International Anglers Meeting 2013

  • von ct Redaktion
  • 02. Januar 2014 um 12:15
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International Anglers Meeting 2013, das waren 2 x 2 Durchgänge á 4 Stunden hochklassiger Angelei mit der Kopf- und Bolorute und einem Finish, wie es spannender nicht hätte sein können. Nach insgesamt 8 Stunden Angelzeit hätte ein einziger Fisch den großen Unterschied machen können und ein anderer Fisch war am Ende dann glücklicherweise nicht das Zünglein an der Waage.

Während Mitte des Zweiten Durchgangs relativ schnell klar wurde, dass sich das Team aus Brandenburg den Sieg kaum mehr nehmen lassen würde, so kam es im dritten Teilsektor des Sektors C zu einem Kopf an Kopf oder auch Fisch um Fisch Rennen zwischen Ingolf Stern auf der 42 und Chris Weiß auf Platz Nr. 44. Beide waren mit einem Punkt und einem guten Gewicht aus dem ersten Durchgang gekommen und mit einem weiteren guten Gewicht, welches in diesem Bereich wahrscheinlich war und einer Doppeleins, sah es nach gute drei Stunden so aus, dass diese beiden Topangler den Titel des Einzelsiegers des IAM 2013 unter sich ausmachen würden.

Chris Weiss legte im ersten Durchgang mit einem guten Gewicht ordentlich vor Chris Weiss legte im ersten Durchgang mit einem guten Gewicht ordentlich vor

Unter den zahlreichen Zuschauern gingen die Wasserstandsmeldungen, wer ganz vorne liegen würden immer wieder auseinander, klar war nur, dass sie sich schon einige Kilos vom Rest des Sektors abgesetzt hatten. Doch damit nicht genug, denn so richtig dramatisch wurde es mit der Schlusssirene, als Ingolf Stern noch ein gutes 250 Gramm Rotauge im Drill hatte und es einen Millisekundenentscheidung werden sollte, ob der Fisch den Kanal rechtzeitig verlassen hatte oder nicht.

Ingolf Stern im zweiten Durchgang
Ingolf Stern im zweiten Durchgang


Zählt der Fisch, oder zählt er nicht, war nun die Frage. Dieses Rotauge konnte der entscheidende Fisch sein, die entscheidenden Gramm zum Sektorensieg bedeuten. Doch bei aller Unsicherheit und der Möglichkeit den Gesamtsieg des IAM 2013 zurückzusetzen, tat Ingolf Stern ohne Diskussion genau dieses. Im Zweifel für die Fairness, setzte er das Rotauge zurück und der Rest ist Geschichte. Am Ende hatte Ingolf Stern 190 Gramm mehr im Kescher und war damit der verdiente IAM Champion 2013 und einen Ehrenpreis für besondere sportliche Fairness hätten wir ihm auch noch gerne überreicht.

Shakehands nach einem packenden DurchgangShakehands nach einem packenden Durchgang

Das International Anglers Meeting endete spektakulär, doch die Plaungen begannen natürlich schon im Frühjahr 2013 und zum Herbstbeginn ging es in die heiße Phase.

Zum bereits 6ten IAM fragten weit über 60 Teams nach einem möglichen Startrecht an und mussten zum Teil leider abgewiesen werden. Das Feld sollte nach abschließenden Zusagen 54 Teams umfassen, das Maximum des Kanals ist damit eigentlich schon überschrittenen, aber die Veranstalter von champions-team.de und dem DAFV wollten möglichst vielen Teams die Chance geben am Fischen teilzunehmen. Leider musste über 10 Teams eine Absage erteilt werden, das Feld war einfach voll. Als dann 2 Wochen vor dem Event 3 Teams kurzfristig absagten, war man im Organisationsteam natürlich entsprechend verstimmt, musste man doch vorher engagierten Teams eine Absage erteilen. Schlussendlich trafen sich dann aber Angler aus aller Herrenländer am Silokanal und in guter Tradition listen wir die teilnehmenden Nationen bzw. Teilnehmer, die aus den nachfolgenden Ländern kamen auf:

  • Dänemark
  • Schweden
  • Polen
  • Litauen
  • Tschechien
  • Ungarn
  • Österreich
  • Luxemburg
  • Belgien
  • Niederlande
  • England
  • Deutschland
  • und einem Norweger

Gerade die Phalanx der ungarischen Teams wird immer stärker und man könnte vermuten, dass am dritten Wochenende im Oktober die Matchangelei in Ungarn ruht, da alle aktiven Angler in Brandenburg sind.

