Rückblick auf die 10. Handicap WM 2008 in Potsdam

  • von ct Redaktion
  • 11. Dezember 2008 um 13:55
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Vorab in eigener Sache:

Bereits vor vier Monaten fand die 10. Handicap WM in Potsdam an der Alten Fahrt statt. Bis auf eine Vorankündigung, einigen Bildern und den Ergebnissen waren wir dieser Veranstaltung auf champions-team.de bisher nicht gerecht geworden. Das lag einerseits daran, dass wir es redaktionell in der "heißen" Veranstaltungsphase des Spätsommers und Herbstes nicht geschafft haben und wir dazu natürlich auch auf die deutsche Mannschaft eingehen wollten und auch bei der Abstimmung unsers Interviews mit Teamchef Ralf Töpper einige Tage ins Land gingen. Diese sehr späte Berichterstattung wird der Veranstaltung natürlich in keinster Weise gerecht und wir möchten das dort Geleistete auf keinen Fall schmälern, denn für uns war es die Veranstaltung des Jahres, wenn nicht sogar dieses jungen Jahrhunderts. 
Gegen Ende des Jahres bringt unser verspäteter Bericht in der nun etwas ruhigeren und besinnlicheren Zeit allerdings die Möglichkeit, das Angeljahr noch einmal Revue passieren zu lassen und zu würdigen, was im August in Potsdam für den Angelsport geleistet wurde.
Der veranstaltende DAV e.V und Handicap Verband konzentrierten sich voll auf die Durchführung der Veranstaltung und hier gab es Lob von allen Seiten. Prof. Matteoli, der Präsident des internationalen Sportanglerverbandes FIPS sprach in seiner Abschlussrede von der besten Handicap WM bisher und zeigte sich überzeugt, dass mit der WM die Tür zu weiteren offiziellen Angelveranstaltungen in Deutschland geöffnet wurde.
Rückblickend können wir den Veranstaltern nur unseren höchsten Respekt zollen, denn ohne wesentliche Erfahrung in der Ausrichtung einer internationalen Veranstaltung, mit der Unsicherheit, dass Angeln und besonders Angelveranstaltungen mit einer Wertung nicht überall positiv gesehen werden, wurde die WM mit viel Mut und sicherlich auch Herzblut angegeangen und so hatten wir nach über 25 Jahren wieder eine WM im eigenen Land und kein Fisch wurde getötet.
Wer hätte in der Zeit davor auch nur einen Euro darauf gewettet, dass wir in Deutschland eine derartige Veranstaltung noch einmal erleben dürfen?

Rückblick auf die 10. Handicap WM 2008 in Potsdam

Was eigentlich niemand mehr für möglich gehalten hatte, wurde Anfang August in Potsdam wahr. Der Deutsche Anglerverband e. V. und der angeschlossene Handicap Anglerverband richteten die 10. Handicap Weltmeisterschaft im Friedfischangeln aus. Mitten in Potsdam an der Alten Fahrt waren 11 der 12 im internationalen Handicap Anglerverband organisierten Länder der Einladung des DAV e. V. gefolgt und Deutschland erwies sich als ein guter Gastgeber.
Auf politischer Ebene stand die Veranstaltung unter dem Schirm des Brandenburgischen Ministerpräidenten Matthias Platzeck. Bundespräsident Horst Köhler ließ den Anglern ebenso wie Bundeskanzlerin Angela Merkel Grußworte und "Viel Petri Heil" zukommen! Der Agrar- und Umweltstaatssekretär Dietmar Schulze sprach zur Eröffnung der Veranstaltung. Damit dürften die Angelveranstaltungen in Deutschland eine deutliche Unterstützung erfahren und nicht weniger deutlich als die politische Stellungnahme war die positive Resonanz, die das Angeln um die Weltmeisterschaft in der Bevölkerung und in der Presse gefunden hat
Neben der den angelspezifischen Fachmedien im Print und Internet berichteten viele lokale Medien sowohl im Fernsehen, als auch in der lokalen Presse über die Veranstaltung, so dass an den Veranstaltungstagen einige Zuschauer ihren Spatziergang entlang der WM-Strecke einplanten.


