Die Preston Absolute Black Station im Langzeittest

  • von ct Redaktion
  • 13. Juli 2016 um 08:00
  • 0

Preise für Sitzkiepen im Oberklasse-Segment scheinen in den letzten Jahren in den Himmel zu steigen. Ohne große Anstrengung können 1300-1400 € dafür ausgegeben werden, ohne dass groß Zubehör angeschafft wurde. Zusätzlich liefern sich verschiedene Anbieter ein Rennen um den richtigen Beindurchmesser. 20, 23, 25, 30, 32, oder 36 mm, das Angebot ist riesig und die Verwirrung um den Nutzen und das passende Zubehör perfekt.

Preston Innovations hat mit der 30 mm Preston Absolute vor drei Jahren eine Sitzkiepe geschaffen, die gerade bei unseren Nachbarn im Ausland sehr gut ankommt. Ein kurzer Blick hinter die Grenzen zeigt, dass Preston weit verbreitet ist und sich größter Beliebtheit erfreut. 

In diesem Jahr hat Preston mit der Absolute Black Edition und der Absolute White Edition eine Art Facelift des erfolgreichen Modells herausgebracht, bei dem einige Neuheiten Einzug fanden. Während die White ein Modell für den Puristen ist, der sein Zubehör selbst aussuchen möchte, handelt es sich bei der Absolute Black um eine sehr gut ausgestattete Variante, die kaum Wünsche offen lassen sollte. Grund genug sie sich einmal genauer anzusehen und sie in den CT-Langzeittest zu schicken. Ob sie dort bestehen konnte, können Sie nachfolgend lesen. Viel Spaß!

Lieferumfang:

  • Sitzkiepenrahmen  
  • 2 Posenfächer
  • 2 Schubladenfächer, 1 davon seitlich ausziehbar, 1 als Frontschublade ausgelegt
  • 6 Teleskopbeine D30
  • Koffermodul
  • 3 Hakenboxen
  • 2 kurze OffBox Snap-lock Setzkescherhalter  
  • gepolsterter Tragegurt
  • Wetterschutz
  • Spezielle Auflage für Preston Transportwagen
  • Aufkleber
Preston Absolute Black Station

Die Preston Absolute Black wird in zwei riesigen Kartons geliefert, die jeden Paketdienst vor eine gewaltige Aufgabe stellen. Nachdem diese eigenständig aus dem DHL Auto gewuchtet wurden –die zierliche Lieferfahrerin hätte sich eher im Karton verstecken können, als ihn auszuliefern- werden die Kartons vorsichtig geöffnet und entpackt. Neben dem matt-schwarzen Grundrahmen enthält der erste Karton sechs gleichlange Beine mit jeweils 50 cm Länge. Das im Lieferumfang enthaltene Fußpodest ist ebenfalls schon montiert. Es ist komplett mit einer Kunststoffabdeckung verkleidet und muss nur noch herausgezogen werden. Auch der ebenfalls im Lieferumfang enthaltene Koffer ist schon in Position und wird von zwei Schrauben mitsamt der Schiebeführung fest am Rahmen fixiert.

Im anderen Karton werden die weiteren Laden, das Sitzkissen und der Wetterschutz geliefert. Bereits ab Werk verfügt die Absolute Black Station über zwei Fächer samt Posenwickler und gleich zwei 40 mm tiefe Schubladen. Dabei handelt es sich um eine Seitenschublade sowie eine Frontschublade für Zubehör. Wie beim Ursprungsmodell hat Preston gleich drei mitgelieferte Hakenboxen kopfüber unter dem Sitz montiert.

Im Lieferumfang findet sich zudem seltsamerweise ein Bogen mit Reserveaufklebern.

Der erste Eindruck der einzelnen Komponenten ist gut. Das schwarze Design wirkt hochwertig und optisch ansprechend.

Zubehör:

Preston liefert zur eigentlichen Sitzkiepe noch zwei kurze Setzkescherhalterungen aus der neuen Snap-lock-Reihe mit.

Einfach genial. Snap-lock-Adapter machen einiges einfacher.

Zubehör mit diesem Zusatz verfügt über eine Schnellkupplung und kann innerhalb von Sekunden vom Beim getrennt werden.

Zusätzlich passt jedes weitere Prestonzubehör ohne Reduzierungen direkt an die 30 mm Beine. Ein Blick in den Katalog oder auf die Homepage lohnt sich. Preston bietet Unmengen an Zubehör für jeden Geschmack.

