Steve Gardener - Double Leam Teil 1

  • von Dave Ewing / Matchangler.com
  • 10. März 2010 um 05:12
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  • Überschrift
    Double Leam bezeichnet die Kombination der Eigenschaften zweier verschiedener Erdarten. Wobei eine davon immer entweder grauer Lehm  oder Liant a Coller ist. Durch die Kombination mit einer weiteren gewichtbringenden Erde erhält man dann eine Bindung, die eine interessante Futtertaktik ermöglicht:

Das Team Drennan England ist bekannt dafür durch den Einsatz von verschiedenen Erden in der Futtertaktik die grösseren Fische anzulocken und zu selektieren. Bei den Weltmeisterschaften der letzten 15 Jahre hat die Futtertaktik mit dem Erdengemisch einen wichtigen Part bei den vielen Erfolgen des Teams gespielt. Wer könnte also besser geeignet sein, um uns diese viel zu selten genutzte Methode Nahe zu bringen, als einer der erfolgreichsten Angler aus diesem Team... Steve Gardener!
Mit 9 Weltmeistertiteln im Teamwettbewerb ist er Rekordhalter und gilt bei vielen internationalen Anglern als der Angler mit dem technisch perfektesten Angelstil.

 

Erden sind ein Transporter – keine Zeitbomben!

Ich denke, dass es viele Mysterien um den Lehm gibt, besonders um den „Double Leam" des britischen Teams. Wenn wir mit Kombinationen aus Erden und Lehm mit unterschiedlichen Eigenschaften fischen, ist dies jedoch nur ein Weg um pure Köder – ohne Futterzusatz – auf dem Angelplatz zu platzieren. Hierzu sollte man sich die unterschiedlichen Eigenschaften der verschiedenen Erden und Lehme zu Nutze machen. Hat man ersmal die Eigenschaften in Bezug auf Bindekraft, Wolkenfähigkeit, Gewicht und Tragfähigkeit von Ködern verstanden, so erkennt man, dass die richtige Kombination dieser Eigenschaften zum Erfolg führen muss. Die zwei wichtigsten Aspekte dabei sind Gewicht und Bindung:

  • Erde
    Lehm, der perfekte Transporter um "sensibele" Fracht zum Gewäsergrund zu transportieren

Erden und Lehme (ab jetzt Lehm) haben als Transportmittel viele Vorteile. Ein Vorteil ist, dass er die Lebendköder nicht angreift, was heißt, dass Würmer, Caster, Maden und vor allem Mückenlarven im gestreckten Futter/Erde Gemisch wesentlich länger agil und lebhaft bleiben. Die Verdünnung von Futtermitteln mit Lehm setzt den Nährwert herab, so dass die Fische nicht so schnell gesättigt werden. Lehme haben alleine eingesetzt keine eigene Wirkung bzw. Anziehungskraft auf Fische, sieht man von dem wolkenbildenden Effekt und dem „Schallwellen" durch das Abbrechen eines Futterballs ab. Die Attraktivität des Lehmballs sind die transportierten Köder und dies gilt es immer im Kopf zu behalten! Lehm ist besonders „stark" wenn eine Strecke viel befischt wird und unter einem hohen Befütterungsdruck steht. Bei vielen, insbesondere internationalen Fischen wird eine Strecke, und damit auch jeder Angelplatz bis zu 5 Mal bis zum eigentlichen Wettkampf am Wochenende befischt! Wird eine Strecke neu befischt, so fressen die Fische das eingebrachte Futter aus Basis von Mehlen und Partikeln und reagieren gut auf das eingebrachte Futter. Nach dem 2. und 3. Durchgang ändert sich das Fressverhalten der Fische schon deutlich, denn sie beginnen sich auf die Lebendköder zu stürzen, während Lockfutter links liegen gelassen wird. Beim 5. Durchgang fressen die Fische dann fast nur noch die Köder, so dass das Füttern von Lebendködern in Lehmbällen Vorteile bringt, weil die Lockwirkung dann von den Lebendködern ausgeht, ohne dass die Fische durch das zusätzliche Futter gesättigt werden.

