2. RIVE CUP an der Geeste in Bremerhaven

  • von Markus Malicki / Sportwart ASV Unterweser
  • 20. April 2013 um 00:00
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Im Dezember letzten Jahres sollte wiederholt ein tolles Abschlussevent den aktiven Stippern geboten werden.
Es war geplant am 09.12.2012 den 2. RIVE CUP an der Geeste in Bremerhaven durchzuführen. Dusko Stupar, Inhaber von Angelsportgeschäft Fishermans´s Friend in Spaden bei Bremerhaven und der ASV Unterweser hatten gemeinsam dieses Event geplant. Das Event stand unter dem Aspekt der Bestandskontrolle da auch Kormorane ihre Heimat in der Geeste gefunden haben. Wer in diesem Zuge nähere Informationen über den Verein haben möchte der sollte unter www.asv-unterweser.de vorbeischauen.

Die Teilnehmeranzahl von max. 50 Personen war sehr schnell erreicht, denn das Gewässer ist für gute Fänge hier im Norden eine feste Größe, zumindest im Sommer. Alles war organisiert doch das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung. Einen Tag vor Veranstaltungsbeginn war in der Nacht -8 bis -10°Grad sodass sich eine dicke Eisschicht auf dem Wasser gebildet hatte welche trotz Tidenhub und Schleusentätigkeit von allen 6 Stunden nicht aufgehalten werden konnte. Kurzfristig wurde die Veranstaltung via Telefon, E-Mail und Facebook abgesagt.

Johannes Böhm und Robert Grabowski waren am Freitagabend schon aus Brandenburg angereist, das war unter diesen Umständen sehr ärgerlich aber nicht vorherzsagen.

Hier im Norden friert die Geeste sehr spät zu und bietet den aktiven in der Regel immer die Möglichkeit seinem Hobby nachzugehen, dieses mal aber nicht. Nun haben sich die Jungs von FTM auch nicht aus der Ruhe bringen lassen und sind mit Christof Barra zum Forellenhof Fischer gefahren. Dort ging es mit der Matchrute den Forellen nachzustellen was auch mit schönen Forellen belohnt wurde.

Durch den lang anhaltenden Winter wurde ein Ausweichtermin im Februar 2013 gefunden welcher aber auch wieder aufgrund der Wetterverhältnisse abgesagt werden musste. Nun wurde der 10.03.2013 als dritter Termin ausgesucht und das Teilnehmerfeld änderte sich auch so wie die Terminlage.

Die Geeste in BremerhavenDie Geeste in Bremerhaven

50 Personen hatten sich nun angemeldet und je näher der Termin, so kam auch der Schnee und die Kälte wieder nach Norddeutschland. Die Geeste war trotz des erheblichen Schneefalls am 09.03.2013 eisfrei. Dadurch wurde das Fischen nicht abgesagt. 

Morgens um  07.00 Uhr kamen aufgrund der Wetterverhältnisse 32 Angler von 50 gemeldeten ins Anglerheim des ASV Unterweser. Bei Kaffee und Brötchen wurde die Auslosung vorgenommen und gespannte Gesichter machten sich breit was wohl heute gefangen wird.

Gefischt  wurde von 09.30 bis 12.30 Uhr. Somit war genügend Zeit in aller Ruhe die Angelplätze einzunehmen und sein Tackle auf die Gegebenheiten einzustellen.

Vorbereitungen am Wasser Vorbereitungen am Wasser Vorbereitungen am Wasser
Vorbereitungen am Wasser
Roberto Mazzasette


Kommen wir nochmals kurz zum Gewässer.  Die Geeste ist ein Entwässerungskanal von ca. 30m breite mit einer Wassertiefe von 3,00 bis 4,00m. In dem Kanal sind die Endplätze eigentlich nicht so stark im Vorteil sodass Höchstgewichte oft auf der Stecke zu erzielen sind. Ausgenommen sind die Plätze 1 und 2. Diese werden jedoch über Jahre als Top-Plätze gehandelt, da auf diesen Plätzen sehr viel geangelt wird. Der Nachteil im Winter ist jedoch die vorherrschende Wassertiefe von 3m wo hingegen die Plätze ab Startnummer 20 eine höhere Wassertiefe von ca. 3,80 bis 4,00m aufweisen. Gefangen werden in der Regel Güstern, Brassen und Rotaugen.

