• von Henric Plaß
  • 09. November 2005 um 09:55
  • 0
Am 22. und 23. Oktober fand am Voss-Kanal zwischen Zehdenick und Liebenwalde in der Nähe von Berlin das diesjährige Sensas-Finale statt. Eine optisch nicht in Worte zu fassende schöne Landschaft und Angelstrecke. Das Abschlussangeln der Sensas Cup Reihe wird von Marco Beck organisiert und ausgerichtet.

Zunächst ein paar Zeilen über die Form der Veranstaltung. Das Finale hat nicht den typischen Finalcharakter, sondern ist eher ein gemütliches Ausklingen der Friedfischsaison und eine Zusammenkunft aller interessierten Hobbyangler und Spezialisten der Friedfischszene.

Jeder Teilnehmer bekommt persönlich eine Einladung. Darunter sind die Erfolgreichen der Sensas Cups der Saison, die an verschiedenen Orten in Deutschland stattfinden und selbstverständlich auch die Ausrichter dieser Veranstaltungen, so dass die jeweiligen Ausrichter ihre ganze Konzentration ihrer Veranstaltung widmen und sich trotzdem dann zum Jahresende beim Finale mit den Besten messen können.

Eine weitere Besonderheit ist die Gewässerwahl und die Bekanntgabe vorab. Niemand außer Marco kennt das Gewässer und die genaue Strecke. Sie wird erst bei der Verlosung bekannt gegeben.

 

So ist die Chancengleichheit aller Teilnehmer gewahrt. Laut Ausschreibung fand die Veranstaltung an einem Kanal mit schwacher Strömung und 25-30 Meter Breite statt. Wer die Gewässer rund um Berlin kennt, weiß, dass mindestens 100 Kanäle und 1000 Strecken in Frage kommen können.

Wer nun wegen des Treffpunkts in Oranienburg auf den Oranienburger Kanal oder den Ruppiner Kanal tippte, der lag leider falsch. So gab es keinen Trainingsvorteil für die einheimischen Teilnehmer und auch die bis zu 500km weit angereisten weiteren Teilnehmer hatten so dieselbe Chance, was sich im späteren Verlauf auch noch zeigen sollte.

Das Finale findet an zwei Tagen statt und auch der Abend ist ganz der Gemeinschaft gewidmet.

 

90% der Teilnehmer übernachten im selben Hotel. Gemeinsames Eisbeinessen und anschließende Verlosung der Plätze für den 2.Tag gehören zum Abendprogramm. Danach geht der gemütliche Teil erst richtig los und nach einigen Bieren kann man den Spitzenanglern auch das ein oder andere Geheimnis entlocken, erst Recht wenn diese am nächsten Tag in einem anderen Sektor sitzen. (Last order 1.30 Uhr)

Aber es wurde natürlich auch gefischt. Die Teilnehmer wurden in 3 Sektoren á 17 Teilnehmern unterteilt. Wer schon einmal den Voss Kanal im Herbst beangelt hat, kennt seine Tücken und Launen, besonders wenn es in den letzten drei Tagen davor nicht unerheblich geregnet hat. Es sollte eine ganz diffizile und schwierige Angelei werden, die den meisten EM und WM Gewässern der vergangenen Jahre sehr ähnelte. Zum Kanal. Auf der Strecke hat er eine Breite von knapp 30 Meter mit natürlichem Uferbewuchs, steil abfallend bis 4 m Tiefe, Unterwassergras und schwacher Unterströmung, es sei denn, die Schleusen in der Nähe (5 km) verrichten gerade ihre Arbeit. Die Hauptfischarten sind Skimmer, kleine Güstern, Rotaugen und Barsche.

Bei Sonnenschein konnte man es auch auf Ukelei versuchen, sofern das Laub auf dem Wasser dieses zuließ, denn normalerweise war es zu dieser Jahreszeit schon gefallen.

