Kopfende der Strecke sowie in der Mitte beim Duo Lukas Reichenbach/Oli Flam überlistet werden.


Hatten den weitesten Weg: Michael Borchers und Thomas Cohrs aus Hannover

Der Zielfisch schien ganz klar das Rotauge zu sein. Die Rotaugen nahmen den Köder hauptsächlich im unverzögerten bzw. leicht verzögerten Trieb auf der 5 - 6 Meter Spur. Die Fische bissen sehr vorsichtig, oft war nur ein kurzer Stopp im Trieb zu erkennen. Wer hier jetzt zu grob fischte, der sah diese Bisse nicht, und hatte seinen sauber fischenden Nachbarn gegenüber das Nachsehen. Nach der erste Stunde war auf den Außenplätzen ein kontinuierlicher Fischfang möglich, in der Mitte der Strecke dagegen war es ein zähes Ringen um jeden Fisch. Auf den Außenplätzen war es wichtig einen permanenten Rhythmus in der Befütterung des Platzes zu haben. Setzte man für ein paar Minuten mit der Fütterung aus, so verließen die Fische den Platz und zogen weiter zu den Nachbarn.


Steffen Quinger und Stefan Posselt zeigten wie es geht

Nach Beendigung des 4stündigen Fischens konnte das Duo Posselt/Quinger im Aussensektor starke 6800 Gramm Fisch vermelden, das Duo Reichenbach/Flam konnte in der Mitte der Strecke mit 2800 Gramm überzeugen. Das Fazit dieses kleinen Treffens liegt im Schwerpunkt aber darin, dass auch im Winter Fische zu fangen sind. Im Winter muss allerdings um jeden Fisch gekämpft werden, doch jeder erkämpfte Fisch verbessert die Fähigkeiten des einzelnen Anglers und lässt ihn auch im Sommer von diesen profitieren.


Anerkennung von den Nachbarn für eine gute Leistung aus der Mitte

Fotos: Lukas Reichenbach 

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