6. Mosella-Feeder-Tandem-Cup in Eixendorf

  • von Achim Tomasits
  • 09. Mai 2011 um 10:11
  • 2
Viele Angler fieberten bereits seit Wochen dem Mosella-Feeder-Tandem-Cup am Eixendorfer Stausee entgegen. Dieses Quali-Angeln der Mosella-Feeder-Serie ist weit über die Grenzen Bayerns, ja sogar über die bundesweiten Grenzen hinweg, eine sehr beliebte Veranstaltung und lockt zahlreiche Feeder-Cracks an dieses brassenträchtige Gewässer. 77 Tandems fanden sich in diesem Jahr am 30. April und am 1. Mai zu diesem Cup ein und folgten dem Hegeauftrag des Fischereivereins Neunburg vorm Wald und der Einladung des Mosella-Teams Niederbayern.

Schon Tage vor der Veranstaltung konnte man zahlreiche Tandems bei diversen Trainingssessions am See beobachten, wer erfolgreich sein möchte muss entsprechend vorbereitet sein. Leider hielten sich die Fangmeldungen in manchen Sektoren doch sehr zurück und einige der anwesenden Angler befürchteten schon einen Worst-Case, zu viele Angler blieben weit hinter ihren Erwartungen zurück. Die Brassen waren nicht über den ganzen See verteilt und hielten sich nur an bestimmten Plätzen auf, ob das mit dem noch ausstehenden Laichgeschäft zusammenhing, konnte nicht eindeutig bestimmt werden. Viele der Teilnehmer waren sich einig, es wird ein schweres Stück Arbeit werden.

Zielfisch der Veranstaltung – die Brasse
Zielfisch der Veranstaltung – die Brasse

Samstag 30. April, der 1. Durchgang stand an und nach der Begrüßung durch Christian Unterholzner vom Mosella-Team Niederbayern, einer wie gewohnt schnell durchgeführten Verlosung der Startplätze, machten sich die Teilnehmer auf den Weg in ihre Sektoren. Die Angelzeit wurde auf 5 Stunden fixiert, genügend Zeit sich umfassend mit den Brassen zu beschäftigen. 4 Sektoren, ausreichend Platz zu den Nachbarn, beste Voraussetzungen für einen erfolgsversprechenden Durchgang.

Zur Angelei:
Je nach Sektor setzten die Teilnehmer auf unterschiedliche Angeldistanzen, diese reichten von Weiten von 25m bis hin zu einer Entfernung von 90m. Es gestaltete sich bei extrem starken Windböen recht schwierig, die großen Weiten exakt zu beangeln. Auch kristallisierte es sich heraus, dass die Fische die flacheren Bereiche bevorzugten. Bei den verwendeten Futterkörben setzten viele Teilnehmer auf kleine Speedkörbe mit Gewichten zwischen 40 und 80g, auf den kurzen Bahnen sah man aber auch normale Körbe bis 50g. Sicherlich musste man sich den Platz unter Wasser genau "anschauen", es gab in manchen Bereichen markante Kanten als Orientierungshilfe für mögliches Fischaufkommen. Diese galt es zu finden und dann folgte aber das meist größere Problem: Wie bekommt man den gehakten Fisch über diese Kante? Mit einer ausgefeilten Drilltechnik bekam man die Fische über diese Kante. Nicht bei allen Teilnehmern, welche es mit den genannten Kanten zu tun hatten, war ein so verlustarmes Angeln angesagt.
Beim Futter schieden sich die Geister, einige Angler setzten auf eine gewohnte, helle Brassen-Futtermischung, andere wiederum angelten defensiver und dunkelten ihre Mischungen ab. Auch bei den Ködern konnte keine eindeutige Tendenz festgestellt werden, einige setzten auf den Brassenköder No. 1, den Wurm, andere dagegen fingen ihre Fische ausschließlich mit Maden bzw. Pinkies. Wer Caster als Hakenköder einsetzte, machte schnell Bekanntschaft mit den Rotaugen, stattliche Fische mitunter, nur nicht in der Wertung.

