Englandreise Teil 3 - Unterwegs mit Des Shipp - Part 1

  • von ct Redaktion
  • 18. April 2012 um 19:40
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Teil 3 unserer kleinen Serie beginnt im Jahr 2007 und zwar am zweiten Tag der Weltmeisterschaft in Velence am Velence See. In einem der Mittelsektoren sitzt Lokalmatador Tamasz Walter und die komplette Fangemeinde hofft nach dem Sektorensieg am ersten Tag auf den Weltmeistertitel für ihr Idol. Unser Gespür hat uns jedoch einen Platz weiter nach links zu dem britischen Ersatzangler Des Shipp getrieben. Wir lassen uns an seiner Platzgrenze in Nähe des Wassers nieder. Wie sich beim Fischen herausstellt, ist der Brite sehr sympathisch und wir tauschen das ein oder andere Wort während des Fischens. Der Tag endet übrigens mit einem Sektorensieg für Des, Tamasz Walter musste sich an diesem Tag dem etwas besseren Angler geschlagen geben. Der zweite und entscheidende Part zu diesem Bericht spielte sich im Frühjahr 2010 in Bremen ab. Die Stippermesse war wie in jedem Jahr ein Magnet für Zuschauer und Hersteller, so auch für Ricky Teale, dem demals technischen Verantwortlichen des britischen Tackle Giganten Preston Innovation.

Ungarn 2007 - eine tolle Weltmeisterschaft

Ungarn 2007 - eine tolle Weltmeisterschaft

Preston ist in England, also einem der größten Angelmärkte der Welt, Branchenführer und widmet sich nun dem europäischen Festland, und so auch Deutschland. Ricky wollte sich einen Überblick über den deutschen Markt verschaffen, was bot sich da mehr an, als ein Besuch der Stippermesse. Während der Messe kamen wir mit Ricky ins Gespräch und berichteten ihm von unseren Plänen eine Reisereportage nach England zu machen. Ricky roch den Hasen dann sehr schnell, und kam ohne Umschweife zum Thema. „Was soll ich für Euch tun, damit Eure Reise ein Erfolg wird?“ Wir äußerten den Wunsch einen Bericht mit Des Shipp zu machen. Ricky war erstaunt und fragt ob uns Tom Pickering nicht lieber sei, aber wir verneinten und baten nochmals um einen Termin mit einem der besten britischen Angler der Gegenwart, eben Des Shipp.

Ricky Teal auf der Stippermesse 2010

Ricky Teale auf der Stippermesse 2010, damals noch für Preston Produktentwickler

Des Shipp Name: Des Shipp
Wohnort: Bristol
Alter: 43
Familienstand: Verheiratet, 2 Kinder
Beruf: Gabelstaplerfahrer
Team: Team Daiwa Dorking, Team Drennan England
Supporter: Preston Innovations

Seine größte Erfolge:
  • Mehrmaliger Welt- und Europameister mit dem Team Drennan England
  • Mehrere Sektorensiege bei Welt- und Europameisterschaften
  • 2 x Gewinner Parkdean Master (25K Pfund)
  • uvm ...

Die weitere Kommunikation lief dann über unseren britischen Korrespondent Dave Johnson. Dave arrangierte mit Des einen Termin am Sonntag, zusätzlich hatten wir die Bitte ein möglichst „deutsches Gewässer“, also möglichst tief, auszusuchen. Des Wahl fiel auf ein Gewässer seines Clubs in der Nähe von Bristol. Dieser See sollte knapp 6m tief sein und voller Brassen, Rotaugen und Karpfen. Wir machten uns also am Sonntagmorgen auf den Weg nach Bristol und damit knappe 2 Stunden Fahrt von London Richtung Westen. Begleitet wurde unsere Fahrt von dunklen Regenwolken und der eine oder andere Regenschauer ging während der Fahrt auf uns nieder, typisch britisches Wetter also. Das Navigationssystem führte uns dann von der Hauptstrasse auf eine kleine Seitenstrasse und weiter auf einen Privatweg. Am Ende des Weges standen bereits einige Autos auf den Parkplatz des Vereinsgeländes, wir stiegen aus und machten uns auf den Weg. Als erstes fiel uns ein großes Hinweisschild auf, das unsere Augen erfreute. Auf dem Hinweisschild waren die Regeln des Clubs aufgeführt und die wichtigste Regel war "Fische töten strengstens verboten".

