The Gardener Way - Teil 1

  • von Dave Ewing, Dave Johnson, übersetzt von Jayson Greatorex
  • 10. Februar 2009 um 03:16
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In Zusammenarbeit mit matchangler.com möchten wir in drei Teilen den Weg, Stil oder auch die Gedanken des englischen Top Anglers Steve Gardener betrachten. Steve Gardener ist seit vielen Jahren Mitglied im stärksten Angelteam der Welt, der englischen Nationalmannschaft. Diese Konstanz über Jahre machte Steve unter anderem zum Mentor des jetzigen Weltmeisters Will Raison und zum Vorbild vieler junger Angler.

Hier einige Daten zu Steve Gardener, der übrigens nicht Gardner heißt und auch Gardener ausgesprochen wird.

Alter: 50 und ein bißchen!
Wohnort: Horley, Surrey
Beruf: Angelgeräte Einzelhändler
Angel-Team: Daiwa Dorking
Vor 20 Jahren bei der ersten Teilnahme im Nationalteam 1987 in Portugal gewann er mit England direkt sein erstes Team Gold
Lieblingsgewässer: "Anywhere I can catch fish!"
Lieblingsmethode: "Any float method that catches fish!"
Erfolge: 9 WM Team Gold (mehr als jeder andere Teilnemer an Weltmeisterschaften)
WM Einzel Silber in Belgien (1988) and Einzel Bronze in Italien (2008). Mehrfache Top Ten Positionen bei Weltmeisterschaften! Komischerweise hat Steve noch keine Medallie bei Europameisterschaften erringen können.


Steve Gardener in der Mitte seiner Mannschaftskollegen bei der WM 2008

Steve's Team ist eines der erfolgreichsten Teams in England und hat viele internationale Angler, darunter William Raison, Des Ship und Steve Hemingray.

Zwischen den absoluten Top Anglern und den „Otto-Normal-Anglern“ gibt es viele Unterschiede. Diese Unterschiede sind für den Normalangler jedoch nicht immer ersichtlich. Die Top Angler sind nicht besser, weil sie Ruten nutzen, die etwas steifer und leichter, als die Ruten der Economy-class sind und es ist auch nicht die Auswahl einer bestimmten Matchrute und des Wagglers mit dem ganz besonderem Körper! Natürlich werden die Top Angler von Unternehmen gesponsert, jedoch ist nicht dieses gesponserte Material der Grund, warum die Top Angler besser sind als der normale Angler.

Hier ein paar Fakten über die wir uns Gedanken machen sollten: Top Angler werden nicht als Top Angler geboren, sondern sie entwickeln sich zu solchen. Als Steve das Fischen im Verein Dorking begann, musste er mit Fahrgemeinschaften zum Fischen fahren oder sogar zu Fuß zum Fischen gehen. Alan Scotthorne gewann schon als Teenager Fischen in Barnsley und Umgebung, konnte aber erst kürzlich seinen Beruf als Tischler aufgeben und allein vom Angeln leben. Es ist noch nicht so lange her, dass, wie bei der Weltmeisterschaft in Luddington, die Teammitglieder der englischen Nationalmannschaft als Postbote oder Maurergehilfe auf dem Bau tätig waren. Diese Top Angler konnten nur durch harte Arbeit ihre Erfolge erringen. Ein Umstand der übrigens immer noch auch auf die deutschen Top Angler zutrifft. Günter Horler ist Postbeamter, Ralf Herdlitschke ist gelernter Maurer und Thomas Pruchnowski arbeitet im Außendienst.

     
 Steve Gardener in Aktion ...    ... und beim Gewinn der Bronzemedaille bei der WM 2008

Nach gängiger Meinung unterscheiden die zwei wichtige folgenden Punkte „the best from the rest“:

1. Vorbereitung: Die besten Angler bereiten sich sehr gründlich für jedes einzelne Match vor. Steve Gardener schätzt, dass er für jeden Wettkampf dieselbe Vorbereitungszeit benötigt, wie für die Dauer des Fischens angesetzt sind. Dies bedeutet für ein 5 Stunden Fischen bereitet Steve sich 5 Stunden vor.