Die Möglichkeit mit einem Lehmball über viele Stunden eine kontrollierte Menge Köder abzugeben ist ein Märchen – es gibt hier kein Wundermittel. Es ist ein schmaler Grat zwischen einem Lehmball der seine Köder in annehmbarer Zeit abgibt und einem Lehmball der, durch zuviel Binder, wie eine Bowlingkugel liegen bleibt. Wie  gesagt, es gibt keine Wundermittel, sondern man sollte sich intensiv mit den Bestandteilen auseinandersetzen! Lehm ist dazu da, die Köder schnell auf den Futterplatz zu bringen und dort langsam zu zerfallen. Steve wird später noch erklären wie die Fische auf die eingebrachten Bälle reagieren und wie lange sie auf dem Futterplatz bleiben. Das hängt nicht so sehr damit zusammen wie der Lehm zerfällt, sondern wie viele Köder im Ball enthalten sind und wie diese sich im Lehmball verhalten. Es ist wichtig zu Beginn des Artikels zu verstehen, dass Lehm nur unser Transporter für unsere Köder ist, keine mystische, biochemische Zeitbombe!

Die Bausteine

Grauer Lehm ist ein Lehm, welcher in seiner Konsistenz einem Puder sehr nahe kommt. Grauer Lehm ist ein starker Binder, wenn er mit feuchten Lehmen zusammen gemischt wird. Es ist wichtig den „richtigen" grauen Lehm zu nutzen und laut Steve ist der einzig richtige Lehm der „Liant a Coller" von der Firma Sensas. Dieser Lehm hält den Lehmball zusammen bis er den Boden erreicht. Dies wird durch seine feinen Partikel erreicht. Diese feinen Partikel binden die gröberen Partikel von den anderen Erden und Lehmsorten. Sie können dies erkennen, wenn Sie anfangen den grauen Lahem unter die Erde zu mischen. Anfangs werden einige der gröberen Partikel der Erde durch den grauen Lehm zu kleinen „Klumpen" gebunden. Ist genug grauer Lehm eingebracht, so kann man einen Futterball formen - der Kleber hält die gröberen Klumpen dann wie eine Art wasserlöslicher Kleber als Ballen zusammen.

  • Steves auswahl

Eine weitere positive Eigenschaft vom grauen Lehm ist das Gewicht. Eine Tüte mit einem Kilogramm Liant a Coller ist wesentlich kleiner als beispielsweise eine Tüte mit einem Kilogramm Futter oder auch eine Tüte Terre de Somme. Der graue Lehm ist durch seine feine Struktur sehr dicht und hat daher ein hohes Eigengewicht. Er hilft also nicht nur die Erden zu binden, sondern bringt noch extra Gewicht hinzu. Steve variiert nie das Verhältnis von grauem Lehm zur Erde, aber er verändert die Sorte der zweiten Erde entsprechend den Bedingungen eines Gewässers. Um das Gewicht seiner Mischung anzupassen, nutzt er die unterschiedlichen Eigenschaften von Terre de Sommes, Terre de Rivere oder auch auch Maulswurfserde von Maulwurshügeln, welche er in direkter Umgebung seines Angelplatz findet. Man sieht also, dass Steve seine Mischung lieber einfach hält – es interessiert ihn ja nur die Menge der Köder, welche er zum Grund bringen will. Folgende Erden finden Verwendung:

  • Terre de somme

Terre de Somme
Diese feine Erde hat ihren Ursprung in der Region der oberen Somme im Norden Frankreichs und Belgien. Terre de Sommes wird hauptsächlich im Stillwasser genommen, denn sie löst sich schnell auf und bildet eine Wolke. Diese Wolke bildet sich übrigens nicht wenn man die Terre de Sommes mit grauen Lehm abbindet. Der Lehm bindet die wolkenbildenden Partikel des Terre de Somme so, dass eine Wolkenbildung verhindert wird. Steve nutzt Terre de Somme in fast allen Stillgewässern. Die Farbe des Gemisches passt Steve durch die Zugabe von der Sensas Futterfarbe Tracix im trockenen Lehm an. Tracix verliert ebenfalls seine wolkende Eigenschaft bei der Zugabe vom grauen Lehm.

Terre de Riviere
Flusserde ist eine schwere Erde die viele Lehmpartikel enthält. Von Natur aus ist Flusserde nicht klebend. Um eine Gefühl für das Gewicht von Flusserde zu bekommen, sollte man sich die 3 KG Tüte von Terre de Somme und die 2 KG Tüte Flusserde anschauen. Die Tüten sind gleich groß. Dies zeigt das die Flusserde circa 50% schwerer ist als die Terre die Somme. Steve nutzt Flusserde gerne in tiefen, schnell fliessenden Gewässern. Mit der Flusserde stellt Steve sicher, dass der Futterball fast senkrecht absinkt und auf dem gewünschten Futterplatz landet.