Die WM-Strecken an der "Alten Fahrt"

Auf der sehr schönen Strecke der "Alten Fahrt", einem Nebenarm der Havel mit beidseitiger direkter Verbindung zu dieser, konnte auf jedem Platz ein gutes Fangergebnis erzielt werden. Das Höchstegwicht brachte der Belgier Paul de Roover am zweiten Tag mit über 18 Kilogramm zur Waage. Am Samstag dominierte die französische Nationalmannschaft mit drei Sektorensiegen und einem 2. Platz das Feld. Alles sah nach einem Sieg der Équipe Tricolore aus, doch am Ende kam es, wie so oft, anders. Die Angler der Tschechischen Republik konnten das Team aus Frankreich noch abfangen und sicherten sich vor Frankreich und Italien den Weltmeistertitel.

     

 Spannende Drills und ...

 

 ... schöne Fische gab es zu bestaunen


In der Einzelwertung gewann Bohumil Sedlacek (Tschechische Republik) vor Esad Salkic (Bosnien Herzegowina) und Ola Petracek (ebenfalls Tschechische Republik). Bester Deutscher wurde Ralf Töpper auf dem 20. Platz.

Ergebnisse

Der Landesverband Brandenburg wird als Erinnerung an diese Weltmeisterschaft an der Alten Fahrt in Potsdam einen Angelplatz einrichten, der Behinderte beste Angelbedingungen schafft. Alle Angler verabschiedeten die Potsdamer Erklärung mit dem Titel "Angeln ist für uns mehr Lebensqualität und Lebensfreude".

Nach dem Event sprachen wir mit Trainer und Teamkapitän Ralf Töpper über dessen Eindrücke zur WM im eigenen Land.


Ralf Töpper hatte viele Fische, doch entscheidende Exemplare gingen verloren

Champions-Team: Seit langem wurde mit der Weltmeisterschaft der Handicaps die erste internationale Veranstaltung in Deutschland vom DAV durchgeführt! Was waren deine Eindrücke von der Veranstaltung?

Ralf Töpper: Wir haben uns sehr auf diese, im eigenen Land stattfindende WM gefreut und waren uns der Vorreiterrolle für nachfolgende internationale Veranstaltungen bewusst. Natürlich lastete aber auch von Beginn an ein großer Druck auf dem gesamten Team. Durch die erst im März bekannt gewordenen Regeländerungen, kämpften wir bis zu letzt mit vielen Hindernissen. Die Veranstaltung selbst war ein voller Erfolg. Die aus dieser WM gewonnenen Kenntnisse sind für die kommenden Auftritte des DAV auf internationaler Ebene sicherlich sehr wertvoll.

Champions-Team: Wie unterschied sich die Veranstaltung von denen von dir im Ausland gefischten Handicap Veranstaltungen?

Ralf Töpper: Im Vorfeld musste ich in diesem Jahr wesentlich mehr mit organisieren, als bei den Veranstaltungen im Ausland. Zudem unterschieden sich unser Anspruch und der Anspruch an das Team. Bei einer Heim WM von uns einen Treppchenplatz erwartet, welcher im eigenen Land durchaus machbar sein sollte. Für viele von uns war es trotz der WM im eigenen Land eine WM mit Auswärtscharakter.


Ralf Töpper auf der B 3 im zweiten Durchgang

Champions-Team: Mit der Alten Fahrt in Potsdam wurde ein Gewässer gewählt, das sich schon bei vielen nationalen Handicap Veranstaltungen etabliert hatte. Wie war die Stimmung im Teilnehmerfeld bezüglich des gewählten Gewässers und der speziellen Bedingungen, die für ein Handicap Fischen notwendig sind?

Ralf Töpper:
Die Bedingungen für Handicapangler an der alten Fahrt sind optimal. Ich kenne kein vergleichbares Gewässer wo wir eine solche Veranstaltung hätten durchführen können. Gleiches hörte ich auch von befreundeten Anglern anderer Nationen. Die durchweg gepflasterte Promenade macht es für alle Handicap Angler möglich, ihrem Hobby nachzukommen.
Wir hatten an diesem Gewässer leider keinen wirklichen Heimvorteil, da unsere Mannschaftsmitglieder lediglich zweimal in den letzten 2 Jahren dort gefischt hatten. Die Fischen fanden im Monat Mai unter anderen Bedingungen statt. Zudem werden an diesem Gewässer keine regelmäßigen Hegefischen mit einer entsprechenden Teilnehmerzahl durchgeführt bei denen man bessere Trainingseindrücke hätte erhalten können.


Christian Neuendorff mit seinem Helfer im zweiten Durchgang

Champions-Team: Wie verliefen die Trainingsdurchgänge für die Deutsche Mannschaft? Was wurden für Erkenntnisse gewonnen und wie unterschieden sich diese von denen der Trainingslagerwoche?