Rikard Jensen - Team Dänemark
Rikard Jensen - Team Dänemark

Jürgen Gottfried Team Brandenburg
Jürgen Gottfried - Team Brandenburg

In einem fortlaufenden Bericht auf champions-team.de hatten wir die Geschehnisse am Silokanal in den Wochen vor dem IAM begleitet und alle Zeichen standen auf „Go“ und deuteten auf fantastische Fänge hin. Der Silokanal gilt aber auch als sensibel und Faktoren wie schnelles Wasser, Nachtfröste oder auch sonniges Wetter können den Fangerfolg negativ beeinflussen. Bis in die erste Oktoberwoche hinein, war die Strömung im Kanal sehr moderat und passte der Wind, dann konnte auf der Bolo mit einer 8 Gramm Montage gefangen werden.

Im Allianz Sektor (D) war die Bolo wie immer die dominierende MethodeIm Allianz Sektor (D) war die Bolo wie immer die dominierende Methode

Doch dann änderte sich das Blatt innerhalb von zwei Tagen und bedingt durch ergiebigen Regen erhöhte sich die Fließgeschwindigkeit des Silokanals erheblich. In den schmaleren Bereichen des Kanals musste man zu Lutschergewichten von über 30 Gramm greifen um den Köder blockiert anzubieten, für das verzögerte Angeln musste man schon 10 – 12 Gramm Posen auf die Schnur ziehen. Dieses schnelle Wasser stellte eine massive Änderung dar, musste aber nicht unbedingt schlecht sein.

Günter Horler gewohnt stark mit einer Doppeleins
Günter Horler gewohnt stark mit einer Doppeleins

Dirk Alker mit Brandeburg am Ende ganz oben
Dirk Alker mit Brandeburg am Ende ganz oben

Eine gravierende Änderung stellte in diesem Jahr auch die Unmenge an Kraut dar, welches durch den Silokanal trieb. Das Kraut stammt aus den angrenzenden Seen, welche in diesem Jahr übervoll von Wasserpflanzen waren. Wer im Sommer an einem Fischen in Ketzin am Trebelsee teilgenommen hat oder teilnehmen wollte (Veranstaltungen mussten leider aufgrund des sehr hohen Krautvorkommens abgesagt werden), der weiß wovon wir hier sprechen – wirklich ungeheure Mengen von Pflanzenresten trieben durch den Kanal. Den Fischen schien es aber zu gefallen und gerade die Güstern blieben in diesem Jahr sehr lange im Kanal. Bis praktisch eine Woche vor dem Event waren sie in einigen Sektoren noch die vorherrschende Spezis.

Cuppen war auf der Kopfrute ein MUSSCuppen war auf der Kopfrute ein MUSS

Bereits am Wochenende vor dem IAM reisten viele Teams an, einige schauten sich die Veranstaltungen am Samstag und Sonntag an, andere nahmen an dem Event teil, wurde hier doch auch erstmals mit der Mückenlarve geangelt.

Am Montag begann dann das große Trainieren. Gerade in den Bolosektoren E1 und E2 war es sehr voll, teilweise schien dieser Sektor in niederländischen Besitz übergegangen zu sein, war die niederländische Sprache doch allgegenwärtig. Die Angelei in diesem Sektor macht aufgrund der konstant guten Fänge einfach Spaß und das konnte man den Anglern auch anmerken.

Stammgast vom niederländischen Nationalteam - Jo AdrioloStammgast vom niederländischen Nationalteam - Jo Adriolo

Bedingt durch die erhöhte Strömung mussten viele Angler ihre Montagen umbauen.  Bei den Boloposen schien die Zigarrenform des letzten Jahres nicht so gut zu laufen und viele Angler deckten sich beim örtlichen Angelhändler Hooks & More mit aktuellen, kompakteren Boloposen ein. Sicherlich eine „win win“ Situation für Angler und Händler, konnten die Angler doch alles finden was sie brauchen und Inhaber Jan Malecki ein durchaus positives Herbstgeschäft verbuchen. Insgesamt profitiert natürlich die ganze Region (Hotels, Pensionen, Restaurants, usw.) um den Silokanal von der Ausnahmeveranstaltung IAM.