Dusko Stupar und Roberto MazzasetteDusko Stupar und Roberto Mazzasette

Dusko Stupar und Roberto Mazzasette sowie Peter Nolting unterstützten vor Ort und befreiten die festen Startnummern unter den Schneemassen. Um unter diesen Wetterbedingungen eine gerechte Platzgleichheit zu ermöglichen wurden die 2 zu beangelnden Sektoren nochmals unterteilt sodass jeder Teilnehmer 8 Angler im Teilsektor hatte.

 


Unter diesen Bedingungen mit Ostwind und Schnee mit Minustemperaturen wurde ganz gut gefangen.
Auf dem unteren Plätzen tat sich nach Startbeginn ziemlich wenig. Viele fütterten ausschließlich mit dem Polecup um gezielt einen Futterplatz aufbauen zu können. Gefischt wurde in der Regel mit der Kopfrute von 11,5 bis 13m mit Montagen von 0,6gr bis 2gr. Mit Kettenbebleiungen sowie  2-Punkt bis 3-Punkt Montagen versuchte jeder sein Glück um seine Fische zu fangen.

Gesamtsieger Carsten Röschl mit Dusko Stupar
Markus Malicki, Jan Seipel, Dusko Stupar Markus Malicki, Lothar Ernst, Dusko Stupar Markus Malicki, Timo Gerriets, Dusko Stupar Markus Malicki, Ingo Frerichs , Dusko Stupar

Ergebnisse (PDF)

Weitere Bilder vom Fischen in unserer Bildergalerie


Carsten Röschl von MATRIX hatte das beste Ergebnis erzielt und in einem Interview erläutert er uns kurz seinen Erfolg:

Carsten Röschel

„Hallo Carsten, herzlichen Glückwunsch zu deinem 1. Platz beim RIVE CUP.“
Vielen Dank. Ich freue mich riesig das ich auch mal diesen tollen Cup gewinnen konnte und dann auch noch im Schnee!

„Bitte erkläre uns doch kurz wie du dich vorbereitet hast.“
Zum Training die Tage vorher hatte ich leider keine Zeit. Ich habe lediglich am Freitag Christoph Barra gefragt ob er was von der Geeste gehört hatte. Das war aber leider auch nicht der Fall. Er konnte mir nur soweit helfen indem er mutmaßte das es wohl aufgrund von reichlich Schmelzwasser und Regen sehr schwer und dünn werden könnte. Also versuchte ich alles möglich einfach zu halten und relativ defensiv an die Sache ran zu gehen.

„Nach dem Platzaufbau bitte erkläre uns doch kurz deine Eindrücke von der Bodenbeschaffenheit und wie du heute vorgegangen bist“.
Nach Erhalt meiner Startkarte war ich eigentlich erstmal froh das ich nicht soo weit zum Platz laufen musste. Nachdem ersten Loten konnte ich feststellen, dass es auf 13m lediglich ca. 5 cm tiefer wie auf der 11,5m Spur. Das war schon mal gut da ich bei dem böigen Wind lieber kürzer angeln wollte um die Montage besser zu kontrollieren zu können. Der Untergrund war recht gerade. Was schon mal die „halbe Miete„ in der Geeste für mich ist.

„Was war deine bevorzugte Rutenlänge und welche Montagen waren bei dir am erfolgreichsten?“
Wie schon gesagt lies ich das Handteil meiner MATRIX Finesse 13m weg und fischte eine Hauptbahn auf 11,5m und eine Ausweichbahn auf  6m. Für die 11,5m Bahn baute ich 3 Montagen mit der neuen MATRIX Poly Hold Pose auf. 1gr, 1,5gr und 2gr. Alles an einer monofilen 0,10mm Hauptschnur mit einer kurzen Kette. Diese neue gedrungene Posenform eignet sich hervorragend für die Angelei an Gewässern wie der Geeste. Die Pose hat eine feine Glasantenne die sehr sensibel feinste Bisse anzeigt und durch den dicken Stahlkiel steht sie sehr ruhig im Wasser.