Maulwurfserde
Steve hat keine Angst die Maulwurfserde zu nutzen, welche er in der Nähe der zu beangelnden Strecke findet. Besonders in tiefen, klaren Gewässern nutzt er gerne die lokale Erde, ist es doch fast immer so, dass sich die Erde am Ufer dem Untergrund der Strecke ähnelt. Ein weiterer Pluspunkt ist, Maulwurfserde ist kostenlos und muss nicht aufwendig und platzraubend im Auto transportiert werden. Gerade wenn man lange Zeit mit dem Auto unterwegs ist und man viel Erde braucht, ist dies ein nicht zu unterschätzender Umstand.

Vorbereiten von Double Leam

  • Der Mix
    Dem korrekten Verhältnis zwischen Erde und grauem Lehm ist immer zu folgen

Der erste und wichtigste Schritt beim Präparieren von Double Leam ist das richtige Mischungsverhältnis - dieses lautet:

4 Kg Erde zu 500 Gramm grauem Lehm

Wir werden uns später noch anschauen wie man die Eigenschaft von Double Leam verändern kann, beispielsweise um noch mehr Köder in einen Ball zu transportieren. Generell ist es aber wichtig, das richtige Verhältnis von Erde zum Lehm zu bewahren. Wenn man von diesem Verhältnis abweicht, so ist die korrekte Herstellung von Double Leam unmöglich. Gerade wenn man den Anteil vom grauen Lehm erhöht, bedeutet dies, dass man einen Ballen erzeugt, der sich nicht mehr auflöst.

Hier eine kurze Liste der benötigten Utensilien:

  • wichtiges Werkzeug
  • Zwei Mischbehältnisse
  • Ein Madensieb
  • Einen leistungsstarken Akkuschrauber
  • Einen Futterquirl - Ausführung "Eckenputzer"
  • Einen Zerstäuber
  • Und zu guter letzt einen guten Freund, lässt sich der Double Leam doch am besten zu Zweit mixen.
  1. Den abgemessenen Lehm direkt aus dem Paket durch ein feines Sieb drücken, um die gröberen Klumpen zu entfernen.
  2. Den abgemessenen grauen Lehm zum Lehm geben und mit dem Quirl gut vermischen.
  3. Jetzt mit der zweiten Person zusammen das Gemisch vorsichtig befeuchten, während man selber die Mischung ständig mit dem Quirl verrührt.
  4. Den Zerstäuber auf einen möglichst feinen Nebel einstellen und auf die Mitte des Behälters zielen. Nicht die Wänder besprühen da sich sonst der Lehm dort sammelt.
  5. In vielen Phasen quirlen und zwischendurch immer wieder die Konsistenz des Mixes kontrollieren, in dem Du Ballen formst.
  6. Achte darauf, dass beim Quirlen der komplette Inhalt vermischt wird.
  7. Wenn Du bemerkst, dass sich der Lehm an den Rändern sammelt, stoppe die Zufuhr von Wasser und warte bis sich die Ränder mit der Mischung vermischt haben bzw. vermische die Ansammlungen am Rand mit der restlichen Mischung.
  8. Teste jetzt wieder die Konsistenz.
  9. Es ist ein sehr schmaler Grat zwischen einer perfekten Mischung und einem lehmigen Matsch!!!

Mixing-Slide

Slideshow

Hier noch einmal die Hauptpunkte bei der Herstellung von Double Leam:

  • Zwei Personen sind besser als einer alleine
  • Den Zerstäuber auf einen möglichst feinen Nebel einstellen
  • Mit dem Zerstäuber in die Mitte des Eimers zielen
  • Mische den Rand immer wieder in die Mischung
    • AUF KEINEN FALL ÜBERFEUCHTEN! Ist die Mischung einmal zu nass, ist sie nicht mehr zu retten

Nach diesem schwierigen Mixvorgang siebt Steve den Lehm noch einmal bevor er diesen eintütet. Steve mischt oft eine grössere Menge Double Leam in der heimischen Garage an und füllt diesen in Plastiksäcken ab, um ihn so kühl und trocken zu lagern. Den Lehm den Steve nach einem Angeltag nicht mehr braucht nimmt er wieder mit nach Hause und nutzt ihn in der nächsten Session. Vorausgesetzt man beachtet den Lagerort des Lehms und platziert ihn so, dass er in der Tüte nicht anfängt zu schwitzen. So kann man den „eingetüteten" Lehm eine ganze Saison nutzen, ist doch im Lehm kein Bestandteil enthalten der „schlecht" werden könnte.