  

Zum Thema Laub. Leider mussten einige Plätze ihren Tribut an die späte Jahreszeit mit massivem Laubeinfall bezahlen. Gerade auf den hinteren Plätzen im C Sektor und auf den Plätzen A3-A6 kam es zu einer, zum Teil geschlossender Blätterdecke, die bis zur 13 Meterbahn reichte. Die dortigen Pechvögel waren froh, überhaupt ohne Blätter am Haken, bis zum Grund zu kommen. Glücklicher Weise gibt es ja die Star Clips, an denen die Bebleiung einhängt wird, um die Montage erst bei voller Rutenlänge zu Wasser zu lassen.

Dem Voss Kanal kann man keine einheitliche Taktik vorgeben. Fast jeder Teilnehmer versuchte auf eine andere Art die Fische an den Haken zu bringen.

Die angeblich tiefen Brassenplätze (B7-12), eigentlich Joker inmitten der Strecke, hatten an beiden Tagen das Problem, dass die Wassertemperatur stark gefallen war und die Brassen nicht fressen wollten.

Der fischreichste Sektor war der A Sektor, wo sich Silvio Schranz (A1) von Olli Flam (A2) schön abfetten ließ. Andreas Dahlke(A3) Micha Kropitlowski (A4) und Jens Hüne (A5) hatten es dagegen nicht leicht, da dort der Wind fast alle Blätter des Kanals aufstaute. Während die vorderen Plätze größere Rotaugen und kleine Skimmer fingen und Silvio sogar den schwersten Fisch des Tages mit 810 Gramm zur Waage brachte, wurden die Gewichte zum Ende hin immer geringer.

Auch Ralf Herdlitschke konnte am Tag 1 (A10) nur eine Platzziffer 10 vorweisen. Am Anfang des B Sektors stiegen die Gewichte wieder nach oben, Rotaugen und Barsche waren hier in größerer Menge vorhanden, während die Gewichte bis zum Ende des C Sektors immer geringer wurden. Die letzten Plätze im C Sektor fingen zum Teil keine 100 Gramm mehr, allerdings mit Ausnahme des Endplatzes, der souverän den C Sektor gewann.

  

Sensas-Finale 2005 am Voss Kanal

Am 22. und 23. Oktober fand am Voss-Kanal zwischen Zehdenick und Liebenwalde in der Nähe von Berlin das diesjährige Sensas-Finale statt. Eine optisch nicht in Worte zu fassende schöne Landschaft und Angelstrecke. Das Abschlussangeln der Sensas Cup Reihe wird von Marco Beck organisiert und ausgerichtet.

Zunächst ein paar Zeilen über die Form der Veranstaltung. Das Finale hat nicht den typischen Finalcharakter, sondern ist eher ein gemütliches Ausklingen der Friedfischsaison und eine Zusammenkunft aller interessierten Hobbyangler und Spezialisten der Friedfischszene.

Jeder Teilnehmer bekommt persönlich eine Einladung. Darunter sind die Erfolgreichen der Sensas Cups der Saison, die an verschiedenen Orten in Deutschland stattfinden und selbstverständlich auch die Ausrichter dieser Veranstaltungen, so dass die jeweiligen Ausrichter ihre ganze Konzentration ihrer Veranstaltung widmen und sich trotzdem dann zum Jahresende beim Finale mit den Besten messen können.

Eine weitere Besonderheit ist die Gewässerwahl und die Bekanntgabe vorab. Niemand außer Marco kennt das Gewässer und die genaue Strecke. Sie wird erst bei der Verlosung bekannt gegeben.

So ist die Chancengleichheit aller Teilnehmer gewahrt. Laut Ausschreibung fand die Veranstaltung an einem Kanal mit schwacher Strömung und 25-30 Meter Breite statt. Wer die Gewässer rund um Berlin kennt, weiß, dass mindestens 100 Kanäle und 1000 Strecken in Frage kommen können.

Wer nun wegen des Treffpunkts in Oranienburg auf den Oranienburger Kanal oder den Ruppiner Kanal tippte, der lag leider falsch. So gab es keinen Trainingsvorteil für die einheimischen Teilnehmer und auch die bis zu 500km weit angereisten weiteren Teilnehmer hatten so dieselbe Chance, was sich im späteren Verlauf auch noch zeigen sollte.