Vorbereitung:

Die Preston Absolute Black Station wird weitestgehend vormontiert geliefert. Es müssen einfach nur noch die Schraubgriffe eingedreht und die Beine eingeschoben werden. Zum Transport wird der beiliegende Tragegurt mit Karabinern versehen und an den sehr stabil wirkenden Bügeln eingehakt.

Zum Transport wird der beiliegende Tragegurt mit Karabinern versehen.

Die einzelnen Laden können nach individuellen Bedürfnissen angeordnet werden. Bei der Testsitzkiepe wandert die große Seitenschublade direkt nach ganz oben und wird um 180 gedreht, so dass der Auszug nun nach rechts statt nach links erfolgt. Die Frontschublade hingegen verbleibt an Ort und Stelle ganz unten in der Fächeranordnung. Dies kann sich aber im Laufe des Tests noch ändern und folgt eher persönlichen Präferenzen. Gerade bei einer Sitzkiepe ist zudem immer etwas Eingewöhnung und Herumexperimentieren angesagt.

Nach der Erstmontage ist es an der Zeit, sich die Kiepe zum ersten Mal genauer anzusehen. Absolute Black (Absolut schwarz) ist hier tatsächlich Programm. Die komplette Sitzkiepe ist in mattem schwarz gehalten, was ihr einen wertigen Eindruck verleiht.

Die zuvor erwähnten Aufkleber verleihen der Sitzkiepe zusätzlich einen modernen, sportlichen Akzent und passen gut ins Gesamtbild. Jetzt wird allerdings auch deutlich, warum im Lieferumfang ein Ersatzbogen davon beiliegt. Der große, dezente Aufdruck seitlich am Rahmen ist nicht besonders gut geklebt und passt somit nicht zum sonst hochwertigen Eindruck. Deshalb wird er einfach entfernt. Der matt-schwarze Rahmen sieht ohne besser aus, und auf eigene „Aufkleber-Experimente“ kann im Test gerne verzichtet werden.

Eine erste Sitzprobe ergibt, dass die vorhandene Sitzhöhe, bei 1,86 m Körpergröße, nicht ausreichend ist und das mitgelieferte Fach des Koffers ebenfalls hinzugefügt werden muss. Dafür werden die Führungsschienen des Koffers entfernt und das Fach zu den anderen hinzugefügt. Deckel und Schienen werden erst einmal im Schrank aufbewahrt. Die optimale Sitzposition scheint danach gefunden zu sein.

Jetzt kann das Verstauen des notwendigen Angelzubehörs in den einzelnen Schubladen erfolgen. All das, was immer direkt Griffbereit sein muss, wandert direkt in die große Seitenschublade. Sie ist sehr geräumig und tief genug um auch sperriges Zubehör zu verstauen. Hier findet alles seinen Platz.

Die Frontschublade stellt ein echtes Highlight dar. Auf den ersten Blick fast unsichtbar, ist ein kurzer Druck aufs Metall ausreichend, und schon springt sie hervor. Hier findet all das Platz, was weniger häufig benötigt wird. Natürlich ist die Aufteilung wieder streng subjektiv. Der eine bevorzugt die Frontschublade, während andere lieber die Seitenschublade verwenden werden.

Nach dem Beladen wird die Schublade einfach wieder ins Fach gedrückt, wo sie dann wieder unsichtbar einrastet. Für den Transport kann die Schublade zudem per Sperrriegel gesichert werden.

Die große Seitenschublade Push to Open, nicht nur in Küche und Bad! Ein kleiner Stoß öffnet die versteckte Frontschublade.

Als letztes erfolgt das Befüllen der Sitzkiepe mit Posenmontagen. Die mitgelieferten Fächer enthalten Posenwickler in 18 bzw. 26 Zentimeter Länge, die für sehr schlanke Posen bzw. bauchige Posen bis ca. 1.5 g ausgelegt sind. Angenehmerweise finden auch die handelsüblichen Rive Aufwickler sicheren Halt zwischen den beiden festen Schaumstoffhalterungen.

Die mitgelieferten Fächer enthalten Posenwickler

Praxis:

Wie beim CT- Langzeittest üblich, wird die Sitzkiepe so oft wie möglich beim Angeln eingesetzt und geprüft. Nur so lässt sich herausfinden, wie belastbar sie wirklich ist und wie hoch der Verschleiß ist. 

Transport:

Die Überraschung ist groß, als die leere Kiepe nach den ersten Einsätzen gewogen wird. Leer wiegt sie ohne Kofferdeckel ganze 18,6 kg und ist somit deutlich schwerer als zuerst angenommen. Dennoch kann festgehalten werden, dass sich das Gewicht beim Transport kaum bemerkbar macht. 