Regeln - Made in England

Regeln - Made in England

Bezüglich dieser Vorgabe kamen wir später mit Des ins Gespräch, wir fragten ihn ob dieses Verbot in England generell gelte. Er bejahte dies, es gibt wohl ein paar freie Gewässer an denen Fische getötet werden, dies stelle aber die absolute Ausnahme da. Er fügte an, dass man in England Fisch in Geschäften kauft, wenn man auf diesen Appetit hat. Angeln wird in England nicht mit dem Töten von Fischen assoziiert, im Gegenteil, das Töten von Fischen ist auf das äußerste Verpönt. Angeln, das ist in England eine Lebenseinstellung. Da in England keine Fische entnommen werden, müssen die Gewässer auch nicht besetzt werden, dies hat den überaus charmanten Vorteil, dass die Gebühren in den englischen Clubs sehr, sehr gering sind.

Zurück zum Treffen mit Des… Der See ist ringsum bewaldet und man kann ihn nicht wirklich einsehen, alles in allem eine bildschöne Anlage. Wir machten uns also auf die Suche nach Des und wie es immer so ist, wählten wir die falsche Richtung und mussten den See fast komplett umrunden bevor wir Des sahen. Leicht schwitzend, mittlerweile schien die Sonne, kamen wir bei Des an. Des erkannte uns wieder und wir begrüßten uns freundlich. Nach etwas Smalltalk erklärte er uns, was wir beim folgenden Fischen erwarten konnten. Der See besitzt laut seiner Aussage einen wirklich hervorragenden Bestand an Karpfen und Brassen. Die Brassen werden in diesem See bis zu 4 Pfund schwer. Erwischt man den richtigen Tag, kann man sich schnell 100 Pfund Brassen erangeln. Da der See durch Karpfenangler sehr stark frequentiert wird, haben sich die Fisch über einen Zeitraum von 10 Jahren fast komplett auf Fischmehl als Nahrungsquelle gewöhnt.

Ein typisch deutscher, englischer Baggersee

Ein typisch "deutscher", englischer Baggersee

Des Angelplatz lag an einem kleinen Steg, übrigens sind in England fast alle Seen mit gut ausgebauten Angelplätzen ausgestattet. Dies ist möglich wenn ein Verein seine Einnahmen nicht für Besatz ausgeben muss. Die Vereine nehmen sich örtliche Handwerker und lassen die Stege bauen, Arbeitsdienste sind in England weitgehend unbekannt, man trifft sich hier zum Fischen, nicht zum Arbeiten. Des hatte den Platz bereits gelotet und berichtete uns von seinen Ergebnissen. Das Ufer fällt direkt am Ufer steil ab und erreicht bereits nach 7-8 Metern eine Tiefe von 3-4 Metern. Auf der 13m Bahn weist der See bereits eine Tiefe von 5,5m auf. Neben der Tiefe gibt es hier einen weiteren wichtigen Punkt und dieser betrifft den Untergrund. Wie oben beschrieben ist der See von einem reichen Baumbestand umrundet, und diese Laubbäume verlieren Jahr für Jahr im Herbst ihre Blätter, eben diese Blätter landen Jahr für Jahr auf dem Grund des Gewässers und bilden dort eine immer größer werdende Schlammschicht. Dieser extrem weiche Untergrund wird von den Fischen beim Fressen gemieden, außerdem sackt auf diesen weichen Untergrund jeder Futterball ein. Der Fakt bezüglich des weichen Untergrunds und damit der Wahl des Angelplatzes war Des sehr wichtig, dies verdeutlichte er uns im weiteren Gespräch. Finden sich Gewässer in denen es Übergänge vom weichen zu harten Böden gibt, so ist auf jeden Fall der harte Boden zu bevorzugen, aber bei einer Tiefe von 2m sollte es vom Frühjahr bis Herbst keine Probleme mit der Entfernung geben.

Des perfekt aufgebauter Angelplatz - Preston verfügt über ein durchdachtes Sitzkiepensystem

Des perfekt aufgebauter Angelplatz - Preston verfügt über ein durchdachtes Sitzkiepensystem

Nachdem wir uns bis dato eigentlich fast nur über den See unterhalten hatten, und dabei wieder einmal eine Menge lernen konnten, wollen wir uns nun dem Gerät zu wenden.

Des würde heute 3 Spuren fischen wollen, einmal die 7,5m Wahl (3. Prio), dann die 13m Bahn (1. Prio) sowie die Matchrute auf 25-30m (2. Prio).