Das Finale findet an zwei Tagen statt und auch der Abend ist ganz der Gemeinschaft gewidmet.


90% der Teilnehmer übernachten im selben Hotel. Gemeinsames Eisbeinessen und anschließende Verlosung der Plätze für den 2.Tag gehören zum Abendprogramm. Danach geht der gemütliche Teil erst richtig los und nach einigen Bieren kann man den Spitzenanglern auch das ein oder andere Geheimnis entlocken, erst Recht wenn diese am nächsten Tag in einem anderen Sektor sitzen. (Last order 1.30 Uhr)

Aber es wurde natürlich auch gefischt. Die Teilnehmer wurden in 3 Sektoren á 17 Teilnehmern unterteilt. Wer schon einmal den Voss Kanal im Herbst beangelt hat, kennt seine Tücken und Launen, besonders wenn es in den letzten drei Tagen davor nicht unerheblich geregnet hat. Es sollte eine ganz diffizile und schwierige Angelei werden, die den meisten EM und WM Gewässern der vergangenen Jahre sehr ähnelte. Zum Kanal. Auf der Strecke hat er eine Breite von knapp 30 Meter mit natürlichem Uferbewuchs, steil abfallend bis 4 m Tiefe, Unterwassergras und schwacher Unterströmung, es sei denn, die Schleusen in der Nähe (5 km) verrichten gerade ihre Arbeit. Die Hauptfischarten sind Skimmer, kleine Güstern, Rotaugen und Barsche.

Bei Sonnenschein konnte man es auch auf Ukelei versuchen, sofern das Laub auf dem Wasser dieses zuließ, denn normalerweise war es zu dieser Jahreszeit schon gefallen.

Zum Thema Laub. Leider mussten einige Plätze ihren Tribut an die späte Jahreszeit mit massivem Laubeinfall bezahlen. Gerade auf den hinteren Plätzen im C Sektor und auf den Plätzen A3-A6 kam es zu einer, zum Teil geschlossender Blätterdecke, die bis zur 13 Meterbahn reichte. Die dortigen Pechvögel waren froh, überhaupt ohne Blätter am Haken, bis zum Grund zu kommen. Glücklicher Weise gibt es ja die Star Clips, an denen die Bebleiung einhängt wird, um die Montage erst bei voller Rutenlänge zu Wasser zu lassen.

Dem Voss Kanal kann man keine einheitliche Taktik vorgeben. Fast jeder Teilnehmer versuchte auf eine andere Art die Fische an den Haken zu bringen.

Die angeblich tiefen Brassenplätze (B7-12), eigentlich Joker inmitten der Strecke, hatten an beiden Tagen das Problem, dass die Wassertemperatur stark gefallen war und die Brassen nicht fressen wollten.

Der fischreichste Sektor war der A Sektor, wo sich Silvio Schranz (A1) von Olli Flam (A2) schön abfetten ließ. Andreas Dahlke(A3) Micha Kropitlowski (A4) und Jens Hüne (A5) hatten es dagegen nicht leicht, da dort der Wind fast alle Blätter des Kanals aufstaute. Während die vorderen Plätze größere Rotaugen und kleine Skimmer fingen und Silvio sogar den schwersten Fisch des Tages mit 810 Gramm zur Waage brachte, wurden die Gewichte zum Ende hin immer geringer.

Auch Ralf Herdlitschke konnte am Tag 1 (A10) nur eine Platzziffer 10 vorweisen. Am Anfang des B Sektors stiegen die Gewichte wieder nach oben, Rotaugen und Barsche waren hier in größerer Menge vorhanden, während die Gewichte bis zum Ende des C Sektors immer geringer wurden. Die letzten Plätze im C Sektor fingen zum Teil keine 100 Gramm mehr, allerdings mit Ausnahme des Endplatzes, der souverän den C Sektor gewann.