Zugabe von Mückenlarven

Steve hat zu unserer Session Mückenlarven mitgebracht, die er bereits seit einer Woche zu Hause im Aquarium hielt. Zum Trennen der Mückenlarven hat er Terre de Sommes genommen. Steve hat seine eigene Meinung zum Thema Mückenlarven, nutzt er doch lieber nicht so aktive Mückenlarven beim Angeln mit Double Leam. Die agilen Mückenlarven zerstören den Futterball zu schnell und erzeugen damit einen zu grossen Futterteppich und aus diesem Grund angelt Steve lieber mit etwas „inaktiveren" Mückenlarven und konzentriert seine Fische auf einem kleinen Platz.  Steve möchte aber auf Rotaugen, Barsche und Skimmer (kleine Brassen) angeln und setzt daher auf die etwas passiveren Mückenlarven welche dem Lehm sehr langsam, aber dafür kontinuierlich verlassen. Allgemein kann man sagen, dass polnische Mückenlarven die aktiveren, lebhafteren Mückenlarven sind, die russischen dagegen eher passiv.

  • joker zugabe
    Eine schnelle und Einfache Methode die Ködermenge abzumessen
    ist das Nutzen eines Pole Cups

Steve misst gerne die Menge der Futtermücken ab, hierzu benutzt er wie viele Briten den Pole Cup. Für die heutige Session nimmt er 250ml kleine Mückenlarven – dies bedeutet einen vollen PoleCup – für die Startfütterung. Die Mücken lassen sich durch den Double Leam zu schweren Kompakten Bällen formen, welche sich in der Anfangsfütterung punktgenau versenken lassen.

Herstellung von Bonusbällen

  • Bonusball01
    Die Slideshow zeigt noch einmal Schritt für Schritt die Herstellung der Bonusbälle

Um einen Ball zu erzeugen, welcher besonders reich an Ködern ist, trennt Steve eine kleinere Menge des Gemisches in einem extra Behältnis. In dieses kleine Menge mischt Steve ca. 100ml kleine Mückenlarven unter. Um die nötige Bindekraft für dieses Gemisch zu erzeugen gibt Steve eine sehr kleine Menge (20-30 Gramm) zusätzlichen grauen Lehm zum Double Leam hinzu. Hält man jetzt einen Ball aus der Startfütterung neben einen dieser Bonusbälle, so kann man deutlich den Unterschied im Köderanteil und in der Farbe des Mixes erkennen. Steve gibt dem Bonusbällen kein weiteres Wasser zu. Nur wenn der Lehm bedingt durch die Witterung (Sonne und Wind) an Feuchtigkeit verloren hat, fügt Steve fehlende Feuchtigkeit mit einem Zerstäuber hinzu. Das geschieht jedoch bevor er den zusätzlichen grauen Lehm hinzufügt!

Die Joker Philosophie

Steve hat sich eine Menge Zeit genommen zu erklären, wie Double Leam funktioniert und seine Philosophie bzgl. der Joker, die er verwendet, dargelegt. "Es gibt da ein Mißverständinis bei vielen Anglern, dass Double Leam nur verwendet wird, um möglichst viele Köder ins Wasser zu bekommen. In vielen Wettbewerben ist es aber gar nicht die Menge an Ködern, die den Unterschied macht, sondern wie sich die Köder verhalten, wenn sie im Wasser sind" sagt er. Tatsächlich konnte sich Steve an keinen Wettbewerb erinnern, bei dem mehr als 500gr Köder verwendet wurden, trotz seiner intensiven internationalen Erfahrung!

Also, wenn es nicht die Menge der Joker ist, die den Unterschied macht, warum ist dann das Joker-füttern im kleineren Maßstab so erfolgreich? Steve zählte ein paar schlagende Argumente auf:

