9. Tubertini - Mondial Koppel-Cup

  • von Harald Windel & Christoph Barra
  • 17. Dezember 2012 um 23:56
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Vom 07.09.-09.09.2012 fand an der deutsch-tschechischen Grenze in Cheb der Tubertini / Mondial-Koppelcup statt. Mein Koppelpartner Harald Windel und ich reisten bereits am Mittwoch den 05.09. nach Tschechien, da ich noch nie im Austragungsgewässer, dem Skalka-Stausee geangelt habe und wir uns mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut machen wollten. Der Stausee war im vergangenen Jahr abgelassen worden und es war ungewiss, wie sich dies auf den zuvor guten Fischbestand ausgewirkt hat. Ich kann vorwegnehmen, dass sich wieder reichlich Fische im See befinden und hohe Fanggewichte möglich sind.

In diesem Jahr war das Angeln dort jedoch noch etwas schwierig, da sich auf dem Grund des Sees während der Zeit, in der dieser trocken war, eine riesige Wiese gebildet hat, mit samt einem breiten Schilfgürtel entlang des alten Flussbettes. Diese Vegetation ist nun unter Wasser noch vorhanden und noch nicht komplett zersetzt, so dass dadurch einige Hänger verursacht wurden. Außerdem bildeten abgestorbene Pflanzenreste und Algen große Krautteppiche, die auf der Oberfläche schwammen und wenn diese vom Wind in die Bereiche getrieben wurden, in denen geangelt worden ist, machten sie den Anglern reichlich zu schaffen und es musste teilweise das Angeln unterbrochen werden. Diese Faktoren beeinträchtigten die Fangergebnisse dieses Jahr, werden sich aber bis zum nächsten Event in einem Jahr erledigt haben, so dass beim nächsten Tubertini / Mondial-Koppelcup noch mehr gefangen werden wird. Beangelt wurden hauptsächlich gewichtige Güstern, aber auch zahlreiche Brassen gingen an den Haken.

Austragungsgewässer - Skalka-Stausee
Austragungsgewässer - der Skalka-Stausee in Cheb

 

Dass der See für einige Zeit trocken gelegt war, hat jedoch auch einen Vorteil. Dieser Umstand bot die einmalige Chance sich ein genaues Bild von der Beschaffenheit des Untergrundes zu machen und z.B. Kanten oder den Verlauf des alten Flussbettes ausfindig zu machen. Wir erhielten umfangreiches Bildmaterial von allen entscheidenden Bereichen des Sees von einem in der Nähe wohnenden und befreundeten Angler. Vielen Dank dafür an Andreas Vogt.


Das Training verlief, wie es an diesem Gewässer nicht unüblich ist, sehr verhalten. Die Fische sind verteilt im See und werden erst durch das vermehrt eingebrachte Futter auf die zu beangelnden Bereiche aufmerksam. Dennoch war es sinnvoll, sich einige Tage auf das gemeinsame Angeln auf einem Platz einzustellen und auch das Geschirr optimal auf die Bedingungen abzustimmen.

Am Freitag fand dann das offizielle Training, auch Warm-Up genannt, statt. Wir saßen im A-Sektor und hatten einen  vermeintlich guten Platz, von dem aus wir im alten Flussbett angeln konnten. Dies verspricht normalerweise große Fische und gute Resultate. Auf diese besagten großen Fische angelten wir auch, leider ohne Erfolg. Die Brassen und Güstern hatten sich noch nicht richtig in diesem Bereich eingefunden. Dies sollte sich aber für die Folgetage ändern.


Am Samstag wurde es dann ernst. Wir saßen am ersten Wettkampftag im Sektor C und konnten hier mit 14,4kg das höchste Fanggewicht erzielen. Wir angelten die komplette Dauer des Fischens von 4,5 Stunden mit der Matchrute auf etwa 30m Entfernung. Versuche, auch dichter am Ufer Fische zu fangen, blieben ohne nennenswerte Erfolge. Dieser Sektor war der mit den geringsten Fanggewichten, weshalb wir bei drei Sektoren nur auf dem dritten Platz der Gesamtwertung lagen.

Am zweiten Tag losten wir in den Sektor B. Wir begannen wieder mit der Matchrute, diesmal auf 38m, da dort eine kleine Vertiefung war. Zwischendurch probierten wir immer wieder auch auf der Kopfrute Fische zu fangen und als ich die Hoffnung darauf, dass wir so noch Fische fangen sollten eine halbe Stunde vor Schluss schon aufgegeben hatte, probierte Harald dies erneut. Mit Erfolg! Uns blieben nun noch 25 Minuten, die wir recht gut nutzten und in gutem Rhythmus reichlich Güstern einsammelten. So  konnten wir insgesamt 28,8kg fangen, was uns zum 2. Platz im Sektor reichte. Gewonnen wurde mit über 39kg, was erahnen lässt, welche Gewichte bei normalen Bedingungen möglich gewesen wären. Insgesamt reichten uns die 3 Punkte aus den 2 Tagen aufgrund unseres höheren Fanggewichtes zum Sieg in der Gesamtwertung vor den Tandems Helmut Klug/ Peter Sinnen und Jens Marek/ Diethard Schmiedecke mit der gleichen Punktzahl.


Für uns war dies eine super Veranstaltung und einer der Höhepunkte im Terminkalender. Dass dieses Event nun auch noch mit einem solchen Erfolg für uns ausging, macht uns natürlich umso glücklicher und wir freuen uns bereits sehr auf eine erneute Teilnahme im kommenden Jahr! Wir können nur jedem, der vielleicht skeptisch war, wie sich das Gewässer entwickelt hat und auch allen anderen begeisterten Stipp- und Matchrutenanglern empfehlen, sich auch für diese Veranstaltung anzumelden!

Ergebnisse Durchgang 1

Ergebnisse Durchgang 2

Gesamtwertung 2012

Bis bald am Wasser, euer Harald Windel & Christoph Barra

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