The Gardener Way - Teil 4

  • von Dave Ewing, Dave Johnson
  • 03. April 2009 um 10:50
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Haken faszinieren Angler aller Klassen seit Jahrzehnten. Er ist die symbolische Verbindung zwischen Angler und dem Objekt seiner Begierde. Ohne Haken würde Angeln genauso viel Spaß machen, wie das Enten füttern. Der Haken ist die Waffe des Anglers, die entscheidende, aber gleichzeitig dünndrahtige Verbindung, welche die Beute in die Falle tappen lässt und dann in den wartenden Kescher lenkt.

Während der Jahre, die ich mit Top-Anglern zusammenarbeite, habe ich festgestellt, je besser ein Angler ist, um so größer ist sein Interesse am Haken, seiner Form, Drahtstärke, Größe und damit seinen Einsatzmöglichkeiten. Wenn man so einen Angler mit in einen, ihm unbekannten Angelshop nimmt, wird er früher oder später vor der Hakenwand enden, wo er das Spektrum der verfügbaren Haken kontrolliert und abwägt, ob der Händler eine gute Auswahl getroffen hat. Vermutlich wird er den Großteil seiner Zeit damit verbringen sich Gedanken darüber zu machen, an welchen Orten er diese verschiedenen Haken unterschiedlicher Form und Drahtstärke einsetzen würde und welche Fische er mit ihnen am besten landen könnte.

Um unsere Serie “The Gardener Way” abzuschließen, können wir uns deshalb nichts Besseres vorstellen, als darüber zu berichten, wie Steve Gardener seine Haken und Vorfächer vorbereitet. Bevor wir dabei darauf eingehen, wie Steve seine Haken bindet und aufbewahrt, wollen wir uns seiner Philosophie bei der Auswahl der richtigen Haken widmen und beschreiben, was er an seiner Auswahl so schätzt:

Wie in allen anderen Bereichen des Angelns auch, geht Steve Gardener bei der Auswahl seiner Haken sehr logisch vor. Um einen Haken für ein Gewässer auszuwählen, muss man 3 wichtige Aspekte beachten:

1. Köder:

Man muss natürlich sichergehen, dass die Größe des Hakens und seine Form zu dem Köder passt, den man verwendet. Die gilt für beide Enden des Spektrums. Bei zu großem Haken ist der Fisch eher geneigt den Köder zu verweigern, während ein zu kleiner Haken mehr Schaden anrichtet, wenn er den Fisch im Maulbereich sticht und dieser den Köder dann aber noch wieder ausspucken kann. Bei der folgenden Flucht wird der am Futterplatz stehende Fischschwarm häufig zerstreut und man kann weniger Fische fangen, da diese vorsichtiger werden.

An Hand dieser Überlegung sollten folgende Prinzipien bei der Vorbereitung der Haken gelten: Vergleichen wir zum Beispiel einen Caster- und einen Maden-Haken bezüglich ihrer Form: Der Maden-Haken sollte kurzschenklig sein, mit kurzem Bogen, welcher zur Hakenspitze führt, damit die Made im Bogen bleibt und nicht zu weit den Schenkel hoch rutscht. Ein Caster-Haken bedarf eines längeren Schenkels, auf den der Caster aufgezogen wird und der den verletzbaren Köder sicher festhält, ohne dass der Fisch ihn auslutschen kann.

In anderen Fällen benötigt man widerhakenlose Modelle oder Haken mit extrem kleinen Widerhaken. Diese Modelle fügen dem Köder weniger Schaden zu, wie es zum Beispiel beim Fischen mit Mückenlarven notwendig ist. Bei fehlendem/kleinen Widerhaken ist es einfacher, den Köder auf den Haken zu ziehen, ohne dass die Mückenlarve direkt ausläuft.

