8. Shimano Cup am Silokanal in Brandenburg

  • von Achim Tomasits
  • 07. Mai 2013 um 10:25
  • 2

Eine bereits fest etablierte Veranstaltung am fischreichen Silokanal fand vom 27. bis zum 28. April in Brandenburg statt: Der Shimano-Cup.

Wieder einmal zog es um die 140 nationalen und internationalen Friedfischcracks aller Coleurs an dieses Traumgewässer zu einer der wohl beliebtesten Veranstaltung für Posenfetischisten in Deutschland.

Der Veranstaltungszeitpunkt ist seit letztem Jahr in den April hinein verlegt worden, ein guter Termin für einen fischreichen Saisonauftakt. Sicherlich hat dieser frühe Termin im Jahr auch gewisse Nachteile, bei einem langen Winter wie es wir dieses Jahr hatten, birgt es ein Restrisiko in Betracht auf die Fischausbeute. Das Wochenende zuvor fand am Silokanal ein Tubertini Hegefischen statt und hier war die Ausbeute nicht überall berauschend. Neu in diesem Jahr beim Shimano-Cup war, dass die Angelzeit von 3 auf 4 Stunden ausgeweitet wurde.

 Voll besetzte Strecke am Silokanal
Voll besetzte Strecke am Silokanal

Bereits Tage zuvor fand man viele bekannte Gesichter für die eine oder andere Trainingssession am Gewässer. Welche Fische würden in welchen Bereichen eine entscheidende Rolle während der Veranstaltung spielen? Diese Frage kann entweder nur durch ein umfangreiches Trainingsprogramm oder durch Hinweise befreundeter Angler beantwortet werden. Zum Glück gibt es in unseren Kreisen sehr viele dieser Angler! Auch sei an dieser Stelle auch mal der Organisator der Veranstaltung – Jan Malecki – erwähnt. Er geizt nicht mit Informationen und man kann sich sicher sein, dass diese Informationen über den Silokanal von erster Güte sind. Man konnte im Training beobachten, dass in diesem Jahr der Fisch über die ganze Strecke recht gut verteilt war. Rotaugen, Brassen und auch Güstern waren die Zielfische der Hegeveranstaltung.

Enrico Pankow mit einer guten GüsterEnrico Pankow mit einer guten Güster

Die Angeltechniken am Silokanal sind am Silokanal eigentlich immer dieselben. Findet man auf der 13m-Bahn einen sauberen Untergrund, kann man sich den Fisch auf diese Distanz stellen. Mit zunehmender Angelzeit und vor allem wenn die Sonne stark in das Gewässer scheint, wechselt man normalerweise auf die Boloruten. Dort werden Distanzen von 18 – 25m im Regelfall befischt. Auch sieht man bei den Veranstaltungen am Silokanal immer wieder Angler, welche die long-long Variante wählen. Kräftige 9 – 11m Ruten sind hier gefragt, um über die erste Kante zu gelangen. Die Montagen für die Poleangelei reichen von der Kettenbebleiung für die Rotaugenangelei bis zur klassischen 3-Punkt bebleiten Brassenmontage mit einem langen – ca. 40cm – Vorfach. Es werden klassische Strömungsposen mit Gewichten zwischen 2 – 10g vorwiegend verwendet. Auch sah man die eine oder andere Lutscherpose für das statische Brassenangeln. Bei den Boloposen wurden Modelle mit einer Tragkraft von 8 – 15g verwendet, je nach Zielfisch bündig oder nachschleifend gefischt.

Frank Weise mit einem der zahlreichen Skimmern
Frank Weise mit einem der zahlreichen Skimmern

Zu den verwendeten Futtersorten ist zu sagen, dass ein Silokanalfutter grundsätzlich über 2 Eigenschaften verfügen muss, zum Ersten muss es schwer genug sein um am Grund lange liegen zu bleiben und sich langsam auflösen, zum Zweiten muss es eine große Menge an Lebendködern fassen können. Die Futterfarbe spielt eine eher untergeordnete Rolle, man sah vom grellen Gelb bis zum tiefen Schwarz fast alles an der Strecke. Wichtig auf jeden Fall ist, einen guten Futterrhythmus zu finden. Findet der Fisch nichts Fressbares auf der dem Platz, profitiert schnell der Nebensitzer hiervon.

Rotauge der gängigen Größe von Harald Windel
Rotauge der gängigen Größe von Harald Windel

Die Auslosung am Samstag lief wie gewohnt zügig von Statten und schnell machten sich unzählige, schwer bepackte Plattformen auf den Weg zu den gelosten Angelplätzen. Der Jugendsektor wurde, wie bereits im Vorjahr, unterhalb des A-Sektor installiert. So hatten die Jugendlichen kurze Wege zu Ihren Plätzen und man hatte auch immer ein Auge auf sie.

Der 1. Durchgang wurde um 11:00 Uhr gestartet und schnell glitten die ersten Fische über die Kescherköpfe. Im 1. Teilsektor stand der Fisch gegenüber dem Vorjahr noch massiver und Chris Weiß von den Stipp-Profis konnte diesen souverän für sich entscheiden.

Im 2. Teilsektor A war Ralf Gerdes von Garbolina das Maß aller Dinge  und setzte sich gegen die restlichen Angler durch. Auch in diesem Teilbereich konnte gut Fisch gefangen werden, was hier nicht immer der Fall war.

