International Anglers Meeting 2011 - Der Bericht

  • von ct Redaktion
  • 05. Dezember 2011 um 12:07
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Das International Anglers Meeting (IAM) 2011 stand unter den gleichen Sternen wie das IAM im Jahr zuvor, wobei die Sterne in diesem Fall als Metapher dienen können, bedeuten Sterne am Himmel im späten Herbst doch meist  kalte Nächte. Genau diese kalten Nächte gab es circa 2 Wochen vor dem IAM und als Resultat vernagelten diese Temperaturen den Fischen das Maul und die Fangergebnisse z.B. beim Shimano Cup am Wochenende vor dem IAM .

Die Tage des Trainings waren dann allerdings geprägt von milden Temperaturen und bedecktem Himmel und schon waren überall in den Sektoren viele Fisch zu fangen, auch in dem Sektor am Parkplatz waren bis zu 20 Kilogramm Fanggewicht möglich. Für einen Teilnehmer, der nur einige Tage vorher eine Nullnummer an diesem Abschnitt gemacht hatte, sicherlich ein unglaublicher Umstand. Da allerdings keiner in die Zukunft schauen konnte und man eher von sehr schwierigen Bedingungen am am Parkplatz Elisabethof liegenden Sektor Grebenstein ((A 2) ausging, entschieden sich die Veranstalter auf gleicher Strecke nur einen Halbsektor auszustecken und den Teilnehmern doppelt so viel Platz einzuräumen.  Neugierig waren dabei alle Teilnehmer auf den zweiten Halbsektor (A 1), dieser wurde im Anschluss der Strecke mit einigem Abstand an den Sektor Shimano/CM Lockstoffe (E 2) angehängt.

Das IAM 2011 war mit 50 Teams restlos ausgebucht,  der Silokanal hat mit dieser Anzahl Angler sein absolutes Maximum erreicht und auch in den zukünftigen Jahren wird die Anzahl auf von 50 Teams die Obergrenze bilden. Auch in 2011 konnte das IAM mit einigen namenhaften internationalen Anglern auftrumpfen und neben den besten Anglern Deutschlands konnten unter anderem Bob Nudd aus England, Ferruccio Gabba aus Italien, Tamas Walter aus Ungarn sowie das Nationalteam der Niederlande und weitere Nationalteams begrüßt werden.


Eine angelnde Legende - Bob Nudd

Die Firmen Grebenstein (Sektor A), Browning (B), FTMAX (C), Kingdom of Sports (D) und Shimano/CM Lockstoffe (E) übernahmen die Sektorenpartnerschaften und werteten das IAM optisch und später auch bei der Ehrung der Sektorenbesten wir jedes Jahr überragend auf.

Anglerisch brachte das IAM 2011 einige Überraschungen…. War es bei den vorherigen IAM´s immer so, dass in den Sektoren A und B der Fang von hohen Gewichte quasi unmöglich war, so konnten in diesem Jahr in diesen Sektoren viele große Fische, meist Brassen ab 1000 Gramm, gefangen werden. Gerade im ursprünglichen Sektor A war mit einem Ergebnisse von unter 10 Kilogramm kein Blumentopf zu gewinnen Am ersten Tag konnte Daniel Wolfsfeld vom Team CM Lockstoffe hier mit 20 Kilogramm Brassen das beste Fanggewichte erbeuten, es folgte Heiko Schmitt vom DAV Team der Herren mit 16 Kilogramm von Robert Grabowski vom FTM Team mit 14 Kilogramm. Daniel und Heiko saßen hierbei in der Mitte der Strecke und konnten von dort das Feld dominieren.