2. Fischart:

Die zu beangelnde Fischart spielt eine große Rolle bei der Hakenwahl, ein Aspekt zu dem es sicherlich viele verschieden Meinungen gibt. Zuerst einmal haben unterschiedliche Fischarten unterschiedliche Mäuler, welche offensichtlich einen großen Anteil bei der Auswahl des richtigen Hakens haben. So haben Barsche zum Beispiel harte und knöcherige Mäuler, welche besondere Anforderungen an den Haken stellen: dieser sollte in dem Fall besonders scharf, mit weitem Bogen und etwas in sich verdreht sein. Ähnlich ist die Auswahl bei Gründlingen, welche einen knochenharten Gaumen haben. Karauschen und Rotaugen hingegen haben ein weicheres Maul und schon Haken mit einem Micro-Widerhaken fassen in diesem Maul gut. Im engständigen Maul dieser Fische sitzt ein Haken mit kleinem Abstand zwischen Schenkel und Hakenspitze.

Des Weiteren sollte man sich Gedanken über Skimmer und Brassen machen, welche mit ihrem Rüsselmaul den Grund nach Fressbarem durchwühlen. Dies zeigt auch, dass man neben der Natur des Mauls der Fische auch der unterschiedlichen Art der Nahrungsaufnahme Aufmerksamkeit schenken sollte. Insbesondere der kritische Moment, in dem der Fisch den Köder und damit den Haken aufnimmt. Rotaugen saugen die ihnen angebotenen Köder schnell ein und spucken sie ebenso schnell wieder aus. Wenn der Haken zu schwer (dickdrahtig) ist, wird der Fisch ihn bei diesem Manöver spüren und den Köder in den meisten Fällen verweigern.

Barben sind ebenso sehr feinfühlig, wenn es darum geht einen Köder abzutasten. Die richtige Auswahl der Drahtstärke wird dabei zu einem Drahtseilakt, wenn man bedenkt welche Kräfte bei den Fluchten einer Barbe auf den Haken wirken.

3. Ausrüstung:

In diesem Fall möchten wir die Zusammenstellung von Haken, Schnur, Gummizug und Rute betrachten: eine Carp Pole mit Hollow Elastik und 0,18er Schnur passt nicht zu einem dünndrahtigen Haken, denn dieser wird dann das schwächste Glied in der Reihe sein. Auch bedarf es beim Angeln mit der Feederrute einer anderen Hakenwahl, als zum Beispiel beim Angeln mit der Kopfrute. Die Krönung der Hakenauswahl ist es, den feinsten möglichen Haken zu wählen, welcher zum eingesetztem Gerät, der zu beangelnden Fischart und deren Größe passt.

All das ist eigentlich weitläufig bekannt, aber noch immer vergessen viele Angler diese 3 Punkte vor jeder Angel Session neu genau abzustimmen. Man sollte also immer im Kopf behalten, dass der zu verwendende Haken durch den Köder, die zu beangelnde Fischart und ihre Größe und der Ausrüstung oder Angelmethode, die man verwendet, bestimmt wird.

Steve tendiert eher dazu nur wenigen Haken zu vertrauen, welche er gut kennt, anstatt jeden neu auf den Markt gebrachten Haken auszuprobieren. Es ist in allen Bereichen des Angelsports wichtig, dass man dem selbst eingesetzten Material vertraut und dadurch Selbstsicherheit aufbaut und dies kann nur mit lang geschätzten Haken funktionieren. Im folgenden wird Steve die Haken vorstellen, welche er verwendet und erklären, in welchen Situationen er sie einsetzt:


Haken, denen Steve für große Fische und die Karpfenangelei an kommerziellen Gewässern vertraut, von links nach rechts: Gamakatsu Power, Suehiro T213 und die Milo Serie A

Für allround Großfischangelei benutzt Steve den Gamakatsu Power, während an den kommerziellen Karpfengewässern eher den widerhakenlosen Suehiro T213 oder den Milo Serie A Haken bevorzugt.