Die Preston Absolute Black Station lässt sich angenehm auch über etwas längere Strecken tragen. Die stabilen Karabineraufnahmen sind optimal positioniert, so dass der gepolsterte Gurt das Gewicht beim Tragen sehr gut verteilt. Die Kiepe kippt nicht und befindet sich im Gleichgewicht. Es gibt zudem keine spitzen oder scharfkantigen Stellen, die sich beim Transport stören oder sogar schmerzhaft bemerkbar machen. Vergleichbare Sitzkiepen wiegen außerdem mindestens genauso viel.

Als Erleichterung wurde allerdings häufig ein Preston Transportwagen (Space Shuttle) eingesetzt. Dies befindet sich ebenfalls seit längerer Zeit im Test und konnte gute Dienste auf vielen Stecken leisten. Die mitgelieferte Kiepenaufnahme passt dort optimal und bietet der Absolute Black guten Halt.

Beim Transport im Auto zeigt sich, dass die Außenmaße der Kiepe als kompakt bezeichnet werden können. Es gibt durchaus sperrigere Sitzkiepen. Wird es einmal eng im Kofferraum, lässt sich zudem das einschiebbare Fußpodest mit wenigen Griffen komplett entfernen um zusätzlichen Platz zu gewinnen.

Aufbau:

Die Preston Absolute Black Edition verfügt über eine am Rahmen befestigte Libelle, die am Wasser das Ausnivellieren der Sitzkiepe erlauben soll. Am Wasser angekommen werden einfach die vier Standbeine der Sitzkiepe in Position gebracht und anschließend das Podest herausgezogen.

Noch nicht ganz perfekt! Die Libelle erlaubt es die Absolute perfekt auszurichten.

Das Ausrichten der Beine gelingt spielend. Die Schraubgriffe sind, aufgrund des speziellen Anti-Snag- Konzepts (die Schnur soll sich nicht an der Kiepe verfangen können), zwar ungewöhnlich positioniert worden, doch stellt dies beim Aufbau kein Problem dar. Die Griffe wurden großzügig dimensioniert und liegen gut in der Hand. Bei den Schrauben der Teleskopbeine handelt es sich um einfache Flügelgriffe, die auch ruhig einmal zu weit geöffnet werden dürfen. Die Teleskopbeine verfügen endlich über eine Ausziehsperre, die den Verlust der Beine verhindert.

Praxiseindrücke:

Eine Sitzkiepe muss nicht nur praktisch, sondern auch möglichst stabil sein. Gerade große und schwere Angler werden darauf Wert legen und im Zweifel ein paar Euro mehr dafür ausgeben. Was nützt es schon, wenn sich nach und nach ein ungutes Gefühl einschleicht, weil die Sitzkiepe sich als unsicher herausstellt und bei schwierigen Uferbedingungen stets der Absturz droht.

Die Preston Absolute Black Station ist keine dieser Kiepen. Im Gegenteil! Die 30 mm Beindurchmesser erzeugen ein spürbares Plus an Stabilität und Sicherheit. Die Konstruktion ist komplett schwingungsfrei und grundsolide. Die Absolute Black steht bei jeder Uferbedingung so sicher und fest wie der Sprichwörtliche Fels in der Brandung.  Dies liegt natürlich auch an der guten Beinkonstruktion, deren Verbindung per Kunststoffblock mit dem Rahmen erfolgt. Dank der großen Klemmfläche ist ein Durchrutschen selbst bei hoher Belastung komplett ausgeschlossen. Perfekt!

Nicht ganz perfekt ist allerdings die Klemmung des Teleskopbeines gelöst. Aus irgendeinem Grund hat es sich bei allen Sitzkiepen der Oberklasse -selbst bei D 36 Sitzkiepen weit jenseits der 1000€-Marke- durchgesetzt, dass die Klemmung direkt per Schraube auf einem D-förmigen Bein erfolgt. Zwar steigt dadurch die Klemmfläche bereits deutlich, doch die ideale Lösung wäre ebenfalls eine Klemmverbindung per Block gewesen. Eine Verbindung ist nur so stabil wie das schwächste Glied!

Dennoch muss an dieser Stelle zugegeben werden, dass dies eher ein technischer Einwand ist, der in der Praxis kein bisschen ins Gewicht fällt. Die Teleskopbeine sind enorm stabil und haben selbst unter extremen Bedingungen, wie wildem Herumspringen auf dem Podest, keine Spur nachgegeben. Dennoch offenbart sich hier ein Schönheitsfehler: Jedes Verstellen hinterlässt unschöne Druckspuren auf den lackierten Beinen.

