Innungs-Cup 2006 am Sacrow-Paretzer-Kanal

  • von Björn Bauersfeld
  • 14. September 2006 um 17:26
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Am vergangenen Wochenende fand in Alt Töplitz der 7. Innungs-Cup am Sacrow-Paretzer-Kanal statt. Allerdings gab es in diesem Jahr einige Neuerungen im Vergleich zu den vorherigen Veranstaltungen des Innungs-Cups: erstmals wurde der Cup von der Fa. Grebenstein/Colmic an zwei Tagen (jeweils ein Durchgang) in vier Sektoren veranstaltet. Hierfür hatte das Team um Rainer Oesterreich, analog zum Grebenstein-Colmic-Cup im Mai diesen Jahres, ein Arrangement mit dem Kongresshotel „Am Templiner See“ in Potsdam getroffen; hier konnten die Teilnehmer zu sehr moderaten Preisen übernachten und es wurde ein Saal zur Verfügung gestellt, in dem die morgendliche Verlosung stattfand.

Samstagmorgen, pünktlich um acht Uhr, begrüßten Rainer Oesterreich und Sörine Zernikow (Fischerei-Innung Potsdam) die zahlreich erschienenen Teilnehmer, die aus den unterschiedlichsten Bundesländern teilweise bereits schon Mitte der Woche angereist waren; bevor Rainer die letzten Details zur Veranstaltung bekannt gab, lud er Marco von Holten und Peter Dorwald (Team Mosella Bremen) im Namen von Randolf Grebenstein nach Italien zu einem Angeln an einem Carp o´ Drome ein. Diese Auszeichnung war ein kleines Dankeschön für Ihre alljährlichen Teilnahmen an den verschiedenen Grebenstein-Veranstaltungen und ihr immer faires und mehr als sympathisches Auftreten.

Die Verlosung ging ebenfalls schnell vonstatten und so hatte jeder Teilnehmer genügend Zeit zur Angelstrecke zu fahren, sein Material aufzubauen und noch ausreichend mit seinen Nachbarn zu „fachsimpeln“ oder bei einer gemütlichen Flasche Bier anzustoßen; dies war aber auch u. a. Sinn und Zweck der Veranstaltung.

Ohne große Zwischenfälle (eine Futterkontrolle fand nicht statt und selbst Rainer Oesterreich ging ausnahmsweise einmal nicht schwimmen) konnte dann der erste Durchgang um 13.00 Uhr gestartet werden. Von Beginn an konnte auf fast allen Plätzen Rotaugen und kleine Güstern mit feineren Montagen (Posentragkräfte zwischen 1 gr. und 2 gr. an einer Hauptschnur der Stärke 0,10) auf einer Entfernung zwischen 11,5 und 13,0 Metern gefangen werden. Als Hakenköder wurden hierbei zunächst hauptsächlich Maden und Caster eingesetzt.

  


Die Bilder zeigen Jutta und Eddy Simon, denen das Losglück ausblieb, denn sie saßen beim zweiten Durchgang nebeneinander. Gott sei Dank führte diese Tatsache nicht dazu, den Scheidungsanwalt aufzusuchen. Jutta war die Intelligentere und ließ ausnahmsweise Ihrem Göttergatten im Ergebnis den Vortritt.

Später dienten dann auch zusätzlich zwei bis drei Würmer in Kombination mit einem Caster als Hakenköder, um hiermit Brassen zwischen 500 gr. und 1000 gr. zu fangen. Dies war allerdings auch nicht überall möglich, stellte sich doch schnell heraus, dass im Sektor B das durchschnittliche Fanggewicht nicht ganz so hoch ausfallen würde wie in den 3 übrigen Sektoren. Lediglich die ersten fünf Plätze in Sektor B brachten an beiden Tagen einige Brassen zum Vorschein.

Am Ende des ersten Tages lag wieder einmal, es hatte eigentlich auch niemand anders erwartet, der AV Schnock mit Platzziffer 13 auf Platz 1 vor dem Team des AC Duisburg (Platzziffer 16).

Die Sektorensieger 1. Durchgang:

Sektor A: Steffen Perk 10.820 gr.
Sektor B: Regina Brehmer 4.920 gr.
Sektor C: Peter Baumann 15.080 gr.
Sektor D: Marco von Holten 22.460 gr.

Für den zweiten Durchgang hatten alle Teilnehmer dann schnell wieder Ihr Zeug gerichtet und man bereitete sich ganz unterschiedlich auf den nächsten Tag vor: den einen Teil sah man auf einer externen Hotelparty, einige Andere unterschiedlichster Teams gingen gemeinsam Essen und andere wiederum bereiteten sich mit ausreichend Bier und Kümmerling bis in die späten Morgenstunden sehr intensiv vor. Umso erstaunlicher das hohe Fangergebnis von Erwin Zange am zweiten Tag.

Die Taktik am zweiten Tag sah bei den meisten Teilnehmern identisch zu der des ersten Durchgangs aus. Zu Beginn wurden wiederum mit durchtreibender Pose Güstern und Rotaugen zwischen 100 und 300 gr. gefangen. Später bevorzugten viele dann auch schwerere Montagen, um die Köder -bestehend aus Würmern und Castern- überwiegend verzögert, teils blockiert anzubieten.
Diese Taktik sollte sich dann auch durchsetzen, da die einzelnen Sektoren mit Fanggewichten zwischen ca. 9.500 gr. und 15.000 gr. gewonnen wurden und teilweise Brassen mit einem Stückgewicht von bis zu 1.800 gr. überlistet werden konnten. Eine Ausnahme machte hierbei nur Erwin Zange, der den Sektor D mit einem Fangergebnis von 27.560 gr. deutlich gewann.


Nachdem sich die Sektorensieger des 2. Durchgangs bereits am Wasser gegenseitig beglückwünschten:

Sektor A: Steffen Perk 15.080 gr.
Sektor B: Hans-J. Lönne 9.560 gr.
Sektor C: Björn Bauersfeld 10.240 gr.
Sektor D: Erwin Zange 27.560 gr.

ging es zurück zum Hotel, in dem Randolf Grebenstein wertvolle, umfangreiche Erinnerungsgaben der Fa. Colmic für die erfolgreichen Teilnehmer aufgebaut hatte.

Gesamteinzelsieger des diesjährigen Innungs-Cups wurde Steffen Perk (AV Schnock), der an beiden Tagen seinen Sektor sehr souverän gewann. Ihm folgte auf Platz 2 Erwin Zange, vor Peter Baumann und Regina Brehmer. Alle vier gewannen insgesamt ihren jeweiligen Sektor.

Erfolgreichste Mannschaft war erneut das Team des AV Schnock (Regina Brehmer & Steffen Perk sowie Uta Megow & Thomas Liß) vor der Mannschaft des AC Duisburg, die lediglich eine Platzziffer dahinter lagen. Auf Platz 3 folgte das Team Mosella Bremen.

Rainer Oesterreich kündigte nach der Siegerehrung an, den Innungs-Cup auch 2007 wieder ausrichten zu wollen, was von Sörine Zernikow und den anwesenden Anglern mit Applaus begrüßt wurde.

Björn Bauersfeld

Zu den Ergebnissen

 
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