Mosella Feeder Tandem am Eixendorfer Stausee

  • von Text: Tobias Klein – Bilder: Julia Schiller/Rüdiger Klein
  • 22. November 2010 um 10:01
  • 5
Überraschungssieger am Eixendorfer Stausee

Dass sich bei der diesjährigen Austragung des Mosella Feeder Tandem Finales am Ende ein vermeintlicher Underdog zum König von Feederdeutschland aufschwingen würde, damit haben wohl nur die wenigsten Kenner der Feederszene gerechnet. Woran es lag, dass das Siegertandem Rühm/Rüffel die „Big Names“ des Feederangelns hinter sich lassen konnte, erfahren Sie hier.

So fischreich der Eixendorfer Stausee im Herzen Bayerns auch sein mag – es gehören nicht nur Können im Umgang mit der Feederrute und die richtigen taktische Entscheidungen dazu, um an diesem Gewässer am Ende ganz oben auf dem Siegertreppchen zu stehen. Denn der Stausee bleibt ein mehr oder weniger naturbelassenes Gewässer mit besseren aber auch schlechteren Plätzen. Oft hadern daher Teilnehmer einer Veranstaltung am Stausee mit scheinbar nicht konkurrenzfähigen Angelplätzen. An dieser Eigenheit des Sees änderte auch die Verlegung der Angelstrecke der diesjährigen Auflage des Finales in den wohl fairsten Sektor des Stausees nahe dem Ort Seebarn nichts.

Reges Treiben am Stausee: Die Finalstrecke der diesjährigen Austragung.
Reges Treiben am Stausee: Die Finalstrecke der diesjährigen Austragung

Ein Gewässer mit Tücken
Ohne Frage gilt dieser Sektor bei den großangelegten Hegemaßnahmen im Sommer als einer der fairsten Abschnitte und schien damit geradezu ideal für eine Austragung von Deutschlands derzeit wichtigsten Feeder-Events zu sein. Doch bereits in der Vorbereitungswoche zeigte der Sektor ein völlig anderes Gesicht und bescherte nicht jedem der angereisten 25 Tandemteams auf Anhieb den Fang eines Wertungsfisches. Schließlich unterfielen die zahlreichen und mit bis zu fast einem Kilogramm mehr als gewichtigen Rotaugen nicht dem vom Fischereiverein Neunburg vorm Wald gesetzten Hegeziel und mussten schonend ins Gewässer zurückgesetzt werden. Allein Brassen, Güstern und deren Kreuzungen waren Gegenstand der Wertung.

Stefan Metzdorf
  Bernd Frisch
Stefan Metzdorf
  Bernd Frisch

Besonders im Brassen-ärmeren A-Teilsektor musste daher die Futterstrategie besonders bedacht gewählt werden, um das Interesse der gierigen Rotaugen am Futterplatz möglichst gering zu halten. Doch auf manchen Angelplätzen schien selbst die passivste, grobkörnigste und hellste Futtermischung die Rotaugen nicht davon abzuhalten, es sich auf dem Futterplatz der Angler gemütlich zu machen. Viele der Teilnehmer versuchten, durch die Kombination aus einer massiven Anfangsfütterung von bis zu 15 Futterkörben mit einer gehörigen Portion an Castern und einer in der Folge stark gedrosselten Wurffrequenz, die kleinen Silberlinge nicht unnötig auf den Angelplatz aufmerksam zu machen. Doch ohne spürbaren Erfolg. Und selbst die Wahl einer weiten Wurfdistanz jenseits der 80 Meter brachte an bestimmten Stellen in der Trainingswoche nur Rotaugen zu Tage.

Futter
Verführerische Korbfüllung: Nicht alle Teilnehmer setzten auf eine helle Futtermischung.

Ein ganz anderes Bild bot sich den Anglern indes im B-Teilsektor. Dort konnte man in alter Eixendorf-Manier auch auf der Kurzstrecke von rund 30 Meter Brassen in Massen fangen. Saß man direkt unter dem Parkplatz am Sektor, konnte man sich auf Bisse am laufenden Band einstellen und musste durch häufiges Werfen die gierigen Rüsselträger bei Laune halten. In diesem Sektor schien es den Brassen auch nichts auszumachen, wenn man es mit dem zielgenauen Werfen des Futterkorbes nicht so eng nahm. So konnte es für eine Top-Platzierung schon ausreichen, die richtige Wurfdistanz ausfindig zu machen. Nicht weiter verwunderlich, dass jedes der angereisten Tandems wohl gerne einen Startplatz im fischreicheren B-Teilsektor eingenommen hätte. Schließlich waren die Rotaugen in diesem Sektor weit seltener und man sollte doch fast von jedem der Angelplätze ein Wörtchen in der Schlacht um die Top-Platzierungen im Teilsektor mitreden können.

