Benefizangeln November 2012

  • von Rüdiger Hansen
  • 04. Dezember 2012 um 01:20
  • 0

Seit drei Jahren findet diese Winterangelserie für den guten Zweck in den Friedrichstädter Grachten statt und hat sich als fester Bestandteil im schleswig-holsteinischen Veranstaltungskalender etabliert. Aber nicht nur in Schleswig-Holstein, denn auch aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Dänemark kommen die Teilnehmer.

Man kann sich immer erst ab einem bestimmten Termin für die nächste Veranstaltung anmelden und bisher hat es noch nie länger als eine Stunde gedauert bis alle Plätze vergeben waren. Leider können wir nicht immer alle Interessenten berücksichtigen. Wir möchten euch bitten, dies zu entschuldigen und versuchen es einigermaßen fair zu verteilen. Die „Stammkunden“ haben dabei aber sicher einen kleinen Vorteil.

Bei dieser Veranstaltung geht es nicht um wertvolle Preise, sondern vorrangig um den guten Zweck und um den Spaß an der Sache. Es gibt einige Präsentkörbe zu gewinnen und  gelegentlich werden Sachpreise gestiftet und ausgeangelt. Der größte Teil der Startgebühr von 10,- Euro je Teilnehmer geht aber auf ein Sammelkonto. In der Vergangenheit wurden bereits mehrere tausend Euro an den Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche weitergeleitet. Auch in Zukunft werden die Gelder in Richtung bedürftiger Kinder weitergeleitet werden. Das Sparschwein füllt sich schon wieder ganz gut.

Aber natürlich wollen wir uns beim Angeln auch vergleichen. Mit Teilnehmern aus den oben genannten Regionen waren 36 Tandems am Start und das Angeln mit namhaften Teilnehmern gut besetzt. Geangelt wurde in 3 Sektoren. A war am „Großen Garten“, B „Am Ostersielzug“. Beide Abschnitte im Ostersielzug. Der C-Sektor war zweigeteilt (franz. Wertung) auf den Fürstenburggraben und den Mittelburggraben verteilt.

Sektor A aus der Sicht von A12
  Sektor A, die zumeist schwachen Plätze 4-1
Sektor A aus der Sicht von A12
  Sektor A, die zumeist schwachen Plätze 4-1


Die Rahmenbedingungen waren super, der Wasserstand gut, es war mild, die Sonne schien die meiste Zeit, beim Ausstecken am Vortag war massive Fischbewegung zu erkennen. Somit waren wir voller Hoffnung. Aber es kann nicht alles klappen. Nach der ersten halben Stunde kam schon die große Ernüchterung! Auf vielen Plätzen lief wenig, nur die üblichen Topplätze waren richtig gut. Teilweise konnte man in einigen Bereich kaum Fischen, da Teppiche von Blättern dies erschwerten. Man muss aber dazu sagen das dies Klagen auf hohem Niveau ist, nur an wenigen Plätzen lief ganz wenig. Auch in den nicht so starken Regionen konnten fast überall mehrere Kilo Fisch gefangen werden.

Teilweise musste man warten um wieder halbsweg Angeln zu können (Blick von A7)
Teilweise musste man warten um wieder halbsweg Angeln zu können (Blick von A7)


In Sektor A saßen Jan-Willi Kupperschmidt und Kai Hanno auf dem Topplatz (A12) neben der Brücke und hatten diesen souverän mit über 15kg nach Hause geangelt. Erwähnenswert war auch das Tandem Marco von Holten und Ralf Redelfs die auf A1 im schlechten Abschnitt  über 6kg finden und Dritte wurden (man achte auf die Ergebnisse der Nachbarn).