2. Selbstvertrauen: Gute Angler sind selbstbewusste Angler! Sie erwarten Fische zu fangen und füttern dementsprechend. Ich habe in den Jahren beobachtet wie die Top Angler in England viel Zeit an fischreichen Gewässern verbracht haben und sich dort ihr Selbstbewusstsein aufgebaut haben. Selbstbewusstsein bekommt man nur, wenn man auch Fische fängt! Um ein guter Angler zu werden muss man bereit sein weite Strecken zu fahren, um den unfairen und ungleichmäßigen Angelstrecken aus dem Weg zu gehen. Eine unfaire, fischarme Strecke verringert das Selbstbewusstsein ohne Mitschuld des Anglers, wenn andere Angler im nächsten Abschnitt hohe Gewichte fangen. Gerade im Winter und zeitigem Frühjahr sollte man sich an diese Regel halten, da die Fische nicht so in Fresslaune sind, wie zum Beispiel im Sommer!

Diese beiden Aspekte sind sowohl körperlich als auch mental unwiderrufbar miteinander verbunden. Vorbereitung erhöht das Selbstbewußtsein und Selbstbewußtsein bringt dich dazu, dich besser vorzubereiten. Ist der Angler besser vorbereitet, so hat er mehr Selbstbewußtsein, weil er sich keine Gedanken, um sein Material machen muss.
Angler, die sich verbessern möchten, müssen sich darüber im Klaren sein, dass die Hälfte des Erfolges um in der obersten Liga mitzufischen, in der Vorbereitung im eigenen Keller liegt. Was die meisten Angler nicht verstehen ist die Tatsache, dass jedes Stück Vorbereitung im Keller genauso wichtig ist wie das Angeln selbst. Vorbereitung ist mehr als nur ein paar Ersatzhaken und einige Ersatzmontagen im Koffer zu haben! Vorbereitungszeit ist auch die Zeit, in der man einen Durchgang im Kopf durchgeht. Vorbereitungszeit ist die Zeit, in der man sich über die Strecke, die möglichen Plätze und das dazugehörige Futter und die Köder Gedanken macht. Vorbereitungszeit ist die Zeit, in der man sich für ein Fischen präpariert und zwar das Gerät und den Kopf.

champions-Team.de glaubt ebenfalls, eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg, und deshalb haben wir uns entschlossen, dieses in der Serie "Gardener`s Way" näher zu betrachten. Wer wäre besser geeignet, um diese Aspekte zu beleuchten, als einer der beständigsten Angler der letzten 20 Jahre? Steve Gardener ist der erfolgreichste Teamangler der Welt und das hat seine Gründe.


Dave Ewing (rechts), beginnt sein Interview mit Steve über einige der Feinheiten der Vorbereitung!

Viele von uns haben sich sicherlich schon mal gefragt, wie eine Vorbereitungsarea von einem internationalen Topangler aussieht. Die meisten werden sich einen perfekt ausgerüsteten Tackleshop vorstellen in dem kein Produkt fehlt und in einer Ecke das Geheimnis des Erfolges verborgen ist. Wer dies erwartet wird jedoch enttäuscht. Eine Menge harte Arbeit in allen Bereichen ist das Geheimnis des Erfolges und Steve wird uns zeigen, wo dies bei ihm passiert.

Steve fühlt sich dem Angeln verpflichtet und übt seine Passion wie ein Gentlem aus. Sein Vorbereitungsraum ist, wie man es sich vorgestellt hat, hoch funktional und durchstrukturiert. Man hat das Gefühl, dass in diesem Raum jemand arbeitet, und genau dies macht Steve hier.

Der geeignete Raum:

Als Steve sich zusammen mit seiner Familie nach einem neuen Zuhause umschaute gab es einen Punkt, den dieses neue Heim auf jeden Fall erfüllen musste. Das Haus brauchte eine Garage, die eine direkte Verbindung zum Haus hat. Natürlich nicht für die eigentliche Aufgabe ein Auto abzustellen, sondern, um einen vernünftigen Raum für die Vorbereitung auf die Angeln zu haben.

Vor 6 Jahren konnte Steve in das Haus einziehen, welches alle seiner Wünsche erfüllte.

Steve baute seine Garage in eine funktionale und saubere Arbeitsumgebung um. Den Boden strich Steve mit einer Industriefarbe die leicht zu säubern ist. Ein einfaches säubern ist eine wichtige Grundlage für eine Angelgarage. Angler bevorraten oft eine große Menge Futter, welches Mäuse magisch anzieht. Steve bereitet sein Futter vor den Wettkämpfen in seiner Garage zu. Nach dem Anrühren säubert Steve den Boden vom Dreck.