Rotauge
Rotauge Unbedingt zu vermeiden: Waren die gierigen Rotaugen erst einmal auf dem Futterplatz, konnte man nur noch schwer an Brassen kommen.

Alia acta est?
Für viele Verfolger des hochkarätigen Feeder-Events waren die Würfel über den Ausgang der Veranstaltung bereits am ersten Tag nach der Verlosung der Startplätze gefallen. So konnte sich Titelverteidiger Matthias Kukielka und Partner Michael Zammataro einen der begehrten Startplätze im B-Teilsektor ziehen. Fernab von vielen anderen top-gehandelten Teams, die Plätze im ungeliebten A-Teilsektor einnehmen mussten. Wenngleich der Platz des Zammataro-Duos nicht ganz im fischreichen Epizentrum des Sektors lag, meinten viele der Teilnehmer bereits zu diesem Zeitpunkt zu wissen, dass die Ruhrpott-Connection nichts anbrennen lassen und souverän den Sektorensieg einfahren werde. Freilich räumten die zahlreichen Zuschauer auch dem Tandem Thorsten Ohl/Oliver Remdisch (Team Schlögl) gute Chancen ein. Schließlich saß das Eixendorf-erprobte Duo auf dem vorletzten Teilsektorenangelplatz vermeintlich viel besser als Zammataro/Kukielka und würde mit Sicherheit alles geben, um dem haushohem Favoriten im B-Teilsektor die Stirn zu bieten.

Tobias Klein
Got it: Ein dicker Brocken aus dem Stausee liegt geschlagen im Unterfangnetz von Tobias Klein.

Neben Michael Schlögl mit Felix Scheuermann (Team Mosella), zogen sich auch andere erfahrene Eixendorf-Angler wie Matthias Weigang und Tobias Klein (Team Browning) oder Markus Pfab/Günter Dumberger in den unbeliebten A-Teilsektor. Wenngleich man also gewissen Anglern im B-Teilsektor einen Start-Ziel-Sieg bescheinigte, konnte man sich als Betrachter im A-Teilsektor auf einen harten Kampf des Who-Is-Who am Stausee um die besten Platzierungen im Teilsektor einstellen. Doch auch die erstmaligen Gäste am Eixendorfer Stausee durften sich durchaus Siegchancen einräumen – denn wenn das Pflichttraining am Vortag eines gezeigt hatte, ist es, dass der Stausee Tag für Tag ein anderes Gesicht an den Tag legt und das Lospech einen jeden der Teilnehmer treffen konnte.

Let the show begin
Bereits eine halbe Stunde nach dem Startschuss zeichnete sich der von vielen erwartete, ewige Zweikampf an der Spitze des A-Teilsektors ab. Auf einer kleinen Landzunge sitzend verführte Tandem Schlögl/Scheuermann in beeindruckender Manier eine Brasse nach der anderen. Vor allem Felix Scheuermann brachte Tandem Weigang/Klein mit einer Serie guter Distanzfische auf rund 60 m Angeldistanz mächtig ins Schwitzen. Auch, weil an ein Angeln auf Distanz beim Browning-Tandem nicht zu denken war. So versenkten die beiden schon beim Ausloten des Angelplatzes mehrere Futterkörbe beim Versuch einen geeigneten Platz jenseits der 45 m – Bahn ausfindig zu machen. Das Ende vom Lied war schließlich, dass man sich damit begnügen musste, auf den kurzen Bahnen von 30 bzw. 44 Metern zu versuchen, an den Fisch zu kommen. Doch aus der Not schien nach einer beachtlichen Serie vom Browning-Duo eine Tugend zu werden und das zweitplatzierte Tandem des Finales vom Vorjahr konnte wieder zum bislang führenden Tandem Schlögl/Scheuermann aufschließen.

