5. Mosella Feeder Tandem Cup Hockenheim

  • von Achim Tomasits
  • 22. Mai 2009 um 04:53
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Am vergangenen Wochenende lud der ASV Hockenheim zum 5. Mosella Feeder Tandem Cup an den Rhein. 93  Tandems folgten der Einladung und machten diese Veranstaltung zu einem der größten Feeder-Cups in Deutschland.
Treffen in Hockenheim
Zahlreiche Angler trafen sich in Hockenheim
Teilnehmer aus allen Ecken unserer Republik verschlug es nach Hockenheim, schließlich gab es vier der begehrten Tickets für das Mosella-Finale am Germersheimer Hafen zu gewinnen.

Einige Tagezuvor war der Wasserstand noch im Normalbereich und man konnte in manchen Buhnenabschnitten stellenweise mit 40-60g Futterkörbchen ohne Probleme angeln. Nur wie es in Hockenheim all die Jahre so ist, zwei Tage vor dem Angeln tobten heftige Gewitter in der Region und der Rhein fing langsam an zu steigen.

Am Veranstaltungstag mussten dann stellenweise 200g Futterkörbe ausgepackt werden, um der Strömung Paroli bieten zu können, filigranes Feederangeln sieht anders aus.

Zielfisch war vorweg die Brasse, aber auch Güster, Rotauge, Döbel, Barsch und Rapfen waren in der Wertung. Barben und Nasen hingegen befanden sich in der Schonzeit und wurden somit auch nicht gewertet. Die drei Sektoren – Herrenteich, Monsterlochbuhnen und Rheinhausen – waren bestens ausgesteckt und die Tandems hatten ausreichend Platz zu den Nebensitzern. Die Angelzeit war auf 4 Stunden bemessen und in den Sektoren wurde zeitverzögert mit dem Angeln begonnen. Ein großer Vorteil im Anschluss, der große Run auf das im Startgeld bereits beinhaltete Mittagessen bleibt so aus und die hungrigen Angler können adäquat verpflegt werden.


Pünktlich um 8:45 Uhr wurde das Angeln im Sektor Monsterlochbuhnen begonnen, die Sektoren Herrenteich und Rheinhausen folgten jeweils 15 bzw. 30 Minuten später. Im Sektor Monsterlochbuhnen wurde auf einigen Plätzen bereits nach ein paar Körben Fisch gefangen, in den anderen Sektoren ging es da schon schleppender zur Sache.

Die Fische reagierten besonders gut auf einen leicht rollenden Futterkorb, zu langes Liegenlassen brachte in den seltensten Fällen einen Anbiss. Die Futtermischung sollte im Rhein gut bindend ausfallen, zumindest bei erhöhtem Wasserstand und einer starken Strömung.

TTX mit kaltem Wasser angerührt ist für so ein Futter genau das Richtige, er gibt dem Futter die optimale Bindung und verströmt einen verführerischen Duft für die Brassen.
Achim Tomasits
Konzentriertes Angeln und Absuchen der Futterspur
Partikel wie Pastoncino, Eicake oder auch rote bzw. gelbe Partikel verstärken die Lockwirkung des Futters und reizen die Fische zum Anbiss.
schwieriges Keschern
Schwieriges Keschern bei dieser starken Strömung
Auch war es sehr wichtig, das Vorfach nicht zu stark zu wählen, max. 0,16mm waren die richtige Wahl, stellenweise reichte ein 0,14mm Vorfach aus, um die Fische kontrollieren zu können. Wurde das Vorfach zu stark gewählt, blieben die Bisse aus oder kamen nicht so vehement wie mit den dünneren Vorfächern.

Wichtig ist natürlich auch der passende Haken für diese Bedingungen bzw. für die gewichtigen Fische. Gerade bei der starken Strömung des Rheins ist es wichtig, dass der Haken den Anforderungen zu 100% gewachsen ist.
Der Trabucco 2610 scheint hier genau der richtige Greifer zu sein – robust, leicht verschränkter Ansatz und extrem scharf – das zeichnet diesen Haken aus und lässt den gehakten Fischen keine Chance.
Das Flavourn der Köder brachte zusätzlich noch den ein oder anderen Bonusfisch, besonders angetan waren die Brassen von fruchtigen Dips wie z. B. Red Nektar von Zammataro. Wichtig war hierbei, nach einiger Zeit entweder den Dip wegzulassen oder ein ganz anderes Aroma zu verwenden. Ansonsten konnte es passieren, dass die Brassen gegenüber dem Lockstoff immer misstrauischer wurden und Bisse plötzlich gänzlich ausblieben.
Wie man sehen kann, sind bei der modernen Feeder-Angelei jede Menge Faktoren zu berücksichtigen, wer Erfolg haben will, muss auch hier experimentierfreudig sein. Immer auf der Suche nach der optimalsten Abstimmung für das jeweilige Gewässer und den Zielfisch.

In den Sektoren Rheinhausen und Herrenteich zeichnete sich das Bild der vergangenen Jahren ab, es war sehr schwierig hier an den Fisch zu kommen. Einige Nullfänger fanden sich dementsprechend in diesen Sektoren wieder. Wie bei allen Veranstaltungen gehört auch hier ein glückliches Händchen bei der Verlosung der Plätze mit dazu.
harter Drill
Harte Strömung – harter Drill

Nach 4-stündiger Angelzeit trafen sich die Teilnehmer am Kleintierzüchterheim wieder und kamen in den Genuss, Schnitzel und Pommes in Empfang nehmen zu dürfen. Nach dem Kraftakt mit den hohen Futterkorbgewichten sicherlich genau die richtige Mahlzeit.

Die Auswertung ergab, dass ca. 300kg Fisch gefangen worden war, der Großteil stammte aus dem Sektor Monsterlochbuhnen, die Wenigsten aus dem Sektor Herrenteich.

Bruno Schotter, 2. Vorstand des ASV Hockenheim, und Michael Schlögl nahmen die Ehrung der Sektorenbesten vor und vergaben die 4 Tickets für das Mosella-Finale.
Eine rundum gelungene Veranstaltung des ASV Hockenheim, im nächsten Jahr wird dieses Angeln bestimmt wieder sehr schnell ausgebucht sein.

Sektorensieger:
 
Sektor A Herrenteich:Diehl/ Scheppach
Sektor B Monsterlochbuhnen:
Tomasits/ Esslinger
Sektor C Rheinhausen:
Dähler/ Schäfer
Bestes zweitplatziertes Team und somit auch mit einem Ticket bedacht:
Öchsler/ Czerwinski

Die drei Sektorensieger
Die drei Sektorensieger und zugleich Ticket-Gewinner für das Mosella-Finale
v.l.n.r: Dähler/ Schäfer, Tomasits/ Esslinger, Diehl/ Scheppach, es fehlt das beste zweitplatzierte Tandem Öchsler/ Czerwinski

Ausführliche Ergebnislisten können auf der Seite des ASV Hockenheim eingesehen werden.
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