 
Der zweite Tag sollte die erhoffte Wende bringen!?. Durch Regen am Abend und in der Nacht war das Laub an der Oberfläche auf fast allen Plätzen verschwunden. Leider stellten sich die erhofften Fische nicht ein. Im C Sektor spezialisierten sich fast alle Angler auf Barsche auf der 5 Meter Bahn oder versuchten Ukeleis auf den Platz zu bekommen. Vorteile hatte, wer auch schon am Vortag hier angelte und verhaltener fütterte.
Mit 500 Gramm Fisch lag man am Ende auf einem guten vorderen Platz, wobei 20 Fische erstmal gefangen werden müssen. Der Sektor B wurde von Ralf Herdlitschke dominiert. Diesmal konnte Ralf auf einem etwas besseren Platz (B1) seine guten Gewässerkenntnisse umsetzen und fing permanent Rotaugen, die im ganzen Sektor die Hauptbeute waren.

Die Teilnehmer auf den vorderen Plätzen im A Sektor konnten die Fänge des Vortages noch steigern. Große Rotaugen und Skimmer waren die Hauptfische. Mike Osterwald, Vortagesgewinner des B Sektors, konnte auf der A2 auch diesmal seinen Sektor gewinnen und wurde mit der Gesamtplatzziffer 2 verdienter Gesamtsieger. Er konnte sich bei der späteren Verlosung über eine 13 Meter Kopfrute der Crazy Power Serie eines namhaften Herstellers freuen.

Der zweite Platz ging mit der Platzziffer 7 an Thorsten Renner, der beide Tage nicht sonderlich gut saß aber im Vergleich zum Vorjahr viel dazugelernt hatte und nach jedem zweiten Fisch eine kleine Kugel mit dem Polecup nachsetzte. Thorsten konnte ebenfalls eine 13 Meter Kopfrute im Empfang nehmen.

Platz 3 konnte Ralf Gerdes, der sauber fischte und beim Losen nicht so schlecht abschnitt, mit der Platzziffer 9 für sich behaupten.

Am Ende zeigte sich, dass nicht immer die Profis gewinnen. Hier hatte jeder eine Chance, der die richtige Kombination zwischen Taktik und dem Losen beherrschte und wenn immer dieselben gewinnen wird es ja auch langweilig.

Nebenbei ein Zitat von Marco, der immer die Augen an der Strecke hatte: „ Ich habe sehr gute Angler gesehen, die verdammt gut fischten und gute Angler die noch besser losen. Alles in allem waren 60% des Erfolgs diesmal der Abschnitt im Sektor, aber auch an guten Plätzen springen die Fische bekanntlich nicht von selbst ins Netz.“

  

Aber da auch bei der Siegerehrung eher die Gemeinschaft im Vordergrund stand, bekam jeder Teilnehmer einen guten Preis ab. Gerade die neuen Sensas Schirme waren beim einsetzenden Regen sehr gefragt. Die Veranstaltung ist wirklich empfehlenswert aber mit dem Wetter hatte Marco wieder kein Glück, er wurde vom Regen in diesem Jahr regelrecht verfolgt, diesmal jedoch ohne Gewitter.

Neben den drei erstgenannten die nachfolgenden 15 erfolgreichsten Teilnehmer.

4. Thomas Vielmeier 9
5. Olli Flam 10
6. Silvio Schranz 10
7. Rainer Jakubiack 10
8. Ralf Herdlitschke 11
9. Steffen Glöß 11
10. Hartmut Hübe 12
11. Rene Schmidt 13
12. M. Lehmann 13
13. Holger Remmert 13
14. Rene Bredereck 13
15. Andreas Gehlenborg 13

16. darüber legen wir den Mantel des Schweigens.


Die Teilnehmer des Sensas Finale 2005

Anzumerken ist noch, dass sich die ersten 10 eine Einladung für das Finale am 21.-22.10.2006 gesichert haben und dann wird es wird mit Sicherheit kein so diffiziles Fischen werden!

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