Er bewahrt sein Futter in verschließbaren Plastikboxen auf. Zwei Punkte sind dem Autor in Steves Garage aufgefallen. Einmal der sehr gute und leistungsfähige Staubsauger und zum anderen die hochwertige Mülltonne, welche regelmäßig entleert wird


Nur ein sauberes und ordentliches Gerätehäuschen ist ein gutes Gerätehäuschen

 

Als nächstes installierte Steve eine hochwertige Beleuchtung und einige Heizkörper. Punkte, die man von einem vernünftigen und gemütlichen Arbeitsraum erwartet. Schließlich ist es ein Arbeitsraum in dem man viele Stunden im Jahr verbringt.

Um Stauraum zu haben, baute Steve einige stabile Regale in seine Garage ein. Dazu eine Arbeitsbank, welche mit einem komfortablen Bürostuhl ausgestattet wurde.

Steve achtet darauf seine Garage nicht zu überladen und baute die Regale nur an die Rück- und Seitenwände ein. Die Anordnung der Regale platzierte Steve so, dass er seine Ruten und Taschen akkurat zwischen den Regalen deponieren kann.

In einer anderen Ecke seiner Garage hat Steve seinen Kühlschrank für die Köder platziert.

Betritt man Steves Garage hat man den Eindruck in einer kleinen Industriewerkstatt zu sein.

Jeder Stauraum ist durchdacht und nirgends gibt es Unordnung.

Alles ordentlich in der 
Eck-Nische verstaut

Das Aufbewahrungssystem:

Steve nutzt eine Vielzahl von Aufbewahrungsbehältnissen um sein Tackle zu verstauen.

Waggler:

Die Waggler bewahrt Steve in verstellbaren Posenrohren auf. In den Jahren hat Steve sich eine beachtliche Anzahl an vorgebleiten Wagglern und Slidern zugelegt. Die Slider fischt Steve hauptsächlich im Ausland, da es in England nur wenige tiefe Gewässer gibt.

Auf dem Schreibtisch von Steve konnten wir eine Auswahl von Pelletwagglern sehen, welche er zur Zeit an den britischen Commercials fischt. Das zeigt die immer größer werdende Kluft zwischen der Art des Fischens in England und dem Fischen auf dem Kontinent.

Futterschleudern:

Steve bewahrt seine Futterschleudern zusammen mit den Ersatzgummis, Kabelbindern und Ersatzkörbchen in einer großen Kühltasche auf.


Ein beeindruckendes Bild angesammelter Waggler!

Für das Training zu internationalen Wettkämpfen nimmt Steve die komplette Kühltasche mit und verbringt viel Zeit zum justieren der Schleuder um sie möglichst genau auf den Durchgang einzustellen. Hierzu testet er unterschiedliche Gummilängen und Sorten. Im Besonderen testet er Hollow Gummizüge, welche einen ausgeprägten Zugpunkt besitzen. Durch diese intensive Vorbereitung stellt Steve sicher, dass er jeden Futterball exakt auf den Futterplatz schießt. Dieser Futterplatz variiert natürlich in jedem Wettkampf. Steve besitzt eine dermaßen hohe Zahl von Schleudern, dass sich seine Teammitglieder schon über seine Auswahl an Schleudern lustig machen. Dies nimmt Steve aber gerne in Kauf, da er fest davon überzeugt ist, durch diese Auswahl immer die richtige Schleuder für die unterschiedlichen Gegebenheiten vor Ort zu haben.


Steve zeigt Dave, was er über die verschiedenen Stärken der Katapulte denkt.


"Nun, das ist es, was ich eine Vorfachbox nenne!" Steve zeigt seine Box für die Matchrutenvorfächer.

Vorfächer:

Seine Vorfächer bewahrt Steve in drei unterschiedlichen Systemen auf. Den Großteil seine Vorfächer bewahrt er auf Rive Hakenbrettchen. Diese Brettchen deponiert er in Rivefächern. Die Haken von Steve werden wir in einem späteren Teil der Serie genauer beleuchten. Ein Tipp von Steve ist der Gebrauch von etwas dickeren Silikonschläuchen, welche er über die Enden der Drahtstifte zieht. Dieser Silikonschlauch verhindert, dass die Vorfächer  aus der Halterung springen, sollte das Brettchen einmal auf den Boden fallen oder einen Schlag bekommen. Für die kurzen Vorfächer der Kanalangelei verwendet Steve sogenannte Vorfachmappen. Die langen Vorfächer für das Fischen mit der Matchrute bewahrt Steve in einer Holzbox auf.

