Sensas Finale 2007

  • von Sven Brehe
  • 04. November 2007 um 21:57
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Sensas Finale 2007 am Silokanal

Am 13. und 14. Oktober fand das Sensas Finale am Silokanal in der Stadt Brandenburg statt. Die Struktur des Kanals ist durch die vielen Berichte sicherlich allen Lesern vertraut.

Der Silokanal ist bekannt für gute Fänge. Meist gilt es im schnellen Rhythmus möglichst viele und große Fische zu fangen und Gewichte von über 10 Kilogramm in 3 Stunden sind eher die Regel als die Ausnahme. Selbiges erwarteten die Teilnehmer des Sensas Finales 2007, lediglich einige schlechtere Fänge an dem Wochenende vor dem Finale trübten die Aussichten. Am Samstagmorgen zeigte sich der Kanal dann in einem ungewohnten Bild und schien wie ausgestorben. Sind im Allgemeinen immer Fische an der Oberfläche zu beobachten, so war es an diesem Morgen totenstill. Aufmerksamen Beobachtern und Kennern der Strecke fiel dies natürlich auf und schnell zog man Rückschlüsse zum Kälteeinbruch der letzten Nacht. Als Resultat setzten diese Angler auf nicht zu fettes Rotaugenfutter und feinere Montagen an der Kopfrute. Feine Montagen sind im Silokanal während der meisten Fischen eigentlich kontraproduktiv. Im Gegensatz zu vergleichbaren Gewässern wird am Silokanal eher schwerer gefischt. Nicht so aber an diesem Tag. Am ersten Tag galt es sauber mit 3 Gramm – 6 Gramm auf Rotaugen zu angeln und diese möglichst in jedem Trieb zu fangen. Im Trieb galt es den Köder bündig anzubieten oder leicht aufgelegt (5cm – 10cm) im verzögerten Trieb. Köder am 14er - 18er Haken waren im hauptsächlich Caster, teilweise auch Maden und zum Ende des Fischens hin brachte ein Wurm am Haken oft die größeren Fische.

Zielfisch Rotauge
Zielfisch Rotauge

Bei der Angelart dominierte ganz klar die Kopfrute, nur selten sah man die Bolorute oder die long-long im Einsatz. Oftmals wurde die Bolorute aus der Not eingesetzt, so z.B. bei Lars Lamprecht vom CdA Stralsund. Lars konnte sich am ersten Tag mit der Bolorute einen guten 4. Platz erangeln. Er fischte an der Bolorute Posen mit 8 Gramm und 10 Gramm und in circa 20m- bis 25m bot er seinen Köder bündig an. Lars konnte dort dann kleine Rotaugen fangen. Die Bolorute war aber keine Option für alle Fälle, einige Angler fanden auch mit dieser Angelart keinen Weg zum Fisch und landeten im hinteren Feld der Sektoren. Die Aufteilung der Sektoren war ungewöhnlich aber gut. Der Sektor A wurde aufgeteilt, Hälfte 1 des Sektors A saß am Anfang der Strecke, Hälfte 2 des Sektor A saß am Ende der Strecke am Anschluss des Sektor C. Damit gab es lediglich einen Sektor mit Außenplätzen, die Sektoren B und C waren voll vom Sektor A eingeschlossen. Eine gute Lösung, die öfter angewendet werden könnte.

Silvio mit der Bolorute
Silvio Schranz vom Angelmarkt Köthen mit der Bolorute

Das Angeln mit der Kopfrute war wie gesagt von feinem Fischen an relativ leichten Posengewichten geprägt. Wer diese Marschroute befolgte, konnte erfolgreich auf Rotaugen angeln und etwaige Brassen als Bonusfang mitnehmen. Diejenigen Angler, die zu schwer und statisch auf Brassen angelten gingen im Feld unter. Diese typische Silokanalangelei war an diesem Wochenende nicht angesagt. Passend zur feinen Rotaugenangelei wurde gefüttert. Das schwere, klebende Brassenfutter, welches mit bindender Erde angereichert war, wurde durch lockeres, dunkles Rotaugenfutter ersetzt. Bei diesem Rotaugenfutter wurde der Erdeanteil durch Kies ersetzt um das Futter noch lockerer zu machen. Diesem Futter wurden  Castern beigegeben und bei jedem zweiten Trieb auf die Futterbahn eingebracht. Die Ballengröße sollte hierbei nicht zu groß sein, es galt lieber einmal öfters zu füttern als zu große Bälle zu setzen. Zum Ende des Durchganges hin zeigten einige geschnittene Würmer ein gute Wirkung auf große Rotaugen, es war jedoch tödlich seinen Platz mit Würmern zu überladen.

Sven Brehe
Sensas Mann Sven Brehe vom CdA Stralsund

Tag 2 sollte sich dann noch problematischer zeigen. Gerade die Angler, die davon ausgegangen waren, dass die Fische auf die befütterten Plätze zogen und daher nährstoffreich anfütterten sollten an diesem Tag nichts zu melden haben. Auch am Tag 2 ging es wie am Tag 1 darum, möglichst fein auf die Rotaugen zu angeln und die Brassen nur als gern gesehenen Beifang mitzunehmen. Wer dieses Rezept an beiden Tagen befolgte, der konnte beim diesjährigen Sensasfinale ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Am Ende zeigte sich, dass wieder altbekannte Gesichter mit der Situation am besten umgehen und die besten Platzierungen für sich beanspruchen konnten. Oliver Bürger vom AC Suletal ist seit Jahren eine konstante Größe am Silokanal, über die Qualitäten von Champions Team Angler Lutz Weissig muss hier ebenfalls kein Wort verloren werden. Auch Oli Flam ist am Silokanal ein bekanntes Gesicht und konnte hier schon viele gute Ergebnisse vorweisen.


Oliver Bürger - Oli Flam - Lutz Weissig

Viele Angler durften sich über hochwertige Ehrengaben aus dem Hause Sensas bedanken, neben der guten Stimmung bei dem Fischen sicherlich ein Grund sich im Jahr 2008 beim Sensas Finale wieder zu sehen.

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