Des setzt als der Topangler der Marke Preston natürlich auch die Topkopfrute aus dem Hause. Dieses Modell hört auf den Namen „One“ und ist, genau wie die Airity von Will Raison, eine Rute die der Traum eines jeden Anglers ist und dank des Preises auch meistens ein Traum bleiben wird. Die Rute liegt federleicht in der Hand, ist äußerst steif und trotzdem robust genug, da sie für den Kampf mit den wirklich großen Fische konzeptioniert ist. Des baute zwei 5-teilige Kits auf und bestückte diese mit den Posen aus der Fließwasserserie. Dieser Typus Posen ist auch für das Fischen in tiefen Seen hervorragend geeignet, Des wählte dieses Modell aus weil es folgende Eigenschaften bietet:

  • Carbonkiel ( gut gegen Verwicklungen beim Häufigen Ein- und Ausschieben der Montage)
  • Rugbykörper ( gutes Verhalten bei Wind/Wellen und der durch Wind entstehenden Unterströmung)
  • Tragende Plastikantenne ( gut sichtbar, gut bei größeren Ködern und trotzdem sensibel)
Des Posenwahl für das Fischen am tiefen Baggersee   Des setzt auf den sehr populären Doppelgummizug
Des Posenwahl für das Fischen am tiefen Baggersee   Des setzt auf den sehr populären Doppelgummizug

Diese Posenserie ist zur Zeit in Gewichten bis 5 Gramm erhältlich, Preston plant jedoch diese Serie nach den Erfahrungen der Stippermesse, auch in größeren Gewichten zu vertreiben.

Für die 7,5m Bahn plant Des eine 0,8 Gramm Montage, für die 13m Bahn eine 1 Gramm Montage, würde es windiger werden und eine schwerere Montage notwendig sein, würde Des seine drei Kits, das Ersatzkit mit der passenden Montage bestücken. Apropos Kit, in den Kits verrichteten Preston Elastics der Stärke 0,8mm (4er Gummis) ihren Dienst, genau wie Will, setzt Des diese bevorzugt als Doppelgummizug (Double Elastic) ein.

Der Preston PR355 Haken - ein idealer Haken für das Fischen auf Brassen
Der Preston PR355 Haken

Auch für Will sprechen das weiche Verhalten beim Anschlag, die nötigen Reserven und die sich aufbauende Kraftentwicklung für den Einsatz dieser Methode. Die Montagen sind an einer 12er Schnur gefertigt, wie alle Produkte des Tages aus dem Hause Preston, die Schnur hört übrigens auf den Namen Xceed und wird von Des, so versicherte er uns, auch bei internationalen Wettkämpfen eingesetzt. An einem 10er Vorfach der Länge 15cm endete die Montage mit einem Haken, wie sollte es anders sein, des Typs PR355 aus dem Hause Preston. Preston ist, das wurde uns jetzt bewusst, ein echter Vollsortimenter. Alleine bei den Hakenmodellen gibt es unterschiedlichste Modelle, so ist der PR355 Haken ähnlich dem 3405 aus dem Hause Sensas. Also mittlerer Bogen, mittlerer Schenkel, stabil aber nicht zu schwer – kurzum ein schöner Haken.

Kommen wir zur Matchrute… Gerade mit dem Slider wird in England, aufgrund der fehlenden Gewässertiefen, eher selten geangelt und trotzdem sind die Briten auch in dieser Disziplin bärenstark. Des nutzt eine 13 Fuss (390cm) Rute mit dem Namen "Sentient". Bestückt ist sie mit einer Rolle der Größe 3000 und einer 5 Pfund tragenden Schnur (die Briten sprechen meist von der Tragkraft und nicht vom Durchmesser, wie wir es auf dem Kontinent machen). Beim Waggler setzte Des auf ein nicht vorgebleites 12 Gramm Modell mit einer dicken Balsaholzantenne, also nicht gerade ein zimperliche Antenne.