Uwe Groß   Matthias Männchen
Uwe Groß
  MatthiasMännchen

Doch auch das am Endplatz sitzende Tandem Kropp/Groh setzte alles daran, den vermeintlichen Favoriten das Leben möglichst schwer zu machen und glänzte durch den Fang stattlicher Stausee-Brassen. Das Dreigestirn im Sektor bot den Zuschauern Feederangeln der Spitzenklasse und bewies, dass es durchaus möglich war, Brassen zu selektieren. Wenngleich ab und an trotzdem einmal ein Rotauge am Haken hing, musste durch ständige Köderwechsel versucht werden, den momentanen Geschmack der Brassen im See zu treffen. Eine Kombination aus einer Caster und einer Made, ein Wurmknäuel oder gar drei Pinkies – scheinbar halbstündlich schien sich der Geschmack der Rüsselträgerinnen im See zu ändern. Konnte man an manchen Stellen auch mit großen „Eisen“ der Größe 12 Fische überlisten, musste an wieder anderen Stellen kleinste Haken (Hakengröße 16-18) an feinsten Vorfächern um die 0,10 mm her, um die Brassen zum Anbiss zu verleiten.

Nicht zuletzt aufgrund der ständig wechselnden Verhältnisse hielt der Ausgang des offenen Schlagabtausches im A-Teilsektor einiges an Spannung für die Beobachter bereit. Zumal sich auch immer wieder andere Teams wie etwa Markus Pfab und Günter Dumberger (Team Feeder Elite) durch eine schöne Fangstrecke anschickten, noch in den Dreikampf an der Spitze einzugreifen. Doch trotz aller Spannung im A-Teilsektor, konnte man als interessierter Zuschauer auch im B-Teilsektor durchaus auf seine Kosten kommen und einige Kniffe für die eigene Fischerei mitnehmen.

Haken
Wer die Wahl hat, hat die Qual: Auch Michael Schlögl versuchte durch mehrmaliges Wechseln des Hakenmodells, den einen entscheidenden Fisch mehr zu fangen.

Spannung bis zum Schluss
Doch nicht hinter den vermeintlichen Top-Favoriten Zammataro/Kukielka konzentrierten sich die zahlreichen Zuschauer. Sondern just bei dem Angelplatz, den bei der Platzauslosung noch niemand haben wollte. Schließlich wurde an diesem Angelplatz beim obligatorischen Pflichttraining aller Teams am Freitag nicht geangelt, da ein Finaltandem kurzfristig absagen musste. Doch die ungeliebte Platznummer B 6 zeigte mit zunehmendem Verlauf des Angelns ihr ganzes Potenzial und das Tandem Thomas Rühm/Stefan Rüffel (Team Sensas) konnte sich vor Bissen kaum erwehren. Eine Brasse nach der anderen konnten die von vielen Zuschauern als Underdogs eingestufte Angler über den Rand des Unterfangkeschers führen und letzten Endes alle anderen Tandems im Sektor regelrecht düpieren.

Zammataro Fang
Michael Zammataro
Eine Alles-Oder-Nichts-Taktik mit geschnittenen Würmern in jedem zweiten Futterkorb half dem Tandem dabei, seine Führung im Sektor in Windeseile auszubauen. Auch das letzte Aufbäumen des Zammataro-Duos konnte daran nichts mehr ändern und man musste mit einem Fanggewicht von etwas über 11 Kilogramm dem Duo Rühm/Rüffel mit 8 Kilogramm Vorsprung den Vortritt im Sektor lassen und sich mit dem zweiten Rang im Teilsektor anfreunden. Den dritten Rang im B-Teilsektor konnten sich die Lokalmatadoren Klaus Fölsner und Rüdiger Michalski mit lediglich 200 g weniger als Tandem Zammataro/Kukielka sichern. Ähnlich beachtenswertes geschah auch am Ende des B-Teilsektors.

Denn lagen sich manche bei der Platzverlosung am Morgen beim Anblick Ihrer Startnummer nahe dem Ende des B-Teilsektors noch überschwänglich in den Armen, so hatte man beim Anblick seines Fanges letzten Endes nicht viel zu lachen. Denn selbst das Eixendorf-versierte Koppel Oliver Remdisch/Thorsten Ohl (Team Schlögl) konnte an einem vorletzten Sektorenrang nichts ändern. Je näher man dem Ende des Teilsektors kam, desto weniger Chancen auf eine gute Platzierung im Sektor hatte man. Bemerkenswert. Vor allem, wenn man weiß, dass bei den Mosella- und Browning-Events am Stausee genau von diesen Plätzen die Topgewichte zu erzielen sind.

Sollte denn wirklich der als fischarm gefürchtete A-Teilsektor das fairste Stück der Angelstrecke sein? Nur die Waage konnte Gewissheit bringen – mittlerweile war ohnehin niemand mehr im Stande, abschätzen, wer am Ende die Nase vorn hatte im durch ständige Führungswechsel geprägten A-Teilsektor. Das erste Ausrufezeichen setzte das Tandem Weigang/Klein mit einem Fanggewicht von 13,39 kg. Für Michael Schlögl zu diesem Zeitpunkt schon das Siegergewicht im Sektor und Grund genug für erste Glückwünsche. Zumindest solange bis es zum Abwiegen seines eigenen Tandemfanges kam. Denn am Ende hatte er mit Partner Felix Scheuermann 660 g Fanggewicht mehr im Netz und damit den Sektorensieg am ersten Tag sicher. Das Tandem Kropp/Groh konnte dem See 11,18 kg an Brassen entlocken und musste sich mit dem dritten Sektorenrang zufrieden geben.

