Shimano Cup 2007

  • von ct Redaktion
  • 31. Oktober 2007 um 14:11
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Jaja, der Helmut. Am Freitag hatte er bereits das richtige Näschen und sich im D Sektor mit seiner Mannschaft ein bisschen warm geangelt. Da lief es bereits sehr gut mit der 10 Meter Telestippe und als er dann am Samstag auf der D 8 angekommen war, wurden zwei 10 Meter Ruten mit 10 und 12 Gramm Posen ausgepackt und dazu noch für alle Fälle die 13 Meter Rute mit einem Top Set und einem 8 Gramm Schwimmer. Der Altmeister, er weiß halt was er macht.


Helmut Klug in Aktion

Neben ihm saß mit Lothar Ernst aus Bremen ein ebenso versierter long-long Angler, der nur unweit seines Platzes vor kurzem beim Tubertini Cup bereits 25 kg zur Waage bringen konnte. Lothar fing allerdings kürzer an, verpasste die erste halbe Stunde und Helmut Klug wurde am Ende mit 20080 Gramm zweiter im Sektor. Neben dem Kopflatz auf der D37 brachte Jens Marek knapp 800 Gramm mehr auf die Waage und erreichte damit das Tageshöchstgewicht. Schöne Gewichte für ein 3stündiges Angeln, doch man musste schon im D Sektor sitzen, denn in den anderen Sektoren war es wesentlich dünner.



In den Sektoren A bis C wurden die Mutigen belohnt, die rechtzeitig die Rollenrute in die Hand nahmen oder gleich von Anfang an auf die Bolo setzten. Denn bereits die Tage zuvor zeichnete sich ab, dass fast nur Rotaugen unter 100 Gramm Stückgewicht zu fangen waren und diese auch nicht kontinuierlich. Auf der Bolospur waren sie zwar nur unwesentlich größer, doch man angelte die Spur meist alleine und es gab auch mal einen Bonusbrassen oder ein dickes Rotauge. Gerd Beich setzte auf der B 5 auf die Bolo und wurde mit 6440 Gramm mit dem Sektorensieg belohnt. Ralf Gericke gewann den C Sektor vom Kopfplatz C 38 mit 16000 Gramm und gerade die letzten Plätze im C Sektor waren ein Garant für ein gutes Gewicht, denn hier ging es langsam Richtung Brücke, wo dann wesentlich mehr und auch größere Fische waren. Einzig Claus Müller konnte von der C 16 einen hervorragenden 3. Platz erzielen, indem er trotz der knapp ausgesteckten Plätze mit der Matchrute angelte und so 8940 Gramm fing.


Weltmeister Alan Scotthorne vor dem Angeln

Und der Weltmeister? Der hatte erfreulicherweise seine ebenfalls weltmeisterlich angelnde Frau Sandra mitgebracht und musste, nachdem er am Vortag im fischreichen Bereich trainiert hatte, erkennen, dass er trotz seiner perfekten Angelei an seine Grenzen stieß. Mit der Bolorute und "long long" zogen ihm die Nachbarn die Fische nach draußen und Alan Scotthorne hatte nur die 13 Meter Rute ausgepackt und so das Nachsehen. Für die Zuschauer blieb die Erkenntnis, dass auch ein Weltmeister nur fängt, wenn Fische am Platz sind, Technik und Präzision sorgten natürlich trotzdem für Bewunderung. Mit 2400 Gramm und Platz 27 war Alan aber sichtlich unzufrieden.



Sandra Scotthorne in Aktion

Zufriedener war dafür an beiden Tagen seine Frau Sandra, denn sie saß zweimal im fischreichen D Sektor und schlug sich für ihr erstes Angeln am Silokanal beachtlich. Mit insgesamt 21620 Gramm wurde sie am Ende zwar nur 118te, aber sie hatte zweimal sehr viel Spaß, war sichtlich begeistert und meinte nach dem Angeln, dass sie im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein möchte.

Am zweiten Tag zogen dann die Fische aber doch mehr in die Strecke und insbesondere im D Sektor waren nun die Außenplätze nicht mehr so gut, da die Fische von außen kamen, alles übriggebliebene Futter fraßen und in der Mitte des Sektors verweilten. Dort gab es dicke Rotaugen bis 800 Gramm und Brassen über der Kilomarke und mit Uli Lehmann demonstrierte ein weiterer Altmeister seine Klasse und erreichte mit 22220 Gramm das höchste Gewicht der Veranstaltung.


Peter König mit einem dicken Rotauge

In den Sektoren A bis C waren am zweiten Tag natürlich mehr Boloruten im Einsatz, so dass der Vorteil, die Spur draußen alleine zu befischen, teilweise keiner mehr war. Die Rutenlänge war auf 14,5 Meter begrenzt und nicht wenige Angler nutzten die Option und waren damit meist auch erfolgreicher als die Angler, die auf 13 Metern blieben, denn die long long Angler und die Rollenruten fütterten die Fische vom Ufer weg.
Alan Scotthorne diesmal auf B14 hatte nun Boloruten aufgebaut, doch er fischte die Kopfrute durch, schoss abwechselnd Hanf und Caster und beendete den Durchgang mit 4800 Gramm als 6ter.
Und der Helmut? Der zog ganz entspannt den Endplatz A 1 und schauckelte das Ding nach Hause. Wieder 2ter mit 5960 Gramm und nur Jens Bartel war mit beachtlichen 7380 Gramm von der A 34 noch besser.


Weltmeister Alan Scotthorne und Altmeister Helmut Klug

Aber auch auf dem Endplatz mussten die Fische erstmal gefangen werden und am Ende konnte sich Helmut Klug mit 4 Punkten dank seines hohen Gewichtes vom Samstag gegenüber Nico Matschulat durchsetzen. Dafür wurde er von der Firma Shimano zu den Shimano Masters im nächsten Jahr nach Holland eingeladen. Der Jubel und die Anerkennung war bei allen Beteiligten groß, denn Helmut Klug steht seit mehreren Jahrzehnten für Fairneß, Sportsgeist und Spaß am Wasser.

Die Firma Shimano mit Petra Krichel und das Orgateam um Jan Malecki hatten wie schon im letzten Jahr eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt. Bei nasskalten morgendlichen Temparaturen wurden 150 Plätze flott vergeben und als die letzten Angler von der Strecke kamen, waren die Ergebnisse auch schon ausgedruckt. Super, dass auch Alan Scotthorne wieder dabei war und auch noch gleich seine Frau Sandra mitbrachte. Die Zuschauer und Teilnehmer legten diesmal ihre Scheu ein wenig ab und es wurde fleißig diskutiert und gefachsimpelt.
Shimano unterstützte die Veranstaltung mit Ehrengaben der Extraklasse und sorgte damit für allseits strahlende Gesichter, wobei es zu befürchten ist, dass man sich nächstes Jahr noch schneller anmelden muss.

Die Ergebnisse



2. Platz Nico Matschulat



3. Platz Harald Windel




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