Europa-Teamtreffen Browning 2009

  • von Achim Tomasits
  • 14. April 2009 um 10:09
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Nach dem erfolgreichen 1. Browning Teamtreffen am Julianakanal in Holland vor zwei Jahren, wurde dieses Mal die schöne Oberpfalz für ein gemeinsames Treffen der Browningangler ausgewählt. Zahlreiche Seen schmücken diese herrliche Landschaft und bieten eine hervorragende Grundlage für ein paar herrliche Tage unter Freunden. Der Eixendorfer Stausee offeriert für eine Veranstaltung in dieser Größenordnung beste Voraussetzungen und das Seehotel der Familie Greiner hat ausreichend Zimmerkontingente mit tollem Blick auf den See.

Im Vordergrund der Veranstaltung standen der kulturelle Austausch, das gegenseitige Kennenlernen, Erfahrungsaustausch und die Kontaktpflege. Zahlreiche europäische Browning-Angler und Teams nahmen die Einladung von Frerk Petersen an und machten sich auf die lange Reise in den Süden unserer Republik. Das ausrichtende Team - die Mannen um Albert Wiederer vom Browning-Team Bayern - legten sich mächtig ins Zeug, um dieser Veranstaltung den gebührenden Rahmen zu verleihen und den teilnehmenden Anglern die bayrische Gastfreundschaft nahe zu bringen. Teilnehmer aus England, Holland, Österreich, Dänemark und natürlich aus allen Teilen Deutschlands machten dieses Teamtreffen zu einem besonderen Erlebnis und zelebrierten burgunde Tage in Bayern. Frank und Peter Thomas, May Potter, Simon Colclough aus England, Matthias Weigang, Jan-Willi Kupperschmidt, Uli Prehn aus Deutschland, Günther Gatterbauer, Mario Litschl aus Österreich , Jos Jansen aus Holland, um nur einige bekannte Namen der europäischen Matchszene zu nennen, machten dieses Treffen zu einem besonderen Erlebnis für die gesamte Browning-Gemeinde. Denn neben den Browning-Werkteams waren auch die Browning-Händlerteams geladen und somit hatte man die Möglichkeit, die "Großen" der Angelszene hautnah zu erleben.

Insgesamt 15 Browning-Teams mit über 80 Anglern reisten stellenweise schon dienstags an und konnten bei herrlichem Wetter erste Eindrücke von Land und Leuten sammeln. Selbstverständlich wurden dann auch sofort die Angelruten ausgepackt und den Fischen nachgestellt, bei diesem Kaiserwetter hält es keinen Angler lange vom Wasser weg!


Frank Thomas, Team Wickford – eine netter Spitzenangler aus England

Im Vorfeld wurden einige Regularien zu den anstehenden Angeltagen vereinbart, so sollte am Donnerstag an einer Kiesgrube und am Freitag, Samstag am Eixendorfer Staussee geangelt werden. An der Kiesgrube war nur die Pole zugelassen und dieses Angeln diente vordergründig als internes Sichtungsangeln bzw. als Vergleich des anglerischen Niveaus der teilnehmenden Nationen. Hauptfisch an dieser Kiesgrube war eindeutig das Rotauge in Stückgewichten um die 60-80g und es musste ein hohe Frequenz geangelt werden, um ein anständiges Ergebnis zu erzielen. Am Ende konnte Günther Gatterbauer vom Browning-Team Österreich mit einer hervorragenden Leistung diesen Tag für sich entscheiden.

Die darauf folgenden Tagen sollten dann eher im Zeichen der Brassen des Eixendorfer Stausees stehen, schließlich ist dieser See für seine guten Fänge weit über die bayrischen Grenzen hinaus bekannt und 2006 konnten sich die Teilnehmer der Champions-Trophy vom guten Fischbestand bereits überzeugen.


Frerk Petersen und Helmut Langen beim Inspizieren des Tackles

 

Matthias Weigang mit einem der begehrten Brassen

Am Freitag stand dann ein Einzelangeln an, über 80 Browning-Angler sorgten für ein imposantes Bild entlang der Strecke und konnten bei frei wählbarer Angeltechnik den Fischen nachstellen. Vorwiegend kam die Feederrute zum Einsatz, aber vereinzelt konnte man auch hier und da die ein oder andere Matchrute sehen. Da der See erst in der Woche zuvor restlos eisfrei war, hatte das Wasser entsprechende Temperaturen und das Beißverhalten der Fische war eher zurückhaltend. Trotzdem konnten schöne Fische gefangen werden und am Ende hatte Harry Poels vom Team Holland die Nase vorne.

 

Peter Thomas – bereits in seinem jungen Alter ein Top-Mann in England



Harry Poels, Team Holland – auch die deutschen Brassen weiß er zu fangen!

Der Samstag stand dann im Zeichen eines Tandem-Angelns, die teilnehmenden Angler wurden querbeet gemischt und so kamen interessante Paarungen zustande. Gerade dieses Mischen der Angler ist für einen kulturellen Austausch bestens geeignet und auch wenn es hier und da Probleme bei der Kommunikation gab, am Ende waren alle Angler sehr von dem "Europäischen Tandemangeln" angetan.


Rosner/ Potter, deutsch-englisches Tandem mit viel Spaß am gemeinsamen Angeln

Vielen Anglern war das Ergebnis eher zweitrangig, vielmehr war das gesellige Miteinander, der Erfahrungsaustausch und der gemeinsame Spaß am Angeln wichtig und schnell entstanden neue, grenzüberschreitende Freundschaften.

Nichts alledem, die Fische bissen um einiges besser und so konnte das Vortageergebnis verdoppelt werden, insgesamt 117kg Brassen wurden vom Fischereiverein Neunburg abgeholt und in nahegelegene Gewässer umgesetzt. An dieser Stelle muss der ortsansässige Verein einmal besonders erwähnt werden, ohne die hilfreiche Unterstützung des Vorstandes und der Vereinsmitglieder könnte so eine große Veranstaltung nicht durchgeführt werden.
Das Angeln am Samstag konnte schließlich das Tandem Klein/ Chambers mit einer exzellenten Vorstellung für sich entscheiden, über 16kg Brassen fanden den Weg in ihren Setzkescher.


Paul Chambers und Tobias Klein – Das Erfolgstandem am Samstag

Am Samstagabend stand dann noch das Gala-Diner an und Frerk Petersen sprach den Honoratioren, dem Vorstand des Neunburger Angelvereins, dem Browning-Team Bayern um Albert Wiederer und natürlich allen angereisten Teams seinen Dank aus. Er erinnerte an die Hintergründe für ein solches "Familientreffen" und appellierte an alle Anwesenden, dass gerade in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit der Zusammenhalt besonders wichtig sei und jeder einzelne Angler seinen Beitrag hierzu leisten sollte.


Honoratioren, Fischereiverein, Sieger, alle waren sich einig – Das war Spitze!
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