Browning Tandem Cup an der Saar

  • von Claus Müller
  • 19. Juni 2009 um 13:48
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Am letzten Sonntag, dem 15.06.2009 ging es wieder in eine neue Auflage dieses schon traditionellen Hegefischens, dem Browning Tandem Fischen an die Saarstrecke in Luisenthal bei Völklingen, die so Manchem unter euch auch schon von Kaderfischen her ein Begriff sein dürfte! Am Start waren über 70 Teams, auch aus Frankreich und Luxemburg. Sehr gut wurde auch seitens der Veranstalter das immer wiederkehrende Parkplatzproblem gelöst. Niemand musste weite Wege zu den Angelplätzen zurücklegen. Es gibt auch an unserer Saar mittlerweile Probleme mit der Ausdünnung des Weißfischbestandes durch seinen größten Fressfeind den Kormoran, diese Ausdünnung schlägt sich nicht nur in den geringeren, aber immer noch guten Fanggewichten, als auch im Verhalten der Fische nieder. Die Zielfische, bei denen es sich hier in der Hauptsache um Rotaugen handelt, machen das durch ihr ängstliches Fressverhalten deutlich. Nur selten kommen sie noch direkt ins Futter, sie halten sich viel lieber im Austrieb des Abschnittes auf. Dieser Situation muss man seit diesem Jahr mit deutlich längeren Schnüren Rechnung tragen.Feinste Haken und Vorfächer waren ja schon immer das A und O für guten Platzierungen an diesem Gewässerabschnitt.


Lange Kopfschnüre sind 2009 Pflicht an der Saar

Die Angelplätze waren lehrbuchmäßig durch das Team Browning Saarland gemäht und erlaubten somit ein reibungsloses Handling der Starter.Die Wertung in nur zwei Sektoren(über 35 Tandems) sollte man sich aber für die Zukunft überdenken, denn einigermaßen gleichmäßige Verhältnisse bekommt man nur, wenn man den Gegebenheiten Rechnung trägt. So sollte man auch im nächsten Jahr, da wie schon beschrieben die Fische fast nur im Austrieb bissen, die Platzabstände unbedingt erhöhen!

Im Sektor B wurden dann doch noch einige Brassen gehakt, aber nur Wenige auch ausgedrillt. Wer dort auf den Fang der Rotaugen setzte war deutlich besser beraten. Die Luxemburger Romain König und Daniel Wolfsfeld vom Team Garbolino, gewannen diesen Abschnitt mit über 4 Kg Fischen.


Das Duo Wolfsfeld / König beim erfolgreichen Fischen an der Saar

Im Sektor A konnten Jonas Kugler und Claus Müller vom Team Shimano/CM Lockstoffe ihre Gewässerkenntnis zum Gesamtsieg der Veranstaltung mit über 6 Kg Gewicht nutzen. Das nebenan sitzende Team Peter Schürer und Chris Dobmeier waren schon harte Gegner, die sich auf diesen Saarstrecken mittlerweile auch ganz gut zurechtfinden. Sie belegten ebenfalls einen der vorderen Plätze.


Ebenfalls Erfolgreich - das Duo Kugler / Müller


Zur Angeltechnik (Kugler/Müller):

Anfänglich wurden von uns etwa 5 Bälle Futter mit Castern, Pinkies und Maden eingeworfen. Um die Standfische nicht noch mehr zu verschrecken, verzichteten wir ganz auf die Anfangsfütterung mit schwerer Erde, was in den Jahren zuvor immer ein Garant für besonders gute Fänge war.Anfänglich schoss ich als zur Strömung oben Sitzender, nur  Caster und Hanf in regelmäßigen Abständen ein. Als sich der erste Fressrausch gelegt hatte, begann ich im selben Rhythmus Futter zu werfen. Nun kamen du die Rotaugen bis direkt zur Einwurfstelle. Nach einer viertel Stunde ließen sie sich wieder in den Austrieb unseres Futterplatzes fallen und ich schoss ab jetzt, wieder nur lose Köder nach. Mein Tandempartner fing dadurch deutlich mehr Fische und ich musste sogar meine Hauptschnur verlängern, um überhaupt noch an Bisse zu kommen. Plötzlich ging mindestens eine halbe Stunde gar nichts mehr, während die Sensas Angler links neben uns weiter fingen! Als Jonas dann einen Waller drillte, war uns der Grund dafür klar. Zum Schluß hin wurde es immer heikler, und wir entschlossen uns die Bissbleie unserer Montagen weiter auseinander zu ziehen. So fingen wir mit einem Pinki als Hakenköder in den letzten 15 Minuten noch ca. 1.5 Kg Fische. Nur dieser Zeitraum brachte uns dann den Sektorensieg mit 120Gramm Vorsprung!Das Gewicht der Rotaugen lag bei ca. 80 – 100 Gramm, wir konnte aber entgegen unserer direkten Konkurrenten, einige Bonusfische um die 200 Gramm und sogar ein mindestens 400 Gramm schweres Exemplar fangen! Unsere Futtermischung bestand aus 4Teilen CM-Supermix mit einem Teil TM schwarz eingefärbt! Den bei uns immer gut wirkenden Lockstoff CM Lacto flüssig, brachten wir erst als es immer haariger wurde.


Organisator Helmut Langen mit dem Siegerduo Kugler / Müller


Euer Claus Müller

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