Der Suehiro R305 ist
einer der feineren Hakenmodelle, denen Steve vertraut
Bei Weißfischen bevorzugt er entweder den Suehiro R305 um den Köder sensibel zu präsentieren oder den Sensas 3405, wenn es auf Rotaugen und Skimmer geht.
 
Letztendlich bleibt noch der Gamakatsu Green, welchen Steve für die Kanal- und feine Mückenangelei einsetzt und der seine besondere Stärke ausspielt, wenn die Bedingungen schwierig sind.

Der hervorragende Green Gamakatsu ist trotz dünnem Draht stabil und belastbar

Bei leichteren Bedingungen setzt er außerdem die Black Serie ein.

Dies ist keine vollkommene Auswahl, aber eine, welche Steves Vertrauen genießt und auf welche er sich in vielen Jahren des Gemeinschaftsangelns in Großbritannien und auch in Europa immer verlassen konnte.

In den meisten Fällen benutzt Steve die Milo Ghost oder Krepton Schnur als Vorfachschnur. Nur bei den Haken für die kommerziellen Gewässer vertraut er der Preston Power Line. Auch in diesem Fall versucht er die Auswahl so einfach wie möglich zu halten und Schnüre zu verwenden, welche er lange kennt und denen er vertraut!

Haken binden nach Art von Steve Gardener:
Kommen wir nun zum eigentlichen Kern des Artikels: die Vorbereitungen, die Steve vornimmt um seine Haken zu binden. Im folgenden wird er im Detail beschreiben, wie er sie bindet und verstaut.

Eine ordentliche und saubere Auswahl von Steves Vorfachschnüren


Eine robuste Tischlampe mit Vergrößerungsglas bildet das Zentrum von Steves Bastelbank

Werkzeuge:

  • Drennan Hakenbindemaschine
  • Großes Bleigewicht (mind. ½ Kilo)
  • Schwarze Unterlage (um einen dunklen Hintergrund zur Beurteilung der Knoten zu haben)
  • Scheren
  • Tischlampe mit VergrößerungsglasHakenbinden:

Als erstes rollt Steve so viel Schnur von der Rolle ab, wie er zum Binden des Vorfachs benötigt. Dann fixiert er die Schnurspule mit dem Bleigewicht und verhindert so, dass sich die Schnur weiter als nötig abrollt!
1. Damit der Haken sicher in der Bindemaschine sitzt, platziert Steve ihn sehr tief, so dass nur der Schaft und das Plättchen herausschauen.

2. Dann schlingt er die Schnur um die Rückseite der Bindemaschine. Nebenbemerkung: Verschiedene Hakenbindemaschinen funktionieren natürlich in absolut unterschiedlicher Art und Weise. So wird ein Ablauf beim Drennan/Stonfo Binder sicher anders sein, als der z. Bsp. einer Sensas Bindemaschine.

3. Wenn Steve anfängt, die Schnur um den Schenkel zu wickeln, fängt er immer am Blättchen an und wickelt dann in Richtung Hakenbogen. Dadurch vereinfacht er das Zuziehen des Knotens, weil der Knoten dann nicht mehr bis zum Blättchen hochgezogen werden muss, da von dort gestartet wurde. Der Knoten wird somit  sicherer.

Diese Datei läuft aus technischen Gründen nur mit einem Firefox-Browser. Wir bitten dies zu endschuldigen!!

 
4. Wenn er den Knoten fertig gebunden hat, befeuchtet er die Schnur mit einem Wasser-Spühlmittel-Mix und zieht erst dann den Knoten zu.

5. Das überstehende Schnurende wird am Ende des Hakens abgeschnitten. Der Vorteil ist, dass das Schnurende parallel mit dem Schenkel des Hakens verläuft.