Das 0,08mm Vorfach war 15cm lang und bestückt mit einem MP1 Haken Größe 22.  Die 5tlg Topkits waren mit einem 0,84mm Matrixgummi über 3 teile bestückt. Für die 6m Bahn baute ich nur 1 Montage auf. 0,8gr Pose Matrix Serie 10 ebenso an 0,10mm Hauptschnur und kurzer Bleikette mit 15cm langen Vorfach 0,08mm mit MP1 haken Größe 22.

Beim Fischen habe ich die Haken relativ schnell gegen ein stabileres Modell „ Super Pole“ Größe 18 getauscht da die Fische doch recht gut bissen.  Die beste Montage auf der 13m Bahn war die 2gr Montage. Diese war ganz knapp ausgebleit  und wurde ca. 2cm aufgelegt gefischt.

„Was war deine Futterzusammenstellung?“
Beim Futter gab’s wie immer wenig Experimente bei mir. Ich nahm meine Lieblingsmischung:
1 Beutel Geers Dender schwarz, 1 Beutel Terre de somme schwarz, 250gr Salz, 250gr Geers Hanf Spezial

„Wie hast du am besten gefangen?“
Am besten gefangen habe ich auf der 11,5m Spur mit der 2gr Montage. Wenn es zu unruhig auf der Bahn wurde wechselte ich immer wieder auf die 6m bahn. Das klappte ganz gut so konnte sich die Hauptbahn immer wieder „ beruhigen“.

„Wie war deine Köderpräsentation um so erfolgreich zu sein?“
Ich habe fast immer ca. 2 cm aufgelegt und mit 3 oder 4 Pinkies am 18er Haken gefischt.  Die „relativ“ schwere Montage wurde sauber kurz vorm Futter abgelassen und dann leicht gebremst übers Futter laufen gelassen, dann kam meist ziemlich rasch der Biss.

„Wie war dein Futter Rhythmus?“
Da ich nicht sicher war wie die Fische beißen würden entschied ich mich für eine defensive Anfangsfütterung.
4 sehr feste Bällchen „Mandarinen“ Größe mit wenigen toten Pinkies. 2 lockere Bälle ohne Köder oben drauf und zum Abschluss noch ein Pole Cup loses Futter als letzte Futtersäule.

Auf die kurze 6m Bahn fütterte ich nur 2 feste Bälle mit toten Pinkies und ein Ballen Futter.
Ich wollte so möglichst lange ohne nachfüttern auskommen um die Fische nicht zu satt zu machen.
Nach ca. 1 1/5 Stunden habe ich 1-mal nach gecuppt auf beide Bahnen mit 1 festem Ballen mit Ködern und einen lockeren ohne Köder.

Nach 2 Stunden verliere ich einen sehr großen Fisch nachdem er meine Futterplatz zerlegt hatte, deshalb fütterte ich dann noch mal genauso nach. Allerdings war der Platz vom Drill und Verlust nicht mehr so ergiebig wie zuvor so dass ich öfter die Bahn wechselte. Während des ganzen Angelns schoss ich auf beide Bahnen immer ein paar lose Hanfkörner.

„Wie hast du deine Nachbarn eingeschätzt und was hast du anders gemacht um mehr zu fangen? ….“
Ich habe mich gefreut neben meinen Freund Ralf Gerdes zu sitzen. Der kennt die Geeste auch sehr sehr gut und so versprach es ein spannendes Match zu werden. Ich hatte meine Taktik und die habe ich eingehalten. Obwohl ich schon zwischendurch auf meine Nachbarn geschielt habe was dort passiert. Ralf Gerdes fing sehr gut kleinere Fische auf der kurzen Bahn und war immer Stückzahltechnisch auf Augenhöhe und auf der anderen Seite hatte  Ralf Ebner min. 2-mal einen großen Brassen drauf verlor aber beide. Da ich aber immer wieder gute Güstern und kleine Brassen fingen konnte blieb ich bei meiner Taktik. So hatte ich das Glück auf meiner Seite an diesem Tag.

„Ich bedanke mich für dieses Interview und wünsche dir weiterhin ein erfolgreiches Angeljahr 2013.“

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