Italian Master 2010

  • von Matteo Maggi / www.fishingmania.it
  • 19. Dezember 2010 um 09:47
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1400 Personen, 800 Angler in 400 Koppeln, das sind die Zahlen des größten Angelevents in Italien in den letzten 20 Jahren, dem 1. Italian Master. Am 13. November war der Austragungsort Ostellato damit nicht nur das Zentrum der italienischen, sondern auch der europäischen Fischerei. Dieses Megaevent wurde am „Canale Circondariale Valle Lepri“ abgehalten. Dieser Kanal wird auch der Austragungsort der nächsten Weltmeisterschaft sein. Um das riesige Teilnehmerfeld unterzubringen, wurde für die Italien Master zusätzlich eine neue Strecke am Kanal eingeweiht.

Die Spuren der Umbauarbeiten sind noch sichtbar
Die Spuren der Umbauarbeiten sind noch sichtbar

Ostellato ist eine Kleinstadt am nördlichen Ende der Adria, circa 50 Kilometer von Bologna entfernt und auch Venedig ist nicht weit entfernt. Ostellato hat eine lange Historie als Austragungsort von wichtigen Fischen, im Jahr 2010 und 2011 erreicht diese Entwicklung aber ihren vorläufigen Höhepunkt. Die Fischen um die Italian Master gibt es bereits seit vielen Jahren, aber 2010 wurde eine völlig neue, internationale Dimension erreicht, diese soll in den nächsten Jahren beibehalten werden. Zusammen mit dem spanischen und französischen Sensasfinale, dem IAM und dem Italian Master wird der Herbst und frühe Winter damit immer mehr zum Höhepunkt einer jeden Angelsaison.

Die Strecke
Dieser Anblick soll sich in den nächsten Jahren wiederholen

Beim diesjährigen Italian Master nahmen bekannte Angler wie Jacopo Falsini, Ferrucio und Maurizo Gabba, Umberto Ballabeni, Gianlugi Sorti, Milo Colombo, Roberto Trabucco, Steve Gardener, Didier Delannoy sowie andere Spitzenangler aus Italien, der Schweiz, San Marino, Ungarn, Tschechei und Spanien teil.

Die Veranstaltung fand natürlich nach C.I.P.S Regeln statt. Die Plätze wurden um 8 Uhr verlost und um 10:45 Uhr ging es dann los. Wie es ein solches Fischen verdient, war das Wetter am Veranstaltungstag gut (warm und trocken) und auch die neue Straße entlang des Kanals meisterte die Veranstaltung problemlos. Das Italian Master war die erste große Veranstaltung am Kanal seit 2 Jahren, der Grund darfür waren umfangreiche Umbauarbeiten. Diese Umbauarbeiten waren auch der Grund, warum die Fänge während des Masters nicht überall sonderlich guten waren. Vor den Umbauarbeiten bot das Gewässer ein nahezu ideales Angeln bei dem man auf allen Plätzen viele Fische fangen konnte. In Ostellato ist man sich sicher, dass bei der Weltmeisterschaft 2011 der Kanal in alter Güte präsent sein wird. Die Angelstrecke war mit 5 Kilometern sehr lang und weist dabei eine Breite von 90 Metern in der Nähe der Brücke, und 60 Meter auf den ersten Plätzen auf. Im Normalfall weist der Kanal keine Strömung auf, es gibt aber auch Tage an denen man mit 6 Gramm Lutschern Angeln muss. Die Tiefe des Kanals ist in den einzelnen Abschnitten unterschiedlich. Es gibt Bereiche in denen es nur 70 cm bis 100cm Tiefe ist, es gibt aber auch Bereiche in denen die Tiefe bei über 2m liegt. Die oben aufgeführten Tiefen beziehen sich auf die 13m Kopfrutenbahn, in der Mitte ist der Kanal jeweils etwas tiefer.

ein Netz voller italienischer Brassen
Ein gutes Resultat - ein Netz voller italienischer Brassen

Bei den Italian Master galt es flexibel zu sein. An manchen Stellen war das Fischen mit der Matchrute erfolgreich, auf anderen Plätzen funktionierte wiederum die Kopfrute besser. Bei den Montagen setzen die Angler auf Posengewichte zwischen 4x12 Gramm und 1,5 Gramm, die Hakengröße lag zwischen 14 und 18. Beim Fischen gab es keine einheitliche Linie, einige Angler fingen mit den leichten Montagen, andere wiederum fischten sehr schwer. Der Fang setzte sich zu 95% aus Brassen zwischen 50 Gramm und 1500 Gramm zusammen. Die restlichen 5% des Fanges waren Karpfen mit Gewichten zwischen 1500 Gramm und 2000 Gramm, dazu gab es einige wenige Welse und Aale.

Bei dem Fischen wurde im tiefen Bereich der Strecke (Ostellato Covato) wesentlich besser als im flachen Bereich der Strecke gefangen. Wahrscheinlich wird dieser Bereich auch der Austragungsort der WM 2011 sein, eine endgültige Entscheidung steht bis dato aber noch aus.

Beim Master waren Mückenlarven erlaubt, trotzdem setzen viele Angler auf Maden in den Farben weiß und rot, teilweise wurden diese vor dem Fischen getötet. Bei den Futtersorten sah man viele Hersteller, dominant waren aber die Produkte von vdE, hier sollte aber jedes Brassenfutter funktionieren.

Das Team Lenza Emilina Tubertini - die Sieger des Italian master 2010
Das Team Lenza Emilina Tubertini - die Sieger des Italian Master 2010

Im Endklassement konnte sich das Team Lenza Emiliana Tubertini mit Gabba, Ballabeni, Carraro und Prandi durchsetzen. In der Einzelwertung konnte Sassi Gianni mit über 23 Kilogramm Brassen den Sieg für sich verbuchen.

Sassi Gianni - der Sieger der Einzelwertung
Sassi Gianni - der Sieger der Einzelwertung

Ergebnislisten

An dieser Stelle möchten wir MATTEO MAGGI von der italienischen Webseite www.fishingmania.it für die Zusammenarbeit danken!

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