Den 1. Teilsektor B konnte Daniel Wolfsfeld vom Team Shimano CM Lockstoffe für sich entscheiden. Im 2. Teilsektor angelte Christian Goerke stark und netzte die meisten Fische ein. Der Teilsektor CA wurde von Claus Müller gewonnen, ob Zoomer-, Bolo- oder Poleangeln, Claus beherrscht sämtliche Techniken der modernen Friedfischangelei und stellte dies eindeutig unter Beweis.

Claus Müller mit einem schönen MatchrutenrotaugeClaus Müller mit einem schönen Matchrutenrotauge

Im CB Teilsektor war ebenfalls ein alter Bekannter ganz vorne zu finden: Michael Drescher vom Team HJG Drescher.

Den Teilsektor DA entschied Jan Malecki vom Team CM Lockstoffe und Inhaber des Angelfachgeschäfts Hooks & More für sich. Im anderen Teilsektor hatte Silokanalexperte Lutz Weißig die Nase vorne.

Das Resümee des 1. Tages fiel sehr positiv aus und es konnte einiges an Fisch gefangen werden. Wenn man daran denkt, dass in den Vorjahren, als die Veranstaltung noch im Herbst stattgefunden hat, doch wesentlich weniger Fisch – besonders in Sektor A – gefangen wurde, sah man nach dem 1. Durchgang durchweg zufriedene Gesichter unter den Teilnehmern.

Enrico Müller mit seinem Fang des 1. DurchgangsEnrico Müller mit seinem Fang des 1. Durchgangs

Der 2. Durchgang am Sonntag wurde eine Stunde früher gestartet. Bereits um 10:00 Uhr ertönte das Startsignal und die Posen wurden in den fischreichen Kanal eingesetzt.

Sicherlich lag das Augenmerk auf die Angler, welche am Vortag ihren Sektor für sich entscheiden konnten. Nicht alle konnten ihrer Favoritenrolle gerecht werden und der eine oder andere wurde einige Plätze nach hinten durchgereicht. Lediglich 2 Angler konnten ihre starke Leistung vom Vortag wiederholen. Chris Weiß und Ralf Gerdes waren auch im 2. Durchgang von den restlichen Anglern nicht zu schlagen und hatten somit die Idealplatzziffer 2. Chris Weiß vom Team Stipp-Profi konnte das höhere Gesamtgewicht vorweisen und verwies somit Ralf Gerdes vom Team Garbolino auf den 2. Gesamtplatz. Ebenfalls aufs Treppchen schaffte es ein alt bekannter Silokanalkenner, Lutz Weißig vom Team Sensas Falkensee konnte mit insgesamt 3 Punkten den 3. Platz in der Gesamtwertung erreichen.

Bei der Jugend wurde auch viel mit der Bolorute gefischt
Bei der Jugend wurde auch viel mit der Bolorute gefischt

Bei den Jugendlichen wurde wieder in zwei Altersklassen geangelt. Die Alterklasse 8 – 13 Jahre entschied Carolin Öhlschläger von den Merseburger Saalefischern vor Finn Bendig und Willi Wenzel für sich. In der AK 9 – 18 Jahre hatte Yannik Bavendiek vom FV Twistringen vor Tobias Stüttelberg und Martin Blödorn die Nase vorn. Im kommenden Jahr wird Claus Müller mit den Jugendlichen einen eigenen Cup am Silokanal veranstalten. Insgesamt nahmen 10 Jugendliche am Shimano-Cup teil und alle waren von diesem Event voll auf begeistert.

 

v. l. n. r.: Petra Riechel/ Marketing-Chefin Shimano, 3. Platzierter Lutz Weißig, 1. Platzierter Chris Weiß, 2. Platzierter Ralf Gerdes, Daniel Draheim/ Verkaufsleiter Shimano
v. l. n. r.: Petra Riechel/ Marketing-Chefin Shimano, 3. Platzierter Lutz Weißig, 1. Platzierter Chris Weiß,
2. Platzierter Ralf Gerdes, Daniel Draheim/ Verkaufsleiter Shimano

Siegerin Jugend AK 8 – 13 Jahre: Carolin Öhlschläger   Sieger Jugend AK 9 – 18:Jahre: Yannik Bavendiek
Siegerin Jugend AK 8 – 13 Jahre:
Carolin Öhlschläger
  Sieger Jugend AK 14 – 18:
Jahre: Yannik Bavendiek

 

Die Platzierten des Shimano-Cups
Die Platzierten des Shimano-Cups

An dieser Stelle noch ein großes Lob an die Ausrichter und allen fleißigen Helfern, welche den Shimano-Cup wieder zu einer tollen Veranstaltung gemacht haben.

Ergebnisse (PDF)

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2 Kommentare
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  • spirit
    aus thale
    Gewinn
    Hallo , ein gut organisiertes Fischen . Leider sollte meiner Meinung nach, der finanzielle Gewinn bei solch einer Veranstaltung mehr in den Hintergrund treten. 140 mal 60 Euro !!!(gut 8000 Euro ) Dann nur eine Hand voll Ruten und ein paar billige Rollen ! Petri
  • spirit
    aus thale