Haken: 

Die Typen von Haken die Steve nicht ständig nutzt hat er in Magnetboxen deponiert und diese sorgfältig beschriftet. Die Hakentypen, welche er ständig nutzt, hat er in ihren Verpackungen auf der Werkbank gelagert, da er diese Haken ständig braucht.

Schrot- und Olivetten:

Für die Lagerung der Bleie nutzt Steve zwei Systeme. Die größeren Bleie und Olivetten hat er ein einer Sortimentbox (Bit Box) untergebracht. Für die kleiner Bleie (<No7) nutzt er kleine Bleispender welche er in der Sitzkiepe deponiert.

Ersatzmontagen:

Steve besitzt eine große Anzahl an Ersatzmontagen. Diese  bewahrt er auf Wickelbrettchen in Ersatzmodulen in den Regalen auf. Die losen Ersatzposen bewahrt er in gut schließenden Tupperdosen auf. 

Ruten:

Wer in Steves Garage eine Flut von unterschiedlichen Angelruten erwartet hat, wird enttäuscht. Steve besitzt nur eine kleine Anzahl von Ruten, welche er fast komplett in Rutentaschen aufbewahrt.

Feederkörbe:

In einer großen Plastikbox bewahrt Steve eine Anzahl an unterschiedlichen Feederkörben auf. Wie bei allen Ausrüstungsgegenständen sortiert Steve vor den Wettkämpfen das nötige Material aus der Box und nimmt es mit zum Wettkampf. Er nimmt niemals sein komplettes Tackle mit an die Strecke.

Futter:

Da Steve Miteigentümer eines Angelgeschäftes ist, hat er nur eine geringe Menge an Futter in seiner Garage deponiert und holt sich bei Bedarf alles Weitere aus seinem Laden.

Kleinzubehör:

Auch hier weicht Steve nicht von seinem System ab und bewahrt die Kleinteile in funktionalen Plastikboxen auf. Bei der Deponierung der Boxen achtet er jedoch darauf, immer genau zu wissen, wo er die Boxen platziert.

Köder:

wie schon oben beschrieben ist Steve Mitbesitzer eines Angelladens und muss daher nicht literweise Köder in seiner Garage aufbewahren. Allerdings präpariert er Frühstücksfleisch und Pellets in seiner Garage. An dem Tag als der Bericht erstand hatte er zusätzlich einige große Zuckmückenlarven in seinem Kühlschrank deponiert.

Wie wir aus dem Bericht bisher erfahren konnten, ist Steve kein Sammler und Horter von Matchzubehör. Steve ist eher pragmatisch veranlagt. Er besitzt und nutzt nur das Zubehör, welches er braucht. Obwohl er auf höchstem Niveau angelt benötigt Steve hierfür nicht mehr als der Otto-Normal-Angler auch. Alles Zubehör, von der kleinen Kanalpose bis zum Speedkorb fürs Distanzfeedern, ist in Steves gut organisierter Garage untergebracht und wartet nur auf seinen Einsatz.

Die Arbeitsbank:

 

Das Herz eines jeden Anglers schlägt bei jeder Vorbereitung in der Arbeit an der Arbeitsbank. Hier werden Haken gebunden, Montagen gebaut und alle weiteren wichtigen Arbeiten getan. Steves Arbeitsbank ist ein perfektes Beispiel für eine einfache und doch effiziente Arbeitsbank. Da Steve zwischen 3 und 4 lokale Wettkämpfe die Woche fischt, rechnet er uns vor, das er jede Woche zwischen 15 und 20 Stunden an seiner Arbeitsbank verbringt. In der Vorbereitung zu den internationalen Wettkämpfen erhöht sich die Zahl der Stunden noch einmal dramatisch, da er sowohl die lokalen als auch die internationalen Fischen vorbereiten muss.

