Mit der Matchrute am Vörder See

  • von ct Redaktion
  • 16. August 2017 um 08:00
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Heute geht es für mich an eines meiner Hausgewässer den Vörder See in Bremervörde. Der See hat eine Fläche von ca. 50 ha und eine Tiefe stellenweise bis 2,5 Meter. Es gibt dort nur bestimmte Bereiche an denen wir Angler unser schönes Hobby ausüben dürfen. Ich befinde mich heute an der Seeseite parallel zur östlich gelegenen Oste.

Vörder See in Bremervörde Vörder See in Bremervörde

Der zu erwartende Fisch wird heute das Rotauge und ein paar Skimmer sein. Große Brassen gibt es dort auf der kurzen Distanz mit der Matchrute eher selten, dafür müssten wir mit der Feederrute ab einer Entfernung von 45 Metern aufwärts angeln.

Das heute verwendete Futter besteht aus einer Mischung 70% Futter und 30% Erde. Ein Teil Eco Fishing K5 Roach + ein Teil Canal aus der gleichen Serie. Um es noch vom Geruch etwas zu verfeinern kommt noch eine Flüssiglockstoff hinzu. Das Futter wird zuerst einmal befeuchtet, bevor wir die Erde (Canal Cup) auch aus dem Hause Eco Fishing dazugeben. Ganz wichtig ist das wir das Futter erst separat befeuchten und gut nach feuchten, bevor wir die Erde dazugeben.

Der verwendete Mix  Der verwendete Mix

Jetzt geben wir die Erde und das Futter zusammen in einen Eimer und geben dem Futter noch den letzten Feinschliff. Etwas Wasser noch dazu um die gewünschte Feuchte zu erreichen. Das Futter wird nun gesiebt damit auch die kleinsten Klumpen verschwinden. Nun geben wir dem Futter noch ein Paar Fluo Partikel und etwas Vogelfutter aus dem Futterhaus dazu. Fertig ist der Mix für einen hoffentlich fischreichen Angeltag.

Die Partikel Das fertige Futter

Kommen wir nun zum verwendetem Gerät. Ich bevorzuge Matchruten in 4,2 Meter mit einer 4000 Rolle, diese gewährt mir einen hohen Schnureinzug und durch die Größe der Spule ein gutes ablaufen der Schnur. Die Hauptschnur ist eine 0,17er Maxima Schnur. Ich fische dort einen Zoomer in 12 Gramm für die lange Bahn auf ca. 40 Meter. Für die kurze Spur auf ca. 25 Meter. kommen feststehende Waggler zum Einsatz.  Die Zoomer Montage ist eine 3-Punkt Bebleiung wie sie jeder kennt. Der feststehende Waggler ist ein Exner Carbofram in 8 Gramm mit einem Rive Schraub-Adapter, sodass der Waggler anhand des Silikonschlauches direkt ohne Zubehör auf der Schnur sitzt. Der Waggler hält so ohne Probleme bombenfest auf der Schnur! Auf der Schnur befinden sich bei der Montage ca. 0,8 Gramm als 2-Punkt, damit die Montage langsam absinkt und der Fisch den Köder so natürlich wie möglich wahrnimmt, im besten Fall kommt der Biss dann schon im Absinken.

Der Exner Carofram mit dem Rive Adapter

Auf der 40 Meter Spur loten wir die Montage so aus, das wir unser verwendetes 30cm Vorfach komplett auflegen, die Tiefe beträgt auf der Distanz ca. 1,80 Meter. Die Kurze Bahn ist nicht ganz so tief, hier haben wir eine Tiefe von ca, 1,50 Meter. Hier ist die Montage so ausgelotet das der Haken nur ganz leicht aufliegt. Um die genaue Tiefe bestmöglich herauszufinden, empfehle ich euch mit einem Lotblei am Haken zu loten, diese Methode ist die genauste!

Das Lotblei am Haken zu loten

Als Köder kommen lebende sowie tote Maden und Pinkys, Caster und Würmer zum Einsatz. Auf der Langen Spur werden zu Anfang 13 Bälle geschossen die etwas fester gedrückt sind, sodass diese nicht aufplatzen beim einschlagen, versehen sind diese Bälle mit geschnittenen Würmern, Castern und toten Maden. Die Kurze Spur wird verhaltener gefüttert, hier schießen wir 7 Bälle mit ein paar Castern und toten Pinkys. Diese Fütterbälle lassen wir alle auf der Oberfläche aufplatzen, sodass eine richtige Futtersäule im Wasser zum Grund sinkt.

Nachdem wir gefüttert haben gönnen wir dem Platz draußen genug Zeit um sich aufzubauen, dort zu starten und die ersten Fische dort gleich wegzufangen wäre für den Aufbau und dem Verlauf des Angelns eher kontraproduktiv. Also fangen wir zuerst auf der 25 Meter Bahn an. Lange lassen die Fische nicht auf sich warten und die ersten Rotaugen schießen sofort auf den Köder. Am Anfang geht es Biss auf Biss, aber die Rotaugen sind noch sehr klein und man hat öfters Fehlbisse. Auf der Hoffnung auf größere Fische werden ich nun alle 10 Minuten einen Ball schließen mit Caster und toten Pinkys den ich auch wieder aufplatzen lasse.

Ein besseres Rotauge

Nach ca. 45 Minuten versuche ich es einmal auf der Spur draußen auf der Hoffnung auf größere Fische, eventuell sind ja Skimmer oder Brassen eingelaufen. Aber auch hier sind gerade nur Rotaugen oder mal vereinzelt eine kleine Güster zu fangen. Ich werde nun noch einmal 3 Bälle mit ordentlichen Ködern schießen und wieder auf die kurze Bahn wechseln. Hier habe ich die ganze Zeit weiter gefüttert in meinem Rhythmus, auch als ich eben draußen geangelt habe. Langsam sind die Rotaugen weniger geworden und es kommen auch hier kleinere Güstern dazu. Mit dem Ergebnis bin ich aber noch nicht zufrieden und ich fange an vorne geschnittene Würmer zu füttern. Diese schneide ich ganz klein das es Stücke von ca. 5 mm sind. Nach zwei Ballen sprich 20 Minuten stellt sich heraus die Entscheidung war die richtige. Jetzt gilt es Skimmer zu fangen.

Der Fisch steht jetzt richtig auf dem Futterplatz und ich entscheide mich die lange Bahn zu vernachlässigen und konzentriere mich auf die kurze Bahn um die Schnelligkeit mit der Matchrute zu trainieren, denn hier kann ich zur Zeit einen Fisch nach dem anderen Fangen. Ich erhöhe nun noch einmal den Köderanteil, nun werden geschnittenen Würmer, toten Maden und Pinkys und Caster geschossen, Der Ball ist so voll mit Ködern, das man gerade noch so einen Ball formen kann. Der Futter Rhythmus wird noch einmal verkürzt, nun schieße ich nicht mehr alle 10 Minuten einen Futterball sonder alle 5-6 Minuten.

Beködern des Haken Beködern des Haken

Mit diesem Fisch verabschiede ich mich für diesen Tag

Den Köderanteil zu erhöhen war die zweite richtige Entscheidung an diesem Angeltag, nun sind die Fische noch etwas größer geworden, langsam neigt sich der Angeltag zum Ende und ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Es war ein toller Tag mit der Matchrute auch wenn die großen Fisch nicht mitgespielt haben. Aber jeder Tag am Wasser ist ein gutes Training, ob große oder kleine Fische, man muss sich immer auf die Gegebenheiten einstellen und das macht das Angeln so interessant!

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