Heiko Schmitt mit einem seiner Brassen aus dem Sektor A2

Im Sektor B war es wie immer, im ersten Teil des Sektors konnte man sich mit den richtigen Methoden von nahezu jedem Platz an die Spitze angeln. Perfekt umgesetzt hat es hierbei Rene Bredereck vom DAV Team der Herren mit knappen 8,2 Kilogramm, gefolgt vom Wahlösterreicher Heiner Dettweiler und Pavel Praser aus der Tschechischen Republik. Im zweiten Teil des Sektors musste man in der Nähe der blauen Brücke sitzen, um das Fischen für sich zu entscheiden. Der alte Silokanalhase Lutz Schenke vom Team Stipp Profi saß direkt an der Brücke und lies mit der Bolo nichts anbrennen. Platz 2 ging an den diesjährigen Mannschaftsweltmeister Feruccio Gabba aus Italien vom Nebenplatz sowie Andreas Pleuss vom Team Kingdom of Sports, der ebenfalls in der Nähe der Brücke saß.

Der erste Teil des C Sektors war in den Trainingstagen schwierig, auch hier empfahl es sich unweit der Brücke zu sitzen. Das es jedoch auch anders geht, das zeigte Rasto Dubr vom tschechischen Sensas Team vom Platz C 21, er konnte den Sektor für sich entscheiden. Es folgte Siggi Pfitzner vom Team Illex und Axel Feld vom Team Italien. Diese drei Angler konnten alle zwischen 14,2 und 13,1 Kilogramm fangen, was wieder einmal zeigt, wie ausgesprochen gleichmäßig der Silokanal ist. Im Sektor C 2 sieht es etwas anders aus, hier sind die  Kopfplätze kaum zu überbieten und so konnte sich Reinhard Eder vom Handicap Team mit 25,5 Kilogramm auf C 50 vor Ulrik Möller (Team Denmark) auf C51 und Christian Surquin /Team Niederlande 2) auf C 48 durchsetzen.

Sektor D wie immer gegenüber Sektor C an der Manufaktur. Der Sektor D1 war am Tag 1 sehr platzabhängig und da mit Frank Weise, Lothar Ernst und Peter Schürer auch noch sehr gute Angler auf den richtigen Plätzen stromab saßen, ließen diese nichts anbrennen und landeten mit sauberer Boloangelei in der aufgeführten Reihenfolge im Ziel. Die Gewichte der drei Angler waren dabei 26746 – 25438 – 25022 Gramm…. Im Sektor D2 waren die sonst so guten Plätze am Ende der Strecke dieses Mal kein Garant für gute Platzierungen. Mathias Kemmereit auf D46 saß zwar in der Nähe des Endplatzes, aber immer noch ein gutes Stück entfernt. Er angelte mit der Bolorute in 16 Metern Entfernung nur ein wenig weiter draußen als die Kopfrutenangler, doch dieser kleine Unterschied brachte ihm mit einer ausgklügelten Taktik das höchste Gewicht im Sektor. Platz 2 ging dann schon in die Mitte des Sektors. Auf Platz D 30 konnte Lubo Krupicica sich diesen Platz mit einem Fanggewicht von 11449 Gramm sichern. Platz 3 ging an Thomas Pruchnowski (Kingdom of Sports) auf Platz D31 mit 10738 Gramm.

Nationalcoach Jan van Schendel
Der Mann hinter den niederländischen Erfolgen - Nationalcoach Jan van Schendel

Kommen wir jetzt zum Sahnestück des IAM 2011, den Sektor E. Im Sektor E 1 konnte sich Rainer Wenzel (Grebenstein) vor Jörg Wartenberg (PSV) und Michael Rabensteiner (Maver Österreich) durchsetzen. Die Gewichte der Angler waren hierbei 17862 -  17822 – 17410 Gramm. Wie lassen diese Gewichte an dieser Stelle unkommentiert, jeder Leser kann sich ein eigenes Bild über die Klasse dieses Sektors machen, wobei  übrigens ausschließlich mit der Bolorute gefischt wurde. Stopp!!! Eine Anmerkung noch - Platz 10 ging mit 15 Kilogramm an Rene Schmidt vom Team Stipp-Profi. Unglaublich, wie eng die Fanggewichte in diesem Sektor zusammen lagen.