Hier jetzt die Anordnung von Steves Arbeitsbank:

Lampe:

Wie jeder Top Angler nutzt Steve eine Lampe mit Vergrößerungsglas. Die Lampe erzeugt ein natürliches Tageslicht und stellt ein unverzichtbares Werkzeug für die Top Angler dar. Mit dieser Lampe kann jeder Knoten und jeder Haken in sekundenschnelle auf seine Perfektion untersucht werden. Dieser Typ Lampe ist in jedem Modellbauladen zu erwerben.

Ein gutes Radio: Damit Steve während der vielen Stunden nicht langweilig wird.

Schwarzes Plastiktablett:

Dieses Tablett ist unabdingbar wenn man feine Monoschnüre miteinander verknoten möchte. Die feinen Monoschnüre heben sich perfekt gegen den schwarzen Hintergrund  ab.

Messhilfe:

Sicherlich eines der einfachsten, aber auch gleichzeitig wichtigsten Tools an Steves Schreibtisch ist ein "Maßband". Dazu hat Steve unterschiedliche Maßabstände an der Kante der Arbeitsplatte angezeichnet und kann so die immer wieder gleich zu platzierenden Bleie einer besonders erfolgreichen Montage exakt anbringen.


Alles was Sie brauchen, ist ein kleines Stück Arbeitsplatte

Ein Kilo Bleigewicht: Dieses überraschende Zubehörteil, dient Steve zum Fixieren der Schnurspule , während er den Haken anknotet oder seine Montagen bebleit.

Weiteres Werkzeug:

Flachzange: Mit diesem Werkzeug befestigt Steve die Hartbleie auf der Schnur.

Scharfe Schere: Zum bündigen Abschneiden von Schnurrenden.

Sensas Schlaufenbinder: Zum schnellen und akkuraten Binden von Schlaufen.

Zubehördosen: Für alle möglichen Kleinteile wie Wirbel, Posen und Adapter. 

                                                                                                                  Am Besten bekommt man solche 
                                                                                                                 
Spezialwerkzeuge in Bastelläden!

Grosses Lotrohr: hiermit werden die Montagen (sowohl Kanal als auch Fluss) ausgebleit. Je breiter das Lotrohr ist, desto besser, da die Oberflächenspannung damit abnimmt und die Ergebnisse nicht verfälscht werden.

Baut Steven Montagen, so sucht er sich sämtliches Zubehör für diese Montagen zusammen und platziert es auf seiner Arbeitsbank.

Steve fertigt dann erst eine Mustermontage bis diese perfekt ist und dann dupliziert er diese. Fängt Steve eine Arbeit an, so beendet er diese, bevor er mit dem nächsten Job beginnt. Ein weiterer Hinweis für seine strukturierte und ordnungsorientierte Denkweise.

Die Vorstellung von Steves Arbeitsbereich ist ein Vorgeschmack auf unsere kleine Serie über "Gardener´s Way"- Die perfekte Vorbereitung auf unser Hobby.

In jeglicher Hinsicht ist Steves Garage sehr bodenständig und nicht voller teurer Spielereien und Geräten. Eine gute Lampe ist eine Notwendigkeit und kein Luxus. Man kann solche Lampen bereits für 40€ im Handel erhalten. Auch der Rest von Steves Equipment ist nicht sonderlich teuer, denn was kosten ein Plastiktablett, ein Schlaufenbinder oder eine Bastelschere. Es gab keine Mikrometer zum Testen der Schnurdurchmesser, denn Steve nutzt für alle Arten der Fischerei einen Schnurtyp und vertraut diesem.

Dieser pragmatische Ansatz der Vorbereitung von Steve Gardener ist für uns Normalangler leichter umzusetzen, als die Art der Vorbereitung, die ein Alan Scotthorne wählt. Alan ist ein absoluter Perfektionist und die Intensität, in der er sich auf jedes Fischen vorbereitet, ist für die meisten Angler zeitlich einfach nicht umzusetzen, da Alan jedes Schrot und jeden Haken auf Perfektion prüft. Steve vertraut einigen wenigen Hakentypen und Bleien und kontrolliert diese, wenn er seine Montagen baut. Sicherlich eine Vorgehensweise, die wir alle befolgen sollten!

Wir hoffen Ihnen hat der erste Teil unserer Vorstellung eines der besten Angler der Welt gefallen. Im zweiten Teil werden wir detailliert auf den Bau der Montagen von Steve Gardener schauen.

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