Winter-Benefizfischen in Schleswig Holstein

  • von Rüdiger Hansen
  • 16. Februar 2009 um 15:06
  • 0
Am 08.02.2009 trafen wir uns zum 2. Winterfischen wieder in Friedrichstadt. Jörg Ovens hatte zusammen mit dem SFV Treene Friedrichstadt zu einem weiteren Angeln an die Grachten eingeladen.


Der Ostersielzug in Friedrichstadt

Diese Mal wurde das Angeln als Tandemfischen durchgeführt.Am Treffpunkt musste man allerdings erschrocken feststellen das große Teile des Ostersielzuges zugefroren waren, obwohl die nächtlichen Temperaturen nur um den Gefrierpunkt gelegen hatten. Der Vollmond und die klare Nacht hatten aber die meisten Plätze zufrieren lassen. Es sollte aber trotzdem gefischt werden. Bei einem Angeln von Georg Wahle im Gieselau-Kanal wurden trotz rustikaler Methoden noch relativ gut Fische gefangen.Von den 17 teilnehmenden Tandems saßen 2/3 im vollständig zugefrorenen Bereich. Mit dem Kescherstock würden Löcher ins Eis geschlagen und die Schollen herausgefischt (ich nenne das die mechanische Methode),


Die mechanische Variante der Eisbefreiung

während des Angelns wurde diese Variante um die „biologische Methode“ erweitert. Da es in Friedrichstadt unzählige Enten gibt kamen diese neugierig und hungrig zu den Angelplätzen. Mit etwas Futter auf dem Eis betätigten sich diese dann als Eisbrecher.


Die "Bioeisbrecher" aus Friedrichstadt

Als dritte Variante dachten wir über die „chemische Variante“ nach. Wenn man mit dem Pole-Cup Frostschutzmittel aufs Eis bringen würde, wäre der Lärmfaktor deutlich geringer.Dies haben wir natürlich nicht ernsthaft in Betracht gezogen, aber anhand der Ausführungen könnt Ihr sicher schon erkennen, dass das Beißverhalten in diesen Eisabschnitten doch recht dürftig war und es über Fänge und Strategien wenig zu berichten gibt.


Die "Eisplätze" forderten den Anglern alles ab

Aber trotzdem brachten 16 Tandems einen Fang zur Waage, wenn es auch teilweise nur wenige Gramm waren. Auf der rechten Seite hingegen waren die Bedingungen besser, die 4 Tandems die hier saßen machten die ersten Plätze unter sich aus.


In der eisfreien Zone waren wesentlich mehr Fisch zu fangen

Das Tandem aus den beiden Jugendanglern Andre Friedrichsen und Janne Ovens hatten nicht nur den besten Platz (an der Brücke) gezogen, sondern diesen auch ganz hervorragen befischt. Mit der Speedrute fingen sie zusammen 156 Fische die insgesamt 12299 g zur Waage brachten. Zweite wurden Sven Jobs und Olaf Kaden vom ASV Hennstedt (47 Fische/3325g) vor Bernd Pigors und Lars Nörregaard vom AC Weser (28 Fische/2210g). Auf dem 4. Platz folgten weitere Jugendangler. Eric Carstensen un Ingo Born vom ASV Nordseekant Husum fingen 39 Fische mit 1394g. Fünfte wurden Jan-Willi Kupperschmidt und Kai Hanno mit 17 Fischen und 1275g.Das Wetter hatte uns zwar einen Strich durch die Rechnung gemacht, was aber der allgemeinen Stimmung keinen Abbruch tat.


Fischen im Winter erfordert Geduld und Konzentration

Denn wer im Winter zum Angeln geht muss mit solchen Problemen rechnen.Im Friedrichstädter Anglerheim gab es wieder einen Imbiss (Kartoffelsalat und Würstchen) und auch der Becher Kaffee schmeckte bei Außentemperaturen von 0,5 Grad ausgesprochen gut. Wie vorher schon angekündigt sollte der Überschuß des Geldes an die Kinderkrebshilfe gespendet werden. Die Präsentkörbe und die Pokale wurden gespendet, von den 8,- Euro Startgebühr je Angler ging nur ein Obulus für das Essen ab, so dass über 200,- Euro für die Spende zur Verfügung standen. Die Idee hierfür wurde von Jörg`s Tochter mit ins Leben gerufen. Liv Kristin hatte vor wenigen Wochen erst einen Klassenkameraden verloren, der an Krebs verstorben war (mit 14 Jahren!!!). Dadurch wurde Sie dann auch die Schirrmherrin der Veranstaltung. Das eingenommene Geld reicht Sie an die Kinderkrebshilfe weiter. Bei der von ihr durchgeführten Ehrung der erfolgreichsten Angler konnte sie die Präsentkörbe dann auch an Arne und an ihren eigenen Bruder Janne überreichen.


Liv Kristin Ovens bei der Übergabe des Präsentkorbers für das Siegertandem

Nachdem es jetzt ein Einzelangeln und ein Tandemfischen gab wird es im März noch ein Zweierteamfischen geben (2 Angler in unterschiedlichen Sektoren werden zusammen gewertet). Dies wird ebenfalls wieder in Friedrichstadt stattfinden. Der Fürstenburggraben wird dann als Strecke dazu genommen, in diesem Abschnitt ist eine Plattform erforderlich! Ein Teammitglied sollte eine Plattform dabei haben.Die Startgebühr beträgt 10,- Euro je Teilnehmer. Ein Teil des Geldes wird für den Imbiss im Anglerheim verwendet, ein Teil wird in Sachpreise und ein Teil des Geldes wird wieder der Kinderkrebshilfe zur Verfügung gestellt werden.Wer an der Veranstaltung (reines Posenangeln) teilnehmen möchte kann sich bei Angelgeräte Ovens unter der Nummer 04841-72432 anmelden. Es können ca. 30 Teams a zwei Personen teilnehmen, die Teilnehmer der beiden ersten Veranstaltungen haben bevorzugtes Startrecht.Der Winter ist bis dahin hoffentlich verschwunden und wir würden uns freuen Euch in Friedrichstadt begrüßen zu können, denn Friedrichstadt ist immer eine Reise Wert. Und wenn die Bedingungen stimmen ist ein gutes und interessantes Angeln in den Grachten garantiert.

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