Jedes Verstellen hinterlässt unschöne Druckspuren

Während bei einigen Sitzkiepen die Beine manchmal zu kurz oder zu lang ausfallen, hat sich die Länge der gelieferten Beine von 50 Zentimeter in der Praxis als perfekt herausgestellt. Zubehör kann optimal ergonomisch angebracht werden und es herrscht trotzdem komplette Bewegungsfreiheit. Die im Bein montierten Gewinde haben sich Praxis als besonders cleveres Detail herausgestellt. Hier lassen sich Ablagen oder Kopfrutennetze, ohne zusätzlichen Arm, ganz nah am Angler montieren.

Alles direkt am Mann. Die Feederablage direkt ins Bein geschraubt.

Das Fußpodest passt hervorragend zu der sehr stabilen Konstruktion. Es lässt sich gut herausziehen und mit zwei Schrauben fixieren. Es bietet eine sehr hohe Stabilität und ist einfach zu nutzen. Zusammen mit dem stabilen Rahmen und den 30er Beinen entsteht eine Basis, die jederzeit sicher und ohne Spiel am Wasser steht.

Solide Konstruktion. Damit alles sauber gleitet, wurde das stabile Vierkantrohr mit einem Kunststoffüberzug ausgestattet.

Die Vollverkleidung des Podests birgt in der Praxis allerdings Vor- und Nachteile. Einerseits finden die Füße bequem Platz und heruntergefallene Gegenstände fallen nicht zu Boden bzw. ins Wasser, andererseits bleiben Futterreste genauso gut auf dem Podest liegen. In Kombination mit Regen kann es schon mal rutschig werden.

Das Sitzkissen der Absolute Black Station gehört mit zu den besten am Markt und sorgt selbst über Stunden für hohen Sitzkomfort. Es ist nicht zu weich und nicht zu hart -also genau richtig- und kann sogar mit guten Gelkissen mithalten. Es ist wasserdicht und lässt sich nach einem Regenguss einfach abwischen. Natürlich kann der Wetterschutz ebenso gut genutzt werden. Die einfache Bauweise mit einem Gummizug hat sich bestens bewährt und macht die Handhabung mehr als einfach. Er lässt sich sekundenschnell über die Sitzfläche stülpen und schützt dann die Kiepe vor Feuchtigkeit.

der Wetterschutz

Die anfangs sehr schwergängigen Verschlüsse der Fächer haben sich schnell eingespielt und lassen sich nach ein paar Mal Angeln leicht öffnen und schließen. An die bekannten Riveverschlüsse kommen sie dennoch nicht ganz heran. Sie wirken noch immer ein wenig hakelig und rasten nicht so satt wie die des Marktführers ein.

Die mitgelieferten Fächer sind qualitativ hochwertig. Der Preisklasse angemessen, ist eine umlaufende Dichtung eingebaut, die den Inhalt vor Schmutz und Regen schützt. Weiterhin sind alle Fächer mit einer kleinen Kunststoffkante versehen, die für ein sauberes Ineinandergreifen der einzelnen Fächer sorgt. So ist der entstehende Fächerturm in sich stabil und weist kaum Spiel auf.

Die mitgelieferten Posenwickler sind hochwertig und haben sich gut bewährt. Gerade das verstellbare Einhängesystem kann gefallen. Das Hantieren mit Posenankern entfällt dadurch völlig. In dem 40 mm tiefem Fach finden auch schwerere Kanal- und Flußposen Platz.

Bei der Sitzhöhe wird nach ein paar Einsätzen deutlich, dass die mitgelieferten Module nicht ganz ausreichen. Wer eine Körpergröße von 1,85 m überschreitet wird eventuell ein zusätzliches 40mm Fach benötigen um Rückenschmerzen zu vermeiden. Im Test stellte sich dies nicht gleich beim ersten Mal heraus, sondern wurde erst nach mehrfachem stundenlangen Angeln deutlich. Da bietet sich natürlich direkt ein weiteres 40 mm Modell mit breiteren Wicklern an. Dies ist als Schublade oder normales Fach erhältlich.

Die Schubladen sind von der Stabilität und von der Aufteilung sehr gut gelungen. Der nicht zu dünne Kunststoff gibt dem Zubehör guten Halt, und die Magnethalterung hat die Schublade fest im Griff. Auch schwerere Gegenstände wie Bleie können darin transportiert werden. Die Seitenschublade verfügt zudem über ein großes sehr langes Fach, in dem selbst sperrige Gegenstände wie Konusschlüssel, Hakenmäppchen oder Scheren bequem untergebracht werden können. Besonders angenehm ist die Tatsache, dass es sich auch unter Last, also während der Angler darauf sitzt, bequem öffnen lässt. Das ist längst nicht bei allen Sitzkiepen der Fall. Dies ist ein weiterer Hinweis auf die hohe Qualität der gesamten Kiepe.