Felix Scheuermann
Distanz-Brasse: Felix Scheuermann erfolgreich auf weiter Distanz.

Herzschlagfinale im A-Teilsektor
Als Krimiautor hätte man es nicht besser inszenieren können. Am zweiten Finaltag kam es wie schon im Jahr zuvor zum großen Showdown: Alle Teams, die dank einer Platzziffer von maximal zwei Punkten die besten Aussichten auf den Gesamtsieg hatten, sollten im A-Teilsektor ihre Plätze beziehen. Nicht nur Rühm/Rüffel, Schlögl/Scheuermann und Weigang/Klein, sondern auch Zammataro/Kukielka bezogen Stellung im A-Teilsektor. Als Zuschauer konnte man sich aufgeregt die Hände reiben und dem Startschuss entgegenfiebern. Würde es einem der Tandems gelingen, den schier uneinholbaren Vorsprung von Rühm/Rüffel am letzten Tag noch auf der Zielgerade zu egalisieren und vorbeizuziehen? Das war die Frage, die es nun zu beantworten galt.

Thomas Rüffel
  Matthias Weigang
Thomas Rüffel
   Matthias Weigang

Am entschlossensten wollte darauf das Browning-Tandem Weigang/Klein eine Antwort geben und setzte sich schon in der ersten Stunde des Angelns deutlich von ihren schärfsten Konkurrenten im Teilsektor ab. Dabei bewies Matthias Weigang eindrucksvoll, warum er als Weitwurf-Spezialist gilt. Als einziger trotzte er Wind und Wetter und katapultierte seinen Futterkorb mit beneidenswerter Präzision und brachialen Gewaltwürfen auf eine Angeldistanz von über 70 Metern. Da das kein anderer im Sektor riskierte, konnte Matthias allein auf weiter Flur über 70 % des Fanges des Browning-Koppels im Alleingang einnetzen.

Da auch sein Partner Tobias auf der Kurzstrecke von 42 Metern seinen Beitrag zur Ausbeute des Tandems leistete, war schnell klar, dass es an diesem Tag wohl kein Vorbeikommen am Browning-Tandem geben würde. Dementsprechend hart legte sich das Tandem Rühm/Rüffel auf dem Platz vom Vortag von Schlögl/Scheuermann ins Zeug, um vielleicht ihren schier uneinholbaren Vorsprung an Fanggewicht aus dem ersten Durchgang irgendwie über die Ziellinie zu retten. Doch direkt neben sich hatte man das Tandem Zammataro/Kukielka, die ihr ganzes Register zogen, um ihrerseits den Traum einer erneuten Titelverteidigung wahrmachen zu können. Eins war sicher – es würde zwischen diesen beiden Koppeln ganz knapp ausgehen.

Derweil fast schon etwas fernab des Interesses der Zuschauer konnte sich im B-Teilsektor das Tandem Männchen/Wierzba mit gut 12 Kilogramm den Sektorensieg sichern. Dahinter platzierte sich das Tandem Korn/Metzdorf mit etwas über 11 Kilogramm und das Tandem Laukatis/Steinberger mit knapp 10 Kilogramm. Das am ersten Tag noch so gut gestartete Tandem Fölsner/Michalski konnte am Abschlusstag dem B-Teilsektor leider nur 6,88 kg entlocken und fiel auf den achten Teilsektorenplatz zurück.

Stopper
Die eigentlichen Sieger des Finales: Zahlreiche Stopper harrten zwei Tage im Schatten bei frostigen Temperaturen aus und halfen dabei, möglichst faire Angelbedingungen für die Finalisten zu sichern.

Doch die Augen aller Zuschauer waren nun auf dem Ausgang des Vierkampfes im A-Teilsektor um die Krone von Feederdeutschland gerichtet. 12,32 kg Fanggewicht trotz Sturmböen – dieses Fanggewicht von Matthias Weigang und Tobias Klein war im A-Teilsektor nicht zu toppen. Dadurch hatte das Tandem zwar den direkten Vergleich der Führenden unter sich für sich entschieden und alles in seiner Macht stehende getan, den gewaltigen Vorsprung des Tandems Rühm/Rüffel zu egalisieren. Für einen Finalsieg aus eigener Kraft reichte die Leistung des Tandems aber nicht. Denn am Ende hatte das Tandem Rühm/Rüffel noch knappe 1,5 Kilogramm Fanggewicht Vorsprung und ein zweiter Sektorenplatz würde dem Tandem zum Gesamtsieg bereits reichen.