Jan-Willi Kupperschmidt (A12) mit einem der Hauptfische die es zu fangen galt
Jan-Willi Kupperschmidt (A12) mit einem der Hauptfische die es zu fangen galt

Im B-Sektor hatten Jörg Ovens und Sven Tannert mit B13 das Traumlos und konnten dies mit über 13kg klar und deutlich nach Hause bringen. In beiden Sektoren ging es hauptsächlich um Brassen, normalerweise sind Güstern und Rotaugen die Hauptfische, die mit feinster Präsentation zu überlisten waren. Während sonst eigentlich immer 4-5m zur Hand dominierten geht es seit einiger Zeit fast nur noch mit der verkürzten Schnur.

Thorsten Beil sucht auf A7 eine brauchbare Lücke, bei der notwendig feinen Präsentation ein Problem
Thorsten Beil sucht auf A7 eine brauchbare Lücke, bei der notwendig feinen Präsentation ein Problem

Im C-Sektor war alles anders, der Mittelburggraben war recht unproduktiv (3,8 kg waren schon hoch) und wird jetzt im Winter auch nicht mehr genutzt, dafür zeigte sich aber der Fürstenburggraben von seiner besten Seite. Auf den Plätzen 30 und 31 lieferten sich die Tandem Thomsen/Labann und Nitze/Nitsch ein ganz knappes Match. Beide Tandem dürften zwischen 450 und 500 Fischen gehabt haben. Mit 300g Vorsprung und dem Tageshöchstgewicht konnten sich Oliver Nitze und Stefan Nitsch dann doch durchsetzen. In diesem Sektor wurden hauptsächlich Rotaugen gefangen.

 
     
Bernd Stuck und Manuel Kröger (2. in A mit 9,1 kg)   M. Peter und H.-W. Krieger auf A5, noch hoffnungsvoll
Bernd Stuck und Manuel Kröger
(2. in A mit 9,1 kg)
  M. Peter und H.-W. Krieger auf A5,
noch hoffnungsvoll


Wie auch schon im Oktober wurden die Fische umgesetzt. Ein Teil ging wieder an den ASV Hennstedt und ein Teil wurde nach Uelvesbüll in deren Vereinsgewässer umgesetzt. Unser Vorsitzender des KAV Nordfriesland (Jürgen Töllner) hat nicht nur durchgeführt sondern auch filmisch dokumentiert und einen kleinen Lehrfilm daraus gemacht. Für viele Angler in unseren Breiten die noch nicht so lange dabei sind ist es ja schließlich noch Neuland. Dieses Film ist demnächst auf des Homepage des Kreisanglerverbandes Nordfriesland zu sehen.

Die anschließende Auswertung fand wieder im Friedrichstädter Anglerheim statt wo wir wie immer von Karen gut betreut wurden.


Von den 720,- Euro Startgebühr wurden 405,- Euro dem Spendenkonto zugeführt. Weiter 50,- Euro wurden von Ralf Redels gespendet. Weiterhin geht unser Dank auch an diverse Vereine für die regelmäßige Unterstützung. Heiko Baranski überreichte uns den Überschuß (in Höhe von 300,-) des „Pahlener Eidercup 2012“ im Namen des ASV Pahlen und Fachmarkt Marx.

Kai Hanno u. Jan-Willi Kupperschmidt, die Tagessieger Stefan Nitsch und Oliver Nitze, rechts Jörg Ovens mit den erfolgreichsten Jugentandem (Lasse Güldenzoph / Yannick Lemke)
Kai Hanno u. Jan-Willi Kupperschmidt, die Tagessieger Stefan Nitsch und Oliver Nitze,
rechts Jörg Ovens mit den erfolgreichsten Jugentandem (Lasse Güldenzoph / Yannick Lemke)

Vielen Dank für die Unterstützung und das gute Miteinander bei den Veranstaltungen. Am 9. Dezember geht es in die nächste Runde, wenn der Wettergott mitspielt. Die Plätze dafür waren nach 45 Minuten weg. Bis dahin noch viel Petri Heil, wir sehen uns am Wasser.

Ergebnisse (PDF)

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