Mit Günter Horler an der Aue - Teil 2

  • von ct Redaktion
  • 02. Juni 2017 um 13:00
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Jetzt wo die Montagen alle aufgebaut sind, nimmt Günter seine Köder aus der Kühltasche. Bei den Ködern setzt er auf Caster, Pinkis, toten Maden und ein paar Würmer.

Würmer sind ein unglaublich guter Brassenköder

Günter erklärt uns, wie er beabsichtigt zu füttern. An der Aue ist es oft tödlich nachzufüttern und aus diesem Grund beabsichtigt er fast das komplette Futter zu Beginn einzubringen. 

Günters Köder für die abgebundene Erde

Für das Angeln auf der 11m Bahn nimmt Günter die Tüte Terre de Reviere, dazu zwei Hände vom Kanalfutter plus eine Hand von der Aueerde. Dieser Mix wird jetzt gründlich vermischt und wir dachten schon, dass wir jetzt fertig sind. Doch waren wir noch nicht, denn Günter holt eine weitere Tüte grauen Lehm aus seinem Carryall. Günter gibt eine gute Handvoll vom grauen Lehm zu dem Mix und die Mischung bekommt damit eine richtige gute Bindung und gibt die Köder nur sehr langsam frei. Für den Start auf diesem Platz setzt Günter auf einen weiteren Mix ( jetzt wird es doch etwas kompliziert Günter :-) ). Dieser Mix besteht aus sehr viel Aue Erde, ganz wenig Futter und noch weniger toten Pinkis. Mit diesem Futter will Günter den Platz zum Leben erwecken, die Fische allerdings nicht zu schnell sättigen. Der abgebundene Mix dagegen soll sich sehr langsam auflösen und nach und nach immer wieder Köder freigeben. Dieser Ansatz ist international weit verbreitet und hat sich schon oft bewährt. 

Die Startfütterung für die Bahnen

Auf der 6m Bahn füttert Günter zwei kleine Bälle aus dem abgebundenen Mix, der mit einigen toten Pinkis versetzt ist. Günter legt kein wirkliches Augenmerk auf die 6m Bahn und geht nicht davon aus diese viel zu beangeln. 

sorgfältig befüttert Günter die 6m Bahn

Auf der kurzen Bahn vor den Füßen füttert Günter einen Ball „Speedy Surface“ und einen kleinen abgebundenen Ball mit Pinkis. Das Futter soll als „Kickstarter“ dienen, das abgebundene Futter soll dann nach und nach Köder freigeben und die Fische so ohne nachzufüttern am Platz halten. Günter füttert auf allen seinen „kurzen“ Plätzen die gleiche Taktik. 

Futter für die kurze Bahn

Jetzt, wo alle Montagen aufgebaut und alle Plätze gefüttert sind, ein paar Worte zu Günter Horlers Taktik. Günter hofft, die großen Fische auf der langen Bahn und den abgebundenen Bällen zu fangen. Einem solchen Großfischplatz gibt Günter immer Zeit sich in Ruhe aufzubauen. Er möchte den Brassen Zeit geben sein Futter zu finden und dann auch zutraulich zu fressen. Würde Günter auf den ersten Fisch am Platz angeln, dann hätte er kaum die Chance, dass sich weitere große Fische auf dem Platz einfinden, denn der vermeintliche Drill hätte eine zu große Scheuchwirkung. In der Zeit in der sich die lange Bahn aufbauen soll, befischt Günter seine kurzen Plätze. Er hofft sich auch diesen Plätzen eine ansehnliche Zahl von Fischen zu erangeln und nimmt hier auch gerne den ein oder anderen "Bonusfisch" der 20-50 Grammklasse mit. Die 6m Bahn ist seine "Notbahn", welche er im Allgemeinen jedoch kaum befischt. In der Aue kann man hier jedoch immer mit guten Barschen rechnen, welche vor den Seerosenfeldern patrouillieren.

Im letzten Teil unserer kleinen Serie geht es dann um das Angeln, es wird sich dann zeigen ob Günters Plan aufgeht.

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