In Sektor E 2 war es nicht viel anders, besonders unsere Gäste aus den Niederlanden kamen aus dem Staunen nicht heraus, denn der Fischreichtum in diesem Teil des Kanals war unglaublich. Mit knappen 31 Kilogramm bestehend aus  überwiegend Rotaugen an der Bolorute konnte Andy Maier vom Team Brandenburg das beste Ergebnis aus der Mitte des Sektors erfischen. Es folgten Chris Weis vom DAV Team der Herren (30 Kilogramm) und Dirk Alker vom Team Illex mit 26 Kilogramm. Während es die Endplätze auf beiden Seiten mit sehr vielen kleineren Fischen zu hatten, kamen die großen Rotaugen und damit auch die höchsten Gesamtgewichte aus der Mitte des Sektors, wo die Strecke auch am breitesten war. Stromauf in der Verengung, war einerseits die Strömung stärker und dazu die Strecke noch im Schatten, was sehr gute Fänge ebenfalls erschwerte. Der zweifache Weltmeister Tamas Walter aus Ungarn saß in diesem Bereich auf der Nummer 47 und wurde mit 17.415 Gramm 13ter.

Tamas Walter
Tamas Walter passte sich dem Silokanal und den dortigen Angeltechniken schnell an
 

Die Strecke endete mit dem Sektor A 1 und dort ließ das Silokanal-Ass Günter Horler (Kingdom of Sports) mit über 23 Kilogramm nichts anbrennen. Es folgten Martin Zetzlow (Grebenstein) mit 3 Kilogramm Rückstand, Jürgen Gottfried vom SAV Brandenburg konnte mit 17 Kilogramm Platz 3 belegen.

Durchgang 1 war damit gefischt und ein großer Teil der Teilnehmer war mit der Angelei sehr zufrieden. In fast allen Sektoren musste mit der Bolorute gefischt werden, geschuldet war dies wahrscheinlich dem Umstand, dass das das Wetter wirklich hervorragend war. Es stand quasi keine Wolke am Himmel, so dass sich die Fische bei dem klaren Wasser von der Kopfrutenbahn in die tiefere Mitte des Kanals  zurück gezogen hatten.
In der Teamwertung deutete sich nach dem ersten Tag ein Kopf-an-Kopf Rennen zwischen dem neuformierten Team von Kingdom of Sports, sowie dem Stipp-Profi Team an.

Boloschwimmer in Pfeilform
Boloschwimmer in Pfeilform waren der Renner des IAM 2011

Tag 2 begrüßte die Teilnehmer mit einem ordentlich Bodennebel, die Sicht war mau, die Fänge in allen Sektoren bis zum Lichten des Bodennebels allerdings sehr ordentlich. Als sich zur Mitte des Fischens hin der Nebel verzog und die Sonne die vielen Zuschauer mit traumhaftem Herbstwetter verwöhnte, nahmen die Fänge jedoch rasch ab.

Im Sektor A 2 saß Günter Horler auf der A3, diese Konstellation machte schnell die Runde und nicht wenige waren der Meinung, dass Günter auf diesem Platz den Sektor gewinnen würde und der Hattrick des dritten Einzelsieges in Folge möglich wäre. Am ersten Tag kamen die besten Gewichte jedoch aus der Mitte der Strecke und niemand konnte sagen, wie es am zweiten Tag laufen würde. Schlussendlich reichte es nicht für Günter, mit einem Gewicht von über 13,5 Kilogramm fing er das viertbeste Gewicht im Sektor, das höchste Gewicht wurde von Ingolf Stern unterhalb von Günter gefangen. Ingolf (Sensas Austria) konnte 14,9 Kilogramm fangen und lag damit 500 Gramm vor Ralf Herdlitschke (DAV Team Herren) der weit oben im Sektor saß, Platz 3 ging an Jan Heidereich aus dem tschechischen Team mit 14082 Gramm. Wieder einmal lag kein Kilogramm zwischen den drei besten Anglern, Platz 10 ging übrigens mit knapp 10 Kilogramm aus dem Rennen.