Jetzt aber zurück zu Angelei. Überhaupt ist das Thema „Angeln“ in diesem Jahr der Schwerpunkt unseres Berichtes zum IAM 2013. Ergebnisse uns Sektorenbestleistungen können wie immer den Ergebnislisten entnommen werden, wir werden uns jedoch der Angelei widmen, wobei sich jeder Leser darüber im Klaren sein sollte, dass es kein Kochbuch für einen Erfolg am Silokanal gibt. Dieser Bericht soll nur Grundbedingungen für erfolgreiches Angeln liefern, umsetzen müssen dies immer die Angler hinter der Rute.

Im letzten Jahr war das Angeln mit der Bolorute in vielen Sektoren der Schlüssel zum Erfolg und dabei war die oben beschriebene Zigarrenform der absolute Renner. Mit diesem Posentyp konnte der Köder in der freien Drifft geangelt werden, um den Rotaugen gezielt nachzustellen. Der Zielfisch in 2012  war das Rotauge. Dieses in oft kapitalen Größen und bei der Bebleiung setzten viele Angler auf eine Kette aus 4-6 Bleien direkt vor der Hakenschlaufe. Die Bleie hatte eine Größe zwischen 4 und 1, also eher schwere Bleie zur Bisserkennung.

Zwischen den vielen Brassen auch immer wieder starke RotaugenZwischen den vielen Brassen auch immer wieder starke Rotaugen

In diesem Jahr war der Zielfisch allerdings mehr und mehr und in allen Sektoren die Brasse. Die Rotaugen waren weder in der Größe noch in der Masse auf der Strecke, um wie in den letzten Jahren als Zielfisch zu dienen. Die Brassen waren im Schnitt um die 400 Gramm schwer, es wurden aber auch Fische der Kilogrammklasse gefangen. Die ungarische Spitzenangler Laszlo Cszillag konnte vor seinen Füssen im klaren Wasser gar eine Brasse von 3-4 Kilogramm beobachten, ein Fang eines Fisches dieser Größenordnung ist uns aber aus dem Silokanal noch nie zu Ohren gekommen.

Gab der Platz keine Brassen her, musste jeder Fisch mitgenommen werdenGab der Platz keine Brassen her, musste jeder Fisch mitgenommen werden

Wie im obigen Part des Berichtes bereits geschrieben, regnete es im Vorfeld des IAM stark und die Strömung war im Bereich des Sektors „MATRIX“ am Parkplatz sehr zügig. Es mussten Gewichte von 30 Gramm und mehr gefischt werden, um den Köder blockiert mit dem Lolly anzubieten. Diese 30 Gramm konnten aber je nach Grundbeschaffenheit nicht auf jeden Platz gefischt werden, oft musste mit runden Flussposen von 10 bis 15 Gramm im Trieb gefischt werden, wobei der Trieb dann so verzögert werden musste, dass man den Brassen die Mückenlarve in das Maul führte. Hierzu war es wichtig, dass man die Bissbleie nicht zu schwer wählte (8er Bissbleie) und so lange an der Montagentiefe arbeitete, bis die Köderpräsentation genau passte.

Jochen Drescher wieder mit einer starken Mannschaftsleistung
Jochen Drescher wieder mit einer
starken Mannschaftsleistung

Zwei gute Einzelergebnisse für Geert Pakvis vom Verpa Team NL
Zwei gute Einzelergebnisse für Geert Pakvis
vom Verpa Team NL

Die Brassen stellten sich aber nicht auf jeden Platz, hierfür war der Untergrund des Platzes enorm wichtig. Lagen zu viele Steine auf dem Platz (an welche sich immer scharfkantige Muschen befinden), so stellten sich die Brassen zum Fressen maximal sporadisch auf diesen Platz. Es galt also genau zu loten und dann dort zu fischen, wo der Untergrund einen sauberen, ebenen Platz hergab. War der Sektor MATRIX in den Vorjahren immer ein Sektor, in dem viele Angler OF (ohne Fisch) nach Hause gingen, so war der Sektor in diesem Jahr eher stabil und es konnten teilweise sehr beachtliche Gewichte gefangen werden. Luc de Werd aus den Niederlanden konnte hier am Samstag mit einem voll blockierten Lutscher aus der Mitte über 20 Kilogramm Fisch fangen.

Mit diesen Brassen fischte sich das Walterland Team nach vorne
Mit diesen Brassen fischte sich das
Walterland Team nach vorne

Lucde Werd -Nationalteam NL
Luc de Werd -Nationalteam NL
 

Mit diesem Umstand zeigt sich wieder einmal, wie vielseitig der Silokanal ist und welches superbes und variables Angeln er liefert. Wer am Silokanal nicht flexibel ist und nicht die Fähigkeit hat sich auf einen Platz einzustellen, der wird am Silokanal Probleme bekommen und mit einem leeren Netz nach Hause gehen, während sein Nachbar der „vieles richtig“ gemacht hat mit einem deutlich besseren Gefühl die Heimreise antreten wird.

