Danish Spring Cup 2017

  • von Thorben Wiese
  • 08. Mai 2017 um 09:50
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Der Browning-Cup und der Danish-Spring Cup in Dänemark an dem Fluss Gudena war die letzten zwei Jahre ein fester Termin im Frühjahr, den ich mit meinem Koppelpartner Jan Seipel im Terminplan markiert haben. Das Teilnehmerfeld ist dort international, ss kommen Angler aus Holland, Schweden, Deutschland und Dänemark. Letztes Jahr waren sogar Angler aus 7 Nationen da. 

Das Gewässer, die Gudena, ist ein Naturgewässer welches in die Nordsee fließt. Durch Ebbe und Flut der Nordsee hat man an der Gudena einen Tidehub der sich in den Sektoren unterschiedlich bemerkbar macht. Somit kann man auch nicht davon ausgehen das die Strömung dort immer gleich ist. Die Tiefe beträgt ca. 1-3 Meter und ist von Platz zu Platz unterschiedlich. Der Hauptfisch ist das Rotaugen, dieses Jahr gab es dort aber auch sehr viele Alande mit Gewichten über einem Kilo. Brassen und Güstern sind dort eher seltene Fänge zu dieses Jahreszeit.

Bild 1 (Hier sieht man den C-Sektor der Gudena)

Es gibt an der Gudena sechs Sektoren A-F. Der Sektor A und B sind an einem anderen Abschnitt ca. 5 Minuten mit dem Auto entfernt. Alle anderen Sektoren sind vom Hauptparkplatz erreichbar. Es kann also ohne Probleme mit einem PKW angereist werden. 

Die Angelart ist bei beiden Veranstaltungen beliebig, es darf also auch mit der Feederrute geangelt werden. Aber dort gibt es nur wenige die mit dem Futterkorb dort angeln, die häufigste Angelmethode ist die Kopfrute und die Lang-Lang Rute. Es gibt aber auch manche Plätze wo die Bolo erfolgreicher ist. Posengewicht von 2 – 20 Gramm sollten auf jeden Fall im Gepäck sein. 

Jan und ich sind Montagnacht aufgebrochen, sodass wir um ca. 9:00 Uhr an der Strecke waren für das erste Training. Nachdem wir angekommen waren, machten wir uns auf den Weg in den F-Sektor wo schon drei Angler saßen. Viele der Teilnehmer vom Browning Cup, welcher am Mittwoch und Donnerstag stattfindet, sind schon am Montag angereist und haben den ersten Durchgang trainiert. 

Die Gudena zeigt sich bei schönem Wetter in dem F-Sektor sehr fischreich. Es war kein Problem dort in zwei Stunden 10 Kilo Rotaugen zu fangen. Währenddessen stimmten unser Tackle für den ersten Durchgang für den Browning-Cup ab.

 

Bild 2 (Jan Seipel mit einem schönen Fang)

Abends im Motel-X ist dann die Verlosung der Plätze für beide Durchgänge. Dienstagabend weiß somit jeder wo er die nächsten zwei Tage sitzen wird. Startfütterung ist um 10:50 Uhr. Angelbeginn ist um 11:00 bis 15:00 Uhr. Jedem ist also überlassen wann er sich zum Wasser begibt und sich auf seinem Platz einfindet. 

Ich ziehe für Mittwoch D6, kein gutes los, da Platz D1 und D2 letztes Jahr an vier Durchgängen immer die eins und die zwei gebracht haben. Donnerstag sah es für mich besser aus, da durfte ich auf der F2 sitzen. 

Nun zum ersten Durchgang vom Browning-Cup. Wir machten uns rechtzeitig auf dem Weg ans Wasser damit wir genug Zeit zum aufbauen haben. Der Tisch ist mit reichlich Ködern gedeckt, sehr wichtig sind dort Rote Maden, lebend sowie tot. Das Futter bestand aus zwei Teilen Eco Fishing K5 River Competition und einem Teil K5 Roach. Dazu kamen dann noch drei Teile Eco Fishing Lehm de Rivere in braun, somit wurde ein 50/50 Mix aus Futter und Erde geangelt.