Dave Johnson von www.matchangler.com
Staunte nicht schlecht über die deutschen Rotaugen: Dave Johnson von www.matchangler.com,
der für das internationale Presseteam startete

 
Im Sektor B1 lies Robert Grabowski vom Team FTM nicht anbrennen und konnte den Sektor mit 11909 Gramm für sich entscheiden. Platz 2 ging an Bob Nudd vom Team Browning, der mit 11186 Gramm auch dieses Jahr seine Klasse zeigte. Dritter wurde Guido Drescher vom Team HJG Drescher, der noch über 10,5 Kilogramm fangen konnte und Platz 10 ging in diesem Sektor mit 7,3 Kilogramm an Christian Goerke vom Team Grebenstein, so dass auch in diesem eher schwierigen Sektor die Gewichte ordentlich und die Strecke ausgeglichen war.

Im Sektor B2 musste man wieder ein gutes Los haben und ein gutes Los hatte Nico Matschulat vom Team Brandenburg, der auf dem Endplatz saß. Nico nutzte diesen Platzvorteil konsequent aus und konnte sich knapp vor Chris Weiss vom DAV Team der Herren durchsetzen. Platz 3 ging an den jüngeren der Timar Brüder. Szabolcs Timar saß auf Platz B 43 und konnte 8544 Gramm fangen, sein Gewicht lag damit bereits über 4 Kilogramm hinter den Gewichten von Chris und Nico. Platz 10 ging mit 6,6 Kilogramm an Arjan Klop vom holländischen Nationalteam.

Chris Weiss mit einem tollen RotaugenChris Weiss mit einem tollen Rotaugen
Chris Weiss mit einem tollen Rotaugen

Hinter der blauen Brücke hatte Frank Meis vom Team Luxemburg großes Glück, denn  Einzelweltmeister aus dem Jahr 2010 zog nicht nur den Endplatz an der Brücke, sondern hatte auch noch einen freien Platz (C2) neben sich. Frank angelte somit ein bisschen einsam, er lies sich diesen doppelten Elfmeter aber nicht nehmen und konnte den Sektor mit 15461 Gramm für sich entscheiden. Es folgten Alex Quell vom Team Maver Germany (14000 Gramm) und Roman König vom Team CM Lockstoffe (13219 Gramm). Platz 10 ging an Rasto Dubr aus der Tschechei mit 10,5 Kilogramm. Gewinnen können hätte allerdings auch ein anderer. Auf Platz 8 löste sich in der Mitte des Angelns eine Schraube an der Plattform von Heinz Drescher und ein kleiner Ruck reichte, um alle Köder geschlossen auf der 0,5 Meter Bahn zu versenken. Bei 12900 Gramm reichte es ohne Futterköder (Hakenköder waren noch vorhanden) immerhin zu Platz 4 und man kann sich ausrechnen, was gegangen wäre, wenn die Schraube ...