Im Sektor Browning, gegenüber vom Stahlwerk, konnte man wie immer etwas leichter als in den anderen Sektoren fischen. Auch hier war der Zielfisch der Brassen, denn wie gehabt waren die Rotaugen zu klein und nicht in genügender Anzahl vor Ort. Der Sektor ist im Allgemeinen eher ausgeglichen, die Dominanz der blauen Brücke, welche in den ersten Jahren erschlagend war, hat sich etwas verlaufen und man kann quasi überall seine Fische fangen. Im Sektor Browning war die Kopfrute in diesem Jahr wieder sehr wichtig, aber  auch die Bolo war nicht zu unterschätzen.

Bei solchen Rotaugen braucht man keine BrassenBei solchen Rotaugen braucht man keine Brassen

Beim Boloangeln war es in diesem Jahr sehr wichtig, die richtige Angeldistanz zu finden. War es im letzten Jahr oft eine Weitenjagd, so galt es in diesem Jahr deutlich kürzer, dafür aber präziser zu fischen. Dieser Umstand ist wahrscheinlich der größeren Wassertrübung als auch der höheren Fließgeschwindigkeit geschuldet. Die Fische fühlten sich am wohlsten in einer Distanz von 18-22m, wer deutlich weiter draußen fischte, der musste seine Sache schon sehr gut machen um „vorne“ dabei zu sein.

Sektor „FISHING TACKLE MAX“, hinter der blauen Brücke. Dieser Sektor zieht sich vom Bereich hinter der blauen Brücke bis in den Bereich, welcher Schweinebucht genannt wird. Dieser Sektor war während der Trainingstage sehr beliebt und es konnte überall auf der Strecke viel Fisch gefangen werden. Hier und im gegenüberliegenden Sektor Allianz ist es eigentlich immer so, dass man zu Beginn 1-2 Stunden mit der Kopfrute angelt und dann auf die Bolorute wechselt.

Tamas Walter fischte stark und musste sich im ersten Durchgang nur Chris Weiss geschlagen geben
Tamas Walter fischte stark und musste sich im ersten Durchgang nur Chris Weiss geschlagen geben


Im Prinzip war es auch in diesem Jahr so, wobei die Kopfrute tendenziell eher länger gefischt wurde. Fast alle Angler fischten die Bolorute in einer Distanz um die 22m, so dass sich der Fisch in der zweiten Hälfte des Fischens auf diese Entfernung stellte. Johannes Böhm im Fishing Tackle Max Sektor konnte so übrigens am ersten Tag mit 29 Kilogramm das Höchstgewicht der Veranstaltung fangen.

Johannes Böhm mit dem besten Fang des IAM 2013Johannes Böhm mit dem besten Fang des IAM 2013

Beim Boloangeln war die richtige Führung der Montage extrem wichtig. Es galt die Montage so auszuwerfen, dass sie sich im Vorfeld des Futterplatzes bereits fertig ausgerichtet hatte und in einer stabilen Drift war. Dann, kurz vor dem Futterplatz, musste die Montage etwas verzögert werden, der Köder  treibt in dem Moment auf und fällt in dem Moment wieder ab, wo der Angler die Verzögerung der Montage wieder aufhebt. Macht der Angler alles richtig, dann fällt der Köder genau dort wieder zu Boden, wo die Brassen auf abtreibende Köder warten. Technisch ist diese Angelei  sehr anspruchsvoll und es ist kein Wunder, dass sich die guten Angler immer wieder durchsetzen.

Alle mit der Bolo im Sektor Shimano-CM Lockstoffe (E3)Alle mit der Bolo im Sektor Shimano-CM Lockstoffe (E3)

Sektor Shimano/CM Lockstoffe, umgangssprachlich „in den Gärten“ und „am Asylantenheim“. Der Bolosektor - hier wird meist gar keine Kopfrute aufgebaut, und das hat seinen Grund. Der komplette Sektor liegt in einer leichten Innenkurve und auf der 13m Bahn ist kein sauberer Grund vorhanden, man angelt auf voller Kopfrutenlänge noch auf der Packlage. In diesem Sektor war ein rotes Maiskorn in den letzten Jahren immer DER Köder, wenn es galt die großen Rotaugen von den kleinen Rotaugen zu separieren. In diesem Jahr war aber auch hier der Brassen die Hauptspezies und so galt es ähnlich wie in den anderen Sektoren den Köder auf der richtigen Bahn (die kurze Bahn) und der richtigen Präsentation anzubieten.