Ralf Töpper:
Ich fange mal mit der Trainingslagerwoche an. Wir haben versucht unsere wenigen Kenntnisse so weit wie möglich zu vertiefen. Wir sind die ganze Woche, von Morgens bis Abends an der Strecke gewesen und haben alle Plätze beangelt.

Die von Ralf Herdlitschke und Fischerkönig zur Verfügung gestellten Köder wurden von Vorne bis Hinten getestet. Die von Fishing Tackle Max zur Verfügung gestellten Futtermittel wurden von mir mit großer Sorgfalt Wochen vorher analysiert und mit allen Beteiligten getestet, bis wir von der Futtermischung und den Lockstoffen überzeugt waren. Wir haben teilweise so gut gefangen, dass ein Einzelner den Kescher nicht mehr aus dem Wasser ziehen konnte.


Die Strecke bot optimale Bedingungen für die Angler mit Handicap

In der Trainingswoche hatten wir starke Temperaturschwankungen. Die Brassen reagierten bei den Anfangs sommerlichen Temperaturen sehr gut auf unsere Lockstoffe. Waren sie mal kurz weg, konnte man sie mit einer Priese Super Appetizer oder Mondial-Torro schnell wieder an den Platz locken. Dies funktionierte bei dem ab Montag schlechter werdenden Wetter nicht mehr. Am Samstag und Sonntag, bei wieder sommerlichen Temperaturen, hatten wir wieder großen Erfolg damit. Die Köderaufnahme, der dort vorhanden Fische erwies sich als äußerst unterschiedlich. Ich fing die meisten Brassen überwiegend mit Ver de Vas, Jörg Möller mit einer Made oder einem Caster, Reinhard Eder mit Wurm und Christian Neuendorf wechselte die Köder und Montagen ständig und fing auch sehr gut. Wenn die Brassen mal nicht so gut bissen, haben wir mit 6m oder 7m Ruten und langer Schnur sehr hohe Stückzahlen von Rotaugen oder Güstern gefangen. Dabei schossen wir mit der Schleuder regelmäßig Maden oder Castern.


Italien neben Frankreich versprach Spannung pur

Die Matchrute war nur im Sektor C, dort wo die alte Fahrt ca. 30m breit ist, interessant. Ich konnte dort pro Stunde ca. 30 große Rotaugen fangen. Nach dieser Trainingswoche waren wir uns sicher einen der vorderen Plätze zu belegen. Doch dann kam alles anders als wir es uns in unseren kühnsten Träumen vorgestellt hatten.
Die ersten 1,5 Std. im ersten Trainingsdurchgang waren wie im Training, wir fingen mit Abstand die meisten Fische. Durch das Zurücksetzen der Fische wandelte sich das Blatt. Wir hatten natürlich befürchtet, dass sich durch das Zurücksetzten der Fische das Beißverhalten ändert. Leider war es viel schlimmer! Das Gewässer und das Beißverhalten waren nicht mehr mit der Trainingswoche zu vergleichen. Wir mussten komplett umdenken. Ich möchte dies kurz gegenüberstellen.

Trainingswoche:

Futter musste regelmäßig geworfen werden.
Das schleudern von Maden und Castern brachte oft Erfolg.
In den vergangenen Jahren und in dieser Woche war die optimale Hakengröße 14 und größer.
Die Fische waren nicht Vorfachscheu, 12er oder 14ner Schnur waren die Regel.
Die Fische wurden waidgerecht getötet.

Während der WM:

Durfte nur bei der Anfangsfütterung das Futter geworfen werden.
Maden und Caster mussten mit dem Polecup eingebracht werden.
Die optimale Hakengröße war ein stabiler 20er Haken.
Die Vorfachschnur 0,08 bis 0,09.
Die Köderführung musste zum Teil sehr aktiv sein.