Heinz Drescher
Trotzdem gute Laune bei solchen Rotaugen: Heinz Drescher
 
Sektor C 2 ist eigentlich immer der Topsektor für hohe Gewichte beim IAM. Nicht so jedoch in 2011. Die Endplätze waren wie immer im Vorteil, je weiter man von diesen Endplätzen entfernt saß, desto schwieriger war ein gutes Ergebnis. Umso bemerkenswerter war der 9. Platz von Rene Bredereck von den DAV Herren. Rene konnte auf dem ersten Platz in diesem Teilsektor mit 7301 Gramm eine sehr gute PLZ 9 Fischen, wobei er den Großteil seines Gewichtes in der ersten Stunde fing. Danach wurde es auf allen Plätzen schlagartig sehr schwierig. Das höchste Gewicht in diesem Sektor konnte Frank Weise fangen. 40 Brassen und 2 Rotaugen, alles gefangen mit der Bolorute bedeuteten ein Gewicht von 19559 Gramm. Frank setzte von Anfang an auf die Bolorute und er entschied sich dazu auch für die richtige Entfernung. Auf der anderen Seite des Silokanals wurde im Sektor D ebenfalls mit der Bolorute gefischt und wer sich zu weit der Mitte näherte, konkurrierte nicht nur mit seinen Nachbarn, sondern auch mit dem Gegenüber. Während die meisten Teilnehmer im Sektor C am Anfang auf die Kopfrute setzten, fischte Frank auf ca. 20 Metern und die Brassen hatten seinen Futterplatz sofort gefunden. Platz 2 ging an den Endplatz C51, auf dem der alte Fuchs Eddy v. d. Hoogen (Ultimate Holland) Platz genommen hatte. Eddy konnte 16549 Gramm zur Waage bringen und einen Platz stromab folgte ihm dann Astrid Beck (DAV Team Damen) mit 13865 Gramm. Es war eng und wichtig, dass Astrid während des Fischens nicht nachließ, denn Tamas Walter und Jan Willi Kupperschmidt lagen keine 500 Gramm hinter Astrid. Tamas Walter auf Platz 41 setzte anfangs auf die Kopfrute, um nach mäßigem Erfolg auf die Bolo zu wechseln. Von da an kämpfte er sich Stück für Stück nach vorne und beendete den Tag mit 13715 Gramm und dem vierten Platz. Gut, den fischenden Tag beendete für ihn dann die untergehende Sonne, denn Tamas war so begeister von der Angelei, dass er noch einige Stunden fischte und erst kurz vor dem Bankett am Hotel eintraf.

Frank Weise mit seinem Fang des zweiten Tages
Frank Weise mit seinem Fang des zweiten Tages

War es am Freitag im Sektor D1 noch wichtig möglichst dicht an den Außenplätzen zu sitzen, so reichte einem stark fischenden Heiko Schmitt am Sonntag auf der D 8 auch ein Platz weiter in der Mitte. Heiko dominierte das Feld nach Belieben und konnte am Ende 24140 Gramm zur Waage bringen. Es folgte Vojteck Mastretra von Platz D16 mit 16245 Gramm vor Remigiuz Zielonka auf D20 mit 15169 Gramm. Platz 10 ging an Chris Dobmeier auf Platz 3 mit 10260 Gramm.


Am ersten Tag auf E 20, am zweiten Tag auf der D 18 mit 14.518 Gramm. Johannes Böhm von FTMAX

Im Sektor D 2 waren entgegen den Ergebnissen vom Vortag diesmal die hohen Kopfplätze klar im Vorteil . So konnten Christian Surquin (Team Niederlande) mit 14864 Gramm, vor Feruccio Gabba (Italien) mit 11328 Gramm und Markus Gerngroß (Grebenstein) mit 10081 Gramm die höchsten Gewichte fangen. Die 3 Angler saßen auf den Plätzen D49, D48 und D50…. Platz 10 ging an Luc de Werd vom Team ABU Evezet mit 5332 Gramm und es zeigte sich deutlich, dass im Sektor D2 ein gutes Los entscheidend war.


Zweimal Sektor E 2, zweimal richtig im Fisch. Stefan Altena vom Team Niederlande II

Nun zum Sahnestückchen des 1. Tages, dem Sektor E. Auch am Sonntag enttäuschte dieser Sektor nicht. Den Sektor E 1 konnte Peter Fritsche vom Team Maver Deutschland mit 17560 Gramm für sich entscheiden, es folgte Gerd Beich vom Team Kingdom of Sports mit 15985 Gramm und Andreas Dalcke Team DAV Herren mit 15630 Gramm. Platz 10 ging an Thomas Unger vom Team Grebenstein mit 11269 Gramm. Der Sektor wurde ausnahmsweise nicht mit der Bolorute entschieden, denn Peter Fritsche setzte auf die lang lang Rute und lag damit goldrichtig.