Vorfächer:

Steve bindet immer zuerst den Haken an die Schnur, mißt dann die Vorfachlänge aus und bindet dann eine Schlaufe (Angler, welche die Schlögl Bindemaschine verwenden, werden erkennen, dass dies ein genau entgegen gesetzter Ansatz ist). Wenn man die Schlaufe zuerst bindet wird es immer ein gewisses Spiel beim Zuziehen des Hakenknotens geben (insbesondere, wenn man den Knoten an unterschiedlichen Stellen des Schenkels bindet). Das heißt, dass man immer etwas unterschiedliche Vorfachlängen erhält, je nachdem, wie gut oder schlecht sich der Knoten am Haken zuziehen lässt, auch wenn man vom Plättchen zum Bogen windet, wie es Steve macht. Um immer die gleichen Vorfachlängen zu binden, verwendet Steve eine Rive Haken Brett und den ausgeklügelten Sensas Easy Loop Tyer.  Die Anleitung um diesen zu verwenden, mag am Anfang schwierig erscheinen, aber wenn man sich die folgenden Bilder betrachtet, wird man begeistert sein wie einfach es ist, perfekte Ösen und immer gleiche Vorfachlängen zu binden.

Dazu braucht man folgende Utensilien:
  • Eine Möglichkeit, die fertig gebundenen Vorfächer in entsprechender Länge abzulegen, z. Bsp. ein Rive Haken Brettchen o. ä.
  • Sensas Easy Loop Tyer
  • Die Vergrößerungslampe und den schwarzen Hintergrund, der auch schon zum Binden der Haken verwendet wurde
  • Ein Paar Scheren
Wie Steve seine Vorfächer bindet:

 
Man hängt den Haken in die Halterung ein (z. Bsp. einen Nagel oder Metallstift) und misst dann die Vorfachlänge aus, in dem man die Schnur um den Metallstift legt, der später die Öse hält. So bekommt man quasi eine Markierung um den Schlaufenknoten mit dem Sensas Loop Tyer zu binden.

  1. Man bildet neben der ausgemessenen Öse aus der doppelt liegenden Schnur eine zweite Öse    (genauso als ob man einen Schlaufenknoten per Hand binden würde)
  2. Zwischen Finger und Daumen sollten zwei Ösen sein (wie Hasenohren), eine mit einfacher Schnur, die andere mit doppelter.
  3. Man legt die doppelte Schlaufe in die Kurve des Sensas Loop Tyers, welche zum Stil führt
  4. Den Tyer jetzt zweimal um 360° um die eigene Achse drehen
  5. Dann die einfache Öse in die maulförmige Öffnung des Loop Tyers einführen
  6. Nun zieht man die Schnur fest und achtet darauf, dass keine Öse aus ihrer Position rutscht. 
  7. Den sich bildenden Knoten der doppelten Öse führt man dann mit dem Daumen über den Vorsprung und zieht die Schlaufe zu. 
  8. Dadurch erhält man eine immer gleich große Schlaufe mit genau entsprechender Vorfachlänge.
Hier zeigen wir noch einmal die
Arbeitsschritte aus Teil 2:








    Anmerkung des Autors:
    Ich habe den Sensas Easy Loop Tyer seit Jahren benutzt, doch bis ich Steves Methode gesehen habe, hätte ich nie gedacht, dass es eine bessere und akkuratere Art der Anwendung geben würde. Ich habe einfach den Instruktionen auf der Verpackung geglaubt und auch wenn es schnell und einfach war, gab es häufig das Problem, dass die Schnur am Ende beschädigt wurde und einen Knick bekam.

    Steves Methode benötigt etwas Übung um sie richtig anzuwenden und es hat mindestens 5 Minuten gedauert, bis ich sie überhaupt richtig verstanden hatte. Wenn man sie dann aber im Griff hat, ist es eine sehr akkurate Möglichkeit, Schlaufen und Vorfächer zu binden.


    Wenn man diesen Tyer noch nie verwendet hat kann ich nachempfinden, dass man etwas nervös sein könnte. Aber wenn man die anfängliche Angst dann überwunden hat, dann kommt man ohne den Easy Loop nicht mehr aus! Jeder ernsthafte Angler sollte einen haben, schnellstmöglich, sie sind so nicht teuer.

