1. Mosella Tandem Feeder Cup am Silokanal

  • von ct Redaktion
  • 02. Mai 2011 um 09:20
  • 6
Die Mosella Feederserie, initiiert durch Michael Schlögl, hat sich in den letzten Jahren zu einer der Aushängeschilder der deutschen Feederszene entwickelt. Begann die Serie vor einigen Jahren vor allem im Süden, Westen und Norden der Republik, ging die Serie im letzten Jahr auch in den neuen Bundesländern an den Start. Auch 2011 gibt es wieder ein Fischen in den neuen Ländern. Im letzten Jahr fand das Fischen am Elbe-Havel Kanal in Niegripp statt und in diesem Jahr entschloss man sich das Mekka der Posenangler unter die Körbe zu nehmen - der Silokanal war das Ziel der Feederangler. Organisiert durch Jan Malecki, wurden alle organisatorischen Hürden genommen und die Spiele konnten starten.


Bisher eher eine seltenes Bild: Feederangler am Silokanal

War der Silokanal im letzten Herbst ein schwieriges, teilweise launisches Gewässer, so deuteten die Fangergebnisse in den Wochen vor dem Event auf hervorragende Fänge hin. Egal mit welchen Anglern man sprach, alle berichteten von wahren Sternstunden am Kanal. Es war also kein Wunder, dass sich das Starterfeld vor dem Event noch füllte und 37 Koppeln für dass Event meldeten.

Da sich die Ergebnisse vom Silokanal unter den Anglern schnell rumgesprochen hatten, kamen viele Koppeln bereits einige Tage vor dem Event zum Kanal um sich vorzubereiten, oder auch einfach nur um das Fischen zu genießen. Egal wo die Angler im Training gesessen hatten, reichliche Bisse gab es überall, lediglich die Größe der Fische und die Bissausbeute waren der Unterschied zwischen den Anglern. Da nicht nur die Fische, sondern auch das Wetter mitspielte, war die Stimmung bei den Anglern extrem gelöst und man sah viele zufriedene, relaxte Angler.

Jetzt aber zum Angeln selbst. Gab es besondere Erfolgsrezepte, was war gut? Was war schlecht?


Bodo Gehrke mit einem Rotauge

Zum einem galt es möglichst viele der Bisse zu „verwandeln“. Dies war bei den Zielfischen Güster und Rotauge nicht so einfach, denn die Bisse kamen doch oft ruckartig und kurz und so konnte man in dieser Phase keinen Anhieb setzen und der Köder musste getauscht werden. Dies nahm wertvolle Zeit in Anspruch, Zeit die man nicht hatte, wollte man „Vorne“ dabei sein.

Ein kurzes Wort zu den Fischen… Auf der Strecke wurden Fische in einer großen Spannbreite gefangen. Die Spannbreite begann bei Rotaugen von 50 Gramm (bis maximal knapp 1000 Gramm), Güstern von 150 Gramm (bis 600 Gramm) sowie Brassen von 500 Gramm (bis 2000 Gramm). Bei diesen Unterschieden kann man sich vorstellen, das die Brassen der Zielfisch der Angler waren.


Oliver Remdisch mit einem Brassen

Was konnten die Angler tun um diese großen Fische zu selektieren?

Zum einem gibt es des Anglers liebstes Kind - das Futter. Hier konnte man in sehr vielen Eimern das neue Feederfutter aus dem Hause Mosella sehen. Das Prestige Feeder Brassen war die Mischung dem die Angler vertrauten. Einige fischten es pur, andere dunkelten es leicht ab. Auch das Black Sultan von Zammataro konnte am Silokanal überzeugen, die Brassen scheinen es zu mögen. Generell musste das Futter eine ordentliche Menge Köder vertragen und durfte sich nicht zu früh aus dem Korb lösen. Die Farbe schien letztendlich nicht entscheidend. Das Futter sollte allerdings nicht zu passiv sein, denn die Brassen war nicht auf jedem Platz und die Güstern und Rotaugen wollten eine Futterspur aus Partikeln.

Futter hell   Futter dunkel
 Futter hell?
  Oder Futter dunkel?

Kommen wir zu den Ködern, hier gab es die üblichen Verdächtigen und diese waren Made, Caster und Wurm.

Die Maden, am Haken immer ein guter Zusatz, garniert mit einem Caster oder Wurm macht man fast nie einen Fehler. Im Futter allerdings haben sie den Ruf kleine Fische auf den Platz zu ziehen, in diesem Jahr konnten viele Angler dieses Phänomen beobachten. Maden am Haken TOP, im Futter eher ein FLOP.

Die Caster, am Haken super, im Futter fast noch besser. Mit Castern macht man nie was verkehrt. Ein "Zuviel" gibt es praktisch nicht. Caster sprechen alle Fische an, Rotaugen, Güstern, Brassen, alle lieben Caster, dazu locken sie noch die größeren Exemplare auf den Platz. Am Haken haben sie lediglich den Nachteil, das sie sehr weich sind und die Gefahr besteht, dass die Fische die Caster vom Haken nehmen ohne das man den Biss verwerten kann. Caster am Haken TOP, Caster im Futter TOP.