Carsten Röschl gewann am zweiten Tag seinen Sektor
Carsten Röschl gewann am zweiten Tag seinen Sektor

Wie schon beschrieben, war es wichtig, dass der Köder nach der „Stopphase“ wieder natürlich zum Boden sinkt. Dabei ist es äußerst kontraproduktiv, wenn der Haken für diese Art der Fischerei nicht passt. Der Haken muss dabei stabil sein, denn es ist ja durchaus wahrscheinlich, dass 20 Kilogramm Fisch zu fangen sind, was bedeutet, dass eher dickdrähtige Haken zum Einsatz kommen. Ein dicker Draht bedeutet aber auch viel Gewicht, was wiederum bedeutet, dass der Köder zu schnell und unnatürlich zu Boden sinkt. Da in diesem Jahr die Mückenlarve der absolute Hauptköder war, durfte der Haken nicht zu groß sein, denn bei einem zu großen Haken laufen die Mücken aus und die Attraktivität des Köders ist sofort geschmälert. Wenn wir eine Empfehlung für die Angelei am Silokanal aussprechen würden, dann wäre es der Tubertini Haken Serie 26 in der Größe 15. Dieser rote Haken vereinbart viele der oben gewünschten Attribute und ist eine gute Wahl am Silokanal. War die Angelei im Sektor E in den letzten Jahren auch unter den widrigsten Bedingungen immer gut, so gestaltete sich das Fischen im Sektor „in den Gärten“ am zweiten Veranstaltungstag extrem zäh. Man sieht also wieder einmal, dass man beim Fischen am Silokanal auf alles vorbereitet sein muss, denn in diesem Sektor waren kleine Rotaugen, auf die in der Mitte des Kanals mit der Bolorute geangelt wurde die Hauptfische der ersten zwei Stunden. Erst dann kamen vermehrt halbstarke Brassen vornehmlich in der Mitte des Sektors.

Wie immer nahrhafte Kost am Silokanal
Wie immer nahrhafte Kost
am Silokanal
Aufgrund der vielen Brassen wurde verstärkt auf Würmer gesetzt
Aufgrund der vielen Brassen wurde
verstärkt auf Würmer gesetzt

Der Silokanal entwickelt sich immer mehr zu einem echten, extrem anspruchsvollen Topgewässer. Der Angler der glaubt, dass man mit einer „lang-Lang Peitsche“ am Kanal auftaucht und dann locker 30 Kilogramm fängt, der täuscht sich gewaltig (was übrigens nicht heißt, dass die Angelei mit der „Lang-Lang“ nicht erfolgreich sein kann - zumindest wenn man weiß wie es geht). In diesem Jahr war das Fischen auf die Brassen extrem anspruchsvoll, was sich auch in den Listen der Besten zeigt. Wie in jedem Jahr sind die starken Angler aus Brandenburg, dem DAV Herrenteam und die ausländischen Kontingente aus Ungarn und den Niederlanden auf den vorderen Plätzen zu finden.

Alles, was man am Silokanal brauchtAlles, was man am Silokanal braucht

Wer nach den ganzen Jahren immer noch ein Angler glaubt, dass dies mit einem besonderen Futter, den perfekten Ködern oder eine besonderen Geheimnis zusammen hängt, dann wollen wir diesen Anglern nicht die Illusion nehmen. Allen anderen Stippern empfehlen wir, weiterhin ihre Fähigkeiten in Bezug auf Technik, Präzision und Schnelligkeit zu verbessern und vor allem unseren Sport zu genießen!

Sieger des IAM 2013 - BrandenburgSieger des IAM 2013 - Brandenburg

Das International Anglers Meeting 2013 war wieder ein voller Erfolg und fand seinen krönenden Abschluss in dem Bankett am Stahlpalast. Mittlerweile hat das IAM eine solche Reputation und ein solch überwältigend positives Feedback, dass alle Teilnehmer hoffen, dass dieses Event auch nach der turbulenten Übernahme des DAV durch den VDSF bestehen bleibt. Wir drücken uns allen die Daumen!

Alle Ergebnisse

IAM Video 2013

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