Tubertini Cup Illkofen 2008

  • von Achim Tomasits
  • 13. Juni 2008 um 10:01
  • 0
Endlich war es wieder soweit, der Tubertini-Mondial Cup (ehemals Daiwa-Cormoran Cup) an der Donau bei Illkofen lockte zahlreiche Angler aus dem In- und Ausland zu dieser beliebten Großveranstaltung in den süddeutschen Raum. 68 Duos folgten der Einladung des AC Donaufischer und trafen sich am 7. und 8. Juni zum gemeinsamen Angeln an diesem herrlichen Donauabschnitt. Zu den Füßen der Walhalla schlängelt sich die Donau malerisch durch die herrliche Landschaft und lässt uns Petrijünger beim Anblick von tollen Fischen träumen. Manche Teilnehmer nahmen einen Anfahrtsweg von über 750 km in Kauf um bei dieser Veranstaltung mit von der Partie zu sein. Viele bekannte Gesichter und Freunde wurden angetroffen, die Beliebtheit dieser Veranstaltung ist sehr groß und lässt einen bereits im Vorfeld darauf hinfiebern. Die Informationen im Vorfeld ließen auf gute Fangergebnisse schließen, der Einsatz bzw. das Spritzen von Insektenschutzmitteln fand in diesem Jahr noch nicht statt und so waren die Aussichten auf ein fischreiches Angeln recht gut.

Mike Leyk und Reinhard Eder begrüßten im Namen des AC Donaufischer am Samstag die Teilnehmer und zügig wurden die Modalitäten des Angelns geklärt. Im Anschluss erfolgte die Auslosung der Startplätze, vier Sektoren standen zur Verfügung, wobei zwei dieser Sektoren noch jungfräulich waren. In diesen beiden Abschnitten durften im Vorfeld keine Trainingssessions absolviert werden, ergo kam auch kein Futter in diese beiden Abschnitte.
Die Angelzeit wurde auf vier Stunden festgelegt, am Samstag von 13:00 – 17:00 Uhr und am Sonntag von 8:30 – 12:30 Uhr. Also genügend Zeit um die stattlichen Fische der Donau zu überlisten.

Die Angelmethoden waren frei wählbar, man sah 13m Poles, Whips, Speedfisch- und Feederruten im Einsatz. Bei den langen Stangen vertrauten viele der Angler auf Lutscher-Posen von 6 – 15g um den Köder sehr ruhig präsentieren zu können. Gerade die stattlichen Großbrassen der Donau mögen diese ruhige Präsentation und der ein oder andere Angler konnte eines dieser Ungetüme auf seiner Pole ergattern. Einzelgewichte von bis zu 5kg machen diese Angelei zu einer echten Herausforderung für Material und Angler.


Mike Leyk vom AC Donaufischer mit schönem Döbel

Nach ca. einer halben Stunde Angelzeit zog am Samstag ein schweres Gewitter auf und die Veranstaltung wurde für eine halbe Stunde unterbrochen. Sinnflutartige Regenfälle und Blitze vom Feinsten ließen die Angler schnell von ihren Angelplätzen flüchten.

Nach dem heftigen Gewitter wurde die Angelei wieder aufgenommen und schnell kristallisierte sich heraus, dass dieses Gewitter den Fischen wohl auf den Magen geschlagen hatte. Die Fische nahmen nur noch zaghaft den Köder und es verlangte einem ein hohes Maß an Konzentration ab, um diese Bisse auch verwerten zu können.


Claudia Haselmeyer – eine der erfolgreichsten Damen mit der Feeder-Rute

Um 17:00 Uhr war dann Ende des ersten Angeltages und das Verwiegeteam machte sich an seine Arbeit. Wie bereits erwartet, waren die Fangergebnisse in den untrainierten Sektoren A und B nicht so berauschend, es gab auch einige Nullfänger in diesen beiden Abschnitten. Auf jeden Fall wurde gegenüber dem Vorjahr einiges mehr an Fischen gefangen und so blieben alle Angler guter Hoffnung was den zweiten Tag anbelangte.