Thorbens Futter

Um das Futter noch attraktiver zu machen kamen noch Fluopartikel in rot,gelb und grün ins Futter. Die Anfangsfütterung war bei mir 10-12 Bälle genau auf dem Punkt gecuppt. Nachgefüttert wurde alle 5 Minuten ein kleiner Ball per Hand. Wenn die Fische da sind wurde die Zeit verkürzt.

ein Ködertableau beim Danish Spring Cup

Aufgebaut waren Kugelposen mit Gewichten von 4-12 Gramm. Die einheimischen angeln dort sehr viel mit dem Lutscher, in unseren Augen ist die Kugelpose dort aber viel effektiver. Es ist an der Gudena sehr wichtig einen sauberen Platz zu finden, wo es nicht zu starke Verwirbelungen durch die Strömung gibt, dieser kann auf 8-13 Metern sein. Dort gibt es kein Geheimrezept wie man dort dann die Montage führt und von der Tiefe einstellt. An einem Tag kann man das Vorfach auflegen und stärker verzögern, am Tag danach muss man leichter angeln und bündig minimal verzögert angeln.

Posen für die Gudena 

Die Montage ist dort ganz simpel. Hauptschnur 0,14mm und das Vorfach in 0,12mm. Dort setzte ich ein 15cm Vorfach ein mit einem Haken der Größe 12-18. Zwei Bissanzeigebleie direkt an der Schlaufe Nr.10 bzw. bei Posengewichten ab 4 Gramm Nr.8. 20-25cm höher befindet sich die Hauptbebleiung. Alternativ ging es auch ganz gut, wenn man das zweite Bissanzeigeblei mittig der Schlaufe und der Hauptbebleiung schob.

 

eine erfolgreiche Bebleiung

Nach dem Wiegen hat es sich bestätigt, D1 gewinnt den Sektor mit über 9.000 Gramm. Die 2 kommt von der D5 mit 4.900 Gramm. Ich mache von der D6 und 3.950 Gramm eine 3 im Sektor. Es kamen in allen Sektoren weniger Fisch als die letzten Jahre, das wird vom Nachtfrost und dem sehr klarem Wasser kommen. In den F-Sektor kamen Gewichte bis 18 Kilo zusammen, im C-Sektor kamen 9 Kilo vom Endplatz C1. 

Wir hofften für Donnerstag auf bessere Fänge, dies war leider nicht der Fall, selbst im fischreichen F-Sektor war schlecht gefangen. Dort gewann ich den Sektor mit 5.770 Gramm von der F2. In den anderen Sektoren war es vom Fisch auch weniger. Durch den Frost dauerte es fast eine Stunde bist die ersten Bisse kamen, auf anderen Plätzen sogar bist zur 2,5 Stunden.

 

 Bild 7 (5.770 Gramm aus dem fischreichen F-Sektor)

Donnerstag Abend war dann im Motel-X gemeinsames Essen aller 29 Teilnehmer und die Siegerehrung. Zu essen gab es drei Gänge, das Essen ist im Startgeld mit inbegriffen. 

Bild 8 (Julius Westemp Sieger des Browning Cup 2017)

Sieger des Browning Cup 2017 wird Julius Wystemp aus Deutschland mit einer starken Platzziffer 3 und einem Gewicht von 27.120 Gramm. Zweiter mit der Platzziffer 4 und einem Gesamtgewicht von 11.255 Gramm wird Marcus Billen. Ich werde Dritter mit 4 Punkten und einem Gewicht von 9.715 Gramm. 

Bild 9 (von links nach rechts: Thorben Wiese, Julius Wystemp, Marcus Billen und Bjarne Johansen)

Freitag war dann wieder Training angesagt. Für uns ging es in den neuen B-Sektor. Da die Sektoren A und B von der Gudena in die Norrea gelegt worden sind. Ein Zulauf der in die Gudena fließt. Die Norrea ist ca. 16-18 Meter breit wo geangelt wird. Die Tiefe beträgt dort ca. 1-1,5 Meter. Die Strömung ist abhängig von der Gudena. Am Freitag waren wir mit 10 Leuten in einem Sektor wo am Samstag und Sonntag beim Dansh-Spring nur 7 Angler sitzen werden. Die Fänge lagen im Schnitt bei ca. 4 Kilogramm.