Weingang/Klein

Michael Zammataro und Matthias Kukielka zusammen mit Organisator Michael Schlögl
Weingang / Klein

M. Zammataro, M. Kukielka,
M. Schlögl

So musste das Browning-Duo auf die Schützenhilfe von Titelverteidiger Zammataro/Kukielka hoffen. Doch auch am zweiten Tag, konnten die beiden Zammataro-Angler nichts gegen die befreit aufangelnden Rühm/Rüffel ausrichten und mussten sich um 300 Gramm geschlagen geben. Nun konnten nur noch Michael Schlögl und Felix Scheuermann etwas am Gesamtsieg der beiden Angler ändern. Doch auch die mühsam auf einem vermeintlich schlechteren Angelplatz zusammen gesammelten 8,78 kg Fanggewicht des Mosella-Tandems reichten lediglich zum vierten Sektorenrang. Es war amtlich, der Gesamtsieg ging an den von vielen unterschätzten Underdog im Starterfeld.

Schlögl/Scheuermann
  Matthias Männchen / Wolfgang Wierzba
Michael Schlögl / Felix Scheuermann   Matthias Männchen/Wolfgang Wierzba

And the winner is...

Rühm/Rüffel
Tandem Stefan Rüffel und Thomas Rühm  - Sieger des Mosella Feeder Tandem Finales 2010.

Das Tandem Thomas Rühm/Stefan Rüffel konnte sich am Ende aufgrund des besseren Fanggewichtes vor dem Browning-Tandem Matthias Weigang und Tobias Klein den Gesamtsieg der diesjährigen Austragung des Mosella Feeder Tandem Finales sichern. Zum zweiten Mal in Folge schrammte das Browning-Duo damit am Gesamtsieg vorbei und wurde erneut zweiter Gesamtsieger. Die letzte Stufe auf dem Siegerpodest sicherte sich das Tandem Michael Schlögl/Felix Scheuermann mit der PZ 5 vor den punktgleichen Tandems Matthias Männchen/Wolfgang Wierzba und Michael Zammataro/Matthias Kukielka.

Top 3
Das Treppchen (v.l.): Schlögl/Scheuermann – Rühm/Rüffel – Weigang/Klein

Doch warum konnte denn nun das von den meisten vor dem Finale vielfach unterschätze Tandem Rühm/Rüffel die Big Names des Feederangelns hinter sich lassen? Sicherlich nicht zuletzt deswegen, weil sie einiges anderes machten als all die anderen Tandems am Stausee. Anstatt hellem, grobem und passivem Brassenfutter zu vertrauen, verwendete man feines, dunkles Futter im Futterkorb. Anstatt auf weiter Distanz den Erfolg zu suchen, konzentrierte man sich auf seine Tugenden und angelte teilweise zu zweit auf einem Platz in kurzer Ent-fernung zum Ufer. Rühm/Rüffel schnitten Würmer, obwohl alle anderen lieber auf Caster und ein paar Pinkies im Futter vertrauten. Doch am Ende gilt bekanntlich: Der Erfolg gibt ihnen Recht.

Auswertung

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5 Kommentare
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  • ossicharly
    aus Kuhardt
    "Underdogs"
    Wer das Tandem Zamataro/Kukielka im ersten Durchgang mit ca. 7 Kg vorsprung hinter sich läßt und im 2 Durchgang alle Favoriten im Sektor hat und sich trotzdem durchsetzt steht zurecht ganz oben. Ehre wem Ehre gebührt
  • Angelspezi
    Finale
    Sehr schöner Bericht. Endlich ein anderes Tandem das sich auf dem Siegerpokal verewigt hat. Da kann man sehen das auch die sogenannten Favoriten nur mit Wasser kochen, und auch etwas Losglück zum Siegen benötigen.
  • Kai
    Echt spitze
    geschrieben, so macht das Lesen echt Spaß! Spannend, informativ und unterhaltsam, so sollten mehr Artikel sein.
  • justusnator
    aus garbek
    :)
    Sehr sehr geil geschrieben!!!! Wirklich ein super Bericht :)
  • Diaflash
    aus Leipzig
    Super
    Klasse geschrieben!!!