Jeder war natürlich auf die Zwischenergebnisse sehr gespannt und so traf man sich kurz noch am Sportheim – dem Treffpunkt des Cups – um die Ergebnisse auszutauschen. An der Spitze war alles noch sehr eng zusammen, das Duo Ohl/ Remdisch, Team Schlögl führten das Feld vor Tomasits/ Esslinger, Team Sensas Jagsttal und Schwab/ Fischer, Team Sensas Jagsttal, an.

Am Abend wurden dann natürlich bei dem ein oder anderen leckeren, bayrischen Bier die Strategien für den zweiten Tag zurecht gelegt und der gesellige Teil kam natürlich auch nicht zu kurz.

Pünktlich um 06:00 Uhr wurde dann am Sonntagmorgen der zweite Teil der Auslosung durchgeführt. Manche hatten danach recht lange Gesichter, vor allem diejenigen, welche in die Sektoren gelost wurden, welche am Vortag noch recht wenig Fisch brachten. Diese Gesichter waren jedoch nach dem Angeln schon wieder ziemlich aufgehellt, den erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!


Ein Brassentraum

Gerade der am Vortag so schlechte A-Sektor brachte am zweiten Tag gut Fisch. Hier dominierten am Anfang klar die Stipper aber umso länger der Durchgang dauerte, kamen die Feeder-Angler auch an die Fische. Durchweg konnten schöne Gewichte erzielt werden und das Vortagesergebnis in diesem Sektor war schnell vergessen.


Christian Schranner beim Wechseln der Angelmethode

Wichtig war es, sich nicht zu sehr zu verzetteln, d. h. eine Angeltechnik konsequent durchzuziehen. Angler, welche zu oft den Wechsel zwischen Kopf- und Feederrute vollzogen fingen zwar auch Fische, doch wurde dann mit zunehmender Angelzeit klar ersichtlich, dass es besser war, sich die Fische auf eine Bahn zu stellen. Dann nämlich liefen auch die stattlichen Brassen hier ein, welche es als Bonusfische unbedingt zu fangen galt. Gewichte zwischen 3 - 5kg war bei diesen Fischen die Regel – Traumfische!


Heppe Baumgärtner vom Team Mosella Niederbayern mit Donauschönheit

Der zweite Durchgang wurde um 12:30 Uhr beendet und auch hier war das Verwiegeteam schnell zur Stelle. Viele Angler sah man mit ihren Handys aufgeregt am Wasser entlang gehen, wie hatte der Partner im anderen Sektor abgeschnitten?

Die Angler trafen sich im Anschluss im Sportheim und stärkten sich mit einem deftigen, bayrischen Schweinsbraten und einem kühlen Getränk. Eine hervorragende und spitzenmäßige Organisation des Bewirtungspersonals.

Die Auswertung der Fänge wurde professionell und schnell durchgeführt und schnell stand das Ergebnis des Tubertini-Mondial Cups fest:

Hier die Top Ten:

Tomasits/ Esslinger, Team Sensas Jagsttal,
Ohl/ Remdisch, Team Schlögl
Lottig/ Haselmeyer, Team Sensas Jagsttal
Zimmermann/ Labs, ASV Biebesheim
Auer/ Baumgärtner, Team Mosella Niederbayern
Schwab/ Fischer, Team Sensas Jagsttal
Samtleben/ Mehmel, Ukelei Rheinhessen
Quell/ Seibl/ Team Berkley
Schneider/ Betz, SFG Main-Kinzig
Ruhland/ Mikschl, ASV Biebesheim

Ich möchte mich noch im Namen aller teilnehmenden Angler beim AC Donaufischer für die herausragende Organisation, die tolle Verpflegung und die tollen Ehrengaben bedanken. Euer Cup ist immer eine Reise wert!

Freuen wir uns schon auf das kommende Jahr und den nächsten Tubertini-Mondial Cup an der wunderschönen Donau.

Bilder: Tobias Klein (ct-Redakteur Bayern)

Weitere Bilder auf www-browningteam-bayern.de

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