 

Bild 10 (B-Sektor in der Norrea) 

Freitagabend ging es dann wieder ins Motel-X wo man für den Danish-Spring Cup die Plätze lost für beide Tage. Der Danish-Spring Cup ist ein Koppelangeln wo jeder in einem anderem Sektor sitzt, was die ganze Sache sehr interessant macht. Mein Koppelpartner Jan Seipel und ich ziehen folgendes Los: Jan am ersten Tag auf der C4 und Sonntag E2. Beides Plätze mit denen wir sofort einverstanden waren. Ich saß am ersten Tag auf D8 und Sonntag auf B3. Der Platz D8 brachte uns sehr zum Grübeln. Beim Browning Cup waren es neun Leute im Sektor und die Plätze 7-9 waren sehr schlecht. 

Samstags dann an meinem Platz D8 angekommen und ich fand auf 11,5 Metern einen einigermaßen sauberen Untergrund womit ich leben konnte. Die Strömung war durch den höhere Wasserstand auch ruhiger für die ersten zwei Stunden. Ich baute wieder meine Kugelposen in 4,5,6 und 8 Gramm auf. Hauptsächlich habe ich mit 4 und 5 Gramm gefischt und konnte das Unmögliche wahr machen, nach 4 Stunden hieß es Sektorensieg mit 7.250 Gramm. Die 2 aus dem Sektor kam wieder von der D2 mit knapp einem Kilo weniger.

 

Bild 11 (7.250 Gramm von der D6)

Jan machte in seinem Sektor eine 5 mit 7.830 Gramm. Somit standen wir Samstag auf Platz 4 mit 6 Punkten. Die Liste wurde von Thomas Dirks und Lukas Webels aus Schleswig-Holstein mit starken 3 Punkten angeführt und einem Gewicht von 25.740 Gramm. Platz drei und vier hatten jeweils 5 Punkte.

 Bild 12 (Zwischenergebnisse von Tag 1) 

Dadurch das es 6 Sektoren mit je 7 oder 8 Angler gibt entstehen nie wirklich hohe Platzziffern. Da kann man am zweiten Tag noch viel ändern. Vor allem sind dort ausschließlich gute Angler die Woche über, was die Sache nicht einfacher macht. 

Nun kommen wir zum letzten Tag unserer Woche in Dänemark. Jan saß auf E2 wo er gutes Gewicht machen kann für die Gesamtwertung. Ich saß in der Norrea auf B3 wo es hieß so wenig Punkte wie möglich einzufahren. Jan machte seine Sache gut und fischt eine Platzziffer zwei mit 8.100 Gramm. Ich bringe mit 5.500 Gramm auch eine Platzziffer zwei zur Waage. Somit haben wir den Sonntag nur 4 Punkte. Samstag hatten wir 6 und Sonntag 4 Punkte, macht zusammen 10 Punkte und ein Gesamtgewicht von 28.730 Gramm. Auf dem Parkplatz hörte man viel Gerede von den einzelnen Koppeln wie viele Punkte und Gewicht sie haben. Am Ende hatten wir Glück und gewinnen den Danish-Spring Cup 2017 in Dänemark vor den zweitplatzierten Morten Kierkegaard und Casper Kaergard mit 11 Punkten und einem Gewicht von 25.985 Gramm. Dritter wird das deutsche Koppel Julius Wystemp und Bernd Bohatzsch ebenfalls mit Platzziffer 11 und dem geringerem Gewicht von 18.305 Gramm.

 

Bild 13 (Die drei Siegerteams vom Danish-Spring Cup 2017)

 

Dänemark ist immer eine Reise wert, man lernt sehr viele nette Leute kennen, die jederzeit bereit sind ihre Plattform kurz stehenzulassen um anderen zu helfen wenn diese aufgrund des schlammigen Weges kurz stecken bleiben. Vielen dank noch an Bjarne Johansen der alles PERFEKT organisiert hat! HUT AB Bjarne, mache weiter so!!!!

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