Ronny Schulz hatte die richtige Taktik für die Brassen

Die Würmer… Am Haken ein Selektor für Großfisch… und Barsche. Geschnittene Würmer im Futter, super für Brassen, Güstern und ...Barsche. Man kann sich mit einem zu frühen Einsatz der Würmer den Platz zerstören, als Resultat stehen die Barsche knüppeldick auf den Plätzen – NICHT gut. Sind allerdings die großen Fische am dem Platz, dann kann sich kaum ein anderer Köder so gut halten wie die geschnitten Würmer. Ein ganzer Wurm am Haken, gerne auch mal zwei Würmer, da sagt kein Brassen am Silokanal nein. Wurm am Haken eher TOP – manchmal auch FLOP, Würmer im Futter – mal FLOP mal TOP.

Werfen wir ein Blick auf das Gerät… der Silokanal ist circa 55m breit, ungefähr 5m tief und hat dazu eine ganz ordentlich Strömung. Dies machte Körbe zwischen 50 Gramm (im breiten Bereich des Stahlwerks) und 80 Gramm in den Bereichen an der Blauen Brücke und dem Parkplatz notwendig. Auf relativ kurzen Bahnen (zwischen 20m und 25m) kamen hauptsächlich monofile Schnüre zum Einsatz. Bei den Ruten war sicherlich eine Länge von 4,2m ideal, als Spitze wurden Versionen zwischen 1,5 Unzen und 3 Unzen eingesetzt.


Feedern am Silokanal, im Hintergrund das Stahlwerk

Kommen wir jetzt zum Fischen… Der Fisch stand auf fast allen Plätzen, allerdings standen die Brassen nicht auf jedem Platz. Die Plätze gegenüber der Schiffsladestation waren sicherlich im Nachteil, standen hier fast nur Rotaugen und Güstern. Gut waren die Plätze am „Glucker“ vor dem Stahlwerk und die Plätze an der blauen Brücke. Hier sollte dann auch das Siegerduo sitzen, die Koppel Siebert/Osterndorf hatte die Brassen am Platz stehen, konnte sie dort halten und am Ende knapp 60.000 Gramm zu Waage bringen. WOW!!! Glückwunsch an die beiden Nordlichter! Das Duo Michael Schlögl und Manfred Beck standen dem Siegerteam mit über 53.000 Gramm nicht viel nach. Dieses Ergebnis wurde aus der Mitte der Strecke erfischt, sicherlich eine tolle Leistung von Michael und Manfred. Auch der Platz 3 mit Enrico Pankow und Ronny Schulz konnte noch über 50.000 Gramm zur Waage bringen. Kommen wir jetzt zu den schlechten Plätzen… Auf diesen Plätzen mussten sich die Koppeln mit 20.000 Gramm zufrieden geben – noch Fragen?

Die erfolgreichsten Koppel:

Sektor B:

B16 Ralf Siebert/Andreas Osterndorf 59834 Team Mosella Bremervörde


Andreas Ostendorf / Ralf Siebert

B17 - Enrico Pankow/Ronny Schulz - 51477 - Sensas Jagsttal
B12 - Rochner/Heinz Hartkamp - 47836 - AC Suletal
B15 - Karl-Heinz Tabaka/Buchholz - 36303 - Shimano Brandenburg
B19 - Fuller/Fuller - 32929 - Mosella Südpfalz

Sektor A:

A16 Michael Schlögl/Manfred Beck 53166 Team Schlögl


Michael Schlögl / Manfred Beck

A1 - Jan Malecki/Guido Hampel - 39845 - Shimano Brandenburg
A4 - Nirschl/Auer 39325 - Team Mosella Niederbayern
A17 - Bodo Gehrke/Jens Friedrich - 35756 - AC Suletal
A14 - Thorsten Ohl/Oliver Remdisch - 34959 - Team Schlögl

Sicherlich hat dieses Event das Potential ein Highlight der Feederserie zu werden. Sollte Michael Schlögl auch in 2012 ein Fischen auf die Beine stellen können, so wird man sich sicherlich mit der Anmeldung beeilen müssen!

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6 Kommentare
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  • borchi
    das passt schon...
    der Kai hatte Recht... Auf seinen Einwand hin, haben wir die Stelle im Text korrigiert.
  • Dreamer783
    Tiefe
    Hallo Kai Also in dem Bericht hab ich gelesen. Werfen wir einen Blick auf das Gerät... der Silokanal ist circa 55m breit, ungefähr 5m tief, und hat dazu eine ganz ordentliche Strömung. Bei 5m Tiefe solltest du mit den meisten Bolos keine Probleme haben. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
  • Kai
    Tiefe
    Werfen wir ein Blick auf das Gerät… der Silokanal ist tief circa 55m und hat dazu eine ganz ordentlich Strömung. Da braucht man aber eine lange Bolo wenn man da über Grund fischen will. :D Ich glaube da ist etwas durcheinander gelaufen. :D
  • ct Redaktion
    Der Kommentar von brachse74 wurde gelöscht
    Anschuldigungen, Verleumdungen und Unterstellungen bitte nur mit vollem Namen. Danke
  • brachse74
    Stimmt allerdings
    Beitrag wurde gelöscht.
  • Der_Martin
    Disqualifikation ?
    Kann jemand etwas zum Gerücht einer Disqualifikationen aufklärung beitragen ??