11. Mosella Cup Sachsen am Wurzener Kanal

  • von Gerd Wießner
  • 28. November 2016 um 14:00
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Am 3. Oktober war es wieder so weit. Über 100 Angler aus 4 Bundesländern versammelten sich wieder in Wurzen zur herbstlichen Fischbestandssichtung  des Kanals - zum 11. Mosella Cup, dem Cup des  1. AV Döbeln 1926 e.V.
Es war wieder ein starkes Teilnehmerfeld mit 107 Damen, Herren und Jugendlichen anwesend (22 Mannschaften). Vertreten waren aktuelle Medaillenträger des nationalen Stipperjahrgangs, Nationalteamangler, ehemalige Weltmeister und aktuelle Weltmeisterschaftsteilnehmer.

Eine ganze Anzahl von “einheimischen“ Anglern fiebern jedes Jahr auf diesen Termin im Herbst hin, ist es doch für viele die einzige Gelegenheit mit den Meisteranglern die Karbonstäbe kreuzen zu können. Das merke ich immer persönlich, da mich unzählige Fragen im Vorfeld per Telefon, eMail oder WhatsApp erreichen. Diese werden natürlich immer möglichst zügig beantwortet.

Wie immer bei unserem Cup, gab es in Wurzen einen für unsere „sächsische Breiten“ sonst leider nicht so häufig vorkommenden Köderservice, durch die auch im Teilnehmerfeld stehenden Ralf Herdlitschke und Karol Pacina. Frischer kann man die Köder nicht an den Kanal bekommen.

Für alle die noch nie im Wurzener Kanal geangelt haben und zu einer der im Jahr stattfindenden Veranstaltung kommen möchte – das Angeln da ist da eigentlich recht simpel, aber …. . Der Kanal ist unter Umständen jeden Tag anders zu beangeln, um erfolgreich sein zu können. Man braucht im Grunde  nur 1 Tüte Futter und 2 - 3 Hände voll Köder Stippmontagen von 0,5 g bis vielleicht an windigen Tagen 3 g und schon könnte es los gehen. Wenn da nicht die Fische wären.

Wenn man denkt, etwas herausgefunden zu haben, ist es vielleicht gerade das, was am nächsten Tag absolut nicht funktioniert. Aber das ist wie ich finde gerade das spannende dort. Erstteilnehmer, die nicht ganz so bewanderte Kanalangler sind, zahlen meist erst einmal ein wenig „Lehrgeld“.

Für das Frühstücksbuffet sorgte in diesem Jahr wieder Sportfreund Jürgen Eckelsberger – auch aktiver Stipper und in diesem Jahr deutscher Vieze bei den Senioren. Dafür an dieser Stelle noch einmal recht herzlichen Dank für die Unterstützung.

Für die Versorgung nach der Veranstaltung und den gesamten organisatorischen Ablauf standen wieder die Aktivposten und auch einige Freunde des Vereins „Gewehr bei Fuß“. Ohne die uneigennützige Bereitschaft dieser Leute wäre eine Veranstaltung in dieser Art und Größe und in der Qualität nicht zu stemmen. Das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Nochmals Dank allen fleißigen Helfern.

Jetzt aber zum Eigentlichen, zum Angeln. Der sich anbahnende Wetterumschwung ließ für den, für so etwas sehr anfälligen Kanal, nichts Gutes erwarten. Aber es sollte anders kommen...

Nach dem üblichen Prozedere vor der Veranstaltung, begann die 4-stündige Angelsession  um 10.30 Uhr. Anders, als die meisten „Kanalkundigen“ erwartet hatten, begannen die Fische sofort die angebotenen Köder aufzunehmen. Fisch um Fisch fanden so den Weg in die Setzkescher. Nach vielleicht einer halben Stunde setzte dann der Regen ein und mit kurzen Unterbrechungen hielt der dann die ganze Veranstaltung - gefühlte 6 Stunden lang an. Teilweise so stark, dass der ganze Kanal voller Blasen war. (In den vergangenen Jahren konnte man mittags im T-Shirt am Kanal sitzen – das war fast Garantie.)

Heftiger Regen machte das Angeln nicht gerade einfach

Die Fische hat es unterdessen kaum gestört. Was allerdings „interessant“ war, ca. 1 Stunde vor Ende der Angelveranstaltung hörte der Regen mal für etwa 15 – 20 Minuten auf. Auf meinen 2 Futterplätzen hörte es fast schlagartig mit dem Beißen auf.  Die Bisse kamen dann nur noch sporadisch und ich musste deutlich feiner angeln, um überhaupt noch an die eine oder andere „Sardine“ zu kommen. Einige Angler berichteten mir, dass es bei ihnen gerade umgekehrt war – von da an haben  bei ihnen die Fische besser gebissen.

In den Fischstarken Sektoren D und E teilweise auch in B spielte das allerdings meist keine Rolle. Es wurden im Schnitt deutlich mehr Fische gefangen, als in den letzten Jahren.
So waren im E-Block reichlich 2000 g gerade einmal dafür gut nicht die „rote Laterne“ in diesem Abschnitt zu bekommen. In zurückliegenden Saisons war das schon Podiumsnähe, bzw. Sektorbestmarke. In den Mittelsektoren reichen bei vielen

Veranstaltungen teilweise weniger als 1 kg für das höchste Ergebnis. Ausnahmeplätze gab es aber auch in den nicht so mit vielen Fischen gesegneten Teilabschnitten. So wurde im Sektor B durch Michael Iffert 7757 g auf die Waage gebracht. Größter Einzelfisch - Brasse mit 3780 g!

Der Sektorzweite hatte da gerade mal reichlich 2,5 kg aufzubieten. Das wäre allerdings im A Block schon nahe am Höchstgewicht gewesen.
Alles in allem denke ich aber dass es trotz der Wetterkapriolen sich wieder gelohnt hat, an den Kanal zu kommen. So viel Fisch wie in diesem Jahr konnte in den letzten 10 Jahren innerhalb einer Hegemaßnahme nicht gefangen werden.

Die Sektorensieger

Ergebnisse Einzel : 1. Michael Iffert, 2. Peter Lahne, 3. Rainer Wenzel, 4. Michael Schuchardt, 5. Oliver  Schulz
Ergebnisse Team  : 1. Stipp-Profi, 2. Team LaKreu, 3. Elbestipper Sachsen 2, 4. Eco Fishing, 5. Team Mosella Sachsen

Team Stipp-Profi

2. Platz - Team 3. Platz - Team

Nach einer Stärkung vom Grill und der Auswertung mit der Übergabe der Ehrenpreise wurden die Stipper auf den Nachhauseweg entlassen. Der 1. AV Döbeln mit dem namengebenden Team Mosella Sachsen würde sich freuen, wenn Ihr die Veranstaltung in guter Erinnerung behaltet.


Herzlichen Dank noch einmal an unsere langjährigen Sponsoren für die sehr gute Unterstützung:

Michael Wittig – Led Store Waldheim
Mosella Angelgeräte GmbH
Stipp-Profi Fachversand
ECO-FISHING
Angelcenter Döbeln

Wir freuen uns, Euch auch im nächsten Jahr am 3. Oktober 2017, zum 12.  Mosella Cup wieder begrüßen zu können.

Bis dahin wünschen wir allen viel Petri Heil.
Gerd Wießner
1.AV Döbeln 1926 e.V.
Team Mosella Sachsen

Alle Ergebnisse auf: http://www.erster-av-döbeln-1926-ev.de/

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