Peter Fritsche vom Team Maver
Stark mit der lang lang Rute, Peter Fritsche vom Team Maver
 
Noch einen Tick besser war wieder der Sektor E 2. Wurde dieser Sektor am ersten Tag noch von der Bolo dominiert, schaffte es Gabor Timar vom Team Timar Ungarn am Samstag die Brassen unter der Kopfrute zu versammeln, so dass er am Ende fast 30 Kilogramm Brassen und damit souverän das höchste Gewicht zur Waage brachte. Es folgten die Boloangler Jürgen Gottfried mit 22056 Gramm und der Niederländer Stefan Altena mit 22020 Gramm ( 36 Gramm Unterschied!!), um den 10. Platz im Mittelfeld zu belegen, musste Axel Feld noch über 17000 Gramm fangen.

Gabor Timar versammelte im Rotaugensektor die Brassen unter seiner Kopfrute
Gabor Timar versammelte im Rotaugensektor die Brassen unter seiner Kopfrute

Im Sektor A 1 waren die Fanggewichte am 2. Tag etwas niedriger und Jens Marek vom Team Fishing Tackle Max konnte sich mit 10976 Gramm das höchste Fanggewicht im Sektor erangeln. Es folgten Jürgen Spierings vom Team Niederlande mit 10412 und Heiko Krone aus Brandenburg mit 8955. Platz 10 ging an Björn Bauersfeld (Grebenstein) mit 7520 Gramm.

Die Bolorute war die dominierende Angelmethode
Die Bolorute war die dominierende Angelmethode
 
Bevor wir zum Klassement kommen noch einige Anmerkungen zum Fischen selber. Das Angeln war geprägt von der Bolorute. In fast allen Sektoren war diese Methode die erste Wahl der Angler und brachte den größten Erfolg. Bei der Posenform setzen viele Boloangler auf eine Pfeilform, da nur sehr wenig verzögert wurde und der Pfeil im freien Trieb sehr sauber lief. An der Kopfrute war die runde Flusspose den Lutschern klar überlegen, es galt möglichst leicht und wenig blockiert zu fischen. Die Ausnahme bildete einzig der Sektor A 2 am Parkplatz, wo fast nur große Fische (Brassen) gefangen wurden. Angelte man auf Rotaugen, so waren Caster die richtige Wahl für das Futter und für den Haken, lediglich im Sektor E waren rote Maiskörner der Garant für große Rotaugen. Waren die Brassen das Ziel, so mussten 5-8 Mückenlarven an den Haken und eine entsprechende Anzahl Mücken mit ins Futter. Beim Boloangeln kam es dann auf die Präzision an, es galt regelmäßig und sauber zu füttern und dann etwas hintern dem Futterplatz in der Drift die großen Fische zu fangen. Bei der Futterwahl führten viele Wege nach Rom, sicherlich war ein gut bindendes Futter, welche viele Köder aufnehmen konnte wir immer die erste Wahl.

Dunkles, gut bindendes Futter für den Silokanal
Dunkles, gut bindendes Futter für den Silokanal

Kommen wir jetzt zum Klassement… Die Phalanx der ausländischen Teams und ihr know-how am Silokanal wird immer grösser, das zeigen die meist sehr knappen Ergebnisse in den Sektoren. Trotzdem reichte es auch im Jahr 2011 nicht für den Sieg eines ausländischen Teams. Dieser ging wieder einmal an das Team um Ralf Herdltischke mit den DAV Herren. Es folgte das neu formierte Team vom Kingdom of Sports mit der Pz 60 vor den Lokalmatadoren aus Brandenburg. Auf Platz 4 mit dem jungen Team vom Fishing Tackle Max folgte auf Platz 5 das Team der Niederlande und damit das erste Team aus dem Ausland. Sicherlich ist es nur noch eine Frage der Zeit bis wir eines der angereisten Teams ganz oben auf dem Treppchen begrüßen können, allerdings noch nicht im Jahr 2011.