Zu dem merkten wir, dass die Angelplätze durch das sich verändernde Beißverhalten nicht mehr gleich waren. Die Fangerfolge hingen sehr stark vom Platz ab. Das beste Beispiel dafür sind die Franzosen, die nach dem ersten Tag mit 5 Punkten in Führung lagen, am zweiten Tag nichts anderes gemacht haben wie am ersten und dann aber weit abgeschlagen waren.
An den schmaleren Stellen sah sich der Fisch viel mehr unter Druck als an den etwas breitern Stellen.
Im Training war der A Sektor der am schwierigsten zu beangelnde Sektor. Dies bestätigte sich in allen drei Trainingstagen. Während der WM, an beiden Wettkampftagen, liefen dort Brassen aus der Havel an. So kamen dort die höchsten Gewichte zustande.
Der andere Außensektor D brachte in den vergangenen Jahren meistens den Außenplätzen den Erfolg, da sich in der Nähe der Brücke zur Freundschaftsinsel viele Rotaugen und sehr scheue Alande und nur wenige Brassen aufhielten. Durch den hohen Angeldruck sind zumindest die meisten Brassen aus den schmäleren Abschnitten in diesen Bereich ausgewichen, so dass diesmal die hohen Gewichte aus Nähe der Brücke kamen. Durch die geklebten Maden und das Füttern mit dem Polecup, sind sogar sehr viele Alande in diesem Bereich gefangen worden.

Die Kommission der CIPS änderte während der Trainingstage die Futterbegrenzung von 15 auf 17 Liter, die Mückenlarven von 750ml auf 1 Liter. Außerdem kam kurzfristig der Aland in die Wertung.


Auf D 1 an der Brücke hatte Christian viele Fische und auch viele Zuschauer

Champions-Team: Wie sah die Taktik für den ersten Durchgang aus? Welche Lebendköder wurden eingesetzt und welche Montagen verwendet?

Ralf Töpper: Um so flexibel wie möglich auf die veränderten Bedingungen zu reagieren, entschieden wir uns für 10 Liter Mondial Futter mit Lockstoff, 6 Liter schwere Mondial Erde und 1 Liter Terre de Somme. Die Köderaufteilung sah so aus: 750ml Foulis, 250ml Ver de Vas, 1/4 Liter Würmer, 1/2 Liter Maden plus ein paar Pinkys,  3/4 Liter Caster.

Die Anfangsfütterung bestand aus 10 Ballen Futter mit Caster, wenigen Maden und 8 Ballen Erde mit 250ml Foulis und 100ml Ver de Vas. Alles wurde eingeworfen. Wie schon erwähnt sollte danach nur noch gecupt werden.
Ich entschied mich im ersten Durchgang kurzfristig die Maden zu kleben und brachte diese nach und nach mit dem Polcup ein, was sich nachträglich als richtig herausstellte. Ich saß zwar nicht direkt in der nähe der Brücke, konnte aber, wie der Italiener neben mir, dadurch große Alande auf den Platz ziehen.

Die Montagen und Schwimmer der einzelnen Angler waren unterschiedlich, von 0,6 Gramm bis 7g wurde aufgebaut. Die Strömungsverhältnisse sind an diesem Gewässer jeden Tag und in den schmalen und breiten Bereichen sehr unterschiedlich. Wir fischten meistens zweipunkt Bebleiungen. Als Bissblei wurde eine Nr. 12 bei der 0,6g Montage, eine Nr. 10 bei der 1g Montage und eine Nr. 9 oder zweimal Nr. 10 bei den übrigen Montagen verwendet. Der Abstand betrug ca. 30cm und das Vorfach war ca. 20cm lang. Wir verwendeten alle die Super-G Line von Spro Gamakatzu, Hauptschnur 0,12er Vorfach 0,08 oder 0,10ner.

           Führen der Kopfrute mit einem Arm ...                                      ... abrollen nach dem Biß

  
   Abstecken durch einklemmen unter dem Arm ...         ... drillen und dann keschern durch den Helfer

Champions-Team: Welche Veränderungen zur Anfangstaktik musstet ihr vornehmen und warum seit ihr zum Entschluss gekommen, diese Änderungen vorzunehmen?


Ralf Töpper: Nach der Analyse des ersten Tages spielten die nachfolgenden Dinge eine wesentliche Rolle:

1. Unsere Taktik wurde nicht konsequent umgesetzt
2. Maden waren wichtiger als erwartet und wurden für den zweiten Durchgang auf einen ¾ Liter erhöht  und davon ein ½ Liter mit ein wenig Kies geklebt
3. Keiner von uns hatte einen wirklich guten Platz


Eine harmonierende Teamarbeit war wichtig für ein gutes Ergebnis

Champions-Team: Wie zufrieden ist das Team mit der Plazierung bei der Heimat WM? Habt ihr Euch insgeheim mehr ausgerechnet als den 6. Platz?

