Vom Winde verweht II – Der Aue-Pokal 2013

  • von ct Redaktion
  • 12. Juni 2013 um 08:35
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Wenn behauptet werden kann, dass eine gewisse Konstanz des Wetters beim jährlichen Aue Pokal und zeitgleich dem größten Hegefischen in Deutschland vorhanden ist, dann dass keine Konstanz vorhanden ist. Entweder es stürmt, es regnet oder es ist kalt. Dieses Jahr war wieder der Sturm an der Reihe, so dass 58 Mannschaften aus dem Westen und dem Norden von Deutschland dem über 50 km/h starken Wind trotzten.

Über die Aue in Sulingen, Barenburg und Kirchdorf ist in der Vergangenheit auf Champions-Team ausführlich berichtet worden und den meisten Teilnehmern war im Vorfeld bewusst, welche Fische zu befischen waren.

Doch „erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“ sprach Wilhem Busch einst und so verwandelte massiver Regen die Aue in einen mäßig fließenden Fluss. Nie war die Frequenz trainierender Angler so hoch, wie in der Woche vor dem Aue Pokal. Fischten die Angler Anfang der Woche noch mit knappen 10 gr, so sank der Pegel und damit die Fließgeschwindigkeit in den letzten zwei Tagen vor der Veranstaltung deutlich. Der Beißlaune der Fische hatte es im Vorfeld weniger geschadet, denn es wurde erstaunlich gut gefangen, so dass in der Reihe 30 Fische und mehr und mehrere große Brassen völlig normal schienen. Gute Voraussetzungen also für die knapp 300 Angler doch leider sank die Temperatur in der Nacht zuvor deutlich und der Wind frischte stark auf.

Starker Wind
Starker Wind beim diesjährigen Aue-Pokal

Das Fischen begann durch einige Verzögerungen um 0900 Uhr und schnell wurden erste Fische gefangen. Der Wind bereitete allen Anglern große Probleme und gepaart mit der Ungewissheit „Strömung“ sah man doch den einen oder anderen erleichtert aufblicken als der erste Fisch im Netz war.

Die Sektoren A bis C lagen erneut im Sulinger Teilstück. In Zukunft wird der Sektor A auf Grund logistischer Probleme und den weiten Wegstrecken verlegt werden, so dass im nächsten Jahr eine neue Strecke ausgesucht wird. Der erste Teilsektor A wurde von Burkhart Ahlert vom Match-Team Löhne I gewonnen mit 39 Fischen und 690 gr. Den zweiten Teilsektor A gewann Franz Dargel von den Stippern Espelkamp mit 16 Fischen und 392 gr.

In den beiden Teilsektoren B behaupteten sich:

Carsten Röschel Hansestipper I 28 Fische und 380 gr.
Andreas Gehlenborg Stippergruppe Delmenhorst 26 Fische und 560 gr.

Auch im Sektor C wurden die hohen Stückzahlen der letzten Jahre nicht erreicht, jedoch konnten sich folgender Angler in ihren Teilsektoren von der Masse abheben:

M. Struck  ASC Rinkerode 39 Fische und 390 gr.
Sirko Hartmann Match-Team Löhne II 19 Fische und 380 gr.

Wie an den Ergebnislisten zu sehen, fehlen sowohl die vielen kleinen Fische als auch die großen Auebrassen, welche in der Vergangenheit die Sulinger Sektoren bestimmt haben.

Auch im Sektor D auf dem Barenburger Teilstück wurde deutlich schlechter gefangen. In der Vergangenheit ein idealer Barsch-Sektor doch in diesem Jahr mit nur sehr wenigen Fischen gesegnet. Die großen Kaulbarschschwärme waren nicht aktiv und so musste vor allem in Barenburg um jeden Fisch gekämpft werden. Trotzdem gab es keinen Angler, welcher keinen Fisch fangen konnte. Nichtsdestotrotz schafften es auch hier zwei Angler zu zeigen, wie man in der Aue angeln muss:

Thorsten Beil ASV Schwabstedt 34 Fische und 2640 gr.
L. Hartendorf SV Huntetal 23 Fische und 460 gr.

Der schwierigste Sektor war der Sektor E in Kirchdorf in welchem ein Großteil der Angler deutlich unter 10 Fische fing. Hier behaupteten sich:

Frank Proksch Sensas NRW 31 Fische und 664 gr.
Martin Kinne ASV Sulingen I 18 Fische und 470 gr.

Die leichten Aue-Montagen unter einem Gramm blieben dieses Jahr in der Kiste liegen und gefischt wurden überwiegend Kugelposen zwischen 2 und 5 gr. Doch auch verstärkt Bubbles waren an den Kits der Angler bis 8 gr zu sehen. Durch die Strömung bissen die Fische vor allem zum Ende des Fischens hin noch vereinzelnt, jedoch scheiterte der erfolgreiche Fischfang vorwiegend am Wind. Sauberes Führen des Köders in der Strömung war nur zu Beginn möglich, wenn überhaupt, und spätestens nach zwei Stunden schwanden bei manchen Anglern die Kräfte. Viele klagten über ausgelutschte Köder, verlorene Fische und die vielen, vielen Fehlbisse.

Am Ende schafften es jedoch wieder drei Mannschaften auf das Treppchen, wobei besonders die Leistung des ASV Schwabstedt hervorgehoben werden muss. Mit einer jungen Mannschaft und einem weiten Anreiseweg schafften es die sympathischen Jungs ein Gros der Einheimischen nach hinten zu drängen. Ein Beweis das auch ortsunkundige Angler mit ihrer Klasse glänzen können!

  1. Platz: ASV Sulingen I mit 39 Punkten
  2. Platz: Match-Team Löhne I mit 46 Punkten
  3. Platz: ASV Schwabstedt mit 48 Punkten

Mannschaftssieger + Einzelsieger
Mannschaftssieger + Einzelsieger

Der ASV Sulingen wird im Jahr 2014 im ersten Wochenende im Juni erneut zum Hegefischen an der Aue laden und wir werden sehen, ob es dann endlich mit einem Frühsommertag klappen wird.

Erfolgreichen Angler des Aue Pokal 2013
Erfolgreichen Angler des Aue Pokal 2013

Alle Ergbinsse unter www.asvsulingen.de

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