Der Waggler - gemacht für positives Beissverhalten

Der Waggler - gemacht für positives Bissverhalten

Auf unsere Frage, ob diese Antenne nicht zu grob war, antwortete Des das er dies nicht so sieht und die Sensibilität bei Würmern als Köder nicht primär sei, bei einer Mückenlarve als Köder würde er dieses Modell nicht einsetzen. Im Anschluss fügte er hinzu, das eine Antenne nicht taugt wenn man sie nicht sieht, und das an einem Gewässer wie diesem, mit Baubestand und großer Fläche, es oft zu Gegenlichtern und Wellen kommt und da sind dünne Plastikantennen quasi unsichtbar und ein erfolgreiches Fischen fast unmöglich. Die Bebleiung der Matchrute war sehr einfach und ähnlich einer Kopfrutenmontage aufgebaut, 11 Gramm als Hauptblei und dann zwei 8er Schrote als Fallblei. Jetzt kam unsere Stunde und wir wollten mit unseren „Zoomermontagen“ brillieren… Wir fügten an, dass das Zoomerfischen in Deutschland sehr populär sei und fragten ob er in England diese Montage auch fischen würde? Des guckte uns irritiert an und verneinte die Frage. Was solle diese Montage denn sein? Wir erklärten deren Aufbau, aber er kannte sie immer noch nicht. Er erklärte uns, dass er Sachen gerne „einfach“ hält (dies erinnerte uns stark an die Aussagen von Will Raison) und das die von ihm eingesetzte Montage sein vollstes Vertrauen besäße und er damit unter anderen auch in Ungarn am Velence See gewonnen hätte.

Des Matchrute - eine wirklich Traumrute

Des Matchrute - eine wirklich Traumrute

Beim Futter setzte Des voll auf den Faktor Fischmehl, ist dieser Faktor doch entscheidend über Erfolg und Misserfolg an diesem Gewässer. Produkte der Firma Sonusbait sind eine Trademark der Firma Preston Innovations und gehören zu dem erfolgreichsten Futtersorten auf dem britischen Markt. Die einzelnen Sorten aus der Palette haben eine gemeinsame Basis - Fischmehl. Es gibt allerdings unterschiedliche Arten die an die jeweiligen Bedürfnisse des Anglers angepasst sind. Heute brauchten wir ein Futter welches nach Fischmehl schmeckt und riecht und dazu noch in Tiefen von bis zu 6m eingesetzt werden kann. Mit einem „reinen“ Fischmehlfutter hätten wir jetzt ein Problem, denn Fischmehl verfügt über eine sehr geringe Bindung. Die Lösung für dieses Problem ist der „P-Mix“ aus dem Hause Sonusbait. Sonusbait hat diesem Fischmehlfutter einen Anteil Hanf zugesetzt, dieser verleiht dem Futter eine bessere Bindung, so das es auch an diesem Gewässer eingesetzt werden kann. Zusätzlich zum P-Mix nutzte Des einen Teil F1 Mix, ein Futter welches einige grobe Partikel beinhaltete und die Fische am Platz halten sollte. Er gab uns noch den Tipp, dass man die Fischmehlsorten aus dem Hause Sonusbait auch gut mit traditionellen „süßen“ Futter mischen könne und das der Mix aus Sensas Etang (in England wird diese Sorte unter dem Namen „Lake“ vertrieben) und Sonusbait in England sehr beliebt sei. Man müsse jedoch in diesem Fall beide Sorten getrennt anrühren und erst die fertig angesetzten Produkte vermischen.

Des mit der Futterwahl aus dem Hause Sonusbait

Des mit der Futterwahl aus dem Hause Sonusbait

Bei den Ködern kam Des unserer Bitte nach und setzte auf „deutsche“, also natürliche Köder, unter anderem waren dies Caster, Würmer und tote Maden. Auf unsere Frage, warum er mit toten Maden und nicht mit lebendigen fische, kam die nächste schlüssige Erklärung: Lebendige Maden winden sich am Haken, fischt man mit zwei Maden, so ist eine der Maden meist am oberen Ende des Hakenschenkels aufgeködert. Wenn sich diese Made jetzt windet, dann verdeckt sie oft die Hakenspitze und der Anhieb kommt nicht sauber durch – das Resultat ist ein verlorener Fisch nach kurzem Drill. Mit einer toten Made am Haken könne dieses nicht passieren. Auf unsere Frage, ob eine tote Made denn nicht weniger attraktiv für den Fisch sei, antwortete er, das Caster auch nicht gerade lebendig am Haken zappelten, wichtig ist die korrekte und saubere Präsentation (ein erneutes Deja vue a la Will Raison).