Ralf Töpper: Natürlich haben wir uns einen Platz auf dem Treppchen erhofft und sind mit dem 6. Platz nicht zu frieden. Wir waren hoch motiviert und haben die Chance nicht genutzt. So selbstkritisch muss man schon sein. Auf der anderen Seiten stand diese WM für uns unter keinem guten Stern. Ein wenig Glück gehört nun mal, wie bei jeder Sportart dazu.
Ich kann an dieser Stelle nur für mich sprechen:
Im ersten Durchgang verliere ich keinen Fisch, mache aber den Fehler, in einer Beißpause 10min. mit der Matchrute zu fischen. Dadurch geht Platz 3 mit 200g mehr an Italien. Im zweiten Durchgang verliere ich eine Brasse von ca. 1kg. Fang ich diesen Fisch, belege ich den 2. Platz im Sektor. Der 3. oder 4. Platz in der Gesamtwertung war also drin.


Der D Sektor brachte auch sehr hohe Gewichte

Wir belegen am 2. WM Tag mit der Mannschaft den 4. Platz. Bekomme ich die Brassen in den Unterfangkescher, gewinnen wir den 2. Tag. So eng lagen zumindest am 2. Tag Licht und Schatten zusammen. Wir haben das in diesem Jahr schon mal beim DAV-Anglertreff für Vereine an der Saar erlebt. Dort wurde mit einer Brasse die Deutsche Meisterschaft entschieden.
Jeder der live bei der WM war, hat gesehen, auf welch hohem Niveau die Handicaps fischen. Die Nationen sind in den letzten Jahren wesentlich enger zusammengerückt und kleine Fehler entscheiden bereits über Sieg oder Niederlage.

Champions-Team: Hat es sich im Nachhinein negativ ausgewirkt, dass ihr kurz vor der WM mit dem gesamten Team auf einen neuen Futtersponsor umsteigen musstet?

Ralf Töpper:
Privat fischen wir alle das Futter unserer Sponsoren. Außer für Reinhard Eder ist es nicht leicht gewesen, auf ein unbekanntes Futter umzusteigen. Ich habe im Vorfeld alle Brassenfutter der Firma Mondial bestellt und einzeln auf  Ihre Bestandteile getestet. Aus den Sorten Black Bream, Nullens Super Bremes, Superlunch und Super Carassio haben wir schließlich in der Trainingswoche ein sehr gut funktionierendes Futter zusammengestellt. Da haben alle mitgeholfen und Ihr "Know How" eingebracht.

Champions-Team: Wie hat sich die Unterstützung durch die champions-team Angler Ralf Herdlitschke und Erwin Zange ausgewirkt?

Ralf Töpper:
Ralf hat uns bestens mit Ködern versorgt. Er ist natürlich als Trainer der Frauenmannschaft, selbstständiger Angelgerätehändler und erfolgreicher Angler viel beschäftigt und zeitlich sehr eingeschränkt. Zu dem musste er schon Freitag mit seinen Frauen zur WM nach Ungarn fahren. Erwin Zange kam erst am zweiten WM-Trainingstag zu uns ins Boot. Ich habe alles versucht, für uns die wichtigen Coaches für das Frontoffice und für den Backround zu gewinnen. Dies hat aus verschiedenen Gründen aber nicht geklappt.

Champions-Team: Wie siehst du die Zukunft der CT Handicap Mannschaft und welche Unterstützung wünscht du dir dafür?

Ralf Töpper: Wir haben uns am 18. und 19.Oktober mit Hans-Peter Weineck, Hans Kemp und Detlev Hämmerling zusammengesetzt. An diesem Wochenende wurde die WM analysiert.

Man muss in jedem Jahr die im November stattfindende CIPS Sitzung abwarten. Dort werden in jedem Jahr mehr oder weniger umfangreiche Regeländerungen beschlossen. In den letzten Jahren haben Angler und Betreuer immer wieder gewechselt. Ich arbeite gerade daran zumindest einen festen Betreuerstab für die nächsten Jahre auf die Beine zu stellen. Ein eingespieltes Team ist die Voraussetzung für den Erfolg. Ich wünsche mir, dass die Sponsoren der letzten Jahre weiter mit uns zusammenarbeiten. Vom DAV wünsche ich mir weiterhin eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit. Letztendlich wünsche ich auch unserer Mannschaft und jedem Einzelnen einen Platz auf dem Treppchen.

Alle bezüglich der Handicap Angelei Interessierten, stehe ich im nächsten Jahr auf der Bremer Stippermesse mit Rat und Info zur Verfügung.
Zum Schluss möchten wir noch mal den Sponsoren Fishig-Tackle Max und Spro-Gamakatsu unseren Dank aussprechen.

Danke für dieses Interview.
Ralf Töpper

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