Tandem Eitelböss/ Liegl von den Feederchamps
Tandem Eitelböss/ Liegl von den Feederchamps

Im 1. Durchgang spiegelte sich exakt das Beißverhalten in den einzelnen Sektoren wider, welches in den einzelnen Trainingssessions sich abgezeichnet hatte. Einige Plätze in  diesem Durchgang zeigten sich produktiv und hier konnten die Brassen auch gefangen werden, jedoch in manchen Bereichen war es fast unmöglich an den Fisch zu kommen. Dies zeigte sich besonders in Sektor D, dem Brückensektor. 8 Tandems ohne Fisch, stellenweise sogar ohne Biss, ein sehr ernüchterndes Ergebnis. Auch in den anderen Sektoren gestaltete es sich stellenweise sehr schwierig, die Fische an den Platz zu lotsen und zum Anbiss zu verleiten. Und so setzen sich folgende Tandems in den jeweiligen Sektoren durch:

Sektor A: Krawczyk jun./ Kukielka, 19.330g
Sektor B: Weigang/ Klein, 10.270g
Sektor C: Scheuermann/ Scheuermann, 8.970g
Sektor D: Winkler/ Winkler, 5.280g

Jeder Fisch war wichtig, sicheres einnetzen der Brassen Pflicht
Jeder Fisch war wichtig, sicheres einnetzen der Brassen Pflicht

2. Durchgang:
In der Regel produziert der 2. Durchgang an diesem Gewässer mehr Fisch als am Vortag, die Plätze sind vorgefüttert und erwischt man die richtige Angeldistanz, kann dies eine größere Ausbeute bedeuten. Leider konnte in diesem Jahr nicht wesentlich mehr Fisch gefangen werden, manche Plätze blieben genauso fischlos wie am Vortag und viele Angler kamen – trotz vieler Bemühungen – nicht in den Genuss von Massenfängen. Hier und da mal ein Fisch, da bekommt der Begriff "Jäger und Sammler" eine ganz neue Bedeutung. Fing man 2-3 Brassen kurz hintereinander dachte man schon, jetzt ist ein Brassenschwarm da. Doch dies war in den meisten Fällen eben nicht so. Redlich mühten sich die Teilnehmer um jeden Fisch, nicht alle Bemühungen waren von Erfolg gekrönt und so gab es auch in diesem 2. Durchgang einige Nichtfänger. Der berüchtigte D-Sektor war mit insgesamt 8 Nichtfängern wieder sehr fischarm, aber auch in anderen Sektoren konnte nicht auf allen Plätzen Fischkontakt verzeichnet werden. Die Hintergründe für das diesjährige schlechte Beißverhalten wurde heftig diskutiert, manch einer führte einen zurückgehenden Brassenbestand auf, andere wiederum auf das noch nicht abgeschlossene Laichgeschäft der Brassen und manch einheimischer Angler verwies auf den wachsenden Bestand an Raubfischen, allen voran den Welsen welche in stattlichen Größen im See zu finden sind. Vielleicht war aber auch nur der Zeitpunkt nicht der richtige, in 14 Tagen können die Fangaussichten schon wieder ganz anders aussehen.

Durchschnittliche Brasse aus dem Eixendorfer Stausee
Durchschnittliche Brasse aus dem Eixendorfer Stausee

Folgende Tandems setzten sich im 2. Durchgang durch:
Sektor A: Eder/ Fölsner, 15.880g
Sektor B: Krawczyk jun./ Kukielka, 12.030g
Sektor C: Pfeffer/ Dostal, 18.120g
Sektor D: Mayer/ Beck, 8.480g

Das Gesamtklassement wurde noch ein wenig durcheinander gewürfelt, denn einige Teams, welche am Vortag sich eine gute Basis geschaffen hatten, konnte das Ergebnis nicht mehr bestätigen und rutschten so noch einige Plätze nach hinten.

Ticket-Gewinner:
   Gesamtplatzziffer
    Gesamtgewicht
 
Krawczyk jun./ Kukielka   
      2 
 31.360g
 
Weigang/ Klein
   3 
  21.750g
 
Mayer/ Beck 
     3 
  15.890g
 
Greich/ Teller
     5 
19.550g
 
Winkler/ Winkler

  9.350g
 

Nachdem Mathias Kukielka bereits durch die Erfolge mit Michael Zammataro für das Finale qualifiziert ist, rutscht somit das Tandem Winkler/ Winkler nach und darf in diesem Jahr beim Finale mitangeln.

Im Vergleich zum Vorjahr war das gefangene Gesamtgewicht mit 514,48kg recht niedrig, das durchschnittliche Fangewicht von 3,34kg pro Tandem und Durchgang lag somit um 2,41kg unter dem Vorjahreswert.
 
Preisträger
Preisträger

Ticketgewinner
Ticketgewinner

Ausführliche Ergebnisliste auf der Seite des Mosella-Team Niederbayerns unter http://www.team-mosella-niederbayern.de

Alles in allem eine sehr gut durch das Mosella-Team Niederbayern organisierte Veranstaltung, auch wenn der Fisch dieses Jahr nicht ganz so beißfreudig war, viele Angler waren sich einig, wir kommen wieder!
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2 Kommentare
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  • feederfreund
    Eixendorf
    Guter Artikel. Genau so war es. Trotzdem sind wir nächstes Jahr auch wieder dabei.
  • RahZ
    ???
    !!!