Mannschaft
Die erfolgreichsten Mannschaften: Brandenburg, DAV Herren, Kingdom of Sports
Brandenburg Platz 3   KOS - Platz 2
Platz 3 - Brandenburg   Platz 2 - Kingdom of Sports
Mannschaftssieger 2011 - die Herren des DAV
Mannschaftssieger 2011 - die Herren des DAV

Im Einzelklassement konnte sich in diesem Jahr Frank Weise vom Team Sachsen Anhalt durchsetzen. Frank gewann beide Durchgänge mit der Bolo und ist ein würdiger Nachfolger von Günter Horler. Er leistete sich keine Schwächen, fischte konstant stark und das musste er auch. Denn mit der PZ 3 und einem ähnlich hohen Gesamtgewicht folgte Heiko Schmidt vom DAV Team der Herren vor seinem Mannschaftskollegen Chris Weiss mit der PZ 4 und einem Gesamtgewicht von über 42 Kilogramm. Christian Surquin aus den Niederlanden, Robert Grabowski vom Team FTM und Feruccio Gabba aus Italien fischten ebenfalls 4 Punkte und wurden lediglich aufgrund der geringeren Fanggewichte auf die Plätze verwiesen.

Frank Weise Sieger IAM 2011
Frank Weise - Sieger des IAM 2011 - Slideshow


Es waren einige Mails und Telefonate bis sich Tamas Walter entschieden hatte zum IAM zu kommen und am Ende war er kaum vom Silokanal weg zu bekommen. Jayson Greatorex hat für champions-team.de mit Tamas Walter über seine Eindrücke, seine Taktik und seine Montagen gesprochen (in englisch).

International Anglers Meeting 2011 mit Tamas Walter


Zu den Mannschaftsergebnissen

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3 Kommentare
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  • IAM .. Gewinn des Präsentkorbes
    Möchte mich noch einmal herzlichst beim Polnischen Nationalteam für den tollen Präsentkorb bedanken, den ich mit dem Kauf des Laibchens A 19 gewonnen habe. Leider gibt es wohl kein Bild von der übergabe, als meine Team Kollegen und ich den "Kleinen Korb" gefüllt mit prozentigen und essbarem abholten! Das Team Top Secret, sagt danke und Wünscht ein gutes und besseres gelingen für die Abschlussfeier als 2010 und 2011... wir können 2012 aus Beruflichen Gründen leider nicht teilnehmen, denken aber 2013 wieder daran den Premium Sponsor des DAV Top Secret "Gustav Riechmann" zu Präsentieren in diesem Sinne Petri Pepe
  • brassenopa
    aus eichwalde
    IAM
    Wiedermal ein schöner Bericht über ein tolles Event!Auch wenn es bei einigen nicht so optimal gelaufen ist,die Fische entschädigen für so einiges!Besonders die großen Rotaugen sind der Hammer,bleibt zu hoffen das der Silo dem wachsenden Angeldruck standhält !?Das regelt sich aber von ganz alleine.Weiß garnicht wer da ein paar Tage vorher eine Nullwertung hatte!!!???Man sieht sich am Kanal 2012!
  • Wolfi
    ...
    Klasse Veranstaltung und ein schöner Bericht dazu. Hoffe dass die nächsten Jahre noch mehr internationale Topangler der Einladung zum IAM folgen werden. Und zum Thema "Heinz hat ne Schraube locker" sag ich mal nichts :D Schöne Grüße Wolfi