  • Die Warte-Taktik. Wenn Erdbälle auf den Grund sinken lösen sie sich relativ schnell auf, schneller als die meisten Angler glauben. Es bleibt dann ein kleines Häufchen Erde am Boden übrig, ähnlich wie eine Pyramide aus Salz... Ihr versteht was ich meine! Vorausgesetzt die Köder im Lehm sind nicht übermässig aktiv, werden einige sofort aus der Oberfläche des Balles befreit werden, andere werden nach und nach freikommen,während der Ball in sich zusammenfällt...und der Rest wird sich zweifellos unter dem kleinen übrigbleibenden Häufchen verstecken. Steve ist fest davon überzeugt, dass Fische, wie qualitativ hochwertige Rotaugen, nicht über dem Lehm stehen, weil sie die daraus entweichenden Köder sehen, sonder weil sie erwarten, dass sich in dem Häufchen darunter noch mehr Köder befinden. "Die scheinen instinktiv zu wissen, dass sich da noch mehr befindet als nur das, was sie an der Oberfläche des Häufchens schon sehen können. Bei Skimmern und Brassen ist es wahrscheinlicher, dass sie beginnen das Häufchen selbst anzublasen um mehr Köder herauszubringen, so dass man dann nochmal nachlegen muss" erklärte Steve. Wieder einmal scheint sich die Überlegenheit der Erden zu zeigen, denn sie können den Köder über eine gewisse Zeitspanne ausgedehnt freisetzen und somit das Interesse der Fische länger beanspruchen, als wenn die Köder nur in normalem Futter eingebracht werden. Dies scheint dem allgemeinen Glauben vieler Angler zu widersprechen, dass die Erden nur deshalb besser funktionieren, weil sie den Köder lebendig und frischer halten, da kein Salz enthalten ist. Es kann jedoch nicht der einzige Grund sein, wie Steve ja ausgeführt hat. Es scheint eher daran zu liegen, dass durch das Eigengewicht der Erden der Köder länger am Boden gehalten wird. Fische, die über Double Leam-Bällen schwimmen sind nur an einem interessiert, und das ist nicht die Erde, sondern die langsam entweichenden Lebendköder!
    • Futterball
      Ein Pole Cup ist ein notwendiges Gerät wenn man einen 'Hotspot' erzeugen möchte
    Der Hot Spot. Einer der interessanten Aspekte am Einsatz von Erden ist, wie einfach man die Menge an Ködern in jedem Ball variieren kann. Durch die Verwendung köderreicher Bälle und einem Pole Cup ist es möglich Hotspots einzurichten, da das Gewicht der Erde das sehr zielgenaue Deponieren einer hohen Konzentration von Ködern an jeder beliebigen Stelle erlaubt. Steve verglich das mit der Verwendung eines Method Feeder, womit man effizient einen Köder auf einer exakt vorbestimmten Futterstelle platzieren kann. Auch wenn die Fische beginnen, sich vom Futterplatz zu entfernen, kann man die Situation für sich vorteilhaft nutzen, indem man im Umkreis des Feeders fischt. Mit normalem Grundfutter ist das sehr schwer zu erreichen, da dieses wesentlich leichter ist und auf andere Weise zerfällt als Erde. Demzufolge verteilt es sich über ein grösseres Gebiet (besonders bei Strömung) anstatt sich an einer definierten Stelle aufzulösen.

Nun zum Schluss haben wir zwei Videos eingefügt. Sie sind in einem speziellen Kaltwasser - Aquarium aufgenommen worden. Die Filme geben einen Einblick in die Fressgewohnheiten von Fischen und stellen einen direkten Bezug her zu den Abschnitten im Text. Das Video links handelt von den ersten 10 Minuten der Fütterung, dann werden im 2. Video rechts die letzten 4 Minuten einer insgesamt 24 minütigen Fütterungsphase gezeigt. Für 10 Minuten in der Mitte wurde beim Dreh eine Pause eingelegt. Wir hoffen Sie werden diese genießen, denn dies ist auch für uns eine Premiere und wir hoffen im Verlauf dieses Jahres in dieser Richtung weitere Videos veröffentlichen zu können und haben dafür ein Media-Center eingerichtet!

 

 

Im zweiten Teil begleiten wir Steve Gardener dann ans Wasser und setzen die Theorie in die Praxis um

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4 Kommentare
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  • Maexx
    Double Leam
    Hey Leute, super Bericht, aber funktioniert das auch mit anderen Ködern wie z.B. Pinkys (falls Mückenlarven nicht erlaubt sind)?? Würde mich sehr über eine brauchbare antwort freuen. danke´=)
  • Max S.
    aus Esslingen am Neckar
    Wahnsinn, echt klasse Bericht! EInmal mehr heisst es "Hut ziehen" vor den Nachbarn auf der Insel :) Grüsse und Danke für die Veröffentlichung!
  • Pete
    aus Rüdersdorf
    Bin ebenso begeistert von der so detailliert geschilderten Lehmzubereitung. Toller Beitrag!
  • KlauBa
    aus Büttelborn
    double
    Hallo Toller Bericht von einem klasse Angler! Die Video`s dazu sind natürlich eine super Sache. Denke, die räumen doch mit so mancher weit verbreiteten Ansicht etwas auf. Man kann da doch sehr viele Rückschlüsse ziehen! Eine echte Bereicherung für die Seite, weiter so !!!! Gruß+Dank Kl