Top-Tipp:
In Deutschland werden Maden meist mit heißen Wasser übergossen oder im Gefrierfach erfroren. Die Methode mit dem Gefrierfach sei OK, nehme aber viel Zeit und Toleranz der Frau in Anspruch, das Übergießen mit heißem Wasser ist jedoch schlecht, da die Maden an Fängigkeit verlieren würden, wird die Konsistenz der Maden durch das heiße Wasser doch total zerstört. Besser, so verriet uns Des, war dieser Weg:
Man nimmt eine Gefäß und gibt die Maden in dieses, das Gefäß wird mit kaltem Wasser befüllt, bis die Maden gut mit dem Wasser bedeckt sind. Jetzt wird unter Umrühren heißes Wasser in das Gefäß gegeben, bis man den Finger gerade eben nicht mehr im Wasser halten kann, ohne Schmerzen zu haben. Jetzt die Temperatur des Wasser ein paar Minuten wirken lassen und fertig sind die toten Maden als Hakenköder. Die Konsistenz dieser Maden ist die gleiche wie die von lebendigen Maden und der Fisch nimmt diesen Köder ohne Vorbehalt auf.
Eine Auflage von CT -deutsche Köder für den englischen Pelletsee

Eine Auflage von champions-team - deutsche Köder für den englischen Pelletsee

Nachdem wir das Thema Montagen abgeschlossen hatten, gingen wir auf den erwarteten Verlauf des Fischens ein. Des war etwas unsicher bezüglich des zu erwartenden Fanggewichtes. Diese Unsicherheit rührte daher, dass er keine Pellets als Köder einsetzen würde. Auf der Kopfrute erwartete er zu Beginn Rotaugen mit der Hoffnung, dass dann die Brassen auf dem Platz einlaufen würden. Die 7,5m Bahn nutzte er als letzte Alternative, da er davon ausging, dass die 13m keine Zeit zum Anlaufen bzw. zum Aufbau benötigte. Bei der Matchrute rechnete er mit Problemen, diese würden daher rühren, das sich die Fische in den wärmeren Monaten in höheren Wasserschichten aufhielten und sich nur schwerlich zum Grund füttern ließen. Einfacherer wäre es, durch permanentes Füttern die Fische ins Oberflächenwasser zu füttern. Unter diesen Bedingungen lassen sich an der Matchrute große Fanggewichte nicht erreichen. Diese Fische würde einfach nicht kontinuierlich am Grund fressen und würden immer wieder dazu tendieren nach „oben“ zu steigen, noch dazu war der Untergrund in der Mitte des See sehr weich und die Fische fressen, wie schon oben aufgeführt, nicht gerne auf weichem Grund. Mit der Feederrute würde es vermutlich heute ganz mau aussehen, mit ihr würde man zu statisch am Grund angeln, während die Fische mit jedem Futterkorb etwas höher und damit unerreichbar für den Feederangler steigen würden.

Dieser Teil des Berichts hat uns einen Einblick in die Vorbereitungen von Den Shipp gegeben. In der Fortsetzung (Part 2) beschäftigen wir uns mit dem eigentlichen Fischen. Erfahren Sie Tipps & Tricks eines Profis...

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2 Kommentare
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  • Praxx
    gutes System...
    welches es in England gibt. Niedrige Beiträge, hoher Angelspaß, das bringt auch die Jugend zum Fischen. Jugendliche wollen "Fische/Bisse/Action" und keine PETA Vorträge über die armen Fische. Na ja, wir halten jetzt alle schön unseren Schnabel und lassen die Oberen von VDSF und DAV machen, wenn es zu spät ist, dann werden wir wieder Jammern und hoffen, dass sich ein Anderer für uns rein haut. Zum Bericht, der Bericht ist gut gemacht und ich hoffe, das die Zeit der Produktvorstellungen nun endlich vorbei ist und ich wieder Berichte vom Wasser lesen kann. Die CT Seite ist für mich mittlerweile das einzige Medium, in dem ich mich informieren kann, Seiten wie Fangplatz, Rainer Österreich, Matchangler.com existieren nicht mehr, bzw nicht uralt. An dieser Stelle ein Danke für die Informationen, die dazu noch kostelos sind. Danke und weiter so
  • relixbo
    aus Witten
    lob
    find ich auch immer tolle berichte die von den engländern bzw von borchi und jayson von der insel tour. hab schon immer wieder festgestellt, das man sich teilweise viel zu viele gedanken macht um Montagen und co. Des hält es beim Slider/Zoomer so einfach wie möglich. Find ich gut! Was mich interessieren würde wäre welche Zoomermontage ihr ihm gezeigt habt borchi/jayson? weiter so! mfg David