In Punkto Frontschublade ist der Einsatz des mitgelieferten Sperrriegels angebracht. Zu schnell kann beim Transport aus Versehen dagegen gedrückt werden, so dass sich die Schublade ungewollt öffnet. Davon abgesehen ist die Frontschublade der Hingucker schlechthin und weiß zu begeistern. Die versteckte Bauweise ist clever und macht richtig Eindruck am Wasser. Mancher Besitzer deutlich teurerer Modelle hat sich spontan so etwas für seine Edelkiepe gewünscht. 

Zubehör:

Die im Lieferumfang vorhandenen Snap-Lock Setzkescherhalter können einfach nur mit dem Wort „genial“ umschrieben werden. In wenigen Sekunden ist der Kescher von der Kiepe getrennt. Die Verbindung ist gut und hält auch bei größerem Zug zuverlässig.

Das weitere Prestonzubehör ist ebenso durchdacht und überdurchschnittlich hochwertig. Es ist zudem auch noch erfreulich günstig! Obwohl es mit Einsätzen auch auf 19 bzw. 20 mm Vierkant- oder 25 mm Rundbeinen verwendet werden kann, spielt es die richtigen Stärken erst bei den hier verbauten 30 mm Beinen aus. Das Zubehör gleitet straff darüber und sitzt perfekt. Die Snap-Lock Bauweise verfolgt zudem das Konzept, dass sich keine Angelschnur daran verfangen kann. Dies funktionierte in der Praxis gut.

Design:

Die Optik eines Angelgegenstandes ist natürlich wie immer reine Geschmacksfrage und der Funktion grundsätzlich untergeordnet. Dennoch wird schnell deutlich, dass Preston sich gerade darüber viele Gedanken gemacht hat. Der Aluminiumrahmen weicht bereits auf den ersten Blick deutlich von der Konkurrenz ab. Er scheint beinahe schwerelos und wirkt mit den geschwungenen Linien fast luftig. 

Auch rein optisch kann der hochwertige Testeindruck nachempfunden werden. Die schwarze Lackierung ist gelungen und sieht einfach gut aus.

Kein Wunder, dass die Absolute Station immer wieder die Blicke auf sich zog und schnell ein Plausch mit anderen Anglern entstand.

Fazit:

Preston Innovation hat mit der Absolute Black eine Sitzkiepe geschaffen, die keinen Vergleich mit deutlich teureren Sitzkiepen zu scheuen braucht. Sie weist in der Praxis keine Schwächen auf und kann auf ganzer Linie überzeugen. Die 30 mm Beine bieten tatsächlich eine spürbar deutlich höhere Stabilität als 25 mm Standardbeine. Einmal gerade ausgerichtet, gibt die Sitzkiepe kein bisschen nach und verleiht ein sicheres, tolles Sitzgefühl. Die einzelnen Komponenten wie Fächer, Sitzkissen und Fußpodest verstärken den qualitativ hochwertigen Eindruck und können auf Dauer begeistern.

Besonders positiv ist das runde Paket aufgefallen. Bereits ab Werk liefert Preston mit zwei Posenfächern, zwei Schubladen samt Posenwicklern, sowie zwei Setzkescherhaltern eine gut ausgestattete Sitzkiepe. Das Zubehör fällt dabei hochwertig aus und weicht damit deutlich von den günstigen Beigaben anderer Kiepen ab.
Im direkten Vergleich mit dem Topmodell des Marktführers gibt es rein praktisch wenig Unterschiede und müssen dort teuer erkauft werden. Hier und da mag eine Winzigkeit dort etwas besser gelöst zu sein, z.B. eine Schnellarretierung des Koffers statt einer Schraube, doch kann insgesamt festgehalten werden, dass Preston Innovation bei der Absolute Black richtig gute Arbeit geleistet hat.

Die Preston Absolute Black Edition hat sich mit der gebotenen Leistung eine uneingeschränkte Kaufempfehlung der Redaktion verdient. Sie kann in allen Punkten überzeugen und braucht bei einem Ladenpreis von knapp unter 800 € auch die fast doppelt so teure Konkurrenz aus Frankreich nicht zu fürchten!

Auch Deine Meinung ist gefragt!
0 Kommentare
Erst wenn Du angemeldet bist, kannst Du Kommentare verfassen. Jetzt Einloggen oder Registrieren