Bericht vom 6-Länderfischen in der Schweiz

  • von Steffen Quinger
  • 29. Juli 2005 um 11:07
  • 0

Treffen der 6-Nationen in der Schweiz vom 01.07. – 02.07.2005

Bereits seit vielen Jahren ist es Tradition das sich Angler aus der Niederlande, Österreich, Luxemburg, Schweiz, Italien und aus Deutschland zum sogenannten 6 - Länder - Anglertreff zusammenfinden. Gemäß eines gemeinsam abgestimmten Reglements ist immer wechselnd eine Nation mit der Ausrichtung der Veranstaltung beauftragt.

In diesem Jahr war die Schweiz als Gastgeber an der Reihe.

Gefischt, gewohnt und nicht zuletzt gefeiert wurde in der sehr schönen Stadt Lugano, die mehr italienisch als schweizerisch geprägt ist. Als Angelstrecke war der ca. 220 m tiefe Luganer See vorgesehen.


Am Montag den 27.06. reisten bereits ein Teil der deutschen Mannschaft mit Steffen Schneider, Bernd Bormann und Steffen Quinger an. Am Dienstag dann das erste Training an der geteilten Strecke. Während sich Sektor D und E mitten in der Stadt direkt vor einer Kirche und Cafeteria befanden, wurde Sektor A, B und C am bereits von 1999 bekannten Damm in Melide abgesteckt.

Glasklares Wasser, Sichttiefen um die 2 – 3 m, und ein guten Bestand an Plötzen um die 250 Gramm versprachen in der geteilten Strecke ein interessantes Fischen. Während im Sektor D und E, an dem sonst ganzjährig ein Angelverbot herrscht, Tiefen um 10 – 13 m befischt werden mussten, wohlgemerkt in einer Entfernung von 2 – 4 m, waren die Umstände in den Sektoren A, B und C relativ normal. Tiefen um 5 m auf 13 m.


Die Sektoren D und E

Bereits am ersten Tag wurde klar, das die schwierigen Sektoren D und E sind. Wahlweise wurde hier mit der Match- oder Bolorute mit Laufpose gefischt oder mit extrem schräg gehaltener Kopfrute die Tiefen um 11 m befischt. Da die Sektoren sich stark unterschieden, konnten die Teams die Teilnehmer für diese Sektoren setzen, um so ein genaues Training und die optimale Einstellung des Gerätes zu erreichen.
Die am Mittwoch früh angereisten und zum Team dazustoßenden Michael Weiß und Rene Brederick stellen sich der Aufgabe und taten sich dieses "Extrem-Stippen" an.
Erschwerend kann hinzu, das Sektor D und E mitten in der Stadt lag, nur für die Angler komplett abgesperrt wurde, aber ab 13.00 Uhr ein Training dort nicht mehr gestattet war! Italienische Zustände!!! Im Sektor A, B und C zeigte sich, das die Matchrute als Slidermontage (ca. 4 Gramm auf der Schnur, 18 Haken) die ersten 1,5 Stunden regelmäßig Fische brachte, aber dann eindeutig die Kopfrute mit ca. 1gramm-Montage (leichte Tropfenform mit langer Kettenbebleiung) die bessere Wahl war.


Die Sektoteren A,B und C

Da in der Schweiz dem Futter keine Lebendköder zugefügt werden darf, kamen Probleme mit Mücken, Castern oder Maden gar nicht erst auf.

Nach 3 Tagen Training einigten wir uns auf ein Futtergemisch aus 30 % Explosiv Stillwasser, 30 % Lake und 30 % Gardon Etang 4000. Die verblieben 10 % wurden durch Hanfmehl und Kokosmehl ergänzt.

Als Futterfarbe hatte sich im Training ein kräftiges Gelb bewährt. Dazu noch durch Zugabe von Wolkenbilder Neon Gelb, uns gerade auf die Matchrutenspur die erhofften Plötzen bringen sollte.

Der erste Durchgang verlief allerdings anders als erwartet. Die im Training nahezu perfekt funktionierende Matchrutenangelei brachte für das deutsche Team im Sektor A, B und C weit weniger Fisch als erwartet, früher als ge-dacht konnten gute Fische mit der Kopfrute gefangen werden. Hier war Futterrytmus und die richtige Köderführung sehr entscheidend, das erkannten wir leider zu spät.

Damit reichte es nur für Platz 5 vor den überraschend schwach fischenden, eigentlich favorisierten, Italienern, die aber wie wir mehr ihren Schwerpunkt auf die Matchrute gelegt hatten und zu spät zur Kopfrute griffen.

Dagegen trumpfte das junge holländische Team auf, das letztendlich auch nach dem ersten Tag verdientermaßen mit einer überragenden PZ 7 ! vor Luxemburg (Außenplatz) mit PZ 14, Schweiz PZ 20, Österreich PZ 20, Deutschland PZ 21 und Italien PZ 23 in Führung ging.
Unsere "Tiefenangler" im Sektor D und E konnten zwar das Ergebnis der Deutschen etwas aufbessern, aber letztendlich blieb der erste Tag für uns weit hinter den Erwartungen zurück!

In der Teambesprechung abends wurde das Futter umgestellt, weniger gelber Farbe und Wolkenbilder, dafür aber einen guten Anteil grobes Brotmehl, um auf der Kopfrute besser und schneller punkten zu können.

Der 2. Tag brachte neben dem Aussenplatz für das deutsche Team auch mehr Fisch. Diesmal wurde stärker und konzentrierter mit der Kopfrute gefischt.

Nach 3 Stunden stand fest, die Deutschen konnten durch einem 2.Platz an diesem Tag ihre Gesamtplatzierung erheblich verbessern und belegten letztendlich in der Gesamtwertung hinter Luxemburg (PZ 32) und Niederlande (PZ 18) den 3. Platz mit der Platzziffer 35 vor der Schweiz (PZ 35) Österreich (PZ 37) und Italien (PZ 42).

Steffen Quinger


Platz 1, die Niederlande



Platz 3, Team Deutschland


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