Aue Cup 2009 in Sulingen

  • von Jan Käbler
  • 11. Juni 2009 um 13:25
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Am ersten Juniwochenende fand Deutschlands größtes Angelevent, der Aue Cup das ASV Sulingen statt. 64 Mannschaften plus Stopperangler summierten sich auf eine Zahl von 330 Anglern, eine Zahl die in Deutschland sicherlich seines gleichen sucht. Interessanterweise wollten sogar weit über 80 Mannschaften am Cup teilnehmen, der Veranstalter musste aber bei 64 Mannschaften das Feld schließen, da die Strecken der Aue keine weiteren Startplätze hergeben. Es ist Jahr für Jahr erstaunlich wie die Mannen des ASV Sulingen dieses gigantische Fischen abwickeln, auch in 2009 lief das komplette Event absolut reibungsfrei ab, ein ganz dickes Kompliment an den ASV Sulingen und die unzähligen Helfer.

Angler brauchen platz
330 Angler brauchen viel Platz

Wie in jedem Jahr stellten die benachbarten Vereine aus Barenburg und Kirchdorf ihre Auestrecken zur Verfügung, sicherlich nicht in jeder Ecke unserer Republik eine Selbstverständlichkeit, in den Stipperhochburgen um Sulingen aber keine Problem, auch an diese beiden Vereine unser Kompliment. Unterstützt wurde der Aue Cup auch 2009 wieder von den Firmen Lloyd und Sensas, sicherlich ist die Unterstützung dieser beiden Firmen ein wichtiger Bestandteil des erfolgreichen Aue Pokal Events. 

Die Aue
Die Aue, ein Fluss mit Besonderheiten

Kommen wir nach diesen verdienten Lobeshymnen nun aber zum Fischen.. Die Aue wird 2010 Austragungsort des Anglertreffs für Mannschaften sein, und steht damit in diesem Jahr unter besonderer Beobachtung, wie lief also der Aue Cup 2009 ab?

relaxed
noch völlig relaxed!
Im Vorfeld des Fischens hörte man eher schlechte Nachrichten von der Aue. Wurden beim Aue Cup 2008 noch sehr viele Rotaugen und Brassen gefangen und teilweise Fanggewichte über 10 Kilogramm erreicht, so verhießen die Meldungen vor dem Fischen 2009 nicht Gutes. Die Rotaugen waren sehr heikel zu beangeln, und Massenfänge der kleinen Rotaugen würden nur sehr schwer machbar sein. Die Brassen machten sich in den Tagen vor dem Fischen noch rarer und wurden kaum gefangen. Den Anglern war damit klar, das man dieses Angeln sehr vorsichtig und defensiv angehen musste.

Das Futter wurde sehr mager gehalten und mit Erde weiter gestreckt, ein Verhältnis von fifty-fifty war schon fast zu fett und einige Angler nutzen bis zu 90% Erde im Futter.

Die Montagen mussten fein und von leichten Gewicht sein, Montagengewichte von 0,2 Gramm bis 0,8 Gramm versprachen Erfolg, diese Montagen mussten penibel ausgebleit sein, denn die Fische bissen nur sehr vorsichtig, ideal erwiesen sich Posen mit Stahlantenne. Hakengrössen zwischen 20 und 24 waren die richtige Wahl, die Vorfächer sollten dabei eine Stärke zwischen 0,06mm und 0,08mm haben, das Ganze sollte an feinen Gummizügen 0,4-0,6mm gefischt werden. Während der Startfütterung wurde fast ausschließlich gecuppt, 3-8 Bälle des oben beschriebenen Futtermixes wurden ausgebracht. Dem Futter wurde circa 10-30 Pinkis oder Squats beigeben, wer hier zuviel Fütterte, der zerstörte seinen Platz für das gesamte Fischen. Die Angler welche noch auf die vorhandenen Kaulbarsche spekulierten schnitten noch einige wenige, sehr fein geschnittene Rotwürmer ins Futter um die Barsche anzulocken.

schwarzes Futter-kl
Schwarzes, mageres Futter

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Feine und sensible Posen
Nach dem Füttern wurde, Auetypisch, der ein oder andere Standfisch gefangen, schnell wurde aber klar, das sich die schwierigen Prognosen bewahrheiten würden und das Fischen sehr schwierig verlaufen würde. Die Angler die ihren Platz bei der Anfangsfütterung „überladen" hatten, verbrachten fortan frustrierende 3 Stunden ohne nennenswert Fisch zu fangen. Im Sektor E gab es dazu eine starke Diskrepanz zwischen den beiden Teilsektoren, wurde in den kleinen Nummern des Sektors relativ gut Fisch gefangen, so gab es im hohen Bereich des Sektors nur 2 Fänger, während 30 Angler ohne Fisch blieben.

Drabner ASV Syke-kl
Drabner, ASV Syke

Dieses Ergebnis wird sicherlich in die Annalen des Aue Pokals eingehen und stellte in diesem Jahr in den Sektoren auch die absolute Ausnahme da. In den weiteren Sektoren ging es darum seinen Platz sauber zu befischen und keinen Fehler beim Nachfüttern zu machen. War es beim fischreichen Angeln 2008 noch gut aus der Hand nachzufüttern, so war dieses Jahr präzises Nachfüttern mit dem Polecup angesagt. War seinen Platz mit zu viel Futter oder Ködern „belastete", der verabschiedete sich aus der Entscheidung, derjenige Angler aber der seinen Platz weiterhin sparsam aber kontinuierlich befütterte, der konnte zum Ende Fischens sogar eine erhöhte Bissfrequenz verzeichnen.

In den einzelnen Sektoren mussten zwischen 50 und 70 Fischen gefangen werden um das Fischen für sich zu entscheiden. In der Mannschaftswertung ging es jedoch darum keinen zu grossen, negativen Ausrutscher zu haben, bei den Ergebnissen im Sektor E gehört sicherlich auch etwas Losglück dazu.


Gerd Beich mit Bodo GehrkeSponsoren
Gerd Beich, Bodo Gehrke und die Banner der Sponsoren

Am erfolgreichsten konnten im Jahr 2009 die Mannen vom AC Suletal (A. Pleuss, B. Hoffmann, T. Pruchnowski, J. Nietfeld und L. Reichbach) die Gegebenheiten vor Ort umsetzen. Platz 2 ging an die Vorjahressieger Team Sensas NRW vor dem Hunte Team aus Oldenburg.

Das Siegerteam
Das Siegerteam des AC Suletal

Auch 2010 wird es wieder das Event Aue Pokal geben, wer an diesem Event teilnehmen möchte, der sollte sich nach erscheinen der Ausschreibung sputen denn die Schar der Freunde dieses Fischens wächst immer weiter!

die erfolgreichen Angler
Die erfolgreichen Angler des Aue Pokals 2009

Die Ergebnisse gibt es auf der Seite des ASV Sulingen e.V.

www.asvsulingen.de

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