    Was auch immer für ein Angel-Genie sich die Form für diesen Plastikhaken ausgedacht hat, der jedes Mal! perfekte Schlaufen formt, es geht über meine Vorstellungskraft! Der muss Haar haben wie Einstein und ständig "Eureka" rufen, wenn ihm wieder was Neues eingefallen ist.


    Vorfächer aufbewahren:

    Für all seine Kopfrutenvorfächer verwendet Steve Rive Vorfachbretter, welche in 3 verschiedene Längen angeboten werden: 19, 26 und 28cm. Zusätzlich wird ein Modulsystem angeboten, welches speziell zu Rive Fächern, aber z. B. auch zu Steves Milo Fächern paßt. Man kann die verwendeten Vorfachlängen auch kürzen oder erweitern, in dem man ein einstellbares Vorfachbrettchen verwendet.

    Für Stillwasser- und Kanalfischen, und ebenso für die kommerzielle Karpfenfischerei verwendet Steve die schmaleren zwei Vorfachbrettchen. Steve hat viel davon geredet, dass er immer versucht seine Montage zu verbessern, z. B. in dem er den Abstand zwischen Bissanzeigeblei und Haken verkürzt, um Bisse besser zu erkennen. Er will damit erreichen, dass der Köder schnell am Futterplatz ankommt und das Bissanzeigeblei soll so nah am Haken sein, dass die Fische den Köder gerade noch akzeptieren. Dadurch werden die Bisse klarer angezeigt und man kann mehr verwerten. Der Fisch allerdings bestimmt, in wieweit Steve seine Montage “scharf” stellen kann. Je mehr er fängt, umso kürzer kann das Vorfach und umso enger und damit gröber die Bebleiung werden. Wenn der Fisch dann jedoch den Köder verweigert oder Fehlbisse entstehen, muss in die andere Richtung reagiert werden. Es gibt keine bestimmten Regeln, welche exakte Länge ein Vorfach an einem bestimmten Gewässer oder für eine bestimmte Fischart sein muss. Es ist immer wichtig den gleichen Haken mit unterschiedlichen Vorfachlängen zu einem Gemeinschaftsangeln mitzunehmen, so dass man variabel sein kann. Nimmt der Fisch den angebotenen Köder am 16cm Vorfach, so ist das gut. Wenn nicht, muss man eben zu einem längeren Vorfach wechseln. Hat Steve vorher Fisch gefangen, wechselt er nach 2-5 fischlosen Trieben die Montage oder auch die Vorfachlängen. Auch wenn man eine Stunde kontinuierlich Fisch gefangen hat, muss man immer damit rechnen, auf eine neue Situation zu reagieren - z. B. mit Veränderung der Vorfachlänge.
     
    Kleine Vorfachbrettchen zeigen im Vergleich zu den großen traditionellen Holzboxen viele Vorteile. 
    Bei der Vielzahl an verschiedenen Gewässern, an denen Steve fischt, muss er eine große Auswahl an Vorfachbrettchen zu Hause haben und kann dann diese, die er für das aktuelle Gewässer brauch, speziell mit zum Angeln nehmen. So verbrauchen diese weniger Platz und Steve spart Stauraum bzw. Gewicht, im Vergleich zu einer großen Holzbox. Im Gegensatz zu vielen anderen Anglern, welche insbesondere die Winterzeit zur Vorbereitung für die neue Saison nutzen, fischt Steve das ganze Jahr Gemeinschaftsangeln. Deshalb bereitet er sich immer nur für ein Match zur Zeit vor und bindet speziell für das kommende Gewässer Haken und bereitet seine Vorfachbrettchen vor. Was er bei diesem Gemeinschaftsangeln nicht verwendet, wird für ein kommendes Angeln wiederverwendet. 

