Einführung ins Method Feederfischen - Teil 2

  • von ct Redaktion
  • 03. September 2013 um 10:45
  • 3

Im 1. Teil drehte sich alles um die Vorbereitung doch nun im 2. Teil möchten wir endlich ein paar Fische sehen. Jayson bittet noch um etwas Geduld, denn er möchte uns noch zwei Dinge zeigen, bevor es zum Showdown kommt.

Er wirft aus und legt die Rute auf eine spezielle Ablage fürs Methodfischen. Jene ist ähnlich eines Hakens geformt und speziell für diese Angelei entwickelt. Sie bietet zwei Vorteile, da der Haken Schutz vor heftigen Bissen bietet. Gerade Karpfen ziehen die Rute schnell ins Wasser. Wer da nicht aufpasst hat schnell Fisch und Rute verloren. Am Haken verfängt sich die Rute kurz und der Angler hat Zeit, die Rute aufzunehmen. Fischt man in tieferen Gewässern, benötigt der Method Zeit, bis er zum Grund gesunken ist. Man legt die Rute ganz rechts auf die Ablage. Wenn die Schnur nun locker wird, zieht man die Rute ganz leicht nach links die Ablage lang. Es ist sehr wichtig, dass der Korb niemals bewegt wird, da sonst der Köder freigegeben wird und die Effizienz immens sinkt. Alan Scotthorne geht sogar noch etwas weiter und sagt, dass sobald der Korb bewegt wurde, man neu auswerfen muss.

spezielle Ablage fürs Methodfischen spezielle Ablage fürs Methodfischen spezielle Ablage fürs Methodfischen


Jayson füttert nun vier Körbe mit Pellets und Futter vor und zeigt uns seinen nächsten Trick. Nach dem Einholen befinden sich noch ein paar Pellets im Method, welche sehr feucht sind. Wer nun den Method neu befüllt, läuft man Gefahr, dass sich die Pellets bereits im Wurf lösen. Hierzu hat Jayson immer eine Zahnbürste bereit, mit welcher er den Method kurz reinigt.

Reste im Pellet
Jayson ist immer mit einer Zahnbürste bewaffnet


Der letzte Korb fliegt auf die 40m-Bahn und Jayson spannt vorsichtig die Rute. Gespannt warten wir auf den ersten Biss und beobachten die Enten.

Enten


Dabei plaudert Jayson aus dem Nähkästchen und verrät mir, dass es häufig bis zu zwei Stunden dauern kann, bis die Fische den Platz gefunden haben. In der Regel fängt man dann allerdings häufig mehrere Fische. Genau in dem Moment fliegt die Rute gegen die Halterung und Jayson nimmt die Rute in die Hand. Der fischt hängt und etwas überrascht erzählt er mir, dass ein Anschlag nicht vonnöten ist, da der Fisch sich selbst hakt, gerade wenn es um Karpfen geht. Ist der Brassen der Hauptfisch, ist ein leichter Anschlag nicht verkehrt. Meistens wird die Rute aber so krumm gerissen, dass jenes kein Problem darstellt. Ein leichtes Pumpen ist zu spüren und nur wenige Minuten später landet der erste Brassen im Kescher.

Bei Karpfen ist kein Anschlagen nötig
Der erste Brassen ist hat angebissen und landet wenig später im Kescher Gut zu sehen – der Boilie hängt direkt vorne im Maul

Endlich der erste Biss

Das schöne beim Fischen mit dem Method ist, dass der Fisch immer in der Lippe und damit im härtesten Maulstück gehakt wird. Ausschlitzer sind die ganz große Ausnahme und ist ein Fisch gehakt, landet er auch meistens im Keschernetz.

Ich gehe kurz zu Jensi rüber und frage ihn wie es läuft. Jensi fängt handlange Brassen und einige wenige Rotaugen. Diese dafür am laufenden Band, allerdings mit deutlich niedrigeren Stückgewichten. Ich wünsche ihm weiterhin viel Glück und begebe mich wieder zu Jayson. Kurz darauf kommt der nächste heftige Biss und auch diesen kann Jayson sicher verwandeln. Weitere Brassen folgen und es macht richtig Spaß, Jayson zuzuschauen. Zwar fängt er keine Massen, aber die Fische die er fängt, sind mindestens ein halbes Kilo schwer.

Ein weiterer heftiger Biss folgt
Auch diesen Biss kann Jayson sicher verwandeln Ein weiterer 0,5kg Brassen wandert in den Kescher Der Hollowelastik hilft beim Drill

Ein weiterer heftiger Biss folgt


In den folgenden zwei Stunden kann Jayson noch ein paar schöne Brassen keschern. Ich beende die Session nach drei Stunden, möchte ich doch sehen, was nach einem frühzeitigen Feierband im Sommer möglich ist.

Auch bei kleineren Brassen arbeitet die Rute fantastisch
Auch bei kleineren Brassen arbeitet die Rute fantastisch Weitere Brassen folgen Es macht Spass, Jayson zuzuschauen

Auch bei kleineren Brassen arbeitet die Rute fantastisch


Ich bitte Jensi mit seinen Fischen herbei und wir staunen nicht schlecht, als wir das Resultat sehen. Jensi fängt ausschließlich kleine Fische mit einem Gesamtgewicht von 3,24 kg während Jayson nur gute Exemplare überlisten konnte mit einem Gesamtgewicht von 5,88 kg.

Ziehen wir ein Fazit.
Das Ergebnis ist eindeutig. Obwohl beide Angler nebeneinander saßen, konnte Jensi mit konventioneller Methode nicht die Fische fangen, welche Jayson überlistete. Das Fischen mit dem Method ist einfach, schnell aufgebaut, sehr billig und wirklich effektiv. Eine Session kostet an Ködern keine 5€ und wenn man nur wenig Zeit hat, weil man z.B. nach Feierband zwei bis drei Stunden fischen möchte, ist sie wie gemacht dafür, da man nicht noch zum Angelladen fahren muss, um Köder zu kaufen. Wer sich seine Grundausrüstung gekauft hat, kommt damit mehrere Jahre zurecht.

Das Ergebnis ist eindeutig
Jayson hat Jensi in weiter Entfernung gelassen


Es gibt allerdings ein Haken an der Sache. Jayson ist der Meinung, dass jene Methode nur an den Gewässern klappt, an welchen viele Karpfenangler zugegen sind. Die Fische müssen erst an das Fischmehl gewöhnt werden. Kennen sie es aber, stellt das Fischen mit dem Method eine tödliche Waffe dar. Vorheriges informieren über die Karpfenanglerdichte ist also notwendig. Ich freue mich schon auf meine erste Session mit dem Method und hoffe, dass auch Sie Ihre Freude an dieser Angelart finden werden.

Probieren Sie es doch einfach mal aus!

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3 Kommentare
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  • GFeeder
    Ich habe dieselbe Erfahrung gemacht, wenn die Fische an das Fischmehl gewöhnt sind ist es einfacher damit zu fangen. Toller Bericht, weiter so!! mfg
  • GFeeder
  • Pascal Brandenburg
    aus Berlin
    JAYSON FOR BUNDESKANZLERIN!!!!