    Ein weiterer Vorteil der kleinen Brettchen ist, dass nicht alle gebundenen Haken zusammen in einer Box sind. Wenn eine hölzerne Box nämlich einmal nass wird, beginnen die Haken darin sehr schnell zu rosten und viele Arbeitsstunden sind ruiniert, abgesehen von dem finanziellen Schaden.


    Ein bisschen zu groß, um in die Sitzkiepe zu passen!!
    Trotzdem haben die großen Vorfachboxen einen Platz in Steve Gardeners Vorbereitungen. In ihnen bewahrt er nämlich seine Match- und Rollenrutenvorfächer auf. “Man hat es leider noch nicht geschafft, Sitzkiepen Module breit genug für diese Vorfachlängen zu bauen!“ kommentiert Steve trocken.


    Das kompakte Rive Hakenbrettchen ist ideal für Steves Ablage

    Die Verwendung der Hakenbrettchen:

    Hier folgen ein Paar Vorschläge von Steve, die einem helfen, wenn man selbst die Brettchen bestückt:
    • Man sollte immer die Brettchen mit einem Sticker beschriften, auf dem Hakenname, Hakengröße und Schnurdurchmesser/länge vermerkt sind. Das ist sehr wichtig, weil man sich nie während des Wettkampfs daran erinnern wird, was man eigentlich gebunden hat. Außerdem ist es sehr schwierig eine 0,07er Vorfachschnur von einer 0,08er zu unterscheiden, wenn man gerade am Angeln ist. Wenn man die Haken  unterscheiden kann, die man verwendet, ist es nicht notwendig den Namen mit zu notieren.
    • Man sollte immer zuerst die Öse am Brettchen befestigen und dann de Haken. Wenn man die Länge richtig ausgemessen hat, sollte der Haken dann immer fest auf dem Board sitzen.
    • Man kann bis zu 10 Haken mit gleichem Schnurdurchmesser auf einer Bahn befestigen.
    • Wenn man ein kurzes Stück Silikonschlauch über den Metalldraht schiebt, kann man verhindern, dass die Haken vom Brettchen abspringen, z. B. wenn man das Brettchen versehentlich fallen lässt.
    Zusammenfassend hat Steve Gardener über den gesamten Verlauf der Serie einen kontinuierlich pragmatischen Ansatz gewählt, nämlich den Produkten zu vertrauen, die er gut kennt. Wie auch immer, dies hindert ihn nicht daran zu experimentieren und immer wieder die Grenzen der  Innovationen zu testen, was einem auf der Jagd nach Erfolg hilfreich ist. Ohne Zweifel verkörpert Steve Gardener das Konzept der ganzheitlichen Vorbereitung, denn ohne diese wäre Steve Gardener einfach nicht Steve Gardener!!!

     
    Nicht der schlechteste Platz der Welt um ein Paar Überstunden abzuarbeiten!!!

    Vor vielen Jahren habe ich Steve gefragt, was es braucht, um ein Top Angler zu werden und seine Antwort war denkbar einfach und bestand nur aus 3 Wörtern: Engagement, Talent und Vorbereitung!! Er fügte hinzu, dass er sich für ein 5 Stunden Match auch mindestens 5 Stunden vorbereiten würde. Ich hoffe, dass unserer Einblick in die Vorbereitungen von einem der technisch besten Angler der Welt dem Leser den Stoff zum Überdenken und Verbessern seiner eigenen Vorbereitungen liefert und damit eventuell die Platzierungen bei Gemeinschaftsangeln verbessert.

    Letztendlich möchte sich champions-team.de bei Dave Ewing und Steve Gardener für die Möglichkeit bedanken einen Einblick in die Vorbereitungen eines internationalen Stars mit jahrelanger Erfahrung bekommen zu haben. Steve Gardener ist mit Verlaub einer der best dotierten und am meisten respektierten Angler der Welt.
    Auch Deine Meinung ist gefragt!
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